{"id":759,"date":"2019-07-02T16:21:15","date_gmt":"2019-07-02T14:21:15","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=759"},"modified":"2022-07-28T15:41:55","modified_gmt":"2022-07-28T13:41:55","slug":"philosophie-gottesbeweis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/philosophie-gottesbeweis\/","title":{"rendered":"Philosophie &#8211; Gottesbeweis"},"content":{"rendered":"\n<p>(s. auch: <a href=\"https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/gottesbeweise\/\">https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/gottesbeweise\/<\/a> )<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">PHILOSOPHIE: GOTT ZUR SPRACHE GEBRACHT IM LEBEN EINES MENSCHEN<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>&nbsp;Gottesbilder \u2013 Gottesbeweise \u2013 Glauben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30005\"><strong>Eingangsfragen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wo begegnet Gott Menschen \/ uns im Alltag?<\/li><li>Wie begegnet Gott Menschen \/ uns im Alltag?<\/li><li>Wie beschreiben wir Gott, welchen Namen geben wir ihm?<\/li><li>Welche Sinne haben wir? Wof\u00fcr sind die jeweiligen Sinne zust\u00e4ndig? K\u00f6nnen Sinne mehr als Innerweltliches erfassen, als das, was f\u00fcr den Menschen lebenswichtig ist.<\/li><li>Welche Gottesbilder gibt es im Alten und Neuen Testament? Es gibt unterschiedlichste Gottesbilder: Sch\u00f6pfer, Hirte, Vater\u2026 &#8211; kennst Du weitere?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>1. Gottesbeweise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch versucht, Gott zu denken, seine Realit\u00e4t mit dem Verstand zu erfassen und entwickelte Gottesbeweise: Menschen versuchten das, was sie sehen, erfahren, glauben zu verstehen. Denn aus sich selbst heraus kann nichts entstehen \u2013 nun ist aber etwas. Und diese Macht, die dieses Etwas erm\u00f6glicht, verursacht, wird Gott genannt. Die Frage stellt sich: <em>Und wer hat Gott gemacht, woher kommt Gott?<\/em> Diese Frage wird so beantwortet: Jedes Wort hat eine Definition, eine ihm zugedachte Bedeutung. Die Bezeichnung \u201eGott\u201c hat die Bedeutung: Er war schon immer und hat alles erschaffen, er erh\u00e4lt und vollendet. Das k\u00f6nnen wir Menschen nicht denken \u2013 aber wir k\u00f6nnen im Grunde mit dem Verstand auch nicht erfassen, dass \u00fcberhaupt etwas ist. Wir k\u00f6nnen nicht erfassen, dass es Bewegung gibt, denn aus sich selbst heraus kann sich nichts bewegen, wir k\u00f6nnen nicht denken, dass Materie lebt, denkt, liebt, atmet\u2026 Im folgenden Abschnitt seien kurz einige Versuche, Gott zu \u201ebeweisen \u201c vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#24afeb\"><strong>Ontologischer Gottesbeweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gott ist das Seiende an sich \u2013 und das kann nur gedacht werden, wenn es das auch gibt, wenn dieses Seiende sich selbst denken l\u00e4sst \u2013 der Mensch, der nur das erfassen kann, was f\u00fcr ihn unmittelbar lebensnotwendig ist, was seine Sinne ihn erkennen lassen, ist \u00fcberfordert, von sich aus das Seiende schlechthin zu erkennen. Grundlage dieses Gottesbeweises: Philosophie, Denken, Sprache, Idee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#24afeb\"><strong>Kosmologischer Gottesbeweis<\/strong>&nbsp;gliedert sich in:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Kausalit\u00e4tsbeweis:<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Alles hat eine Ursache \u2013 irgendetwas\/irgendjemand muss die Welt verursacht haben: die anfangslose Ursache ist Gott.