{"id":692,"date":"2019-07-02T15:46:01","date_gmt":"2019-07-02T13:46:01","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=692"},"modified":"2026-10-07T09:24:30","modified_gmt":"2026-10-07T07:24:30","slug":"lehre-jesu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/lehre-jesu\/","title":{"rendered":"Lehre Jesu"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph\">LEHRE JESU<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>1. Grundz\u00fcge der Lehre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus lehrte den baldigen Anbruch der Gottesherrschaft \u2013 und mit ihr den Beginn des Schalom, das hei\u00dft: des Friedens, Wohlergehens, der Gemeinschaft\u2026 Er forderte Menschen dazu auf, umzukehren, ihr Leben neu auszurichten \u2013 also schon jetzt so zu leben, wie es dem Reich Gottes entspricht: das Leben zu \u00e4ndern, einander so zu begegnen, wie Gott den Menschen begegnet: in Liebe. Um diese Liebe Gottes zu unterstreichen, heilte er die Menschen, die ihn darum baten, nahm er Ausgesto\u00dfene in die Gemeinschaft auf, redete er in Gleichnissen und weisheitlichen Worten. Jesus hat aus seiner j\u00fcdischen Tradition heraus der Menschheit eine neue Sichtweise vermittelt: Gott liebt den Menschen, daraus folgt: Gott fordert den Menschen. Der Ma\u00dfstab, den Gott anlegt ist: Liebe \u2013 bis hin zur Feindesliebe, Gemeinschaft mit Gott und Menschen \u00fcber politische (Umgang auch mit r\u00f6mischen Soldaten), v\u00f6lkische (Einbeziehung der Heiden \u2013 freilich: Priorit\u00e4t liegt auf seinem Volk), religi\u00f6se (Juden-Heiden) Grenzen hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>2. Wunder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Siehe: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/wunder-jesu\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/wunder-jesu\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>3. Gleichnisse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Siehe: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/sprache-des-glaubens-gleichnisse\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/sprache-des-glaubens-gleichnisse\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>4. Streitgespr\u00e4che<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Anfang an wird christlicher Glaube von Diskussion und Argumentation bestimmt. Jesus musste seine Lehre mit Worten verteidigen, musste seinen Glauben werbend begr\u00fcnden. Das geschah in Gleichnissen, in Belehrungen seiner Nachfolgerinnen und Zuh\u00f6rer aber auch in Auseinandersetzungen mit theologischen und politischen Gegnern. Die Evangelien \u00fcberliefern Streitgespr\u00e4che, in denen es um Jesu Vollmacht \/ Legitimation geht, um bestimmte Aspekte seiner Lehre (Auferstehung), Annahme von S\u00fcndern und Kindern, Ehescheidung, seine Stellung zum j\u00fcdischen Gesetz und den Steuern (Mk 3 + 10-12). Vielfach reagiert er \u00fcberraschend auf die Angriffe mit Gleichnissen, in denen er seine Sicht darlegt und dazu einl\u00e4dt, seine Sicht anzunehmen. Er reagiert mit Gegenfragen, Pointen, die den Gegnern einen Spiegel vorhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>5. Gottesbild<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gottesbild Jesu ist bestimmt davon, dass Gott als derjenige gelebt und gelehrt wird, der sich dem Menschen liebevoll und im Alltag zuwendet. Gott ist nicht allein der Gott, der in der Vergangenheit am j\u00fcdischen Volk gehandelt hat, sondern derjenige, der jetzt an den Menschen handeln will und handelt. Ihm muss sich der Mensch vertrauensvoll zuordnen. Gott wird ihn nicht vor Vernichtung bewahren \u2013 aber er wird ihn durch das Sterben hindurch tragen in sein Reich. Er ist der Vergebende und der Fordernde. Jesus redet ihn als Abba (Vater besser: V\u00e4terchen \/ Papa &#8211; aber eben nicht einfach so platt, sondern respektvoll, wie