Aufgabe 1:
Bitte die Namen der Heiligen Schriften und die dazugehörigen Religionen einprägen!
1. Heilige Schriften – Tagebücher von Kulturen und Religionen
Schrift ist etwas ganz Besonderes. Schreiben können, Gedanken, Traditionen aufschreiben – etwas der Nachwelt auf dieser Weise überliefern – ist großartig. Und das haben manche Kulturen erkannt. Es sind im Laufe der Zeit Schriften entstanden, die für große Gruppen von Menschen äußerst wichtig geworden sind und darum „Heilige Schriften“ genannt werden. Bevor Menschen begannen, ihre Erfahrungen mit Gott / Göttern aufzuschreiben, hat man sie über einen langen Zeitraum mündlich weitererzählt und tradiert.
2. Das Alter Heiliger Schriften
Die Heiligen Schriften (als mündliche Tradition und Verschriftlichung) der Religionen mit den meisten Anhängern sind hier genannt. Bevor sie aufgezählt werden, sei darauf hingewiesen, dass die hinduistischen und buddhistischen Schriften auf Palmblätter niedergeschrieben wurden, die nicht lange hielten. Somit ist kaum mehr möglich genau zu sagen, wann die ersten Niederschriften begannen. Die andere Frage ist: Wie korrekt war die mündliche Weitergabe. In der Forschung wird angenommen, dass sie zum Teil sehr genau gewesen ist:
- Die Veden und Puranas (Hinduismus): Veden mündlich seit ca. 1000-500 v.Chr., verschriftlicht 100 v./n.Chr.; Puranas bis 400-1000 n.Chr.;
- das Alte Testament (Judentum): alte mündliche Traditionen reichen vielleicht bis 1400 v.Chr. zurück, Teile wurden wohl schon ab ca. 1000 v.Chr. aufgeschrieben, wobei sich die Frage stellt, ob es sich in dieser Zeit schon um „heilige“ Texte handelte. Die Tora wurde schon als besondere Zusammenstellung im 4./3. Jh.v.Chr. angesehen, das gesamte AT ab ca. 3. Jh.v.-1. Jh.n.Chr.;
- der PaliKanon / Tripitaka (Sanskrit bzw. Tipitaka [Pali]) (Buddhismus): mündlich 5./4. Jh.v.Chr; schriftlich 1. Jh.v./n.Chr. (Differenzierung s. unten 4.);
- Daodejing (Daoismus): 4./3. Jh.v.Chr.; und ältere Traditionen;
- das Neue Testament (Christentum): die mündliche Tradition reicht bis auf die Wirksamkeit von Jesus Christus zurück (30. n.Chr., die Texte entstanden im 1. Jh.n.Chr und wurden kanonisiert bis zum 3./4. Jh.n.Chr.);
- der Koran und Ahadith (Islam): der Koran geht auf Mohammed zurück, der 632 n.Chr. gestorben ist. Der Koran wurde nach seinem Tod aus den mündlichen und schriftlichen Überlieferungen im 7. Jh.n.Chr. zusammengestellt; die Ahadith wurden im ca. 8. / 9. Jh.n.Chr. aus Überlieferungen zusammengestellt.
Für Fortgeschrittene:
Solche Datierungen stehen im historischen Interesse vieler europäischer Forscher vor allem seit der Aufklärung. Den Gläubigen sind vielfach solche Fragestellungen uninteressant, weil es eben nicht auf die Entstehungsgeschichte ankommt, sondern auf den für sie heiligen Inhalt. Entsprechend ist auch die Forschung an der Bibel weiter fortgeschritten als am Koran / Hadith bzw. den asiatischen heiligen Schriften. Zudem sind die Sprachen – und damit verbunden auch die kulturellen Feinheiten – für westliche Forscher eine Hürde. Westliche Forscher seien hervorgehoben, weil asiatische und islamische Forscher in dieser Hinsicht andere Interessen haben. Wenn Muslime von „historischer Forschung“ sprechen, die irgendetwas erwiesen habe, muss das noch lange nicht dem Sprachgebrauch säkularer Wissenschaft entsprechen. Kurz gesagt: Westliche Forscher suchen mit Hilfe von Unstimmigkeiten der Quellen den Hintergrund zu erfassen, Forscher anderer Kulturen suchen vielfach die Unfehlbarkeit ihrer heiligen Schriften zu beweisen.