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Kontingenzbeweis:<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn etwas existiert, dann muss es etwas geben, das diese Existenz erm\u00f6glicht \u2013 und es muss au\u00dferhalb der erm\u00f6glichten Existenz stehen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Kinetischer Beweis:<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Materie, Raum, Zeit k\u00f6nnen sich nicht selbst begr\u00fcnden und ver\u00e4ndern \u2013 es muss etwas vorhanden sein, das diese Ver\u00e4nderungen verursacht. Gegenw\u00e4rtig wird dieser Beweis von den Menschen bevorzugt, die Folgendes sehen: die <strong>Naturkonstanten<\/strong> sind so fein aufeinander abgestimmt, dass Leben auf der Erde erst erm\u00f6glicht wird \u2013 nicht nur Leben auf der Erde wird erm\u00f6glicht, sondern auch Leben, das \u00fcber all das nachdenken und forschen kann. Eine minimalste Abweichung h\u00e4tte nie zum Leben gef\u00fchrt (z.B. Abstand der Erde von der Sonne \u2013 Bedeutung des gr\u00f6\u00dften Planeten Jupiter f\u00fcr das Leben auf der Erde, Achsenneigung der Erde, Mond\u2026).<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Teleologischer Gottesbeweis:<\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Jeder Plan hat einen Planer \u2013 das Universum muss geplant sein. Warum herrscht nicht \u2013 was wissenschaftlich klar w\u00e4re: Chaos, sondern warum herrscht Ordnung?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#24afeb\"><strong>Moralischer Gottesbeweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir verhalten uns nur sittlich, weil Gott uns das Gewissen gegeben hat \u2013 Gott ist die Triebfeder des Gewissens und der Sittlichkeit. Weiter gef\u00fchrt: Dass der egoistische Mensch (selbstlos!) lieben kann, dass er (auch gegen die These vom \u201cSurvivel of the Fittest\u201c) nach Gerechtigkeit strebt \u2013 und wenn er Liebe und Gerechtigkeit nicht \u00fcbt, ein schlechtes Gewissen hat (Ausnahmen best\u00e4tigen die Regel bzw. lassen sich kulturell hin und wieder abt\u00f6ten) \u2013 das weist auf Gott als liebenden und gerechten Sch\u00f6pfer des Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#24afeb\"><strong>&nbsp;Ethnologischer Gottesbeweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In allen Kulturen gibt es eine Gottesahnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#24afeb\"><strong>Eud\u00e4mologischer Gottesbeweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt immerw\u00e4hrende Sehnsucht nach Gl\u00fcck \u2013 es wird irdisch nie gestillt, es muss eine Erf\u00fcllung der Sehnsucht nach Gl\u00fcck geben = Gott. Entsprechend die Sehnsucht nach vollkommener Liebe, Gemeinschaft. Durch diese Sehnsucht lockt Gott den Menschen, sich Gemeinschaft f\u00f6rdernd, liebend zu verhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#24afeb\"><strong>Sinnfindung als Gottesbeweis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Normalerweise gibt sich der Mensch nicht damit zufrieden, einfach nur sein allt\u00e4gliches Leben zu leben: essen, schlafen, sich vermehren, sich wohlf\u00fchlen. Er sucht nach mehr, nach dem Sinn des Lebens. Ist die Frage nach dem Lebenssinn im Menschen von Gott angelegt worden, damit er nicht m\u00fcde wird, nach Gott zu fragen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>2. Glaube und Gottesbeweise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gegen alle Gottesbeweise gibt es Argumente. Gottesbeweise sind nur Glaubenden ein Beweis. Genauso: Gegenbeweise gegen Gott sind nur Atheisten ein Beweis, weil f\u00fcr Glaubende Gott real ist. Christlichen Glauben geht es von Anfang an nicht darum, Gott zu beweisen. Glaube bedeutet \u201eVertrauen\u201c \u2013 und ist ein Ausdruck der Beziehung (Gott als \u201eVater\u201c \u2013 ist im Gebet ansprechbar). Gottesbeweise ber\u00fccksichtigen auch immer die \u201eUnfassbarkeit\u201c Gottes. Von daher geht die Kritik an ihnen (\u201eSie sind ja keine Beweise!