{"id":820,"date":"2019-07-02T16:54:19","date_gmt":"2019-07-02T14:54:19","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=820"},"modified":"2022-07-28T15:43:31","modified_gmt":"2022-07-28T13:43:31","slug":"gottesvorstellungen-gottesbilder","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/gottesvorstellungen-gottesbilder\/","title":{"rendered":"Gottesvorstellungen\/Gottesbilder"},"content":{"rendered":"\n<p>(s. auch: <a href=\"https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/gottesvorstellungen-gottesbilder\/\">https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/gottesvorstellungen-gottesbilder\/<\/a> )<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">GOTTESBILDER<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#00a31a\"><strong>Einleitung: Der Mensch in seiner Tradition<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch ist eine Einheit von Verstand \/ Vernunft, Gef\u00fchl, Charakter. Er ist Teil seiner Kultur, seiner Tradition, seiner um ihn herum lebenden Menschen. Er lebt aus der Vergangenheit, in der Gegenwart mit Blick auf die Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Religion, in der er aufgewachsen ist, sind die transzendenten M\u00e4chte real. Und so ist auch Gott f\u00fcr den Glaubenden im Christentum \u2013 auf das ich mich im folgenden Abschnitt konzentriere \u2013 real. Er betrifft seinen Verstand, sein Gef\u00fchl, seinen Charakter, wurde durch Kultur, Tradition, den um ihn herum lebenden Individuen vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott ist jedoch erst dann wirklich real, wenn sich Gott in das Leben eines Menschen eingeklinkt hat \u2013 vorher hat man von Gott nur geh\u00f6rt, \u00fcber ihn etwas gelesen, \u00fcber ihn nachgedacht. Aber damit Gott dem Menschen wirklich real werden kann, muss sich Gott ihm offenbaren.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Offenbarungserfahrung kann nur mit Hilfe der Sprache der Zeit, mit dem rationalen und emotionalen Fassungsverm\u00f6gen ausgesprochen werden. Und vor allem: Die F\u00fclle Gottes kann der Mensch nicht in seiner Gesamtheit begreifen. Darum betont er je nach Zeit, nach Charakter usw. die eine oder andere Facette.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#00a311\"><strong>Altes Testament \/ Neues Testament: Entwicklung des Gottes-Glaubens, der Gottesbilder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weil das Alte Testament im Laufe von Jahrhunderten entstanden ist, finden wir in ihm eine <strong>Menge an Gotteserfahrungen<\/strong>, die mit Worten der jeweiligen Zeit Ausdruck fanden. Bevor sich Gott dem Volk Israel als ein einziger Gott geoffenbart hat, glaubte man in diesen Breiten ganz im Sinne der heidnischen Tradition an verschiedene G\u00f6tter, hervorgehoben sind Fruchtbarkeitsg\u00f6tter. Diese unterschiedlichen G\u00f6tter bzw. Unterg\u00f6tter begegnen hier und da in den biblischen Schriften, so sagt das Hiobbuch: <em>als sich die G\u00f6tters\u00f6hne wieder einmal bei Gott versammelt hatten<\/em>\u2026&nbsp; Die Bezeichnung f\u00fcr Gott: <em>Elohim<\/em> \u2013 hei\u00dft eigentlich \u201eG\u00f6tter\u201c, singular: Eloha\/Elah (arabisch ilah \u2013 hinzugef\u00fcgt wurde der Artikel al-ilah, was dann viele Jahrhunderte sp\u00e4ter zu Allah [Der Gott] wird). Ein Zusammenhang von Elohim\/Eloha mit&nbsp; \u201eEl\u201c ist schwierig herzustellen. El war wohl der oberste der G\u00f6tter. Jahwe war einer der Unterg\u00f6tter, dem gar eine Frau, Aschera, zugewiesen werden konnte. Aber all das ist \u00e4u\u00dferst umstritten, wird intensiv in der Forschung diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der j\u00fcdische <strong>Jahwe-Monotheismus<\/strong> hat