1. Einleitung

Im Zusammenhang der „Sprache des Glaubens“ haben wir die Musik kurz angetippt. Musik dient der Kommunikation. Das muss wohl kaum mehr vertieft werden, weil wir alle das wissen und spüren.

Mit diesem Thema greifen wir das auf, was als neue kirchliche Bewegungen bezeichnet wird, oder auch das, was zum Thema Spiritualität gehört.

Spiritualität bedeutet: Gefühlte, erfahrene Religion, Gegenwart des Göttlichen. Auch der christliche Glaube ist nicht eine Größe, die nur mit dem Verstand ergriffen wird, nicht nur etwas, über das man Wissen anhäuft, sondern eine Größe, die den Menschen emotional berührt. Das Wort „Spiritualität“ kommt von Spiritus – Geist: Der Geist Gottes ist gemeint. Allerdings wurde das Wort „Spiritualität“ verwendet, um alle möglichen religiösen Gefühle, tiefgehende Handlungen zu bezeichnen. Musik trägt in den Religionen viel zum Thema Spiritualität bei. Gemeinsam Gesungenes, gemeinsam Gehörtes, aber auch das, was man allein hört, kann den Menschen als glaubendes Wesen bewegen. Wenn Christen von „Spiritualität“ im eigentlichen Sinn reden, dann ist nicht nur ein „Gefühl“ gemeint, sondern das Wirken Gottes durch den Heiligen Geist selbst.

In der Christenheit spielte Musik und Gesang seit Anfang an eine große Rolle, darum wird das Thema hier so ausführlich dargestellt. Du findest in diesem Abschnitt einen Gang durch die Geschichte.

Auch wenn Ihr bei diesem Gang durch die Geschichte christlicher Musik auf Clips stoßen solltet, die nicht Eurem Musik-Geschmack entsprechen, so gehört es doch zu uns Menschen dazu, dass wir manches wahrnehmen wollen, was wir normalerweise so nicht angehört, angeschaut hätten. Alles, was hier angegeben wird, hat viele, viele Menschen geprägt. Wir sind Teil unserer Kultur. Ich denke, dass Ihr offen seid auch für das, womit Ihr vielleicht nicht sofort etwas anfangen könnt. Hetzt nicht von Clip zu Clip, sondern lasst Euch darauf ein. Überlege: Wenn es mich nicht ansprechen sollte: Warum könnten diese Stücke so viele Menschen angesprochen haben?

2. Musik: Frühe Christen bis zum 6. Jahrhundert

Von Anfang an haben Christen viel gesungen. Das haben sie von ihrer Mutter-Religion, dem Judentum, übernommen. Schon im Neuen Testament – also im 1. Jahrhundert – begegnen uns manche Lieder, so im Lukasevangelium (Lukas 1) das Lied der Maria (Magnificat) und das Lied des Zacharias (Benedictus).

Ebenso sehen wir in den Briefen des Apostels Paulus das Hohelied der Liebe – ein literarisches Kunstwerk – (1. Brief an die Korinther 13), das Lied des Dienens (Philipperbrief 2). Auch die Apokalypse / Offenbarung des Johannes kennt Lieder, neue Lieder (5,9; 14,3) so das Lied der Überwinder (15).

Die ersten Lieder waren für die Judenchristen eben auch die Psalmen wie der Brief des Jakobus schreibt (5,13; vgl. 1. Kor 14,15). Der Epheserbrief fordert wie der Kolosserbrief dazu auf, zu singen (5,16 bzw. 3,16). Auch christliche Texte, die nicht in der Bibel stehen, lassen immer wieder Lieder anklingen.

Christen waren im Bereich der Musik auch innovativ. So haben in der heidnischen und jüdischen Tradition, soweit ich weiß, Männer die Frauenrollen übernommen – Christen gingen dazu über, auch Frauen singen zu lassen. (Später waren es allerdings wieder allein Männer, die in Gottesdiensten gesungen haben, erst nach der Reformationszeit haben auch Frauen im Gottesdienst mitgesungen. In den Frauenklöstern war Gesang auch wichtig und prägte Gottesdienst wie den Alltag.) Aus all dieser Sangesfreude und Freude an der Musik seien im Folgenden einige Beispiele hervorgehoben. Es sind nur Beispiele aus der unendlichen Fülle an Texten und Liedern.

