{"id":96,"date":"2019-06-28T15:39:39","date_gmt":"2019-06-28T13:39:39","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=96"},"modified":"2021-03-18T10:45:24","modified_gmt":"2021-03-18T09:45:24","slug":"theodizee","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/theodizee\/","title":{"rendered":"Theodizee 1"},"content":{"rendered":"\n<p>Neuere Version s.: <a href=\"https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/theodizee-2\/\">https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/theodizee-2\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">LEIDEN UND GOTT \u2013 GOTT UND LEIDEN<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#5b410b\"><strong>1. Woher kommt Leiden? Was l\u00e4sst Menschen leiden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Leiden ist etwas, das alle Menschen gleicherma\u00dfen betrifft \u2013 aber Menschen leiden an den gleichen Ereignissen unterschiedlich. Je nach Stimmung, nach K\u00f6rperkraft, nach psychischer Einstellung. Manche Menschen sind im Leiden stark \u2013 manche Menschen geben sehr schnell auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn nicht verst\u00e4ndlich ist, warum Menschen leiden m\u00fcssen, versucht der eine oder andere Philosoph, darauf eine Antwort zu geben. So&nbsp;<em>Leibniz<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Malum metaphysicum<\/strong>: die Sch\u00f6pfung ist unvollkommen \u2013 sonst w\u00e4re sie Gott.<\/li><li><strong>Malum physicum<\/strong>: Schmerz und Leid sind n\u00fctzlich, weil sie vom Sch\u00e4dlichen abhalten und zum N\u00fctzlichen hinf\u00fchren<\/li><li><strong>Malum morale<\/strong>: das s\u00fcndige Tun, das sich von Gott abgewendet hat, f\u00fchrt zum Leiden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Voraussetzung dieser Sicht: Die Welt ist der Vernunft zug\u00e4nglich &#8211; nichts ist widervern\u00fcnftig, das hei\u00dft: Die Welt ist trotz ein paar M\u00e4ngeln gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6rt aber auch zu verstehen, dass:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gottes reiner Wille darin besteht: Er gibt Vernunft, um das \u00dcbel wahrzunehmen und zu verhindern. Das bedeutet aber: Der Mensch kann \u00dcbel wahrnehmen, somit auch leiden.<\/li><li>Darum w\u00e4gt Gott ab: Ist es besser, der Mensch bekommt Vernunft oder bekommt er sie nicht, damit auch keine M\u00f6glichkeit, \u00dcbel wahrzunehmen, somit merkt er auch keine Leiden? (Wie Tiere auch keine Vernunft haben, entsprechend \u00dcbel nicht wahrnehmen k\u00f6nnen.)<\/li><li>Gott kommt zu dem Entschluss: Es ist besser, der Mensch hat Vernunft, damit hat er aber auch die M\u00f6glichkeit, \u00dcbel wahrzunehmen, zu leiden &#8211; und zu bek\u00e4mpfen.<\/li><li>Die Freiheit des Menschen bedeutet: Vernunft ist jedoch nicht nur ein Gegenpart zu den \u00dcbeln, denn: Der Mensch kann die Vernunft missbrauchen, somit dient auch die Vernunft der Leidvermehrung.<\/li><li>Gibt es mehr gute Vernunft in der Welt, die das \u00dcbel bek\u00e4mpft? Wenn nicht, w\u00e4re Gott nicht gut, er w\u00fcrde den Menschen \u00fcber die Ma\u00dfen leiden lassen. Kosmosweit gesehen muss dem so sein, so Leibniz, denn sonst w\u00e4re die Welt nicht grunds\u00e4tzlich gut.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#5b410b\"><strong>2. Woher kommt das B\u00f6se?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt in den Religionen verschiedene Vorstellungen \u00fcber das B\u00f6se, \u00fcber das, was Menschen leiden l\u00e4sst, Leben einschr\u00e4nkt, verhindert:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Hinduismus\/alte Griechen<\/strong>: G\u00f6tter sind wie Menschen gut und b\u00f6se und launisch. Ist das Opfer\/Verhalten des Menschen nicht richtig \u2013 zeigen sie sich von der dunklen Seite und der Mensch muss leiden.<\/li><li><strong>Dualismus<\/strong>: Gott\/G\u00f6tter sind gut \u2013 sie haben b\u00f6se Geister\/G\u00f6tter als Gegner, die dem Menschen schaden.<\/li><li><strong>Islam<\/strong>: Menschen m\u00fcssen annehmen, was Allah schickt &#8211; denn er pr\u00fcft sie.<\/li><li><strong>Buddha<\/strong>: G\u00f6tter spielen keine Rolle &#8211; aber das Verhalten des Menschen in seinem vorangegangenen Leben und das Verhalten des Menschen in diesem Leben ist gut oder b\u00f6se und hat entsprechend Auswirkungen auf die Lebensqualit\u00e4t des kommenden Lebens.