es seiner zeit entsprach) an, signalisiert damit eine gro\u00dfe N\u00e4he zu Gott \u2013 und fordert seine Anh\u00e4nger dazu auf, Gott ebenso als Abba, Vater, anzureden \u2013 damit erweisen sie sich als Kinder Gottes, als Familie Gottes. Gott ist auch der Fordernde. Der Mensch, der sich von Gott geliebt wei\u00df, wird aufgefordert, andere zu lieben, vergebend und Gemeinschaft f\u00f6rdernd zu leben, denn Gott wird ihn zur Rechenschaft ziehen (Gerichtsgleichnisse). Und ein solches Leben richtet sich nicht an weltlichen Autorit\u00e4ten aus, an politischen Gruppen, die ihre Systeme errichten, sondern allein Gott ist es, dem sie gehorchen und auch geh\u00f6ren. Von daher ist der Gottesglaube nicht quietistisch, also sich sklavisch unterordnend, sondern schenkt Freiheit. Gott ist als Liebender auch gerecht. Jesus steht mit dem Gottesbild in seiner j\u00fcdischen Tradition (Gott ist der Sch\u00f6pfer, der Befreier, der Gesetzgeber, der Bewahrer, der geschichtlich Handelnde) \u2013 er weist Glaubende aber \u00fcber das j\u00fcdische Volk hinaus: Gott nimmt alle an, die sich von ihm ansprechen lassen, nicht nur fromme Menschen seines Volkes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wesentliche Aspekte des Gottesbildes Jesu finden wir im Vater-Unser (Mt 6,9-13): Gott ist der Erhabene, Souver\u00e4ne, gerade dadurch, dass er der &#8222;Abba&#8220; ist, wird sein Name geheiligt; er ist m\u00e4chtig, seine Herrschaft aufzurichten und seinen Willen geschehen zu lassen. Dem schlie\u00dfen sich Bitten an, denn Menschen, die ihm folgen, brauchen sich nicht zu sorgen, wenn sie sich das Notwendigste gen\u00fcgen lassen: Nahrung zum Leben, Vergebung zur inneren St\u00e4rkung \u2013 damit Menschen sich nicht von der Vergangenheit unterkriegen lassen; aber auch von Gott befreit Gemeinschaftsf\u00e4hig werden (&#8222;wie auch wir vergeben denen, die an uns schuldig geworden sind&#8220;). Nicht zu verstehen ist die Aussage: F\u00fchre uns nicht in Versuchung. Sie hat keinen Anhaltspunkt an dem, was uns sonst von der Lehre Jesu bekannt ist. Ich verstehe sie so: Glaubende stehen unter der Macht Gottes, des &#8222;Abba&#8220;, nicht unter b\u00f6sartigen M\u00e4chten, welcher Art auch immer. Und das ist auch das, was das gesamte Gebet erkennen l\u00e4sst: Die Betenden stehen unter Gottes Herrschaft und Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gottesbild Jesu wird nicht bestimmt von einem Gef\u00fchl allein, sondern Gott lieben bedeutet: handeln. Gott stiftet Gemeinschaft zwischen sich und den Menschen \u2013 die Menschen greifen das auf und bilden eine Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Von daher kann er das Doppelgebot der Liebe formulieren: Liebe Gott und deinen N\u00e4chsten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>6. Einzelne Themen unter Ber\u00fccksichtigung der Forschung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>6.1. Reich Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus k\u00fcndigt das Kommen Gottes an. Gott wird sein Reich, seine Herrschaft (Basileia) errichten. Es wird eine Zeit des Schalom sein, eine Zeit, in der der Mensch sich rundum wohl f\u00fchlt: Eine Zeit umfassenden inneren und \u00e4u\u00dferen Friedens. In der Forschung wurden unterschiedliche Ans\u00e4tze herausgearbeitet:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Jesus spricht vom kommenden Reich Gottes: Die Gottesherrschaft wird in der nahen Zukunft kommen \u2013 es ist die traditionelle apokalyptische Vorstellung: Gott wird kommen und der ungerechten Welt ein Ende bereiten \u2013 er wird seine Gerechtigkeit durchsetzen. Die Benachteiligten werden Recht bekommen (vgl. Seligpreisungen Mt 5).