{"id":656,"date":"2019-07-02T11:32:46","date_gmt":"2019-07-02T09:32:46","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=656"},"modified":"2019-07-31T10:26:23","modified_gmt":"2019-07-31T08:26:23","slug":"kirche-auf-abwegen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/kirche-auf-abwegen\/","title":{"rendered":"Kirche auf Abwegen"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-medium-font-size\">KIRCHE AUF IRRWEGEN \/ ABWEGEN<\/p>\n\n\n\n<p>Kirchengeschichte ist engstens mit der allgemeinen menschlichen Geschichte verkn\u00fcpft. Kirchenmenschen versuchen sich genau so durchzusetzen wie andere Menschen auch. Sie versuchen, das Leben zu erhalten, machtpolitisch aktiv zu sein \u2013 und immer auch mit Blick auf ihre eigene Zeit, Geschichte, Gesellschaft. In diese Geschichte hinein gibt es immer wieder Menschen, die vom Evangelium, von der Botschaft Jesu angesteckt Neues wagen: Menschlichkeit, Liebe, Freiheit, Treue, Gebundenheit, Freude. Hierin handelt es sich, trotz aller Gebundenheit an ihre jeweiligen Zeit, um Lichtblicke, die die Menschheit weiterf\u00fchren k\u00f6nnen, ihr Wegweisung geben. Diese Menschen sind es, die zeigen, dass Gott seine Menschenwelt nicht allein l\u00e4sst. Ein paar Beispiele wurden unter dem Abschnitt: \u201eVorbilder\u201c genannt. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber neben diesen, gibt es eine sehr enge Verflechtung vom Christentum mit den macht- und gesellschaftspolitischen Belangen ihrer jeweiligen Zeit. Dazu geh\u00f6ren die folgenden Themen. Dazu ist jedoch zu sagen, dass diese nicht auf dem Christentum basieren, im Gegenteil, sie geh\u00f6ren zum allgemeinen Paket, das die Menschheit mit sich herumschleppt. Dennoch: Christen haben insofern Schuld auf sich geladen, weil sie nicht mutig genug gegen solche Ausw\u00fcchse angek\u00e4mpft haben, ja, sie manchmal sogar als Schuld gar nicht erkannt haben. Freilich machen solche Anschuldigungen auch bescheiden: Wo erkennen wir heute nicht unsere ung\u00f6ttlichen Verflechtungen?<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-background has-background-color-background-color\"><strong>1. Sklaverei<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcsste nicht, dass ein einziges m\u00e4chtigeres Volk ohne Sklaverei bzw. Sklavenhandel ausgekommen ist: R\u00f6mer und Wikinger waren dabei, wie schwarzafrikanische Herrscher, s\u00fcdamerikanische V\u00f6lker ebenso. Aber gerade die Sklaverei zeigt, was f\u00fcr eine Schande auch Staaten auf sich geladen haben, die sich dem christlichen Glauben verbunden wussten \u2013 bis hin zu P\u00e4psten, die Versklavungen von Nichtchristen duldeten und begr\u00fcndeten. (Italien selbst war ja zum Teil ein Gebiet, aus dem muslimische Herrscher ihre Sklaven holten.) Es war dann haupts\u00e4chlich jedoch nicht die christliche Religion, sondern der neue Gott, der Sklavenhaltung forderte: die Produktion, der Kapitalismus, die Kolonialisierung wenig besiedelter Gebiete, die diese forderten und f\u00f6rderten. Wir sind als europ\u00e4ische L\u00e4nder der Gegenwart weitgehend unabh\u00e4ngig von Sklaven, weil wir an deren Stelle gelernt haben, Maschinen einzusetzen. Denn Sklaven bedeuteten Entwicklung und Reichtum der jeweiligen Sklavenhalterv\u00f6lker. (Freilich gibt es auf sexuellem Gebiet auch in unserem Land noch Versklavungen und: Laut Berechnungen ist der Wohlstand einer vierk\u00f6pfigen Familie abh\u00e4ngig von ca. 20 Sklaven in der Textilindustrie, der Herstellung der elektronischen Ger\u00e4te usw.: s.