{"id":770,"date":"2019-07-02T16:25:56","date_gmt":"2019-07-02T14:25:56","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=770"},"modified":"2019-07-12T17:01:25","modified_gmt":"2019-07-12T15:01:25","slug":"gott-goetter-in-religionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/religion-en\/gott-goetter-in-religionen\/","title":{"rendered":"Gott\/G\u00f6tter in Religionen"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-medium-font-size\">GOTT UND G\u00d6TTER IN DEN RELIGIONEN<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Menge zum Thema wurde schon auf den voran gegangenen Seiten genannt. Diese sind &#8211; wie die Seiten zu den Heiligen Schriften &#8211; zu ber\u00fccksichtigen!<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#a30003\" class=\"has-text-color\">Aufgabe: Die V\u00f6lker haben viel \u00fcber Gott und G\u00f6tter nachgedacht. Die folgenden Abschnitte sprechen erst \u00fcber westliche Religionen: Judentum, Christentum, Islam, dann \u00fcber die \u00f6stlichen Religionen: Hinduismus und den Buddhismus. Sie sprechen alle \u00fcber Gottesvorstellungen \u2013 Heilige Schriften \u2013 Verehrung Gottes \u2013 Geb\u00e4ude. Erstelle eine Liste, in der du die jeweiligen Aussagen nebeneinander anf\u00fchrst:<\/p>\n\n\n\n<p>Religion: Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus mit ihren jeweiligen Gottes-\/G\u00f6ttervorstellungen, mit ihren Heiligen Schriften. Vielleicht findest Du auch im Internet Gebete als Ausdruck dieser jeweiligen Religionen und die bedeutung ihrer Geb\u00e4ude.<\/p>\n\n\n\n<p>Du wirst feststellen, dass es nicht so leicht ist, weil die jeweiligen Religionen in sich unterschiedliche Aussagen treffen. Findest Du dennoch Gemeinsamkeiten innerhalb der jeweiligen Religion?<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-text-color has-accent-color\"><strong>Judentum:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gott ist ein Gott, der sich in geschichtlichem Handeln und durch Berufung einzelner Menschen dem Volk gezeigt und mit ihm einen Bund geschlossen hat. Die Gesetze dieses Bundes sind streng einzuhalten. Er wird als Sch\u00f6pfer und als Herrscher \u00fcber alle V\u00f6lker geglaubt. Weil die heidnischen V\u00f6lker ihre G\u00f6tter so vermenschlicht haben, betont Israel die Heiligkeit Gottes (kein Bild machen). Darum nennt er auch nicht einen Namen, wie andere G\u00f6tter Namen haben. Sein Name: Jahwe \u2013 das hei\u00dft: <em>Ich bin, der ich bin<\/em>, bzw. <em>ich werde sein, als der ich mich erweisen werde<\/em>. Historisch gesehen gab es eine fortschreitende Gottesoffenbarung, das hei\u00dft: Urspr\u00fcnglich wurden auch in Israel mehrere G\u00f6tter angebetet \u2013 und Gott hat sich dann immer st\u00e4rker als der, der er ist, offenbart: Gott wurde \u00fcberall angebetet \u2013 es wurde dann ein Tempel gebaut, der die Opfer an sich zog \u2013 der Tempel wurde zerst\u00f6rt, Gebete stehen nun im Vordergrund. Gott forderte die Einhaltung der Gesetze (die im Bundesschluss formuliert wurden) \u2013 und Gelehrte (Rabbis) versuchten die Gesetze zu interpretieren, damit die Einhaltung der Gesetze gew\u00e4hrleistet ist (Talmud). Gleichzeitig \u00fcbertritt der Mensch immer wieder Gottes Willen \u2013 von daher spielt die Umkehr \u2013 das hei\u00dft, sich wieder Gottes Willen unterordnen, eine gro\u00dfe Rolle. W\u00e4hrend das orthodoxe Judentum an die Offenbarung am Sinai als unbedingt g\u00fcltige Offenbarung festh\u00e4lt, betont das nicht orthodoxe Judentum den fortdauernden Dialog Gottes mit seinem Volk durch die Geschichte hindurch. In der Synagoge wird gebetet (mit Gott gesprochen) und die Tora gelesen (auf Gott geh\u00f6rt). Aber \u00fcberall da, wo zehn (M\u00e4nner zum gro\u00dfen Teil auch Frauen) zusammenkommen, ist Gemeinde.