<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus spricht von der gegenw\u00e4rtigen Herrschaft Gottes, die in ihm schon angebrochen ist bzw. im liebenden Handeln des Menschen schon vorweggenommen wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus spricht vom sich realisierenden Reich Gottes. Menschen handeln schon im Geist der Gottesherrschaft damit es durch sie, den Menschen, herbeigef\u00fchrt wird. Das ist jedoch eine ideologische Interpretation: Es liegt am Menschen die gute Zukunft herbeizuf\u00fchren. Sie ist jedoch kaum jesuanisch, sondern in einer Zeit entwickelt worden, als andere Ideologien die Hirne besch\u00e4ftigten (Nationalismus, Kommunismus, Liberalismus).<\/li>\n\n\n\n<li>Grunds\u00e4tzlich: Jesus spricht in einer dialektischen Form: Das Reich Gottes ist noch nicht da \u2013 es ist schon da. Gegenwart und Zukunft sind miteinander verzahnt: In der Gegenwart soll das realisiert werden, was man von der Zukunft Gottes erwartet. Und Jesus erwartet vom Reich Gottes nicht nur die Vervollkommnung oder Begl\u00fcckung des Individuums, sondern Gemeinschaft der Menschen. Und darum wirkt er auch Gemeinschaft f\u00f6rdernd: vergeben, teilen, einander annehmen, heilen, Raum lassen\u2026 Eschatologie bedeutet: Lehre \u00fcber die letzten Dinge, \u00fcber das, was am Ende der Zeit kommen wird. Jesus verk\u00fcndigt, dass die soziale Herrschaft Gottes am Ende der Zeit kommen wird \u2013 und indem er jetzt lebt, was kommen wird, hat diese Endzeit schon begonnen. Als Merksatz: Die Herrschaft Gottes ist in Jesus und im von Gott bestimmten Handeln der Menschen schon da (Lk 11,20) \u2013 gleichzeitig ist es noch nicht da, weil es von Gott vollendet werden muss: &#8222;Schon \u2013 noch nicht&#8220;.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt, l\u00e4sst sich somit nur in Form von Gleichnissen ansagen. Jesus definiert nicht \u201eReich Gottes\u201c sondern spricht es zu. Die Verwendung der Wortkombination Reich \/ Herrschaft Gottes entspricht gleichnishaftem, metaphorischem Sprechen.<\/li>\n\n\n\n<li>Jesus versucht nicht allein durch Wunder Menschen zu heilen, sondern weiter gefasst auch durch seine Lehre und mit Hilfe seiner Gleichnisse.<\/li>\n\n\n\n<li>Man wunderte sich, warum die fr\u00fchen Christen noch an Jesus festgehalten haben, nachdem sie bemerkten, dass das als nahe verk\u00fcndigte Reich Gottes ausgeblieben ist. Das hat verschiedene Gr\u00fcnde. Jesus erwies sich als der Auferstandene, damit wird aus dem Verk\u00fcndiger des kommenden Reiches Gottes der anwesende Sohn Gottes, der Herr \u2013 und dieser wirkt in seiner Gemeinde so, wie es dem Reich Gottes entspricht.<\/li>\n\n\n\n<li>Mancher reiche und angesehene Philosoph der alten Zeit lehrte als Lebensziel und Lebenssinn das Streben nach Gl\u00fcck. Jesus lehrte, nach der Gottesherrschaft zu streben \u2013 das beinhaltet: soziales Miteinander.<\/li>\n\n\n\n<li>Dazu s. auch: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/reich-gottes-ethik\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/reich-gottes-ethik\/<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>6.2 Ethik \/ Moral<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ethik bedeutet die Lehre f\u00fcr ein gelingendes Leben. Der Begriff &#8222;Ethik&#8220; beinhaltet, dass jemand die Lehre ausf\u00fchrlich darstellt, von allen Seiten beleuchtet. Wieweit Jesus das gemacht hat, ist unbekannt. Bekannt sind nur &#8222;Splitter&#8220; seiner Moralvorstellung. Das Wort &#8222;Splitter&#8220; verwende ich extra, weil diese Moralvorstellung schmerzhaft ist, herausfordernd ist.