Auferstanden. Eine Verfolgung, die die Geschichte der Menschheit veränderte!

Regie: Kevin Reynolds, 2016, Sony Pictures

Die Römer haben Israel besetzt, Widerstandskämpfer der Juden bekämpfen die Römer. Mit einer Kampfszene beginnt die Erinnerung eines Militärtribuns. In dieser wird Barrabas, der vor kurzem noch von Pilatus an Stelle von Jesus freigelassen worden war, getötet. Bevor er aber getötet wird, weist er auf den Messias hin: Wenn dieser kommt, wird Rom nichts mehr sein!

Nachdem der Tribun sich bewährt hatte wird er von Pilatus beauftragt, die Kreuzigung und die Bestattung Jesu zu kontrollieren. Das heißt genauer: Er kommt in dem Augenblick zur Kreuzigung dazu als sich der Himmel verdunkelte und ein Erdbeben ausbrach. Er hat sich darum zu kümmern, dass der gekreuzigte Jesus getötet und der Leichnam Jesu nach der Bestattung bewacht wird, da von der jüdischen Leitung der Verdacht geäußert wurde, man könne Jesus rauben. Dem Tribun wird ein junger Mann zur Seite gestellt, der das Handwerk lernen soll. Jesus verschwindet tatsächlich, wie auch die ihn zu bewachenden Soldaten, die sich in Obhut der jüdischen Obrigkeit begeben haben. Nun muss der Tribun den Leichnam Jesu suchen – und er entdeckt den lebenden Jesus, der tot ist.

Bis er den Lebenden entdeckt hatte, erfährt man viel über den Tribun (so, dass er eine Stellung mit Familie und Macht ersehnt, dann wünscht er sich einen Tag ohne Tod, Frieden, eine gewisse Nachdenklichkeit, Melancholie angesichts all der Ereignisse um den eigenartigen Hingerichteten, man erfährt manches über seinen römisch-militärischen Glauben).

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Ostermorgen: Die Wächter tranken Alkohol und dann passierte etwas, das sie vollkommen Wirr gemacht hat. Was? Das wird im Laufe des Filmes herausgearbeitet. Zuerst sagten die Wachen den jüdischen Herrschern, dass der Leichnam durch Schüler Jesu gestohlen worden sei. Aber dann bekommt der Tribun heraus, dass die Seile vor dem Grab nicht durchgeschnitten, sondern zerrissen worden waren, dass die Siegel geschmolzen waren und der Stein weit weg lag. Er nimmt es wahr, sucht aber dennoch den Leichnam irgendwo unter den Toten und findet auch einen, auf den Jesu Leichnam zutreffen könnte. Parallel dazu sucht er die Wachen zu befragen, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Zudem sucht er Menschen zu befragen, die darüber sprachen, dass er leben würde:

  • Der erste sagte, dass die Schüler nicht geraubt hätten, sie seien voller Trauer. Glaubt er, dass Jesus gegen die Römer angehen würde? Nein, er würde den Tribun eher umarmen. Ist er König? Der Tribun bekommt die Dornenkrone überreicht.
  • Eine alte blinde Frau wird befragt, weil sie gesagt habe, er lebe. Sie hatte seine Stimme gehört, sieht sich nicht als Anhängerin Jesu, aber: Er hat mich geliebt, er hat mich aufgebaut, die Erniedrigten sind die Saat, die ausgebracht ist, die Römer kommen zu spät.
  • Ein nichtchristlicher Zeuge wird befragt und als Spion eingesetzt. Er nennt den Namen Maria Magdalenas. Sie suchen nun Maria, finden, befragen sie. Wo ist Jesus? Antwort: Bei uns, zu sehen dann, wenn man das Herz öffnet. Weil sie aufgrund ihrer Verklärung verrückt erscheint, wird sie frei gelassen.
  • Der Jünger Bartholomäus ist voller Begeisterung, auch fast wahnsinnig: Jahwe tritt als armer verrückter Jude zutage?, fragt der Tribun. Ja, antwortete Bartholomäus. Er bedroht Bartholomäus mit Kreuzigung, die in allem Schmerz beschrieben wird. Aber Bartholomäus erlangt seine Freiheit durch einen Trick.