sich erst ganz langsam herausgebildet, und es sieht so aus, als seien die V\u00e4ter hier in besonderer Weise hervorgetreten. Der Gott (<em>El<\/em>) der V\u00e4ter, der Gott einer Sippe \u2013 er hat sich dem Abraham offenbart, seine Kinder haben diese Offenbarung aufgegriffen und weitergef\u00fchrt. Der Gott der V\u00e4ter offenbart sich dann dem Mose als Jahwe (Exodus 3,14), als der Gott, der in der Geschichte handeln wird \u2013 und zwar als Befreier f\u00fcr die Nachfahren der V\u00e4ter. Als die St\u00e4mme aus \u00c4gypten befreit waren, erw\u00e4hlte sich Jahwe Propheten, um sich in einer Jahrhunderte lang w\u00e4hrender Auseinandersetzung sich durchzusetzen, seinen Willen dem Volk kundzutun: Er ist der Gott, dem alle V\u00f6lker geh\u00f6ren, nicht nur dem Volk Israel, er ist der Gott, der nicht allein wie die anderen G\u00f6tter, Lokalgott ist, er ist Gott der Welt, und als dieser Gott hat er ganz bestimmte Vorstellungen von dem, wie sich ein Volk, das er sich erw\u00e4hlt hat, sozial verhalten soll. Elia (9. Jh.v.), Hosea, Josia (8.\/7.Jh.v.) waren wesentliche Personen, die in diesem Zusammenhang genannt werden m\u00fcssen, manche Forscher nehmen gar an, dass erst diese daf\u00fcr gesorgt h\u00e4tten, dass Jahwe zum alleinigen Gott Israels geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesen langen Zeitr\u00e4umen von Jahrhunderten wird <em>Gott in der Sprache der jeweiligen Zeit<\/em>, in den Vorstellungen der jeweiligen Zeit verk\u00fcndigt: Gott ist im Sturm, im Gewitter (Anbetung von Naturm\u00e4chten: Psalm 18,8ff. Ps 29; Ps 77,12ff.; Ps 97 usw.), Gott ist wie die Sonne (Psalm 104; Anbetung des Sonnengottes). Gott wird auch als einer erfahren, der eher mit menschlichen-sozialen Bildern ausgesprochen werden konnte: Gott ist ein Hirte, ein K\u00e4mpfer\/Krieger, ein K\u00f6nig. Es gibt zahlreiche Gottesbilder, mit denen Juden ihren Glauben aussprachen. Manche waren nur eine Zeit lang von Relevanz, manche nur f\u00fcr einzelne Individuen, manche gingen durch die Zeiten hindurch bis in die Gegenwart, manche wurden vergessen, doch dann wieder irgendwann bedeutsam.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gilt auch f\u00fcr die christliche Zeit. In Zeiten, in denen es K\u00f6nige gab, wurde Gott bevorzugt als K\u00f6nig angesehen \u2013 allerdings auch in sp\u00e4teren Zeiten, als K\u00f6nige politisch keine Rolle mehr spielten \u2013 aber der Begriff wurde beibehalten, weil Gott in seiner Herrscherfunktion eher einem K\u00f6nig entspricht als einem Bundeskanzler oder einem Bundespr\u00e4sidenten.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den heiligen Namen \u201eJHWH\u201c nicht auszusprechen, haben fromme Juden die Bezeichnung \u201e<strong>Adonai<\/strong>\u201c \u2013 der <strong>Herr<\/strong> \u2013 gew\u00e4hlt \u2013 der dann in der griechischen Bibel\u00fcbersetzung (Septuaginta) als \u201eKyrios\u201c (Herr) wiedergegeben wurde. Im Neuen Testament wurde die Bezeichnung Kyrios mit Jesus Christus verbunden und Theos (Gott) mit dem Gott, den Jesus Christus als Vater anredete. (Heute verwenden Juden die Abk\u00fcrzung G\u00b4\u00b4tt \u2013 um ihn von den G\u00f6ttern abzugrenzen.)<\/p>\n\n\n\n<p>In der Gegenwart spielt <strong>Gott als Vater <\/strong>eine gro\u00dfe Rolle. Damit greifen Christen eine Anrede auf, die f\u00fcr Jesus Christus von besonderer Relevanz war. Aber der \u201eVater\u201c wird interpretiert in Gleichnissen, so im Gleichnis vom Verlorenen Sohn, oder in Gebeten: Er ist derjenige, dessen Wille z\u00e4hlt (dein Wille geschehe im Himmel also auch auf Erden), er ist derjenige, der die Menschheitsgeschichte beendet (dein Reich komme), oder in anderen Texten: Menschen k\u00f6nnen sich von ihm entfernen und er best\u00e4tigt ihnen die selbst gew\u00e4hlte H\u00f6lle, er l\u00e4sst die Sonne scheinen \u00fcber B\u00f6se und Gute, oder in den Wundern Jesu: er ist der Heilende und Vergebende \u2013 und die j\u00fcdische Tradition, die in alttestamentlichen Schriften ausgesprochen wird, schwingt mit: Sch\u00f6pfer, Gott der V\u00e4ter und viele andere Gottesbilder.