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wesentliche Aspekte der Ethik \/ Moral Jesu finden wir in der Bergpredigt. Die <em>Bergpredigt<\/em> (Matth\u00e4us 5-7) stammt nicht von Jesus, sondern wurde von Matth\u00e4us aus Worten, Lehren Jesu zusammengestellt. Die Version im Lukasevangelium (6,17-49) wird &#8222;Feldrede&#8220; genannt. Die Bergpredigt beinhaltet zentrale ethische Ans\u00e4tze Jesu:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Matth\u00e4us nennt in der Bergpredigt sechs Antithesen, in denen er Worte Jesu traditionellen Ansichten entgegenstellt \u2013 zum Teil in rigorosen S\u00e4tzen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1. Es ist besser, sich zu vers\u00f6hnen als dass Gott Opfer gebracht werden \u2013 ein Opfer ohne Vers\u00f6hnung ist nicht recht (nicht z\u00fcrnen und beschimpfen). Kurz: Die Vers\u00f6hnung mit Menschen ist wichtiger als Gott ein Opfer darzubringen. Das ist f\u00fcr die damalige Zeit unerh\u00f6rt. Nicht erst Mord wird von Gott verurteilt, sondern schon der Gemeinschaft zerst\u00f6rende Zorn.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2.\/3. Ein Mensch, der verkr\u00fcppelt ist, wird von Gott eher angenommen als einer, der mit Blicken eine Frau entw\u00fcrdigt hat (nicht ehebrechen), wer seine Frau wegschickt und ihr somit die Zukunft nimmt, ist Ehebrecher (nicht Ehe scheiden). Das ist insofern ein heftiger Satz, weil k\u00f6rperlich versehrte Menschen verachtet und benachteiligt wurden. F\u00fcr Jesus ist nicht die Vollkommenheit des K\u00f6rpers wichtig, sondern die Gesinnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4. Das Wort, das der Mensch spricht, soll vertrauensw\u00fcrdig sein (nicht schw\u00f6ren). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Statt an seinem Besitz zu h\u00e4ngen, soll man mehr abgeben, als erbeten wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Der Feind ist zu lieben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die Antithesen hinaus: Jesus will, dass man gibt, dass man seine Freiz\u00fcgigkeit aber nicht hinausposaunt, er will, dass Menschen sich um das Wesentliche k\u00fcmmern. Wesentlich ist nicht Besitz. Wesentlich ist, dass Menschen einander vergeben und nicht richten. Kurz: Es geht darum, Gottes Willen zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammengefasst geht es darum: Gott will, dass Menschen einander lieben (keine gef\u00fchlige Angelegenheit, sondern aktive Zuwendung). Lieben bedeutet: einander Schuld vergeben, einander unterst\u00fctzen, das Leben zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ethik wird auch als <em>Reich-Gottes-Ethik<\/em> bezeichnet, weil es darum geht, die Zukunft, die Gott zum Wohl des Menschen herbeif\u00fchren wird, jetzt schon vorwegzunehmen. Sie wird als <em>Interimsethik<\/em> bezeichnet: In der kurzen Zeit, in der die Welt noch bestehen wird, kann man entsprechend rigoros handeln. Die Ethik ist nicht eindeutig zu fassen: Sie ist eine Art <em>Gesinnungsethik<\/em>: Es kommt auf die innere Einstellung an, die vom Tun des Willens Gottes bestimmt ist \u2013 das hei\u00dft auch: sie ist somit eine Art <em>Gehorsams-Ethik<\/em>, die von der Situation bestimmt wird, somit auch <em>Verantwortungs-Ethik<\/em>. Das, was Liebe tun konkret bedeutet, ist in der jeweiligen Situation verantwortlich zu entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu dem Thema Tierethik s.&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/tier-ethik\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/tier-ethik\/<\/a> Siehe auch: Zu diesem Gesamtkomplex siehe auch: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/fremde-bei-juden-und-christen\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/fremde-bei-juden-und-christen\/<\/a> und: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/jesus-und-gewaltlosigkeit\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/jesus-und-gewaltlosigkeit\/<\/a> und: Zur Ethik siehe:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/jesus-und-ethik\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/jesus-und-ethik\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>6.3 Passion Jesu: Leiden + Kreuzigung + Rechtfertigungslehre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der <em>Passionsgeschichte<\/em> greift Markus \u00e4ltere Traditionen auf. Sie beginnt