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Die Ostkirche hatte viele liturgische Gesänge. Als Beispiel sei aus dem 4./5. Jahrhundert genannt. (Liturgie des Heiligen Basilius der Große [† 379] bzw. des Heiligen Johannes Chrysostomos [† 407]).

Diese regten dann im 4. Jahrhundert in der Zeit des Ambrosius von Mailand westliche Liederdichter an. Die Gottesdienste wurden schöner gestaltet durch Hymnen und Wechselgesänge (Ambrosianischer Gesang).

Hymnus beim Hahnenruf (also ein Morgenlied; nur die zwei letzten Strophen; http://alte-lieder.de/category/ambrosius/) seien genannt:

Gib, unsrer Sinne Licht! Dich kund,
Verscheuch‘ den Schlummer unsrer Brust,
Und stimme, unsrer Seele Lust!
Zu Lobgesängen unsern Mund:


Dass laut er Gott den Schöpfer preis’t,
Dich Lichtglanz, der im Vater glüht,
Ein Lichtquell selbst, der ewig sprüht,
Und gleichen Gott, des Trostes Geist.

Gedichte und Lieder sind kunstvolle Texte. Menschen haben diese Texte auch verwendet, um ganz Besonderes auszusprechen. Darum sind sie nicht unbedingt mit der Alltagssprache zu vergleichen. Hier wird metaphorisch besungen: Christus, das Licht, siegt über die Finsternis.

Im 6. Jahrhundert begann sich ein neuer Stil durchzusetzen: Alle Stimmen singen gleichermaßen ruhig ohne Ablenkungen durch Instrumente dieselbe Melodie. Dieser Stil hat seinen Namen vom Papst Gregor den Großen bekommen, der diese Art des Gesangs förderte: 

3. Christliche Musik: 16.-18. Jahrhundert

Auch zwischen dem 6. und dem 16. Jahrhundert gab es viel Gesang. Das alles darzulegen, würde zu weit führen. Darum geht es mit dem 16. Jahrhundert weiter, ab dem es auch viel Neues gab.

Machen wir einen Sprung ins 16. Jahrhundert. Martin Luther hat die Kirchenmusik dadurch geprägt, dass er weltliche Melodien mit einem geistlichem Text singen ließ. Musik – als Gesang der Gottesdienstbesucher – spielte eine größere Rolle als im katholischen Umfeld. Zudem lässt sich die frohe Botschaft, das Evangelium, einprägsamer, nachhaltiger vermitteln, wenn sie mit einer Melodie verbunden wird. (Der teufel solle nicht alle schönen melodien für sich behalten.) Als Beispiel sei ein Lied genannt, das für die Protestanten wichtig wurde, eine Art Hymnus der protestantischen Kirche – der heute vielfach sehr harmlos gesungen wird: Ein feste Burg ist unser Gott.

Als nächsten großen Dichter möchte ich aus dem 17. Jahrhundert Paul Gerhardt (1607-1676) nennen, der vom Dreißigjährigen Krieg trostvolle Texte dichtete, die zum Beispiel von einem Zeitgenossen, Johann Crüger, mit Melodien versehen wurden: Geh aus mein Herz und suche Freud – genauso bedeutsam wie: Ist Gott für mich so trete, gleich alles wider mich, oder: Befiehl du deine Wege.

An dem Lied: Geh aus mein Herz und suche Freud wird schön deutlich, wie die Natur zum Gleichnis für die christliche Botschaft werden kann:

13. Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
daß ich dir stetig blühe;
gib, daß der Sommer deiner Gnad
in meiner Seele früh und spat
viel Glaubensfrüchte ziehe.

14. Mach in mir deinem Geiste Raum,
daß ich dir werd ein guter Baum,
und laß mich Wurzel treiben.
Verleihe, daß zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze möge bleiben.

Die 17./18. Jahrhunderte waren die großen Jahrhunderte in der Kirchenmusik.

Johann Sebastian Bach (1685-1750) – ein sehr bedeutender Musiker, von dem gesagt wurde, er dürfte nicht Bach heißen, er müsste Meer genannt werden. Er ist einflussreich gewesen, bis hin in die gegenwärtige Pop-Musik (Beispiel: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/whitershade.html). Seine Passionen werden heute noch regelmäßig aufgeführt und ergreifen viele Menschen. Ein Wunder an Mensch, der – wie auch Händel – seine Stücke mit S.D.G. unterschrieb: Soli Deo Gloria (Allein Gott sei Ehre). Von ihm ist auch das berühmte Stück: Jesus bleibet meine Freude.