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#f8f12a;text-align:center\" class=\"has-text-color\"><strong>Christentum:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Glaube der Christen hat seine Grundlage im Glauben Israels. Die Gotteserkenntnis geschieht jedoch \u00fcber und durch den Glauben an Jesus Christus. In ihm hat Gott sich den Menschen offenbart, den Menschen seinen Willen mitgeteilt. Zentral ist die Konzentration des j\u00fcdischen Gesetzes auf das Liebesgebot und das Bekenntnis, dass das Liebesgebot die Liebe Gottes zu allen Menschen widerspiegelt und er der vergebende Gott aller Menschen (nicht nur einer religi\u00f6sen Gruppe) ist. Gottesbegegnung ist in jedem Glaubenden angelegt, weil jeder Glaubende den Gottesgeist geschenkt bekommen hat. Diese Gotteserfahrungen werden sp\u00e4ter in der Trinit\u00e4tslehre bekannt und ausformuliert: Gott offenbart sich in Jesus Christus und ist im Heiligen Geist gegenw\u00e4rtig wirksam:&nbsp; Wo der Glaubende auch ist, da ist ihm Gott nahe, von daher kann er mit Gott reden wann, wo und wie er will. Gott teilt sich dem Glaubenden in seinem Wort (Altes und Neues Testament) mit \u2013 in dem alttestamentlichen Wort hat er schon auf seine Offenbarung in Jesus Christus hingewiesen. Kirchen sind als solche keine heiligen Orte, denn auch dort, wo Menschen in seinem Namen zusammenkommen, ist Gott anwesend. Kirchen bekommen allerdings f\u00fcr viele eine besondere Bedeutung, weil hier das Abendmahl ausgeteilt wird (Jesus Christus ist im Abendmahl gegenw\u00e4rtig) und tiefe Gemeinschaft erfahren wird, der Glaube durch Jahrhunderte hindurch verk\u00fcndigt wurde. Die Gemeinschaft der Gemeinde beschr\u00e4nkt sich nicht in den aktuell anwesenden Menschen, sondern ist weltweit bezogen und betrifft auch vergangene Generationen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#03a300;text-align:center\" class=\"has-text-color\"><strong>Islam<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mohammed hat in Auditionen das Wort Allahs vermittelt bekommen \u2013 Allah sah er als den Gott an, der von Juden und Christen geglaubt wird. Weil Juden und Christen den Glauben verf\u00e4lscht h\u00e4tten, h\u00e4tte Allah ihn, Mohammed, dazu erw\u00e4hlt, den wahren Glauben der Menschheit kundzutun. Darum werden das j\u00fcdische Alte Testament und das christliche Neue Testament durch Mohammed\/Allah neu interpretiert, sie kommen im Islam nicht mehr selbst zu Wort. Das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada) formuliert: <em>\u201eIch bezeuge: Es gibt keinen Gott au\u00dfer Allah und ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Allahs ist\u201c<\/em>. Allah wird als der Erbarmer und Barmherzige bezeichnet \u2013 weil er als Gesetzgeber betont wird, der als Richter die Missachtung seiner im Koran und den Ahadith formulierten Gebote straft und die Beachtung belohnt. Weil der Mensch jedoch gute Werke nicht vollkommen tun kann, ist Allah auch barmherzig. Der Glaubende begegnet Allah dort, wo er selbst sich befindet: Er kann zu den Gebetszeiten \u00fcberall seinen Gebetsteppich ausbreiten und nach einem bestimmten vorgeschriebenen Brauch beten. Moscheen sind zun\u00e4chst keine heiligen Orte, sondern Treffpunkte, mit einer vielfachen Funktion. Wird eine Moschee jedoch als Versammlungsraum gebaut, ist die Ausrichtung nach Mekka zwingend \u2013 weil diese Richtung als Gebetsrichtung vorgeschrieben ist. Betont wird auch die weltweite Gemeinschaft der Glaubenden (Umma).