3. Kennzeichen Heiliger Schriften
Was kennzeichnet Heilige Schriften? (Nicht jeder Punkt trifft auf alle Schriften gleichermaßen zu!):
- Heilige Schriften sind in einem langen Zeitraum entstanden – sie konzentrieren in ihrer Zusammenstellung unterschiedlichster Traditionen und Schriften Menschheitswissen (Veden, die verschiedenen Traditionen des PaliKanon, Altes Testament).
- Autoren der Texte in den Heiligen Schriften sind vielfach kaum mehr erkennbar. Nicht die Autoren oder die „Schulen“ sind für die Menschen wichtig geworden, sondern das, was sie aufgeschrieben haben (Veden, PaliKanon, Altes Testament [mit Ausnahmen: einige Psalmen, Jesaja, Jeremia usw.]).
- So manche Heilige Schrift wird zu einer solchen, weil sie von Menschen berichtet, die zuerst eine wichtige Gotteserfahrung gemacht haben: Ausgangspunkt der Tora: Moses; Neues Testament: Jesus Christus; Ausgangspunkt des Palikanon: Buddha (Siddharta Gautama – Buddha geht es nicht um Gotteserfahrung!); Koran: Mohammed.
- Eine Fortführung der Schriften wird beendet, sodass sie nicht mehr weiter verändert werden dürfen. Bei manchen Schriften ist nicht mehr deutlich, wann das geschehen ist.
Aufgabe 2: Zeichne zu diesen Punkten eine Mindmap. Ergänze sie mit den Hinweisen aus Abschnitt 6.
4. Informationen zu einzelnen Schriften
Buddhistische Schriften
Es gibt keinen buddhistischen Ur-Kanon. Der vorliegende indische Kanon einer Theravada-Richtung dürfte schriftlich fixiert aus dem 6. Jahrhundert nach Christus stammen. Er liegt nur in Weiterführung unterschiedlichster Traditionen vor. Der Mahayana-Buddhismus hat keine einheitlichen heiligen Schriften. Die jeweiligen Schulen haben nur für sie wichtige Sutras: Chinesisch/Japanisch, Koreanisch, Tibetanisch (Kanjur/Tanjur). Mündliche Traditionen reichen bis in das 6. Jh. v. Christus zurück.
Hinduistische Schriften
Was die Veden betrifft: Eine Niederschrift wird nicht von allen Brahmanen akzeptiert – sie überliefern sie weiterhin mündlich. Die UNESCO hat die vedische Überlieferung – als Gesangstradition – als mündliches und immaterielles Erbe der Menschheit ausgezeichnet.
Jüdische / christlich rezipierte Schriften
Das Alte Testament wird in seiner hebräischen Version um das Jahr 100 nach Christus abgeschlossen worden sein. Teile der griechischen Version ab dem 3. Jh. v. Chr. Der Kanonisierungsprozess ist unter anderem mit Hilfe der in Qumran ab 1947 gefundenen Schriften erkennbar.
Christliche Schriften
Das Neue Testament wurde in einem Teil der Kirche nach einem Rezeptions-Prozess im 4./5. Jahrhundert n. Chr. abgeschlossen. Rezeptions-Prozess bedeutet, dass Schriften aufgenommen wurden, die in den christlichen Gemeinden anerkannt waren – und auch als solche anerkannt waren, die laut Tradition von Menschen verfasst wurden, die Jesus bzw. seinen Jüngern nahegestanden haben. Endgültig wurde der Kanon in der Katholischen Kirche 1546 im Zusammenhang der Auseinandersetzung in der Reformation dogmatisiert. Die mündliche Tradition reicht bis in die Zeitenwende zurück.