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.slaveryfootprint.org\/\">http:\/\/www.slaveryfootprint.org\/&nbsp;<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Von den neutestamentlichen Schriften selber her gibt es ambivalente Aussagen. Sklaverei war in r\u00f6mischer Zeit normal \u2013 was der christliche Glaube mit seinen winzigen Gemeinden bot, war die Gemeinschaft von Sklaven und Herren in der Gemeinde. Und wenn einer Christ geworden ist, dann galt es, den Sklaven auch als Bruder zu sehen (Paulus\u00a0an Philemon) \u2013 ein Freier stand in der Gemeinde bzw. vor Gott nicht \u00fcber dem Sklaven. Gesamtkonzepte gab es nicht \u2013 weil es die Perspektive, einmal m\u00e4chtig zu sein, nicht gab. Doch im Norden von Mitteleuropa, als auch hier die Sklaven in die islamische Welt entf\u00fchrt wurden, wandten sich immer mehr \u00c4bte, F\u00fcrsten und St\u00e4dte gegen den Sklavenhandel (ohne jedoch Leibeigenschaft abzuschaffen). Der\u00a0<strong>Sachsenspiegel<\/strong>\u00a0von 1235 (Eike von Repgow), ein juristisches Buch, wendet sich mit Hinweisen auf Wort und Leben Jesu gegen die Versklavung von Menschen \u2013 und: der Mensch geh\u00f6re nur Gott, keinem Menschen. Aber letztlich siegte doch die Geldgier \u2013 der Markt war zu gro\u00df. Wie es dann zu der Abschaffung der Sklaverei kam? Dazu haben unter anderem K\u00f6nige beigetragen (Philipp der Sch\u00f6ne\u00a0und Nachfolger) \u2013 auch mit der Begr\u00fcndung, jeder Mensch ist Ebenbild Gottes \u2013 und muss frei sein. Menschenrechte wurden immer bedeutender. Im 16. Jahrhundert wurde Freiheit mit der Begr\u00fcndung verlangt, dass das Sterben Christi alle Menschen befreit habe. In Amerika haben die\u00a0<strong>Qu\u00e4ker\u00a0<\/strong>massiv zur Sklavenbefreiung beigetragen \u2013 aber das ist ein eigenes Thema. Zudem ist unbedingt\u00a0<strong>Wilberforce\u00a0<\/strong>zu nennen, der unerm\u00fcdlich mit einem gro\u00dfen Team daran gearbeitet hat, die Sklaverei abzuschaffen. Das z\u00e4hle ich zu der gr\u00f6\u00dften menschlichen Errungenschaft unserer europ\u00e4ischen und amerikanischen Kultur \u2013 die wohl so manche noch unterlaufen \u2013 und damit z\u00e4hle ich diesen genannten Teil des Sachsenspiegels (in dieser Hinsicht! \u2013 siehe unten Hexenverfolgung) mit zu den bedeutendsten Werken in puncto Menschenrechte. (Detaillierter zum Thema: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/sklaverei\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/sklaverei\/<\/a> )<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-background has-background-color-background-color\"><strong>2. Kolonialismus + Mission<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kolonialismus \u2013 h\u00e4ngt mit dem aufkommenden Nationalismus und der aufstrebenden Wirtschaft zusammen. Die Ausbeutung der V\u00f6lker hat mit dem christlichen Glauben nichts zu tun, ebenso wenig die Sklaverei, wie am Islam zu sehen ist oder in der Vergangenheit an anderen gro\u00dfen Reichen: Babylon, R\u00f6misches Reich\u2026 Im Gefolge des Kolonialismus begannen Christen zu missionieren \u2013 und zwar: im Sinne ihrer jeweiligen Nation zu missionieren. Und das war zu allen Zeiten (und ist es bis in die Gegenwart) ein falscher Ansatz: Christentum mit dem eigenen Volk, der eigenen Nation zu verbinden. Christlicher Glaube ist international \u2013 und Menschen in allen L\u00e4ndern sehen sich als Kinder Gottes, als Br\u00fcder und Schwestern an. Und das haben auch gro\u00dfe Menschen erkannt, es sei nur an\u00a0<strong>Bartholome de Las Casas<\/strong>\u00a0erinnert https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/christentum-und-gewalt\/ .