<\/li><li><strong>Atheismus<\/strong>: B\u00f6ses muss nicht &#8222;b\u00f6se&#8220; sein. Das &#8222;B\u00f6se&#8220; ist eine religi\u00f6se Vorstellung. Aggressionen dienen der Selbsterhaltung &#8211; und k\u00f6nnen von anderen nur als b\u00f6se interpretiert werden, als Leben einschr\u00e4nkend.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#5b410b\"><strong>3. Die Theodizeefrage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man nennt die Frage danach, wie Gott und Leiden zusammenpassen: Theodizeefrage. Das hei\u00dft es geht um die Frage: Ist Gott gerecht, wenn er den Menschen leiden l\u00e4sst? Diese Frage kann nur aufbrechen, wenn Menschen an einen liebenden Gott glauben. Dann versuchen sie die Liebe Gottes mit ihrem Leiden in Verbindung zu bringen. In christlicher Tradition gibt es unterschiedliche Antwortversuche (weitere siehe: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/theodizee-3-zusammenfassung\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/theodizee-3-zusammenfassung\/<\/a> ):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gott l\u00e4sst dem B\u00f6sen Raum, damit der Mensch verantwortlich handeln kann.<\/li><li>Gott will, dass der Mensch \u2013 im Unterschied zum Tier \u2013 frei ist: und dazu geh\u00f6rt auch, dass er sich dann verantwortlich verh\u00e4lt \u2013 mit der Konsequenz, dass er auch Leiden verursacht und selbst angesichts des Leidens seinen Weg in Verantwortung finden muss.<\/li><li>Leiden = Erziehung, Pr\u00fcfung usw.<\/li><li>Es gibt auch dunkle Seiten Gottes \u2013 das hei\u00dft: Seiten Gottes, die der Mensch nicht oder nur schwer als &#8222;Liebe&#8220; Gottes versteht, verstehen kann.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#e2bf22\"><strong>4. Versuche des christlichen Glaubens mit Leiden umzugehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Klagen, Beten (Hiob, Jesus am Kreuz: \u201eGott, warum hast du mich verlassen?\u201c) \u2013 das hei\u00dft: sich im Leiden Gott zuwenden, auch wenn man Gottes Handeln nicht versteht.<\/li><li>Tatkr\u00e4ftig gegen die Ursache des Leidens angehen (Jesus Christus: Wunder, Ethik).<\/li><li>Angesichts des Leidens von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, am Kreuz: Gott ist auch in unserem Leiden anwesend, auch dann, wenn wir ihn nicht sp\u00fcren sollten.<\/li><li>Angesichts der Auferweckung von Jesus Christus: Gott kann den Menschen auch durch das extremste Leiden zu sich f\u00fchren. Leiden und Tod sind nie das Ende, sondern den Menschen erwartet Leben bei Gott.<\/li><li>Gott schenkt durch Jesus Christus die Hoffnung, dass er allem Leiden ein Ende bereiten wird. Es handelt sich um die eschatologische Hoffnung, die Hoffnung, dass Gott seine Welt vollenden wird.<\/li><li>Diese guten Worte, die Mut, Kraft, Zuversicht schenken &#8211; sind allerdings Worte, die kraftlos bleiben k\u00f6nnen. Das vor allem auch dann, wenn Menschen selbst von ihrem Leiden gefesselt werden. Jeder Mensch muss sich in seinem jeweiligen Leiden neu zu Antworten hindurchringen. Glaubende d\u00fcrfen sich in den Tiefen zusagen lassen: Auch wenn ich von Gott nichts sp\u00fcre &#8211; ist er anwesend und m\u00f6chte mir Kraft und Vertrauen schenken &#8211; wie Jesus am Kreuz&#8230; Kann ich das zulassen? Obwohl man das alles wei\u00df, tun solche guten Worte jedoch auch gut und sind nicht zu verschweigen und zu verachten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-accent-color has-text-color\"><strong>5. Versuche anderer Religionen mit Leiden umzugehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(in Anlehnung an: B. Scherer: Die Weltreligionen. Zentrale Themen im Vergleich, G\u00fctersloher Verlagshaus, G\u00fctersloh 2003)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Judentum<\/strong>: Wir wissen nicht, warum Menschen leiden m\u00fcssen \u2013 Leiden als Pr\u00fcfung und Herausforderung f\u00fcr den Glauben: aber wir bleiben dennoch bei Gott.<\/li><li><strong>Islam<\/strong>: Menschen leiden \u2013 und man soll ihm mit Dankbarkeit und Geduld begegnen. Leiden ist Pr\u00fcfung und Allah wird sp\u00e4ter Menschen \u2013 je nach ihrem Verhalten \u2013 belohnen oder bestrafen.