KOMMUNIKATION UND KUNST

Bislang wurde das Schwergewicht auf die kommunikative Bedeutung von Texten gelegt. Aber auch Gemälde / Fotos versuchen zu kommunizieren und dabei Regeln einzuhalten, die sich im Laufe der Jahrhunderte herausgebildet haben.

Kirche und Kunst – sie gehören zusammen – zumindest über Jahrhunderte hinweg.

Bei allem, was im folgenden Abschnitt gesagt wird, muss beachtet werden, dass die einzelnen Teile des Werkes die Interpretation des Gesamtwerkes bestimmen bzw. den Eindruck, den das Gesamtwerk hinterlässt, beeinflussen – aber auch andersherum: Das Gesamtwerk bestimmt die Interpretation der einzelnen Teile bzw. bestimmt den Eindruck, den die Komposition der einzelnen Teile hinterlässt.

1. Das Thema. Die Grundlage: Ein Künstler versucht Menschen mit seinem Kunstwerk, seinem Thema zu berühren, beeinflussen, ihnen damit etwas zu sagen – und sei es, sein Gefühl mitteilen. Dafür lohnt es sich vielfach, sich mit der Psyche des Menschen zu beschäftigen.

2. Das Thema bestimmt die Formalia – auch wenn es sie nicht zwangsläufig vorgibt, denn man kann das Thema auch unerwartet umsetzen. Zu den kommunikativen Formalia gehören zum Beispiel:

Bildformat (z.B. klein-groß; quer)

Kompositionslinien und Kompositionsfiguren

Richtung (z.B. Diagonale von links unten nach rechts oben)

Figuren (z.B. Komposition der dargestellten Gegenstände/Personen in Dreiecke)

Flächen (z.B. begrenzt, verschwommen)

Zentrum/Zentren

Farbigkeit (z.B. hell-dunkel)

3. Auch die technische Umsetzung des Themas hat kommunikative Bedeutung:

Farb-Materialien (z.B. Öl)

Farbauftrag (z.B. wie mit dem Pinsel die Farbe aufgetragen wird, bestimmt den Eindruck des Bildes)

Rahmen