ZUSAMMENFASSENDE STICHPUNKTE

Um die folgenden Hinweise verstehen zu können, siehe die angegebenen Links.

1. Wir haben im Alten Testament zwei Schöpfungsgeschichten

http://evangelische-religion.de/sch%C3%B6pfungsgeschichte.html

Genesis 1:

Gott schuf alles – zuletzt am 6. Tag den Menschen. Und am 7. Tag (Sabbat) ruhte er.

Schöpfungslied – Refrain:

– Gott sah, dass es gut war.

– Da ward aus Abend und Morgen der… Tag.

Sieben Tage Wochenzählung: Es geht dem Text darum, den Sabbat als Ruhetag zu begründen: Gott ruhte am 7. Tag – also ruht auch der Mensch am Sabbat.

Genesis 2:

Das Ziel dieses Textes besteht darin zu sagen:

  • – Wie der Mensch erschaffen wurde,
  • – wie er Leben bekam,
  • – warum Mann und Frau so eng zusammengehören
  • – dass der Mensch als freies Wesen erschaffen wurde.

Mit beiden Texten handelt es sich um jeweils einen Mythos. Mythos bedeutet: Menschen beobachten etwas, versuchen es zu erklären und kleiden es in eine Geschichte. Hier: Menschen beobachten Natur (Himmel/Erde, Tiere, Pflanzen, Menschen) und versuchen zu erklären, warum es das alles gibt: Gott wollte es so – und er fand alles gut.

Aufgabe: In einer Suchmaschine bitte nach Schöpfungsgeschichten suchen – es gibt viele, die in den Völkern entstanden sind. (Im Koran gibt es viele Hinweise darauf, dass Allah die Welt erschaffen hat. Eine ausführliche Schöpfungsgeschichte gibt es jedoch nicht.)

2. Schöpfungsgeschichte und Naturwissenschaft

http://evangelische-religion.de/glaube-trifft-wissenschaft.html und http://evangelische-religion.de/glaube-wissenschaft.html

Wissenschaft des Alten Orients nennt man: Weisheit.

In der Weisheit werden „Gott – Mensch – Natur“ zusammengeführt (also Theologie [Lehre über Gott], Soziologie [Lehre über das Zusammenleben der Menschen] und Naturwissenschaften) – wie wir in den Schöpfungsgeschichten sehen.

In der Schöpfungsgeschichte als Teil der Weisheit wird: beobachtet, benannt, interpretiert, eingeordnet.

Moderne Naturwissenschaft klammert Gott aus und bietet innerweltliche Erklärungsversuche (man nennt das „methodischer Atheismus“). Wissenschaft arbeitet: methodisch, überprüfbar (durch Experimente, Mathematik, Messgeräte…). Ergebnisse werden nicht in Form von Geschichten sondern in wissenschaftlichen Abhandlungen usw. dargelegt.

Geisteswissenschaften:

Naturwissenschaft ist nicht die einzige Wissenschaft. Geisteswissenschaften haben eigene Methoden entwickelt, um möglichst begründete Erklärungen bieten zu können.

3. Wahrnehmung

http://evangelische-religion.de/beweis—wirklichkeit.html und http://evangelische-religion.de/philosophische-a.html und: http://evangelische-religion.de/biologische-a.html

  • Mein Auge kann…
  • Meine Nase kann…
  • Mein Mund kann…
  • Mein Verstand kann…
  • Oh, sie können nicht…

Menschen nehmen Wirklichkeit unterschiedlich wahr und interpretieren das, was sie wahrnehmen, unterschiedlich.

  • – Manches sieht man selbst nicht.
  • – Andere sehen das, was man selbst nicht sieht.
  • – Manchmal sieht man nur einen Teil.
  • – Manchmal nimmt man erst dann etwas wahr, wenn andere das erklären.
  • – Manchmal sieht man selbst alles, aber andere sehen es nicht.
  • – Manchmal sieht man etwas – versteht es aber nicht.

Menschen entwickelten Erkenntnistheorien:

Wie kommt es eigentlich dazu, dass der Mensch verstehen kann?

Warum verstehen wir nicht alles gleichermaßen?

Das Verstehen des Menschen hat sich evolutionär entwickelt. Von daher kann er nie die Gesamtwirklichkeit erfassen.

Entsprechend entwickeln sich Weltbilder.

Unterscheidung von Wirklichkeit und Realität. Realität ist das, was messbar ist usw. Wirklichkeit ist umfassender = Bewusstsein, Soziales (das Miteinander der Menschen), Emotionales (Gefühl), Spirituelles (Glaube) stehen mit der Realität in Wechselwirkung.

  • Wie entstand ein Berg?
  • Wie kann eine Pflanze wachsen, blühen, duften?
  • Was ist Luft?
  • Wer bin ich, der Mensch, der das alles sieht, spürt, riecht?

4. Was kann Sprache leisten?

http://evangelische-religion.de/gott-zur-sprache-bringen.html

Sprache ist begrenzt. Man kann nicht alles ausdrücken, was man fühlt. Man kann auch nicht alles verstehen, was man hört.

  • Eine Rose
  • Ist eine Rose!
  • Ist eine Rose.
  • Ist eine Rose?

5. Was hat das alles mit Religion zu tun?

Aus der Sicht glaubender Menschen hat alles mit Religion zu tun, weil:

  • – Gott der Schöpfer ist: Natur
  • – Gott der Erhalter ist: Lebensregeln (Moral), Kraft schenkt, Trost…
  • – Gott ist der Vollender: er gibt dem Leben Ziel und Sinn.
  • – Auch religiöse Sprache ist begrenzt.

Der Mensch ist das einzige Wesen – soweit wir wissen -,  das über alles nachdenken kann: Natur, Zusammenleben der Menschen, über uns selbst und über Gott. Gott – das Transzendente – spielt seit Menschengedenken für den Menschen eine große Rolle.

Viele Naturwissenschaftler waren und sind Christen. Sie wollten und wollen herausfinden, wie Gott das alles so klasse eingerichtet hat, so mathematisch genau… – Wissenschaft ist eine Art gewesen, Gott zu loben. Aristoteles, der vorchristliche griechische Philosoph sagte: Staunen ist der Anfang der Wissenschaft. Der Physiker Heisenberg sagte: „Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“

Ob Wissenschaftler oder Nicht-Wissenschaftler – es gilt:

  • Wer ist Gott?
  • Der:
  • Ich bin.
  • Der:
  • Ich wirke.
  • Der:
  • Ich bin bei dir.