Georg Friedrich Händel (1685-1759) – das Halleluja aus dem Messias Oratorium klingt in den Ohren nach, ob man an Gott glaubt oder nicht: https://www.youtube.com/watch?v=wIIH5Bva738

Joseph Haydn (1732-1809) – die Himmel erzählen die Ehre Gottes – auch das Stück aus seiner Schöpfung klingt – wie viele anderer seiner Stücke – im Herzen nach: https://www.youtube.com/watch?v=eRor5Uf6iM4

Die Messen Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) sind wunderbare Werke. Sein letztes, unvollendetes Werk war das Requiem (eine Messe / ein Gottesdienst für Verstorbene) – kurz vor seinem frühen Tod mit 35 Jahren. Sein von ihm noch geschriebener Teil endet mit dem Text https://www.youtube.com/watch?v=jpWJXoEF2hA (Requiem, Hostias):

Opfergaben und Gebete
bringen wir dir, o Herr, zum Lobe dar:
nimm sie an für jene Seelen,
derer wir heute gedenken.
Lass sie, o Herr, vom Tode hinübergehen zum Leben,
wie Du es einst dem Abraham verheißen hast
und seinen Nachkommen.

4. Christliche Musik: 19.-21. Jahrhundert

Aber Glaubende hörten nicht nur die kunstvollen Stücke, sie sangen auch intensiv mit. In der Methodistischen Kirche war Charles Wesley (1707-1788) ein wichtiger Liederdichter, der mit seinen Liedern die „Theologie der Erweckung“ in die Herzen und Münder der Mensch weltweit trug.

An dieser Stelle sei auf die weltweit wirkungsreiche Tradition vor allem des 19. Jahrhunderts englischsprachiger Länder hingewiesen:

Zu Tränen rührt das Lied von Sarah Flower Adams (1841) / Melodie: Lowell Mason (1856) bis heute Menschen: Nearer, My God, to Thee. Nicht nur im Titanic-Film. CNN will das auch spielen, wenn die Welt untergeht, so las ich einmal: https://www.youtube.com/watch?v=rwLl5nY5WPI 

Horatio Spafford schrieb nach heftigen Schicksalsschlägen 1873: It Is Well With My Soul, das Philip B. Bliss 1876 vertonte: https://www.youtube.com/watch?v=zY5o9mP22V0

Carl Boberg dichtete 1885 How Great Thou Art – das mit einer traditionellen Melodie gesungen wurde und bis heute zu einem der wichtigsten christlichen Hymnen gehört. Die Gruppe aus Afrika fügt ein Stück in einer afrikanischen Sprache ein: https://www.youtube.com/watch?v=uHrgaOz10HA

Wer kennt nicht das Lied Amazing Grace, das nach 1748 von John Newton geschrieben wurde, der Sklavenhändler war und dann zu Christus zurückkehrte und gegen den Sklavenhandel kämpfte. Wer die Melodie geschrieben hat, ist nicht mehr ganz klar. Auf jeden Fall begegnete sie 1831 in einem Gesangbuch. Es ist das weltweit am meisten gesungene Lied: https://www.youtube.com/watch?v=AtteRD5bBNQ

Sogar vom ehemaligen US-Präsidenten Obama öffentlich gesungen: https://www.youtube.com/watch?v=IN05jVNBs64

Auch in Deutschland gibt es ähnliche Lieder, so der von Gerhard Tersteegen 1750 gedichtete Text: Ich bete an die Macht der Liebe, der mit einer Melodie von Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski berühmt wurde. Das Stück ist Teil des Großen Zapfenstreichs der Bundeswehr geworden. https://www.youtube.com/watch?v=iI8bCQxPWmU

Jetzt gehen wir weg aus Europa, auch wenn die Stücke weltweit Bedeutung bekommen haben: Mit Beginn der Sklaverei in den USA im 17. Jahrhundert begannen auch Spirituals (a capella), die dann Vorläufer des Gospels (mit Instrumenten) wurden. In ihnen kommt das Leiden zum Ausdruck – es wird mit biblischen Texten ausgesprochen. Vor 1861 entstand: Go Down Moses – und hat auch weltweit seine große Bedeutung: https://www.youtube.com/watch?v=Y2hZHu7rlrQ