\u201c) immer ins Leere. Vielleicht ist die Bezeichnung \u201eGottes<em>beweis<\/em>\u201c auch Schuld an dem Missverst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort <strong>\u201eGlaube\u201c<\/strong> ist urspr\u00fcnglich ein Wort, das die christliche Religiosit\u00e4t definiert \u2013 eben als Vertrauen, trauen, \u00fcberzeugt sein, sicher erwarten. Andere Religionen definieren ihre Gottesbeziehung anders. Der Islam zum Beispiel als Unterwerfung, Hindus als \u201esich in das rechte Verh\u00e4ltnis zu den G\u00f6ttern setzen\u201c. Die alten Griechen sprechen von \u201eEhren\u201c, die alten \u00c4gypter von \u201eWissen\u201c. Das eigentlich f\u00fcr Christen reservierte Wort \u201eGlaube\u201c wurde dann auf alle Religionen \u00fcbertragen. So kann man dann vom Glauben der Muslime genauso sprechen wie vom Glauben der alten Griechen. Heute sagt man: \u201eGlauben\u201c ist nicht wissen. Damit wird Wahres und Falsches ausgesprochen. <strong>Glauben ist Vertrauen \u2013 weil Gott f\u00fcr Glaubende aber eine Wirklichkeit ist, ist es aus dieser Vertrauensperspektive gesehen auch Wissen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gott ist nicht mit dem Verstand und den Sinnen erfassbar. Nun versucht man in der Wissenschaft, <strong>Glauben als Gehirnaktivit\u00e4t <\/strong>sichtbar zu machen: Glaube ist, so die Interpretation, dem Gehirn entsprungen. Wenn der christliche Glaube bekennt, dass Gott f\u00fcr den Verstand nicht erfassbar ist, dann hei\u00dft das nicht, dass Gott sich dem Menschen au\u00dferhalb des menschlichen Gehirns zu erkennen gibt. Denn das ist unm\u00f6glich. Das Gehirn ist bekanntlich zumindest in unserem westlichen Denken das Zentrum s\u00e4mtlicher Erfahrungen, des Erfassens, somit auch des Glaubens. Das christliche Bekenntnis bedeutet nur, dass der Mensch nicht von sich aus Gott mit dem Verstand erfassen kann, nicht von sich aus glauben kann, sondern von Gott zum Glauben gerufen werden muss: Worte und Taten von Jesus rufen in seinem Verstand Vertrauen zu Gott hervor\u2026 Glauben ist somit nicht nur Gef\u00fchl. Christlicher Glaube betont von Anfang an beides: liebendes, vertrauendes Gef\u00fchl zu Gott \u2013 und gleichzeitig das Nachdenken \u00fcber alles, was mit Gott zu tun hat. Manchmal kann freilich das Gef\u00fchl \u00fcberwiegen, manchmal der Verstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>3. Bedeutung von Gottesbeweisen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u00dcber Gottesbeweise nachdenken, ist jedoch nicht sinnlos, denn sie f\u00fchren das Denken immer weiter. Wie kann man etwas, das eigentlich nicht beweisbar ist, dennoch beweisen? Das f\u00fchrt zu verstandesm\u00e4\u00dfigem Hochleistungssport, vergleichbar mit Fragen der Physik und Kosmologie. Das f\u00fchrt auch zu der Frage nach unserer Sprache: Was kann Sprache eigentlich leisten? Es f\u00fchrt dazu, sich selbst zu hinterfragen: Welches Vorverst\u00e4ndnis habe ich \u2013 kann ich als Mensch aus meinem Vorverst\u00e4ndnis herauskommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Gott kann man nicht beweisen. Man kann sich aber fragen: <strong>Was ist f\u00fcr mich plausibel?<\/strong> Kann es Weltentstehung aus dem Nichts geben? Kann es Zufall (kein wissenschaftlicher Begriff!) sein, dass die Welt und damit auch die Erde so sind wie sie sind? Kann Leben aus Materie entstanden sein \u2013 aus Zufall? Ist es wissenschaftlich denkbar, dass \u00e4u\u00dferst viele Komponenten auf einmal zusammengef\u00fcgt wurden, um im Mikrokosmos wie im Makrokosmos das entstehen zu lassen, was sichtbar vor Augen ist? (Z.B. die Zelle) Warum ist Natur \u2013 berechenbar, wird von einer mit Zahlen berechenbaren Ordnung bestimmt? Zu dem Thema siehe auch: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/gott-ist-gott-wohnt\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/gott-ist-gott-wohnt\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>4. Staunen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der griechische Philosoph Aristoteles sah Staunen als Beginn des Philosophierens, das bedeutete damals: als Beginn der Wissenschaft. Staunen angesichts der Sch\u00f6pfung, des