<\/p>\n\n\n\n<p>Ist den vielen, die Christen vorwerfen, in anderen V\u00f6lkern zu missionieren (= von ihrem Glauben weiterzusagen), nicht klar, dass der Westen mit seinem Export und seinem technischen Knowhow st\u00e4ndig \u201emissioniert\u201c? Er bricht ein in traditionell gewachsene religi\u00f6se und damit verbunden soziale Strukturen. Er lockt, ruft Sehns\u00fcchte hervor, gibt Lebensziele vor. Und sie meinen, damit neutral zu sein? Die Radikalisierung vielerorts h\u00e4ngt auch mit diesem Wirtschaftskolonialismus zusammen \u2013 nicht nur mit der Ablehnung der westlichen Werte, die als zu freiz\u00fcgig, als negativ empfunden werden. Der Anspruch einiger Wirtschaftler besteht ja auch darin, die Welt auf wirtschaftlicher Ebene zu vernetzen, in die Politik und Tradition einzugreifen, Werte zu vermitteln (auch \u201cbesser und wirkungsvoller als Religionen\u201d). Warum wird der Westen von vielen als Paradies angesehen? Wegen der Gaukeleien der Werbung, die weltweit ausgestrahlt werden. Das schl\u00e4gt seine zerst\u00f6rerischen Schneisen \u00fcberall auf der Erde \u2013 was man der T\u00e4tigkeit der Christen nicht unbedingt nachsagen kann.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-background has-background-color-background-color\"><strong>3. Hexenverfolgung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hexenverfolgung \u2013 ist keine spezifisch christliche Form des Umgangs mit Menschen, vor denen man Angst hat. Sie gab es immer und weltweit. Im Christentum wurde sie weitgehend abgeschafft, weil Jesus Christus \u00fcber D\u00e4monen dominant ist, von daher musste man keine Angst mehr vor dem Teufel haben. Der <strong>Sachsenspiegel <\/strong>pl\u00e4diert \u2013 juristisch \u2013 jedoch in alter germanischer Tradition f\u00fcr die Verbrennung von Menschen, die der Zauberei \u00fcberf\u00fchrt worden waren. (Wir sehen: In ein und derselben Schrift ist ein Fortschritt [s. o. Sklaven] erkennbar und gleichzeitig ein R\u00fcckschritt.) Dass diese Tradition alt ist, sieht man zum Beispiel daran, dass der neugetaufte d\u00e4nische Wikinger-K\u00f6nig <strong>Blauzahn<\/strong> (Bluetooth) von der Kirche aufgefordert wurde, von der barbarischen Verfolgung von Frauen abzusehen (10. Jahrhundert). Die Hexenverfolgung wurde dann dominant in der Zeit des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges (17. Jahrhundert), in der Zeit von K\u00e4lte und Hunger. Sie sind auch Folge der Emanzipation der St\u00e4dte von der Kirche \u2013 wobei nicht geleugnet werden soll, dass sich in der Verfolgung von Hexen auch bestimmte Kirchenmenschen besonders hervorgetan haben. Hexen wurden \u00fcberwiegend in protestantisch dominierten Bereichen (also Mitteleuropa\/Deutschland) verfolgt. Nicht allein (aber bis zu 80%) Frauen sind diesem Wahn zum Opfer gefallen, sondern auch Priester, nicht allein Arme, sondern auch Reiche und Einflussreiche. So einfach und plakativ, wie es sich die Hexenforschung der Vergangenheit gemacht hat, kann man es sich in der Gegenwart nicht mehr machen. Freilich, der\u00a0<strong>Hexenhammer<\/strong>\u00a0wurde von einem Menschen der Kirche geschrieben. Der vielfach angezeigte Autor hat jedoch seine Kollegen angegriffen, weil sie das Thema \u201eHexen\u201c nicht ernst genommen haben und hat mit massiven F\u00e4lschungen gearbeitet, um seinem teuflischen Ziel n\u00e4her zu kommen. Menschen