Im Amerikanischen Bürgerkrieg dichtete Julia Ward Howe gegen die Südstaaten (gedruckt 1862): Glory, Glory Halleluja, das ich hier zunächst in einer eindrucksvollen modernen Version von Odetta wiedergeben will. Es wird bis heute zu wichtigen nationalen Ereignissen in den USA gesungen: https://www.youtube.com/watch?v=BLfE7p75g2g

Den Vorläufer des folgenden Gospels hat Pfarrer Charles Albert Tindley 1901 getextet: I´ll Overcome – dieses wurde in den 40ern/50ern umgedichtet zu einem wichtigen Lied in der Bürgerrechtsbewegung (es ging unter anderem darum, für gleiche Rechte für Schwarze / für Afroamerikaner zu kämpfen) – hier in der Version von Joan Baez wiedergegeben: https://www.youtube.com/watch?v=7akuOFp-ET8

Ihr habt jetzt einige dieser Lieder gehört und über sie nachgedacht. Lieder haben nicht nur persönliche Bedeutung, sie können auch eine große Bedeutung für Bewegungen in einer Gesellschaft haben.

Auch das 20. Jahrhundert ist nicht arm an Komponisten. Viele werden https://evangelische-religion.de/main-points-und-kunst.html unter Punkt 2. genannt. Ein paar wenige Beispiele seien vertieft.

An John Rutter möchte ich verdeutlichen, dass Musik auch Situationsbezogen ist. Sein Segen wird bei einer (berühmten) Hochzeit gesungen: https://www.youtube.com/watch?v=fFz6PU2E67E (The Lord Bless You And Keep You)

 bzw. greift Themen der Zeit auf: https://www.youtube.com/watch?v=PTOfSKXkRa0 (For the Beauty Of the Earth)

Sofia Gubaidalina hat eine spannende Biographie. Sie wurde in der kommunistischen Sowjetunion geboren. Sie hatte als Kind angesichts einer Ikone (ein christliches Bild) ein tiefes religiöses Gefühl. Sie berichtete davon, aber die Familie hatte vor dem kommunistischen Sowjet-Regime Angst und sie sollte es verschweigen. Dann wurde sie schwer krank und die Mutter gelobte Gott, sie würde ihre Tochter taufen lassen, wenn sie gesunde. Sie wurde gesund, sie sollte getauft werden, aber an einem fernen Ort, an dem sie keiner kennt. Der erste Priester war betrunken, der zweite wusste nicht, wie man das macht. Also ließ sie sich dann erst als Erwachsene taufen. Aus ihrem Werk seien Die sieben letzten Worte (Jesu am Kreuz) am Kreuz genannt. Man bedenke, wenn es etwas fremd klingt: Die Dramatik des Sterbens Jesu wird wiedergegeben. Du musst nicht das ganze Stück anhören. Höre einmal rein – vor allem ab Minute 30-38 (nur anhören, wenn Du es verträgst): https://www.youtube.com/watch?v=PZgA5iBaRkY

Das wunderbare am 20. Jahrhundert ist, dass die Musik nicht mehr allein in Europa oder in Nordamerika entsteht, sondern weltweit. Hier ein Beispiel von Cyprien Rugamba (kannst einmal kurz reinhören): https://www.youtube.com/watch?v=S1ZU0Po_ZPg (Urukundu)

Soweit ich sehe ist neben Nigeria und Ostafrika auch Südafrika ein Zentrum mit sehr ansprechenden Chören. Genannt seien die Stücke Ukuthula („Frieden“ durch Jesus Christus – Cape Town Youth Choir): https://www.youtube.com/watch?v=yNqmpQPp-ns

Über die Bekehrung des Apostels Paulus – sehr dramatisch: https://www.youtube.com/watch?v=uG2M8h9zijY (The Conversion of Saul)(soweit ich sehe von einem Teil der Sängerinnen und Sänger des Stellenbosch University Choirs).