<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#a36200;text-align:center\" class=\"has-text-color\"><strong>Hinduismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bezeichnung \u201eHinduismus\u201c ist eine Sammelbezeichnung f\u00fcr die unterschiedlichsten religi\u00f6sen Str\u00f6mungen in Indien. Vielfach ist Ausgangspunkt der Schamanismus, das hei\u00dft: Menschen erfahren das G\u00f6ttliche\/D\u00e4monische \u00fcberall \u2013 und bestimmte Menschen k\u00f6nnen die g\u00f6ttlichen\/d\u00e4monischen M\u00e4chte beherrschen. Die M\u00e4chte wurden benamt, aus ihnen wurden G\u00f6tter, es wurde eine G\u00f6tterhierarchie festgelegt \u2013 die freilich lokal voneinander abweichen kann. Eine reiche Mythologie (im Sinn von: Darstellung der Taten der G\u00f6tter) bestimmt die Fr\u00f6mmigkeit, niedergeschrieben in zahlreichen umfangreichen Werken, die im Lauf der Jahrhunderte immer mehr erweitert wurden. Manche Str\u00f6mungen betonen Shiva (Sch\u00f6pfer und Vernichter), andere betonen den Sonnenkult mit einem meditativen Ritus, in manchen Str\u00f6mungen wird die Inkarnation eines Gottes betont, so Vishnu in Krischna \u2013 und die Baghavadgita wird von manchen als eine Art Offenbarung angesehen. F\u00fcr manche gibt es einen h\u00f6chsten Gott: Brahma. Davon zu unterscheiden ist Brahman als ein Machtprinzip als eine alles umfassende Gr\u00f6\u00dfe, eine heilige Kraft. Freilich k\u00f6nnen zum Beispiel Shiva-Anh\u00e4nger Shiva als Brahman ansehen. Menschen k\u00f6nnen ihre jeweiligen G\u00f6tter zu Hause an Privatalt\u00e4ren anbeten \u2013 oder aber in Tempeln, die die Mythologien um die jeweiligen Gottheiten in vielf\u00e4ltigen Abbildungen wiedergeben.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#6f00a3;text-align:center\" class=\"has-text-color\"><strong>Buddhismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Buddha (Siddhartha Gautama) waren G\u00f6tter ein Teil von den Wesen, die im Kreislauf der Wiedergeburten ihr Dasein fristen, sie k\u00f6nnen das Leiden der Menschen nicht verstehen \u2013 von daher sind sie f\u00fcr die Lehre Buddhas unwichtig. Der <em>Mahayana-Buddhismus<\/em> (der Buddhismus des \u201eGro\u00dfen Fahrzeugs\u201c) kann die religi\u00f6sen Traditionen der V\u00f6lker, in denen er Eingang gefunden hat, aufnehmen. G\u00f6tter und D\u00e4monen werden gef\u00fcrchtet und verehrt \u2013 aber vielfach in einer gebrochenen Form: das hei\u00dft, dass der Mensch und sein mitmenschliches Verhalten wie bei Buddha (Siddhartha Gautama) im Vordergrund steht, der Mensch aber in seiner Freude den G\u00f6ttern\/D\u00e4monen dankt, in seiner Not die G\u00f6tter\/D\u00e4monen um etwas bittet. Religi\u00f6se Traditionen und buddhistische Lehre (die in einer Vielzahl an Werken \u00fcber die Jahrhunderte hindurch ihren Niederschlag gefunden haben) werden miteinander verwoben \u2013 zum Teil so sehr, dass auch Buddha (Siddhartha Gautama) als Gottheit verehrt werden kann. Die Verehrung Buddhas als Gottheit ist jedoch spannungsreich. Manche Buddhisten sehen ihn als Gott an \u2013 andere jedoch als kosmisches Prinzip, als die alles umfassende Urseele des Daseins. Wenn eine Buddha-Figur gewaschen und geschm\u00fcckt wird, dann kann somit beides gemeint sein. Verehrung Buddhas als Gottheit und\/oder Einstimmen in die kosmische Lehre des Buddha.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>Begriffe zum Einpr\u00e4gen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-header-gradient-color\"><em>Polytheismus:<\/em>&nbsp;Glaube an viele G\u00f6tter und G\u00f6ttinnen (zum Beispiel Hinduismus, vielfach: Buddhismus)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-header-gradient-color\"><em>Monotheismus<\/em>: Glaube an einen Gott (zum Beispiel: Judentum, Christentum, Islam).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-header-gradient-color\"><em>Monolatrie\/Henotheismus<\/em>: Es gibt viele G\u00f6tter \u2013 aber wir glauben nur an einen Gott (zum Beispiel: das alte Judentum, das an die Existenz der G\u00f6tter der jeweiligen V\u00f6lker glaubte, aber nur dem einzig wahren Gott diente).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GOTT UND G\u00d6TTER IN DEN RELIGIONEN Eine Menge zum Thema wurde schon auf den voran gegangenen Seiten genannt. 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