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem ist Gott f\u00fcr Jesus derjenige, der sich intensiv um das soziale Miteinander der Menschen k\u00fcmmert, der nicht m\u00f6chte, dass einer aus der Gemeinschaft der Kinder Gottes ausgesto\u00dfen wird, der in Jesus Christus Heilung verbreitet, Nahrung gibt \u2013 und diejenigen, die sich zu diesem Gott halten, sollen sich ebenso human, menschlich verhalten. <em>Jesus l\u00e4sst die Menschenwelt transparent werden f\u00fcr Gottes Verhalten. <\/em>So wird im Gleichnis vom Verlorenen Sohn ein Verhalten vorgestellt, das gottgem\u00e4\u00df ist: Vergebung, Aufnahme des Menschen, der umkehrt. Die <em>Natur wird in den Worten Jesu transparent f\u00fcr die Herrschaft Gottes. <\/em>Gott offenbart sich nicht in der Natur. Nur: Mit Hilfe der Sch\u00f6pfung kann Gottes Handeln so ausgesprochen werden, dass Menschen es nachvollziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott in seiner F\u00fclle offenbart sich dem Menschen nicht, denn der Mensch kann ihn nicht fassen. Darum wird er in Jesus Christus Mensch, darum wird sein Handeln und Wesen mit Beispielen aus Mensch und Natur verk\u00fcndigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#00a32e\"><strong>Heute von\/\u00fcber Gott sprechen <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Welche Bezeichnung heute auch immer verwendet wird: Wir k\u00f6nnen von Gott nur im Horizont unserer Zeit sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30003\"><strong>Aufgaben: Denke dar\u00fcber nach, sprich mit anderen dar\u00fcber:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Wir sprechen von Gott als Sch\u00f6pfer \u2013 aber was meinen wir damit, da doch die Evolution das Denken vieler Zeitgenossen pr\u00e4gt?<\/li><li>Wir sprechen von Gott als Herrscher \u2013 was meinen wir damit, wenn wir im Kontext von Demokratie davon sprechen?<\/li><li>Wir sprechen von Gott in der Geschichte \u2013 was meinen wir damit, wenn doch der Mensch meint, er mache Geschichte?<\/li><li>Wir sprechen von Gott, der in der Zukunft allen Bestrebungen der Menschen ein Ende bereiten wird \u2013 was meinen wir damit, wenn der Mensch meint, seine Zukunft in der Hand zu halten?<\/li><li>Wir sprechen von Gott \u2013 was meinen wir damit, da doch der Mensch das Zentrum des Denkens bildet?<\/li><li>Ist Gott \u00fcberhaupt noch aktiv \u2013 oder ist es nur der Mensch?<\/li><li>Ist Gott eine unbestimmte Macht \u2013 oder ist er auch ansprechbare Person? (Dazu s.&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/gott-person-energie-psyche\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/gott-person-energie-psyche\/<\/a>&nbsp;)<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Wissenschaftliche Forschung pr\u00e4gt unsere Rede von Gott; unser neues politisches System, in dem Autorit\u00e4ten eine ganz andere Bedeutung haben, pr\u00e4gt unsere Rede von Gott. K\u00f6nnen wir Gott f\u00fcr unsere menschlichen Handlungen in der Geschichte f\u00fcr unsere Zwecke benutzen (Gott mit uns) \u2013 dass das nicht geht, Gott ideologisch zu vereinnahmen, auch das pr\u00e4gt unser gegenw\u00e4rtiges Reden von Gott. Und unser Reden von Gott wird dadurch gepr\u00e4gt, dass manche Menschen sagen: Es gibt keinen Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30003\"><strong>Aufgabe: Gott als &#8222;Fels&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Was\/wen w\u00fcrde ich heute als mein \u201eFels\u201c bezeichnen?