<\/li><li><strong>Hinduismus\/Buddhismus<\/strong>: Leben ist Leiden \u2013 es gilt, sich von allem zu l\u00f6sen, was Leiden verursacht. Das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) erkl\u00e4rt das Leiden: Die Worte und Taten des Menschen (im fr\u00fcheren Leben) haben sein Leiden verursacht. Leiden ist Reinigung vom schadenden Karma. (\u00dcber die Aussagen bei Scherer hinaus: Es gibt auch im realen Hinduismus und Buddhismus G\u00f6tter, die man bitten kann, das Leiden zu nehmen. Leiden = Schaden, den b\u00f6se Geister den Menschen zuf\u00fcgen.)<\/li><li>Hinzu kommt noch die Frage: Wie sehen <strong>Atheisten<\/strong> das Leiden? (Atheisten = Es gibt keinen Gott): Leben besteht aus lauter Zuf\u00e4llen, die ich versuchen kann zu beeinflussen. Leiden geh\u00f6rt zum Leben einfach dazu \u2013 wie der Tod, der ohne Elemente der Hoffnung gesehen wird. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#e2bf22\"><strong>6. Theologische Reflexion: Empfindsame Psyche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Leiden muss jedes Lebewesen &#8211; manche nehmen es wahr, manche eher weniger bzw. gar nicht, obgleich (fast) jedes Lebewesen einen Fluchtreflex hat, um der Gefahr, dem Leiden zu entgehen. Dieser Fluchtreflex dient dem \u00dcberleben &#8211; und wer am st\u00e4rksten ist und am besten Gefahren entfliehen kann, hat die besten Chancen zu \u00fcberleben &#8211; somit ist er ein erfolgreiches Element im Evolutionsprozess.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch jedoch kann leiden. Er hat eine empfindsame Psyche. Er hat eine Psyche, die eigenes Leiden und fremdes Leiden wahrnehmen kann. Aufgrund dieser F\u00e4higkeit, fremdes Leiden wahrzunehmen &#8211; wird seine St\u00e4rke, sein Egoismus (im Idealfall) ausgehebelt und somit wird die Evolutionsthese vom \u00dcberleben des St\u00e4rkeren eingeschr\u00e4nkt. Die Psyche des Menschen kann auch so empfindsam sein, dass er dann, wenn er sich als egoistisch und m\u00f6rderisch erwiesen hat, durch Traumata lahm legen kann &#8211; das hei\u00dft: Die empfindsame Psyche des Menschen scheint der Lehre vom \u00dcberlegensein des St\u00e4rkeren entgegenzustehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Empfindsamkeit der Psyche, die eigenes Leiden, durch sich selbst verursachtes Leiden oder das Leiden der anderen wahrnimmt, hebt den Menschen \u00fcber sich selbst hinaus, hebt ihn \u00fcber die Theorie der Evolution hinaus. Die Empfindsamkeit des Menschen f\u00fcr Leiden, seine Leidensf\u00e4higkeit muss damit zu tun haben, dass Gott ihm diese Empfindsamkeit erm\u00f6glicht. Denn von der Evolutionstheorie her gesehen, sind alle Leidempfindsamen schwach, legen sich selbst lahm und m\u00fcssten entsprechend ausgestorben sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade weil wir Menschen von Gott erm\u00f6glicht bekommen haben, eigenes und fremdes Leiden zu empfinden, verstehen wir Gott nicht, der dieses Leiden zul\u00e4sst bzw. der es zul\u00e4sst, dass wir Leiden empfinden, es uns psychisch besch\u00e4ftigt, angreift, verst\u00f6rt. Gerade das, was unser Menschsein auch ausmacht, es gegen\u00fcber anderen Gesch\u00f6pfen ganz besonders auszeichnet, eben bewusste Leidempfindung, will uns von Gott trennen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Durch bewusste Leidempfindung macht Gott uns Menschen zu dem Besonderen: zu menschlichen Menschen. Damit haben wir etwas von Gott mitbekommen, das ihn auch selbst bestimmt: Er leidet mit uns &#8211; und weil er dieses Empfinden hat, sorgt er sich daf\u00fcr, dass wir miteinander sozial umgehen, dass wir Leiden vermeiden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich zeigte er seine Leidensf\u00e4higkeit im Sterben Jesu Christi am Kreuz. Leiden widerspricht Gott nicht &#8211; wir leiden, weil uns das mit Gott eint.