Weltweit gibt es christliche Strömungen, die viel Gewicht auf Musik legen und äußerst viele Menschen ansprechen: Darlene Zschech (Hillsong Church – eine in Australien gegründete Megachurch): https://www.youtube.com/watch?v=pzXYSJhNu2g (How Great is Our God)

und Michael W. Smith (Agnus Dei) seien als Beispiele genannt: https://www.youtube.com/watch?v=UWndDW_271g

An beiden lässt sich schön sehen, wie Lieder emotional Bedeutung bekommen können. Die erhobenen Hände sind vielen von uns unbekannt: Es handelt sich um eine alte christliche Gebetsgeste, beide Hände zum Himmel zu erheben. Wenn ein Finger nach oben zeigt, bedeutet das: Gott allein ist die Ehre zu geben.

Große Verbreitung – bis ins streng muslimische Dubai – hat Baba Yetu bekommen, das Vater Unser auf Suaheli: Dazu zwei Beispiele (wähle aus, welche Version Du anhören möchtest): https://www.youtube.com/watch?v=rFEx0jY5emc und wieder mit einem der berühmtesten Chöre der Welt: https://www.youtube.com/watch?v=PCa8RxaOPW8

Auch in Deutschland gibt es eine große Bandbreite an christlichen Liedern jeglicher Stilrichtungen. Einer, der als Initialzündung gilt, ist Manfred Siebald: https://www.youtube.com/results?search_query=manfred+siebald (Ich gehe weiter).

(Wo warst du, Gott?) und ist Siegfried Fietz, zum Beispiel mit seiner Vertonung des Gedichts von Dietrich Bonhoeffer: Von guten Mächten wunderbar geborgen: https://www.youtube.com/watch?v=2Y4DV3ueEQs

Es gibt sehr viele christliche Sängerinnen und Sänger. Dazu siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Musikern_und_Interpreten_christlicher_Musik_in_Deutschland

Aus dem 21. Jahrhundert gäbe es auch sehr viele Beispiel zu nennen: Es sei – neben den oben genannten aus Südafrika – auf Mack Brock hingewiesen: After Me https://www.youtube.com/watch?v=ErHxLEpoI_s 

Zudem treten viele Gruppen sehr professionell auf: Bethel Music – entstanden in Kalifornien als Gemeinschaft christlicher Musiker und Künstler : https://www.youtube.com/watch?v=e_bj6mjUj7k (Brian und Jenn Johnson: For the One).

Ein weiteres Beispiel – eine biblische Geschichte ganz neu erzählt: Nicole C. Mullen: The God Who Sees https://www.youtube.com/watch?v=sz81dIfwf4Y

Gott in der Musik! Selbst auf Youtube herumsuchen – es ist spannend. Weltweit herum suchen. Etwas schwer, wenn man die Sprachen nicht versteht. Aber es klappt. Es gibt wunderschöne Stücke.

Kleiner Ausblick auf katholische Lieder der Tamilen (müsst Ihr nicht ganz anhören – nur einen Eindruck verschaffen): https://www.youtube.com/watch?v=qVq_p9IxWog

Ein arabisches Lied aus Ägypten – von koptischen Christen: https://www.youtube.com/watch?v=dEFFF6nQZGQ

5. Fazit

Diese Reise durch die Zeiten und Welt zeigt: christlicher Glaube und Gesang und Musik sind eng miteinander verbunden. Christliche Musik gehört keinem Land, keiner Epoche allein. Überall sind sie am musizieren und singen, als Ausdruck der Freude und der Trauer, des Widerstands und der Hoffnung. Glaubende singen in Versammlungen, Gottesdiensten oder auch zu Hause in den vier Wänden – also als Gemeinschaft und allein. Generationen und Kulturen werden miteinander verbunden. Christliche Musik ist auch Teil der Geschichte christlicher Kommunikation. Sie überwindet Grenzen und verbindet auf Ebenen, die Verstand und Gefühl ansprechen. Sie vermag durch den Heiligen Geist auch Unaussprechliches „auszusprechen“, zu fühlen. Sie stärken Glaubensgemeinschaft und, wie an Spirituals auch zu sehen sein wird: sie dienen als Code, der Widerstand gegen Unrecht übt. Musik transportiert Botschaften, Lehre, Halt, Geborgenheit, Gemeinschaft.

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Alle Links wurden überprüft im September 2026.