Menschen, der Geschichte usw. \u00f6ffnet den Menschen \u2013 \u00f6ffnet ihn auch f\u00fcr Glauben, bzw. erst einmal f\u00fcr das Ahnen, dass es so was wie eine Macht, etwas G\u00f6ttliches gibt, etwas, das \u00fcber dem Menschen steht. Nach dem Staunen folgt f\u00fcr den Menschen das Interpretieren: Wie ordne ich das, wor\u00fcber ich gestaunt habe, ein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>5. Perspektiven, die Lebensereignisse einzuordnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ihr nennt es Schicksal \/ Wir nennen ihn Gott. \/ Ihr nennt es Gl\u00fcck gehabt, \/ wir nennen es vom Geist gef\u00fchrt. \/ Ihr nennt es Veranlagung \/ wir Geistes Gaben. \/ Ihr nennt es der M\u00fche Frucht, \/ wir Gottes Geschenk\u2026<\/em>&nbsp;(WF)<\/p>\n\n\n\n<p>Es kommt darauf an, wie ein Mensch sein Leben, das, was er sieht und erf\u00e4hrt, interpretiert: Eine Aneinanderreihung von Zuf\u00e4llen \u2013 eigenes K\u00f6nnen \u2013 Gl\u00fcck \u2013 Vorherbestimmt von \u2026? \u2013 oder: planvolles Wirken Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>6. Woher wissen Menschen von Gott? Stimme Gottes \u2013 Gott h\u00f6ren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#24afeb\"><strong>6a) Selbstvorstellung \u2013 Offenbarung Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gott offenbarte sich dem Abraham (1. Buch Mose \u2013 Genesis 12), indem er ihn aus seiner alten Religion herausrief. Gott beauftragte Moses (2. Mose 3,14 \u2013 Exodus \u2013), sein Volk zu befreien, zeigte sich in Machttaten, die er durch Moses ausf\u00fchrte und durch die Gebote; Gott begleitete sein Volk, indem er Propheten sein Wort in den Mund legte: Elia (1 K\u00f6nige 19); Propheten (z.B. Jeremia). Letztendlich wurde Gott in Jesus Christus Mensch. Heidenchristen verstehen durch Jesus: Wer seinen Worten und seinen Taten vertraut, der deutet die alttestamentlichen \u00dcberlieferungen als Gotteserfahrungen. F\u00fcr Judenchristen ist das anders: Sie glauben ihrer Tradition (Moses, Propheten, weisen Menschen) und erkennen darum in Jesus Christus den, der von Gott kam. Menschen bekennen\/bezeugen, dass sie Gott \u201egeh\u00f6rt\u201c haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#24afeb\"><strong>6b) Gottes Stimme heute h\u00f6ren, Gottes Wirken heute sehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde f\u00fchrt uns dieser Abschnitt wieder zum oben genannten Punkt: Es kommt darauf an, wie Erfahrungen, Erlebnisse, Ereignisse interpretiert werden. Die Sonne \u2013 wenn sie zu hell scheint \u2013 k\u00f6nnen wir nur sp\u00fcren oder sie in der Pf\u00fctze betrachten. Auch Gott ist vielfach nur indirekt zu sehen und zu sp\u00fcren: so in seinen Boten, im Glauben, im Denken \u2026 &#8211; das wird in dem Abschnitt \u00fcber &#8222;Spuren Gottes&#8220; vertieft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>7. Menschen handeln f\u00fcr andere Menschen durch Gottes Geist (den Heiligen Geist)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Christen sagen, dass Gott nicht allein der Sch\u00f6pfer ist, sondern dass er auch seine Sch\u00f6pfung erh\u00e4lt. Damit dann die Menschen sich nicht ganz ausl\u00f6schen, schenkt er ihnen von sich selbst: seinen Heiligen Geist. Und dieser Heilige Geist wird an all den Orten sichtbar, an denen Menschen einander helfen, das Leben gut zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30005\">Wichtige Texte in der Bibel: 2. Mose\/Exodus 20,4-5; 3,1-15; 5. Mose\/Deuteronomium 10,17-20; Verborgenheit Gottes: Psalm 22 und Markus 15,34; Jesus \u2013 Sohn Gottes: Mk 1,9-11; Joh 12,45, Philipperbrief 2,6-11<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>8. Zielf\u00fchrender Gottesbeweis<\/strong> <strong>&#8211; Glaubens-Anmerkungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist f\u00fcr den christlichen Glauben angemessen, \u00fcber Gott nachzudenken \u2013 und vielleicht auch