mit dem Einzug Jesu in Jerusalem und endet mit seiner Grablegung. Immer wieder wird im Markusevangelium auf den gewaltsamen Tod Jesu hingewiesen. Denn nicht an den Wundern, seinem \u201eherrlichen Tun\u201c ist Jesus als Sohn Gottes erkennbar, sondern an seinem Kreuzestod (<em>Messiasgeheimnis<\/em>). Als Gegner erweisen sich im Wesentlichen der Hohepriester und die Schriftgelehrten. Sie wollen Jesus aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden \u2013 wegen Gottesl\u00e4sterung: \u00dcbertretung von Geboten \u2013 hinrichten. Dazu kommt, dass Jesus als Nachkomme Davids als politischer Aufr\u00fchrer angesehen werden konnte. Darum lag es auch im Interesse der r\u00f6mischen Besatzungsmacht, Jesus hinzurichten (<em>Inschrift am Kreuz: INRI: Jesus von Nazareth K\u00f6nig der Juden \/ wenn man das auf hebr\u00e4isch liest, dann kommt JHWH heraus, also Jahwe, worauf Schalom Ben-Chorin hingewiesen hat:&nbsp;<\/em><strong><em>J<\/em><\/strong><em>eschua&nbsp;<\/em><strong><em>H<\/em><\/strong><em>a-Nozri&nbsp;<\/em><strong><em>W<\/em><\/strong><em>e-Melech&nbsp;<\/em><strong><em>H<\/em><\/strong><em>a-Jehudim \u2013 was verdeutlicht, warum die F\u00fchrer dagegen Einspruch erhoben haben [Joh 19,21]<\/em>, so Schalom Ben Chorin). Er wurde also aus religi\u00f6sen + politischen Gr\u00fcnden hingerichtet. Jesus selbst ahnte seine Hinrichtung, k\u00fcndete sie seinen J\u00fcngern an, unter anderem in den so genannten Abendmahlsworten (dies ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird; nehmt hin und trinkt, mein Blut f\u00fcr euch vergossen). Er betete jedoch im Garten Gethsemane angstvoll um Befreiung von diesem Tod, stimmte letztlich jedoch in Gottes Willen ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wesentlicher Unterschied in der Passions-Darstellung der Evangelisten sind <em>die \u00fcberlieferten letzten 7 Worte Jesu am Kreuz<\/em>. W\u00e4hrend Jesus laut Markusevangelium sagt: \u201e<em>Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?<\/em>\u201c sagt Jesus laut Lukasevangelium: \u201e<em>Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun\u201c&nbsp;<\/em>und \u201e<em>Vater, in deine H\u00e4nde befehle ich meinen Geist\u201c<\/em>. Ebenso lesen wir im Lukasevangelium, dass Jesus zu einem Mitgekreuzigten sagt: \u201e<em>Heute wirst du mit mir im Paradies sein<\/em>&#8222;. Und Johannes berichtet, dass Jesus zu Maria sagt:&nbsp;<em>Johannes \u2013 dein Sohn<\/em>; zu Johannes:&nbsp;<em>Maria \u2013 deine Mutter<\/em>&nbsp;und: \u201e<em>Mich d\u00fcrstet\u201c<\/em>&nbsp;und: \u201e<em>Es ist vollbracht.\u201c<\/em>&nbsp;W\u00e4hrend Markus die Verlassenheit Jesu hervorhebt, fasst Lukas \u2013 ganz im Stil der Historiker seiner Zeit \u2013 das Wirken Jesu in diesen letzten Worten zusammen. Schwer ist die johanneische Version mit einem Satz zu interpretieren. Wesentlich ist: Er hat getan, was er tun sollte: Gottes Herrlichkeit den Menschen offenbaren (1). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Auferstehung Jesu wurde gefragt: Wie konnte es sein, dass der Sohn Gottes diesen schlimmen Tod sterben musste? Gott kann nicht sterben, der Sohn Gottes wurde nicht vor dem sch\u00e4ndlichen Leiden bewahrt, von Gott besch\u00fctzt. Weil der Tod Jesu in den Kontext des Passafestes fiel (Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in \u00c4gypten) konnte man ihn leichter als Befreiung von der Sklaverei der S\u00fcnde deuten: Weil Jesus als Mensch Gottes den Opfertod starb, wurde (a) Gott mit den Menschen vers\u00f6hnt (Opfer: S\u00fchnetod) und (b) der Mensch wurde mit Gott vers\u00f6hnt. Dadurch wurde der Mensch befreit \u2013 klassisch als <em>Rechtfertigungslehre<\/em> bezeichnet: Der Mensch kann sich vor Gott nie rechtfertigen, er ist S\u00fcnder schlechthin. Gott selbst rechtfertigt den Menschen = Gott macht den Menschen durch den Tod Jesu gerecht. (Das