Muslimische Schriften
Nach Ur-Koranen und Vorläufern wurde der Koran aus schriftlichen und mündlichen Überlieferungen durch den dritten Kalifen Uthman ibn Affan [+ 656] erstellt und weitgehend abgeschlossen. Auch die Koranwerdung verlief in einem dynamischen Prozess, der so langsam von Islamwissenschaftlern erschlossen wird. Abweichende Textvarianten wurden vernichtet. Die mündlichen Tradition reichen bis 610 zurück. Hadith / Sunna – sie wird von manchen insgesamt als verbindlich angesehen, andere wiederum wählen aus. Entsprechend gibt es auch Diskussionen zwischen Gelehrten, ob die jeweilige Überlieferung als authentisch / gut / schwach zu bewerten ist. Ein Hinweis zur Scharia: Sie ist keine Heilige Schrift. Sie ist ein aus Koran und Sunna abgeleitetes Gesetzessystem, das innerhalb von islamischen Rechtsschulen unterschiedlich geprägt wurde. Es gibt also nicht „die“ Scharia, aber dennoch wird sie als eine ziemlich einheitliche Lehre empfunden, die in den jeweiligen Staaten ihre spezifische Ausgestaltung in den Gesetzen erhält. Von daher gibt es Muslime, die sagen: „Die Scharia gebietet…!“ und andere Muslime, die sagen: „Es gibt nicht die Scharia!“
Aufgabe 3: Erstelle eine Zeit-Skala. Ergänze sie mit den Daten unter Abschnitt 7.
5. Heilige Schriften und Gattungen / Textart / Form
Weil viele der Heiligen Schriften innerhalb eines langen Zeitraums entstanden sind, beinhalten sie unterschiedlichste Gattungen.
- Veden: Hymnen, Magische Texte, Opferformeln/ – anleitungen, Puranas beinhalten zum Beispiel: Helden-, Götterepen, Weisheitssätze…;
- Altes Testament. Geschichtswerke, Lieder, Erzählungen, Weisheitssätze, Prophetische Bücher…;
- Neues Testament: Biographische Texte, Briefe, Apokalypse…;
- Buddhismus: Lehrreden, Regeln, Kommentare/Philosophische Worte…
- Koran: Auch er beinhaltet unterschiedliche Gattungen, die Mohammed verwendet hat: Gebete, Rechtstexte, Hymnische Texte, Reden zur militärischen Auseinandersetzungen / Kriegsreden…
6. Rezeption der (Heiligen) Schriften
Weil diese Schriften für eine Gruppe bedeutsam geworden sind, werden sie im Gottesdienst zitiert, in Riten verwendet, im Alltag rezipiert.
Heilige Schriften werden von den Anhängern besonders verehrt, man begegnet ihnen mit Respekt, man feiert sie, weil man weiß, was man an ihnen hat. (Das trifft für manche Menschen in Mitteleuropa nicht mehr zu, was die Bibel betrifft – in vielen anderen Erdteilen weiß man die Bedeutung der Bibel zu schätzen.
Die Heiligen Schriften dienen dem Zusammenhalt einer Gruppe und haben normative Geltung.
Weil die Schriften älter sind, bedarf es der Ausleger, Menschen, die versuchen, das Geschriebene zu verstehen. Mönche, Theologen, Imame/Rezitatoren, Priester, Brahmanen.
Aufgrund unterschiedlicher Interpretationen kann es dazu kommen, dass sich die Gruppen in Konfessionen spalten.
- Hinduismus selbst ist sehr vielfältig,
- Buddhismus: Hinayana und Mahayana – die buddhistischen Traditionen des Tibet, des Zen (Japan) usw.,
- Christen: Orthodox, Katholisch, Evangelisch usw.,
- Islam: Sunniten, Schiiten, Ahmadiyya, Alewiten und Alawiten usw.
Die jeweiligen Gruppen haben zu den Heiligen Schriften Auslegungswerke bzw. weiterführende Werke entwickelt und nehmen sie wichtig:
- Judentum: Talmud, Midrasch,
- Christen: Kirchenväter bzw. Luther/Bekenntnisse,
- Buddhismus: verschiedene Kommentarwerke,
- Islam: Ahadith/Sunna (sie sind keine Kommentare, dienen aber der Rezeption) bzw. bei den Ahmadiyya Werke von Ghulam Ahmad.
Es gibt weitere Gruppen, die die Tradition der Heiligen Schriften aufgenommen haben, die dann jedoch nur einer Person zugeordnet werden: wie zum Beispiel der Koran (Mohammed) bzw. als „aufgefundenes Buch“ hat Bedeutung erlangt: Das Buch Mormon (Smith).