den einen oder anderen Gottesbeweis f\u00fcr plausibel zu halten. Aber ein Gottesbeweis kann nie zu Gott f\u00fchren. Wenn er aus dem Glauben heraus kommt, ist er der Versuch, eben Gott auch rational zu erfassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was kann zu Gott f\u00fchren? Das <strong>Gebet<\/strong>: <em>Gott, wenn es dich gibt, dann zeige dich mir. Erm\u00f6gliche es mir, dich zu erkennen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem christlichen Glauben heraus gesehen, ist es Gott selbst, der mir das Erkennen seiner selbst erm\u00f6glichen muss. Es ist nicht der Mensch, der das von sich aus kann \u2013 und so kann auch vom christlichen Glauben aus gesehen, nicht verlangt werden, dass ein anderer glaubt. Er w\u00e4re damit eben etwas, das der Mensch tut, somit in der Sackgasse endet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Erm\u00f6gliche es mir, dich zu erkennen.<\/em>\u201e<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Bitte ist der Dreh und Angelpunkt. Denn es kann lange dauern, bis Gott mich so weit bereitet hat, dass ich ihn erkennen kann. Es kann vielleicht ein Leben lang dauern \u2013 wie lang es auch immer ist. Es kann sofort sein, dass ich bereit bin, ihn erkennen zu k\u00f6nnen. Von daher muss das Gebet die Grundmelodie meines Lebens werden, damit ich bereit bin, Gott erkennen zu k\u00f6nnen. Und wenn Gott sieht, dass ich bereit bin, dann gibt er sich mir auch zu erkennen. Wenn ich ihn glaubend erkennen kann, dann habe ich den wirklich angemessenen Gottesbeweis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#24afeb\"><strong>9. Aus dem Glauben heraus angemessenes Denken \u00fcber Gott<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht sagen: <br>Es gibt keinen Gott.<br>Denn viele Menschen wissen, dass es ihn gibt.<br>Und diese Menschen sind nicht alle Dummk\u00f6pfe.<br>Viele sind gro\u00dfe Denker (Philosophen), Naturwissenschaftler,<br>Politiker, K\u00fcnstler, viele sind ganz normale Menschen,<br>sie kennen Gott, nehmen seine Hilfe in Anspruch,<br>freuen sich \u00fcber ihn und folgen ihn in und mit ihrem Leben nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Sondern sagen:<br>Gott, wenn es dich gibt,<br>dann zeige dich mir bitte in meinem Leben.<br>Du hast dich so vielen Menschen zu erkennen gegeben \u2013<br>bitte auch mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir sagen:<br>Es gibt keinen Gott \u2013 und diese genannten Worte nicht sprechen,<br>dann verschlie\u00dfen wir uns selbst einer Wirklichkeit,<br>statt f\u00fcr alles, was es so gibt, offen zu sein.<br>Ein schlauer Mensch ist wie ein guter Forscher:<br>Beide wollen alles wissen und sagen nicht \u2013<br>bevor sie alles untersucht und erforscht haben -:<br>Das interessiert mich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Menschen sagen:<br>Es gibt so viele schlimme Dinge auf der Erde \u2013<br>also kann es keinen Gott geben.<br>Sie sagen: Ich habe f\u00fcr etwas gebetet und Gott hat nicht auf mich geh\u00f6rt \u2013<br>also kann es keinen Gott geben.<br>Manchmal werden sie dar\u00fcber traurig und \u00e4rgerlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Menschen sagen:<br>Es gibt so viele schlimme Dinge auf der Erde \u2013<br>darum wende ich mich Gott zu, er gibt mir Trost und Kraft, Schlimmes so gut es geht zu \u00e4ndern.<br>Sie sagen: Gott hat mein Gebet nicht erh\u00f6rt \u2013<br>muss ich also neu \u00fcber das nachdenken, was das eigentlich ist: Gebet?<br>Und sie werden froh, weil sie ahnen, wissen, Gott liebt sie dennoch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(s. auch: https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/gottesbeweise\/ ) PHILOSOPHIE: GOTT ZUR SPRACHE GEBRACHT IM LEBEN EINES MENSCHEN &nbsp;Gottesbilder \u2013 Gottesbeweise \u2013 Glauben Eingangsfragen Wo begegnet Gott Menschen \/ uns im Alltag? 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