war vor allem auch die Intention der Theologie des Paulus, die Neuentdeckung Luthers ca. 1500 Jahre sp\u00e4ter.) Es wird also gefragt: Warum starb Jesus? Die Antwort: F\u00fcr uns! F\u00fcr uns Menschen. Also nicht zum Selbstzweck, nicht als Ungl\u00fcck in der Geschichte \u2013 sondern zum Nutzen f\u00fcr die Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heutige Schwerpunkte der Interpretation, die dar\u00fcber hinausgehen: Jesus lebte die Liebe Gottes bis zur letzten Konsequenz; das Kreuz zeigt (mit Blick auf die Auferstehung): Wenn der Mensch sich von Gott verlassen f\u00fchlt \u2013 ist Gott dennoch nah, in der Gottverlassenheit kann der Mensch Gott begegnen. Kritik am Kreuz finden wir zum Beispiel beim Philosophen Nietzsche: Es bedeute aus seiner Sicht Lebensverneinung, Schw\u00e4che. Und heute f\u00fchlen sich manche Atheisten durch Kreuze provoziert. Manche meinen, Jesus sei nur Scheintod gewesen. Und Mohammed hat auch nicht vertragen, dass &#8222;der Prophet&#8220; Jesus am Kreuz gestorben ist. Er spricht darum von einem Stellvertreter Jesu am Kreuz (Koran Sure 4,157).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(1) Dazu siehe:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/sieben-worte-jesu-am-kreuz\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/gott\/sieben-worte-jesu-am-kreuz\/<\/a>&nbsp;)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>6.4 Auferstehung \u2013 Hoheitstitel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dieser Fragestellung wird die Christologie besonders betont, das hei\u00dft die \u201eLehre von \/ \u00fcber Jesus Christus\u201c. Jesus Christus wird nicht allein als Mensch (Jesus) wirksam, sondern als derjenige, der als Auferstandener (Christus) geglaubt wird und wirkt. Denn mit der Erfahrung Jesu als Auferstandener begann etwas ganz Neues. (1)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Evangelien berichten von der Auferstehung Jesu bzw. der Auferweckung Jesu durch Gott. Die Berichte haben unterschiedliche Intentionen: (a) Leeres Grab; (b) Deutung des Leeren Grabes durch Engel \/ Jesus selbst; (c) Erscheinungen Jesu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ereignis wird bis in die Gegenwart unterschiedlich interpretiert. W\u00e4hrend manche die Auferstehung als Fiktion, deuten, als Selbstbetrug bzw. Betrug, als Gruppenvision \/ -audition oder die Scheintodhypothese vertreten, erkennen andere, dass eine besondere Erfahrung der ersten Gemeinde zugrunde liegt.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Besonderheit der Erfahrung wird dadurch unterstrichen, dass Jesus besonders transparent gezeichnet wird: Er wird nicht erkannt \u2013 und gleichzeitig erkannt, er geht durch W\u00e4nde \u2013 l\u00e4sst sich aber ber\u00fchren usw.<\/li>\n\n\n\n<li>Historisch gesehen muss irgendetwas geschehen sein, dass die verschreckten Anh\u00e4nger Jesu zu mutigen Verk\u00fcndigern machte.<\/li>\n\n\n\n<li>Dar\u00fcber hinaus ist eine Frau die erste Zeugin (Maria Magdalena), was gegen eine Erfindung spricht. Das war zu peinlich in der damaligen Zeit und nicht werbewirksam. W\u00e4re es ein Phantasiekonstrukt, w\u00e4ren M\u00e4nner als Erstzeugen genannt worden. In den Evangelien wird ja nachtr\u00e4glich versucht, die M\u00e4nner Petrus bzw. Johannes als Zeugen hervorzuheben \u2013 ebenso durch Paulus.<\/li>\n\n\n\n<li>Auff\u00e4llig ist auch, dass wir aus der Zeit der fr\u00fchen Christenheit keine Grabes-Verehrung kennen, keine Pilgerwege zum Grab des gestorbenen Jesus. Das hei\u00dft, dass er von den Herrschern irgendwo an einem unbekannten Ort in einem Massengrab verscharrt wurde (das w\u00e4re die rationale Interpretation) \u2013 oder das hei\u00dft, dass es kein Grab gab (das w\u00e4re die Glaubens-Interpretation, wenn nicht die Scheintod-Hypothese vertreten wird). Es wird auch gesagt, dass die Botschaft von der Auferstehung jegliche Grabesverehrung \u00fcberstrahlte. (Andere meinen, die Verk\u00fcndigung des leeren Grabes sei erst durch Markus eingef\u00fchrt worden. Darum sagen die Frauen laut Markus nichts weiter. Da aber keine Verehrung des Grabes Jesu bekannt ist, ist diese r\u00e4tselhafte Stelle im Zusammenhang mit dem insgesamt eigenartigen Schluss des Markusevangeliums wohl anders zu deuten.)