Sucht

Zu diesem Thema siehe einleitend: https://evangelische-religion.de/ReligionNeu/religion-en/sinn-des-lebens/

Flucht aus dem Alltag

Menschen versuchen manchmal ihrem Alltag, ihrem Leben zu entfliehen. Manche Flucht ist im Rahmen des üblichen, und zwar dann, wenn Menschen aus diesem Augenblick der Flucht wieder in ihren Alltag zurückfinden. Urlaub ist eine Art Flucht, Kino oder Buch-lesen gehören zum Beispiel genauso dazu, wie Gesellschafts- und PCspiele spielen, Videos anschauen. Das Gehirn benötigt solche Flucht-Möglichkeiten.

Sucht-Formen

Dann gibt es aber Formen der Flucht, die den Menschen so sehr fesseln können, dass er nicht mehr in sein normales Leben zurückfindet. Dazu gehören Drogen (Alkohol, Medikamente, weitere künstlich hergestellte Stoffe – z.B. Crystal Meth, dann pflanzliche Halluzinogene usw.), dazu gehören weitere, zum Beispiel psychisch motivierte Süchte, die eigene körpereigene Drogen ausschütten – sich selbst belohnen wollen (Sexsucht, Spielsucht, Medien-Spiel-Sucht, Kaufsucht), Selbstverletzungsformen (Magersucht, Ritzen). Das gefährliche an den Drogen: Sie verändern Körper und Gehirn – so dass der Mensch gefangener der jeweiligen Sucht wird – das eben macht „Sucht“ aus: Der Mensch ist nicht mehr Chef seines Handelns, nicht einmal mehr seines Willens.

Gründe für Sucht

Es gibt sehr viele Gründe dafür, dass Menschen flüchten wollen und ihre Flucht nicht mehr in den Griff bekommen (Stress, Probleme vielfältigster Art [Familie, Finanzen, Depressionen, mangelndes Selbstwertgefühl,…], Einsamkeit, Sich selbst belohnen wollen/sich selbst wichtig nehmen und spüren wollen). Manchmal sind es jedoch auch Gründe, die ganz wo anders liegen. So im Gruppenzwang. Vielfach schliddern Menschen einfach in eine Sucht hinein – von daher sollten alle sehr wachsam sein: Was mache ich regelmäßig, was mache ich mit wem, wozu lasse ich mich verleiten?

Kennzeichen für Sucht

Kennzeichen dafür, dass ein Mensch süchtig geworden ist – mit jeweiligen Steigerungen: Heimlichtuerei, Selbst-Entschuldigungen, man gibt viel Geld und Zeit dafür aus, anderes wird vernachlässigt, auch Freunde spielen keine Rolle mehr, Nervosität, wenn diese Sucht nicht befriedigt werden kann, der Mensch wird aggressiv – auch gegenüber Menschen, die etwas ahnen und etwas dagegen tun möchten, er wird unbeherrschter, wird häufiger krank, hat Ängste, das Gehirn wie der Körper sind verrückt geworden.

Mit Sucht umgehen

Wie damit umgehen, wenn erkannt wird, dass ich Sucht gefährdet bin, süchtig geworden bin? Hilfe suchen – Gefahr nicht verdrängen. Hilfe kann über Ärzte gefunden werden, auch über nahe stehende Menschen, die allerdings schnell überfordert sein können. Von daher sollte professionelle Hilfe gesucht werden – wenn es möglich ist: gemeinsam mit nahe stehenden Menschen. Darüber hinaus kann der Glaube an Jesus Christus eine stabilisierende Wirkung haben. Aber: Gott hat uns als soziale Wesen geschaffen. Von daher sollte eine Stabilisierung nicht allein aus dem Glauben heraus erwartet werden, sondern es sind unbedingt Menschen hinzuziehen.

Weitere Infos:

Auf dieser Seite der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ findest Du viele Infos: https://www.drugcom.de/drogenlexikon/

und: https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/ : https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/service/beratungsangebote/