Heilige Schriften beeinflussen Kulturen – auch wenn man selbst nicht mehr merkt, dass man beeinflusst wird. Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur, Bildung usw. alles ist aus diesen hervorgegangen bzw. mit diesen verwoben.
7. Ein paar Präzisierungen
a) Judentum:
Besonders wichtig sind für Juden die ersten fünf Bücher Mose: die Offenbarung am Sinai (Tora) – daneben freilich auch die Propheten und andere Schriften. Gott erwählte das Volk, darum ermahnt Gott das Volk, in seinem Sinn zu leben. Doch blieb das Judentum nicht bei diesen Schriften, die von ca. 300 v. Chr. bis 1. Jh. n. Chr. zu einem Kanon zusammengefügt wurden, stehen, sondern sammelte in der nachbiblischen Zeit mündliche Überlieferungen (Mischna) und es sind rabbinische Kommentare dazu erschienen (Talmud). Für manche jüdischen Gruppen gelten diese insgesamt (Bibel/Tora + Mischna – Talmud) als göttliche Offenbarung bzw. als Auslegung göttlicher Offenbarung.
b) Christentum:
Gott spricht in der Bibel (Altes und Neues Testament) durch Menschen, die ihn in bestimmten Situationen erfahren, von ihm gehört, ihn erlebt haben – besonders in Jesus Christus und dem Geist Gottes. Gottes Wort und Menschenwort sind miteinander verwoben – durch den Menschen, der es liest, kann es (durch das Wirken des Gottesgeistes) wieder zu Gottes Wort werden. Darum ist die Interpretation in der jeweiligen Zeit wichtig (Hermeneutik). Und diese nach-neutestamentlichen Interpretationen durch die Jahrhunderte hindurch sind vor allem in der Orthodoxen und der Katholischen Kirche von großer Bedeutung (Kirchenväter). Einzelne christliche Gruppen sehen die biblischen Schriften als wörtlich inspiriert an, das heißt, dass der Geist Gottes die Worte in ganz besonderer Weise inspiriert (z.B. eingehaucht, diktiert) hat.
c) Islam:
Allah hat, so eine (!) islamische Überlieferung, Mohammed die Schrift durch den Engel Gabriel in Auditionen übergeben. Der Koran, als Verhaltensanweisung, entspricht einem Buch, das bei Allah liegt. Er ist als solcher Allahs Wort und darum anders zu handhaben als die Bibel. Nicht die Interpretation ist vielen wichtig, sondern die Rezitation des heiligen, arabischen Textes. (Historisch gesehen wurden die Offenbarungen, die Mohammed bekommen hat, auf unterschiedlichen Materialien niedergeschrieben, nach seinem Tod gesammelt, zusammengestellt, interpretiert. Darüber hinaus gab es zahlreiche Menschen, die Texte des Mohammed auswendig kannten. Damit er einende Wirkung entfalten kann und glaubensmäßig mit dem einen himmlischen Buch verbunden werden konnte, wurden Konkurrenztexte verdrängt.) Neben dem Koran sind Hadithe / die Sunna lebensrelevant: Sie stellen am Vorbild Mohammeds dar, wie ein Muslim zu leben hat. Mohammed kannte die Bibel und hat sie – aus historisch-kritischer Sicht – streckenweise neu formuliert, weil er Juden und Christen als Verfälscher des himmlischen Buchs angesehen hat. Die islamische Sicht erkennt Allah als Urheber der Formulierungen.
d) Buddhismus:
Schriften des Buddhismus (Tipitaka/Tripitaka – Dreikorb) haben eine komplexe Entstehungsgeschichte. Sie beinhalten wohl auch Worte Buddhas (Siddhartha Gautama), dessen Leben in den Zeitraum um 600 v. Chr. datiert wird. Die Schriften versuchen durch meditativen Nachvollzug den Menschen von allem zu lösen, damit er die Erwachung / Erleuchtung erfährt. Darüber hinaus enthalten sie Verhaltensregeln für Mönchsgemeinschaften und Laien. Hier steht nicht die göttliche Herkunft der Schriften im Blick, sondern sie sind gesammelte Weisheiten des Menschen – der Cousin und Lieblingsschüler des Buddha soll hunderte von Aussagen Buddhas auswendig gewusst und niedergeschrieben haben. Er sagte: „So habe ich es gehört“. Diese Schriften wurden durch weise Menschen erweitert, haben in den jeweiligen Völkern, in denen buddhistische Religion Fuß fasste (Tibet, Japan), weitere weise Schriften zur Seite bekommen.
