FILME MIT BEZUG ZUM THEMA GLAUBEN
Auf den nächsten Unterseiten werden Filme unterschiedlichster Art inhaltlich zusammengefasst und mit Blick auf den Glauben vertieft. Aus der Fülle an Filmen kann an dieser Stelle nur eine kleine willkürliche Auswahl geboten werden. Um die Nuancen besser zu verstehen, empfiehlt es sich, sie zu besorgen. Sie sind im Handel erhältlich.
Ein paar Anmerkungen zum Thema Film
- Der 28.12.1895 gilt als der Tag, an dem der Film geboren wurde. Die Gebrüder Lumiére zeigten ihn in Paris. Diese Filme bestanden darin, alltägliche Ereignisse zu filmen, zum Beispiel fahrende Züge.
- 1896 drehte Georges Méliès den ersten inszenierten Film mit Spezialeffekten.
- 1897 wurde von den Gebrüdern Lumiére ein 13 Minütiger Jesus-Film gedreht: „La Passion“, eine Art Passionsspiel. Ebenso: 1897/99: „La Vie du Christ“.
- 1900 wurde in Australien der erste erzählende Film gedreht: „Soldiers of the Cross“, er behandelte das Thema Christenverfolgung.
- Der Film, der am meisten geschaut wurde, ist der Jesus-Film. Er wurde zu Bildungs- und Missionszwecken eingesetzt und ist in über 2000 Sprachen übersetzt worden. Dieser Film gibt im Wesentlichen das Lukasevangelium wieder. https://www.youtube.com/watch?v=9m1ztcC1Oi8
- Neben Jesus-Filmen spielen auch Bibelfilme eine große Rolle. Eine Liste finden wir: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Bibelverfilmungen* Der erste Abendfüllende Bibelfilm: „From the Manger to the Cross“ (1912) von Sidney Olcott wurde im heutigen Israel gedreht.
So mancher der hier vorgestellten Filme hat andere Themen, wie zum Beispiel „Life of Pi“ oder: „Amazing Grace“ oder: „Freiheit“, in dem es um die Sklaverei geht, oder: „Auf Adlers Flügeln getragen. Die wahre Geschichte von Eric Liddell“, in dem es um den Japan-Krieg in China geht – aber sie sprechen den Glauben an, vertiefen ihn, helfen, über ihn nachzudenken.
Der Apostel Paulus schrieb im Philipperbrief: „Einige predigen Christus aus Neid und Streitsucht, einige aber auch in guter Absicht… Was tut´s aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber.“ (1,15ff.) Entsprechendes ist über manchen der Filme und der Kritiker der jeweiligen Filme zu sagen.
Filmproduktionen und Filmgattungen
Filmproduktion hat unterschiedliche Gründe:
- wirtschaftliche
- sie sollen Bewusstsein bilden
- Informationen liefern
- der Film ist eine Kunstgattung
- soll zerstreuen
- soll Spannung erzeugen
- soll erheben
- sie stiften Identität
- sie haben Katharsis-Funktion, das heißt seit Aristoteles: durch Miterleben von Angst und Gefahr helfen sie das Leben zu „reinigen“, zu bewältigen.
Entsprechend gibt es viele Filmgattungen:
- Liebesfilme
- Krimis
- Komödien
- Tragödien / Drama
- Horror
- Science Fiction
- Krieg
- Wiedergabe von Biographien
- Dokumentarfilme
- Zeichentrickfilme / Animation
Die Faszination vieler Filme besteht darin, dass sie mit Traumbildern verwandt sind.
Aus einer vielfältigen Welt werden einzelne Bilder und Sequenzen herausgenommen, die dann im Betrachter zu eine Gesamthandlung zusammengefügt werden. Es findet also auch eine Eigenleistung statt, die durch die Unvollständigkeit des Films notwendig ist.
2013 (!) wurden die meisten Filme in Indien (1321) gedreht, danach folgt die USA (1025), dann China (589) – in neuerer Zeit wird geschätzt, dass sich Indien und China ein Kopf an Kopf-Rennen bieten; die USA wird weniger drehen, nimmt aber mehr Gelder ein; als europäischer Staat ist Deutschland (269) zu nennen. https://de.wikipedia.org/wiki/Filmproduktion Ein Land wird hier nicht genannt, das aber vermutlich an 2. oder 3. Stelle stehen müsste: Nigeria (Nollywood). Es dreht schätzungsweise bis zu 2500 Filme pro Jahr. Das kann nur geschätzt werden, weil Nigeria die Filme nicht an eine internationale zentrale Meldestelle meldet und im Wesentlichen für den heimischen Markt / Streamingdienste produziert. https://de.wikipedia.org/wiki/Nigerianischer_Film
Aufgaben:
Erkundige Dich: Was muss man alles bei einer Filmanalyse beachten? Ein paar Anregungen:
- Welche Inhalte bietet der Film?
- Welche Fragestellungen / Themen werden angesprochen?
- Wie werden sie angesprochen? (Sachlich, emotionalisierend, plakativ, differenzierend, …)
- Wie ist die Kameraperspektive? (Augenhöhe, von unten nach oben, Vogelperspektive…)
- Wie ist die Farb- und Lichtdramaturgie? (Hell-dunkel, kalte / warme Farbtöne – in Verbindung mit welcher Person welche Licht- / Farbeffekte?)
- Geräuschkulisse und Musik – was tragen diese zur Emotionalisierung bei?
- Gibt es viele harte Schnitte: Was müssen Zuschauerinnen und Zuschauer sich immer selbst dazu denken?
- In welchen Räumen wird gedreht (enge, weite Räume; Landschaften, Städte, Wohnungen)?
- Wer sind die Guten, wer die Bösen, was passiert mit ihnen am Ende?
- Wird eine persönliche Entwicklung der Hauptperson erkennbar?