<\/li><li>Was bedeutet es, wenn ich jemanden\/etwas als \u201eFels\u201c bezeichne?<\/li><li>Was bedeutet es konkret, wenn ich Gott als \u201eFels\u201c ansehe?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#00a329\"><strong>Gott ablehnen &#8211; ein Bild von Gott ablehnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Menschen, die Gott ablehnen. Aber sie lehnen im Grunde eine Vorstellung von Gott ab, ein Bild von Gott, das sie sich &#8211; oder ihre Zeit &#8211; gemacht haben. Sie lehnen auch Gott ab, weil er mit dem Leben, das sie f\u00fchren wollen, nicht \u00fcbereinstimmt. Karl Marx lehnt zum Beispiel Gott ab, weil er meint, er sei ein Vertr\u00f6stergott, der Menschen daran hindert, aktiv gegen soziale Missst\u00e4nde anzugehen. Andere lehnen den Gott ab, der Regeln gibt (zum Beispiel: gegen Ehebruch). Sie wollen ein anderes Leben leben, negieren daher Gott. Andere haben ein Gottesbild, das beinhaltet: Gott ist allm\u00e4chtig und er muss mein Leiden beenden. Wenn Gott das nicht tut, sagen sie: Es gibt keinen Gott. Nicht nur Glaubende haben ihre Gottesbilder, sondern auch diejenigen, die Gott vehement ablehnen. Sie lehnen das Bild ab, das sie sich oder ihre Umwelt\/Zeit von Gott gemacht hat. Andererseits kann auch das Weltbild, das man hat, dazu f\u00fchren, Gott abzulehnen. Sagt mein Weltbild: Alles muss beweisbar sein, dann lehne ich Gott ab, weil er nicht beweisbar ist. Ich mache mir nicht nur ein Bild von Gott, sondern auch von der Welt, in der ich lebe. Und wenn Gott mit meinem Weltbild nicht kompatibel ist, lehne ich ihn ab. Das trifft auch auf mein Menschenbild zu: Der Mensch ist das H\u00f6chste, er bestimmt, sein Verstand erkl\u00e4rt alles &#8211; dann ist in diesem Denken kein Platz mehr f\u00fcr Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#00a315\"><strong>Jesus Christus als Ma\u00dfstab f\u00fcr das Reden \u00fcber Gott<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Christliche Rede von Gott hat sich an den Gottesvorstellungen Jesu Christi zu orientieren. Warum? Weil Jesus Christus als Sohn Gottes, als Inkarnation Gottes (Gottes Menschwerdung in Jesus Christus) f\u00fcr Christen der letztg\u00fcltige Ma\u00dfstab ist. Ohne diesen Ma\u00dfstab k\u00f6nnen wir alles m\u00f6gliche \u00fcber Gott spekulieren \u2013 mit Hilfe der Philosophien, mit Hilfe anderer Religionen, mit Hilfe esoterischer Weltanschauungen ( siehe:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/religion-en\/esoterik\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/religion-en\/esoterik\/<\/a>&nbsp;).<\/p>\n\n\n\n<p>Wird Jesus Christus als Ma\u00dfstab genommen, bedeutet das:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wenn nun ein Mensch zum Beispiel Gott mit seinem Verstand als Macht ansieht, dann muss er sich offen halten f\u00fcr die Gottesoffenbarung, die sich ihm als anredbare Person darstellen kann. Gott ist ein Du, mit dem Bild des Herrn, des K\u00f6nigs, des Vaters ausgesprochen, dargestellt mit dem Gleichnis vom Verlorenen Sohn.<\/li><li>Wenn ein Mensch meint, Gott sei ein Gef\u00fchl, das ihn angesichts des Wunderbaren in der Welt \u00fcberw\u00e4ltigt, ein Gef\u00fchl, das ihn die Einheit des Universums sp\u00fcren l\u00e4sst, dann wird er sich offen halten m\u00fcssen f\u00fcr Gott, der Gott ist und bleibt, auch wenn das wunderbare Gef\u00fchl nicht mehr vorhanden ist.<\/li><li>Wenn einer meint, Gott sei ein Garant f\u00fcr Erfolg, Gesundheit, materiellen Reichtum \u2013 dann wird er von Jesus gezeigt bekommen, dass Gott andere Priorit\u00e4ten setzt.