e) Hinduismus:
Die vier Veden beinhalten spirituelles und magisches Wissen, das durch die Jahrhunderte hindurch mündlich gesammelt wurde. Die Schriften fördern die Verehrung der jeweiligen eng mit der Natur verbundenen Gottheit (göttliche Naturkräfte) durch Hymnen, liturgischen Handlungen, Rituale, Opferdarbringungen, magischen Worten und Handlungen, Weisheiten großer Gurus / Brahmanen. Für den neueren Hinduismus ist die Bhagavadgita (als Gegenpart zu den christlichen Evangelien aus dem Gesamtwerk herausgenommen) relevant (entstanden zwischen 300 v. bis 800 n.Chr.): Krishna, eine Inkarnation Vishnus, belehrt den Anhänger anhand eines Kampfes über Götter und Welt, über den Weg, den der Mensch gehen muss, um sich der Gottheit, philosophisch gesprochen: dem Seinsgrund, ausliefern zu können.
f) Konfuzianismus:
Konfuzius lebte vermutlich im 6./5. Jahrhundert v. Chr. Ihm war die hierarchische Ordnung der Gesellschaft wesentlich, die allerdings auch den Bereich der Ahnen umfasste – das verbindet seine Lebensphilosophie mit Religion. Der edle Mensch passt sich an diese Ordnung an und gelangt so zur Harmonie der Welt. Er belehrte seine Schüler mit weisen Worten, damit sie die Harmonie, die Mitte der Welt finden. Er selbst hat keine Schriften hinterlassen, seine Worte wurden von seinen Schülern gesammelt und aufgeschrieben.
g) Daoismus/Taoismus
ist wie der Konfuzianismus eine chinesische Tradition, an deren Beginn Laotse steht. In ihm werden jedoch stärker als im Konfuzianismus spirituelle Elemente aufgegriffen: Meditation, Magie, Alchemie, Dämonen – bekannte Begriffe sind Qi (Energie), Yin Yang – Techniken, die den Körper, den Atem, den Geist kontrollieren und kultivieren sollen, um Unsterblichkeit zu erlangen. Das Daodejing besteht aus einer Fülle an mystischen Worten, die in der Folge viele Kommentare hervorgerufen haben. Aber auch die Schriften anderer Weiser prägen den Daoismus.
8. Fazit:
Es wird deutlich, dass das, was unter „Heilige Schrift“ zu verstehen ist, in den Völkern variiert. Als gemeinsamer Nenner kann festgehalten werden, dass sie die jeweiligen Menschen anleiten, ihr Leben in irgendeiner Form bewusst zu leben, ihr Leben gezielt auszurichten, sie helfen, in der Welt zurecht zu kommen. Sie beinhalten Weisheiten und Gotteserfahrungen, die über Generationen hinweg gesammelt wurden und Menschen über Generationen hinweg geprägt haben.
Die Schriften der westlichen Traditionen werden durch ihre Abhängigkeit von der Tradition des Judentums von Gott hergeleitet: Sie beinhalten Weisheiten und somit Hinweise, dem Willen Gottes zu folgen, Gott kennenzulernen.
Die Schriften des Ostens beinhalten stärker Weisheiten und Anleitungen zum Umgang mit transzendenten Mächten / Energien / Dämonen.
Aufgabe 4:
(a) Vergleiche – und schreibe auf – diese Darlegung mit Deinen Notizen vonhttps://evangelische-religion.de/ReligionNeu/heilige-schriften/fragen-zu-den-heiligen-schriften/ Gab es Erkenntnisgewinn? Worin besteht dieser?
(b) Welche Fragen bleiben unbeantwortet?
Aufgabe 5:
a) Heute versucht man auch Schriften, Bücher zusammenzustellen, die man gelesen haben muss. Also einen Kanon an Schriften: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Kanon Welche würdest Du für Dich als privaten Kanon zusammenstellen? Vielleicht auch einen „Kanon“ an PC-Spielen: Das muss man gespielt haben? An Filmen? Begründe Deine Entscheidungen!
b) Vergleicht Eure Zusammenstellungen in der Klasse.