der Kirche wandten sich auch schon sehr fr\u00fch dagegen: Schon im 16. Jahrhundert wunderte man sich, dass in der modernen Zeit so etwas wie der Hexenhammer noch geschrieben werden konnte. Dennoch galt es dann als modern und wichtig, weshalb sich auch manche kirchliche Herrscher und Juristen der Hexenverbrennung zuwandten. Menschen der Kirche waren es, die sich diesem Wahn immer st\u00e4rker entgegengestellt haben: die Jesuiten <strong>Adam Tanner <\/strong>und dann\u00a0<strong>Friedrich von Spee<\/strong>\u00a0hat, weil es sich um eine juristische \u2013 und keine religi\u00f6se \u2013 Frage handelt, massiv juristisch argumentiert und entsprechend Wirkung entfalten k\u00f6nnen.\u00a0Heute vermutet man, dass die massive Hexenverfolgung Folge davon war, dass die Kirche diese verboten, somit unterdr\u00fcckt hatte. Wer Hexenverfolgung in einer Suchmaschine eingibt, wird auf viele Seiten sto\u00dfen, die gegenw\u00e4rtige Hexenverfolgungen thematisieren: in Afrika, Indien und vielen weiteren Staaten. Hexenverfolgung ist \u2013 wie oben angedeutet \u2013 \u00fcberwiegend auch ein soziales Problem. Der Mensch f\u00fchlt sich in seinem Ergehen von ihm unbekannten M\u00e4chten abh\u00e4ngig. Er beschuldigt Menschen, die er mit diesen M\u00e4chten im Bund sieht, ihn zu schaden. Unabh\u00e4ngig von diesem Geisterglauben: In Afrika ist der Schamanismus eine Fessel f\u00fcr die Menschen. Sie k\u00f6nnen sich vielfach aus Angst vor den M\u00e4chten und Verfluchungen nicht frei entfalten.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-background has-background-color-background-color\"><strong>4. Kriege (s. auch Kirche+Gewalt: <\/strong><a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/christentum-und-gewalt\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/christentum-und-gewalt\/<\/a><strong> und: <\/strong><a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/frieden-krieg-1\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/frieden-krieg-1\/<\/a><strong>)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wann begannen eigentlich die ersten Kriege, in denen Jesus Christus in welcher Form auch immer in den Blick kam? Soweit ich wei\u00df mit\u00a0<strong>Konstantin dem Gro\u00dfen\u00a0<\/strong>\u2013 ca. 300 Jahre nach dem Leben Jesu, wobei man nicht so genau wei\u00df, was nachtr\u00e4gliche Interpretation ist. Konstantin k\u00e4mpfte aber nicht zur Verbreitung des Christentums, sondern \u2013 wie es in dieser Zeit \u00fcblich war -, suchte um gute Vorzeichen f\u00fcr seinen Kampf, und er bekam ein gutes Vorzeichen im Kampf gegen seinen Rivalen: Er hatte m\u00f6glicherweise eine Christus- bzw. eine Kreuzesvision (Chi-Rho). Nachdem die Christen immer wieder unter Verfolgungen, Hinrichtungen zu leiden hatten, war das Erlebnis des Kaisers Konstantin der Beginn der Anerkennung des Christentums durch den Staat. In der Folgezeit gab es einige Christen, die das Heidentum nicht mehr nur verbal bek\u00e4mpften. Diskussionen \u00fcber die M\u00f6glichkeit eines gerechten Krieges kam im 5. Jahrhundert auf \u2013 es ging da (soweit ich wei\u00df) nicht um christliche Kriege, sondern um Kriege, die ein Staat f\u00fchren musste, mit dem Ziel, Angriffe abzuwehren und Frieden herzustellen (im 5. Jahrhundert drangen Goten in Rom ein). Ab dem 7. Jahrhundert bek\u00e4mpfte in Nordengland <strong>K\u00f6nig Oswald <\/strong>die Heiden (das war auch eine Familienfehde um den Thron) \u2013 und ab da mehren sich in den n\u00e4chsten Jahrhunderten die Stimmen, die K\u00e4mpfe zur Ausbreitung des Christentums in den Blick nehmen.