<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\"><strong>Folgen der Erfahrung der Auferstehung \/ Auferweckung Jesu:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Die Bedeutung f\u00fcr die Beurteilung Jesu: <strong>Hoheitstitel <\/strong>(2)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend Jesus zur Zeit seines irdischen Lebens als&nbsp;<em>Rabbi \/ Lehre<\/em>r angeredet werden konnte, m\u00f6glicherweise auch als&nbsp;<em>Sohn Davids<\/em>, wurde er nach der Auferstehungserfahrung als&nbsp;<em>Messias \/ Christus<\/em>&nbsp;bezeichnet. Das hei\u00dft: Als von Gott Gesalbter. Damit wird eine j\u00fcdische Vorstellung aufgenommen: Juden erwarteten den gesalbten (K\u00f6nig) Gottes, der Gottes Herrschaft aufrichten wird. Entsprechend ist er als der von Gott Gesandte der&nbsp;<em>Herr \/ Kyrios<\/em>, dem der Mensch sich unterwirft. Jesus wird auch als&nbsp;<em>Sohn Gottes<\/em>&nbsp;bezeichnet, das hei\u00dft, er wurde nach seiner Auferstehung zum Sohn Gottes erh\u00f6ht (Paulus), oder war \u2013 nach anderer Vorstellung, Lukas \u2013 schon zu Beginn seines Lebens \u201eSohn Gottes\u201c bzw. wurde es durch die Taufe (Markus). Die Bezeichnung Jesu als Sohn Gottes kann im einzigartigen Verh\u00e4ltnis Jesu zu Gott begr\u00fcndet liegen: Er spricht Gott als Abba \/ Vater an und handelt an Gottes Stelle mit den Menschen (S\u00fcndenvergebung, Wunder). Jesus wird als&nbsp;<em>Erl\u00f6ser, Retter, Heiland (Sot\u00e4r)<\/em> bezeichnet, weil in ihm die F\u00fclle Gottes in seiner Liebe zu den Menschen erfahren wurde. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus selbst hat sich h\u00f6chst wahrscheinlich als&nbsp;<em>Menschensohn<\/em>&nbsp;bezeichnet. Der Grund ist nicht eindeutig. M\u00f6glich ist, dass er sich als den von Gott Gesandten gesehen hat, der Recht und Gerechtigkeit unter den Menschen herstellen sollte (wie in der Apokalyptik: Daniel, Buch Henoch) \u2013 das trifft auf Worte zu, die vom kommenden Menschensohn sprechen. Aber er spricht auch vom leidenden Menschensohn und vom gegenw\u00e4rtig handelnden Menschensohn, was die apokalyptische Vorstellung sprengt. Es kann auch einfach bedeuten: Mensch. Also: Dieser Mensch ist gekommen&#8230; = Ich bin gekommen. Jesus war r\u00e4tselhaft, er lie\u00df offen, wer er war. Und wenn er es nicht offen lie\u00df, wie das Johannesevangelium sagt, dann haben die J\u00fcnger es nicht verstanden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich Jesus nicht in eine begriffliche Schublade stecken lassen wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Erfahrung Jesu als Auferstandener machten sich die Menschen Gedanken: Wer war dieser? Wie kann das sein, dass er auferweckt wurde, dass er solche Taten tun und solche Worte sprechen konnte? Christen sprachen in hymnischen Texten (Christushymnen) von ihm als&nbsp;<em>Pr\u00e4existenten<\/em>: Er ist schon immer gewesen (Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott), er hat Anteil an der Sch\u00f6pfung \u2013 ist&nbsp;<em>Sch\u00f6pfungsmittler<\/em>&nbsp;(alles ist durch das Wort geworden), er wurde Mensch, von Menschen abgelehnt, starb am Kreuz f\u00fcr den Menschen, ging wieder zur\u00fcck in die Herrlichkeit Gottes. (Dieses wird in hymnischen Texten bekannt: Johannesevangelium 1 und Philipperbrief 2, ebenso im Epheser- und Kolosserbrief). In den Hymnen finden wir eine \u201e<em>Christologie von oben<\/em>\u201c \u2013 das hei\u00dft, es wird die g\u00f6ttliche Herkunft Jesu betont \u2013 daneben finden wir die \u201e<em>Christologie von unten<\/em>\u201c \u2013 das hei\u00dft das Menschsein Jesu wird betont.