Dann findet der Tribun den anderen Grabwächter in einer Schänke – und der beschreibt betrunken-wahnsinnig, was sich am Ostermorgen ereignet hatte: ein furchtbarer Blitz, explodierte Seile, Sonne geht im Grab auf, es erschien eine Figur, eine von überallher umschallende Stimme. Dann flohen sie. Und der Wächter sagte. Erklär es mir. Der Tribun antwortete: Du warst betrunken vom vergifteten Wein. Oder war Zauberei im Spiel? Ist die Geschichte wahr?

Zwischendurch betet der Tribun über Mars zu Jahwe, dass er, wenn er ihm in seiner Sucher Erfolg gebe, er Jahwe Tempel zu gründen und Ehrenspiele gelobe.

Dann findet er Jesus, inmitten seiner Jünger – aber Jesus war er auf einmal weg. Maria Magdalena sagt den erschrockenen und wieder vereinsamten Jüngern, er habe sie damit beauftragt zu sagen, dass sie nach Galiläa zu gehen hätten. Der Tribun geht mit und sie unterhalten sich über Jesus – aber es wird deutlich, sie sind wie ratlose Kinder, die nichts verstehen und sich gar nichts erklären können. Pilatus lässt den Tribun vom Assistenten suchen. Dieser trifft ihn und die Jünger. Der Tribun sagt ihm: Die Zukunft der Welt liegt in den Händen dieser ratlosen und rennenden Jünger.

Wenig später entdecken sie Jesus, Jesus lässt sich entdecken. Der Tribun unterhält sich mit Jesus, weiß in dem Augenblick aber nicht, was er fragen soll. Jesus weist ihn auf seinen Wunsch nach Frieden hin, zeigt damit, dass er allwissend ist. Aber der Tribun wird trotz der Erfahrung der Himmelfahrt Jesu nicht zu einem Jünger Jesu, sondern zu einem äußerst irritierten Mann, der die Welt nicht mehr versteht.

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Der Film hat einen eigenartiger Untertitel, da nicht diese filmische Verfolgung die Welt – und den Tribun – verändert hat, sondern die Auferstehung Jesu. Dieses Bekenntnis, dass er auferstanden ist, hat auch diesen Film hervorgebracht. Er ist Teil der Wirkungsgeschichte der Botschaft vom auferstandenen Jesus Christus.

Der Film versucht in Form einer „Detektivgeschichte“ etwas historisch einzuordnen, was historisch-kritisch nicht einzuordnen ist. Der auferstandene Jesus gehört dem Jesus des Glaubens an, nicht dem irdischen Jesus. Gleichzeitig wird das nachvollzogen, was auch im Neuen Testament zu finden ist: das ganze Geschehen um Jesus ist im Grunde ein Rätsel, das niemand versteht, von dem aber die Menschen ergriffen sind: die Jünger missionieren – und der Tribun kommt mit der Welt nicht mehr klar.

Es gibt sehr viele Theorien, die versuchen, das Ereignis der Auferstehung zu erklären. Der Film greift keine dieser auf, sondern lehnt sich an die behutsamen neutestamentlichen Aussagen an. Es geht also nicht um Betrug durch Jünger, nicht um Massenhypnose usw. Es geht um etwas Unverständliches.

Der Film geht auch nicht auf theologische Fragen ein, so in Fragen der letzten Jahrzehnte, dass Jesus Christus im Glauben der Menschen aufersteht bzw. überall da als Auferstandener sichtbar wird, wo Menschen einander in Liebe begegnen. Er ist historisierend – verarbeitet die Auferstehungsbotschaft nicht theologisch.

Dazu siehe: https://evangelische-religion.de/lehre-jesu.html und: https://evangelische-religion.de/auferstehung.html