<\/li><li>Wenn einer meint, allein der Mensch mache Geschichte, wird sich ihm Gott als ein solcher Offenbaren, der in der Geschichte t\u00e4tig ist.<\/li><li>Wenn einer meint, Gott w\u00fcrde allein im menschlichen Handeln des Menschen aktiv, dann wird sich ihm Gott als einer erfahren lassen, der nicht von Menschen abh\u00e4ngig ist, von deren Gutsein, deren liebevollem Handeln, deren F\u00fcrsorge f\u00fcr andere. Gott setzt sich durch, auch gegen Menschen, die nicht immer wissen, was letztendlich gut und richtig ist.<\/li><li>Wenn einer meint, Gott w\u00e4re nur f\u00fcr ihn als Individuum wichtig, wird er sich von Jesus belehren lassen, dass er Teil der Gemeinschaft der Kinder Gottes ist.<\/li><li>Die Bezeichnung \u201eJahwe\u201c bedeutet: Ich bin, der ich bin bzw. Ich bin der, als der ich mich zeigen werde. Jeschua\/Jesus bedeutet \u201eGott hilft\u201c. Er ist die Erf\u00fcllung des Namens \u201eJahwe\u201c: Als wer wird sich Jahwe zeigen? Als Helfer. Durch den Namen Jahwe wird deutlich, dass Gott nicht greifbar wird. Aber auch durch Jesus wird er nicht greifbar, nicht verf\u00fcgbar. Gott ist in Jesus\/Jeschua \u2013 Jeschua\/Jesus ist das Gleichnis Gottes. Aber eben: \u201eGleichnis\u201c. Ein Gleichnis ist ein Text, der nur dann verst\u00e4ndlich ist, wenn man sich selbst in das Gleichnis einbringt, Teil des Gleichnisses wird. Und so ist Jesus ein Gleichnis, wenn man sich selbst mit einbringt, ihn zu verstehen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/lehre-jesu\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/lehre-jesu\/<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Frage ist nur: Wie sprechen wir das alles in einer Mensch zentrierten Zeit aus? In einer Zeit, in der Wissenschaft ihre H\u00e4nde nach der Religion ausstreckt, in der das politische System keinen Herrscher \u2013 und sei es Gott \u2013 mehr w\u00fcnscht?<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ben\u00f6tigen alle Glaubenden den Geist Gottes \u2013 und der bef\u00e4higt manche Menschen mehr manche weniger, Gott zeitgem\u00e4\u00df so zu bezeugen, wie er bezeugt werden will. Manche passen freilich Gott so sehr der jeweiligen Zeit an, dass er nicht mehr christlich gedeckt ist. Von daher muss die christliche Rede von Gott sich immer wieder zur\u00fcckbinden an die Rede von Gott in der Bibel. Denn der Gott, der Abraham, Mose, Amos, Jesaja und andere angesprochen und, nat\u00fcrlich besonders in Jesus Christus gehandelt hat, ist noch immer der Handelnde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30003\"><strong>Aufgaben:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kann der Mensch \u00fcberhaupt von Gott sprechen \u2013 wer Gott ist \u2013 oder kann er nur sagen, was Gott nicht ist? Diese \u00dcberlegung geh\u00f6rt zur so genannten&nbsp;<em>theologia negativa<\/em>. Man kann als Mensch nie sagen, wer Gott ist, weil er immer mehr ist, als ich sagen kann. Stimmst Du dem zu?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch kann von Gott nur in Analogien reden. Gott ist Fels, Burg, Sonne, Licht usw. aber er erfasst Gott nie als Gott selbst. Stimmst Du dem zu?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(s. auch: https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/gottesvorstellungen-gottesbilder\/ ) GOTTESBILDER Einleitung: Der Mensch in seiner Tradition Der Mensch ist eine Einheit von Verstand \/ Vernunft, Gef\u00fchl, Charakter. Er ist Teil seiner Kultur, seiner Tradition, seiner um ihn herum lebenden Menschen. Er lebt aus der Vergangenheit, in der Gegenwart mit Blick auf die Zukunft. 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