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Die <strong>Bedeutung f\u00fcr den Glaubenden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Auferweckung des Menschen, das hei\u00dft dessen ewiges Leben (1Korinther 15),<\/li>\n\n\n\n<li>Auswirkungen auf sein Handeln: auferstehen zu einem gerechten und liebenden Handeln gegen eine Kultur des Todes (f\u00fcr Menschenrechte\u2026)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(1) Dazu s. auch:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/auferstehung\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/auferstehung\/<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(2) Siehe:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/hoheitstitel\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/hoheitstitel\/<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(3) Siehe: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/auferstehung-jesu\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/auferstehung-jesu\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>6.5 Nachfolge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Siehe: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/jesus-christus-nachfolgen\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/jesus-christus-nachfolgen\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>7. Jesus als Ebenbild Gottes<\/strong> <strong>&#8211; der Geist Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus wird von Christen als Ebenbild Gottes angesehen \u2013 weiter gef\u00fchrt: als der, der uns Gott zu erkennen gibt. In Jesus sehen wir Gott. Wir Menschen sind allesamt Ebenbild Gottes &#8211; aber durch die S\u00fcnde verzerrtes Ebenbild Gottes. Jesus war es nicht verzerrt, sondern rein. Man muss aber bedenken: Jesus war Mensch. Als Mensch ist er nicht der, der die F\u00fclle Gottes vertritt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Retrospektive der Auferstehung und der Geistgabe erkennen Christen in Jesus Christus die F\u00fclle Gottes: Durch den Geist Gottes allein kann die F\u00fclle Gottes erkannt werden \u2013 allerdings f\u00fcr uns Menschen durch unser individuelles Menschsein begrenzt. Ohne den Geist Gottes sieht man nur den Menschen Jesus, den Menschen, der in seiner Zeit gelebt hat, der bevorzugt auf die Fragestellungen seiner Zeit eingegangen ist, so eingegangen ist, dass die Menschen seiner Zeit ihn verstehen konnten \u2013 oder eben auch nicht: Es ist zu ber\u00fccksichtigen, dass wir in den Evangelien schon die Klage h\u00f6ren, dass die J\u00fcnger und die Zuh\u00f6rer Jesus nicht richtig verstanden haben. Auch der Apostel Paulus bekennt, dass Gott nur verzerrt erkannt wird \u2013 aber die Glaubenden werden Gott erkennen, wie sie jetzt schon von Gott erkannt sind: unverzerrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LEHRE JESU 1. Grundz\u00fcge der Lehre Jesus lehrte den baldigen Anbruch der Gottesherrschaft \u2013 und mit ihr den Beginn des Schalom, das hei\u00dft: des Friedens, Wohlergehens, der Gemeinschaft\u2026 Er forderte Menschen dazu auf, umzukehren, ihr Leben neu auszurichten \u2013 also schon jetzt so zu leben, wie es dem Reich Gottes [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":46,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-692","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/692","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=692"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/692\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4726,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/692\/revisions\/4726"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/46"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=692"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}