\u00a0<strong>Bischof Agobard<\/strong>\u00a0\u2013 geboren im 8. Jahrhundert in Spanien forderte den Kampf gegen Ungl\u00e4ubige \u2013 das hei\u00dft hier wohl konkret: gegen Muslime, die Spanien mit Krieg \u00fcberzogen hatten. In diesem historischen Zusammenhang wird er m\u00f6glicherweise schon Intentionen aufgegriffen haben, die vor ihm da waren.\u00a0<strong>Karl der Gro\u00dfe\u00a0<\/strong>war ebenfalls im 8. Jahrhundert erbost \u00fcber die \u00fcberwiegend heidnischen Sachsen, weil sie st\u00e4ndig die Grenzen seines Reiches \u00fcberschritten. Um sie zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, wurden Kl\u00f6ster an den Grenzen gebaut, damit sie missionierend die Sachsen befrieden konnten. Aber er half in den Sachsenkriegen auch mit milit\u00e4rischen Mitteln nach. Sein Ziel: die Sachsen zu christianisieren. Wir kommen zeitlich schon langsam in die N\u00e4he der ber\u00fchmten\u00a0<strong>Kreuzz\u00fcge\u00a0<\/strong>\u2013 ca. 1000 Jahre nach Jesu Geburt. Diese Kreuzz\u00fcge hatten den Grund, Christen dazu zu bringen, Heilige St\u00e4tte aus der Hand der Muslime zur\u00fcckzuholen, die diese Jahrhunderte vorher \u00fcberrannt hatten. <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/kreuzzuege\/\">(http:\/\/www.evangelische-religion.de\/kreuzzuege.html )<\/a><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-background has-background-color-background-color\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig, die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten. Es ist wichtig, diese Fehler sachlich zu erarbeiten. Verallgemeinernde und polemische Vorw\u00fcrfe sind nicht nur nicht wissenschaftlich, sie helfen auch nicht weiter, die Fehler in Zukunft zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#a30003\" class=\"has-text-color\">Diskutiere: Menschen der Kirche haben versagt, weil sie Menschen sind und nicht, weil sie Menschen der Kirche sind. Welche Folgen hat es, wenn man die Fehler bei der Kirche sucht und nicht beim Menschen als Menschen?<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">***<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#a34000\" class=\"has-text-color\">Literatur (die aus christlicher und neuerer wissenschaftlicher Sicht manche Anklagen zurechtr\u00fcckt &#8211; manchmal aber apologetisch):<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#a35800\" class=\"has-text-color\">Manfred L\u00fctz: Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums, HerderVerlag, Freiburg 2018<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#a35d00\" class=\"has-text-color\">Lutz E. von Padberg: In Gottes Namen? Von Kreuzz\u00fcgen, Inquisition und gerechten Kriegen. Die 10 h\u00e4ufigsten Vorw\u00fcrfe gegen das Christentum, Brunnenverlag 2010<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#a35800\" class=\"has-text-color\">Vishal Mangalwadi: Das Buch der Mitte. Wie wir wurden, was wir sind: Die Bibel als Herzst\u00fcck der westlichen Kultur, fontis\/Brunnenverlag, Basel 2014<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIRCHE AUF IRRWEGEN \/ ABWEGEN Kirchengeschichte ist engstens mit der allgemeinen menschlichen Geschichte verkn\u00fcpft. Kirchenmenschen versuchen sich genau so durchzusetzen wie andere Menschen auch. Sie versuchen, das Leben zu erhalten, machtpolitisch aktiv zu sein \u2013 und immer auch mit Blick auf ihre eigene Zeit, Geschichte, Gesellschaft. 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