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-accent-color has-text-color\"><strong>7. Authentische Theodizee<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage der Theodizee ist eine der Philosophie &#8211; auch wenn sich Philosophen damit sehr zur\u00fcckhalten, sie zu bedenken. Wesentlich ist sie eine Frage der Theologie. Doch man kann auch an authentischen Menschen sehen: Wie gehen sie mit dem Leiden um? Auch wenn sie literarischer Natur ist, so kann man an Hiob eine Menge erkennen. In den Rahmen der authentischen Theodizee ist vor allem im christlichen Bereich Jesus Christus anzuschauen: Wie geht er mit seinem Leiden und dem Leiden anderer um? Wie spricht Paulus \u00fcber sein Leiden? Die vor allem aus dem katholischen Bereich bekannten Heiligen-Viten zeigen, wie Menschen als Christen im Leiden mit dem Leiden umgehen. Auf diesen Seiten wird das haupts\u00e4chlich an den Mitgliedern der Wei\u00dfen Rose dargestellt: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/theodizee-sophie-scholl-weisse-rose\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/theodizee-sophie-scholl-weisse-rose\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#a30003\"><strong>8. Fragen zum eigenen Weltbild mit Blick auf die Theodizee-Frage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30500\"><strong>Welcher Aussage, welchen Aussagen stimmst Du zu?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>1. Block<\/em><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Alles ist Zufall<\/li><li>Es gibt keinen Zufall, alles ist in einem Handlungsgeflecht verbunden bzw. aus Kausalzusammenh\u00e4ngen heraus zu erschlie\u00dfen.<\/li><li>Es gibt einen Tun-Ergehen-Zusammenhang. (Hinduismus: Was ich jetzt tue, das hat Auswirkungen auf mein kommendes irdisches Leben; Altes Testament: Was ich jetzt tue, das hat Auswirkungen auf mein jetziges Leben.)<\/li><li>Alles ist Schicksal (Schicksal &#8211; es wird geschickt, von jemandem: G\u00f6tter &#8211; also der Begriff wird hier religi\u00f6s konnotiert, anders als der Begriff Zufall.)<\/li><li>Leiden h\u00e4ngt mit negativen M\u00e4chten zusammen: Geister (auch Ahnengeister), D\u00e4monen, Satan&#8230;<\/li><li>Es ist alles Natur.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><em>2. Block<\/em><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Alles h\u00e4ngt von Gottes \/ der G\u00f6tter Planen ab. Gott ist nicht beeinflussbar (vgl. Islam, zum Teil christliche Pr\u00e4destinationslehre).<\/li><li>Gott muss allem, was geschieht, zustimmen (vgl. Hiob).<\/li><li>Man kann mit Gott &#8222;verhandeln&#8220; (Gebet, Opfer, gutem Handeln).<\/li><li>Gott mischt sich nicht ein (Deismus).<\/li><li>Gott handelt nicht &#8211; er tr\u00f6stet nur Menschen, macht sie mutig, die Situation zu \u00e4ndern&#8230;<\/li><li>Leiden = Gott straft; Nicht-Leiden = Gott belohnt.<\/li><li>G\u00f6ttliches Handeln und menschliches Handeln greifen ineinander.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><em>3. Block<\/em><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Es gibt weder Gott noch M\u00e4chte &#8211; alles h\u00e4ngt vom Menschen ab im Guten wie im Schlechten.<\/li><li>Der Mensch muss sich &#8211; wem und was auch immer &#8211; anpassen.<\/li><li>Der Mensch kann letztlich alles rational durchdringen und somit auch beeinflussen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30003\">Wenn Du Deine Antworten \u00fcberblickst: Welche Folgen haben sie f\u00fcr das Individuum &#8211; f\u00fcr die Gesellschaft?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30000\">Welche Folgen haben andere Aussagen f\u00fcr das Individuum, f\u00fcr die Gesellschaft?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#e19805\"><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#e19805\">Esther Maria Magnis: Gott braucht dich nicht. Eine Bekehrung, Rowohlt, Reinbek 2012; \u00fcber dieses Buch:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.theologie-und-literatur.de\/fileadmin\/user_upload\/Theologie_und_Literatur\/Magnis-Rezension.pdf\">http:\/\/www.theologie-und-literatur.de\/fileadmin\/user_upload\/Theologie_und_Literatur\/Magnis-Rezension.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#f19204\">Eric Metaxas: Wunder. Entdeckungen eines Skeptikers. SCM-Verlag Holzgerlingen, 2015<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuere Version s.: https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/theodizee-2\/ LEIDEN UND GOTT \u2013 GOTT UND LEIDEN 1. Woher kommt Leiden? Was l\u00e4sst Menschen leiden? Leiden ist etwas, das alle Menschen gleicherma\u00dfen betrifft \u2013 aber Menschen leiden an den gleichen Ereignissen unterschiedlich. Je nach Stimmung, nach K\u00f6rperkraft, nach psychischer Einstellung. 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