{"id":607,"date":"2019-07-02T10:49:30","date_gmt":"2019-07-02T08:49:30","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=607"},"modified":"2024-04-20T15:24:33","modified_gmt":"2024-04-20T13:24:33","slug":"in-einer-kirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/in-einer-kirche\/","title":{"rendered":"In einer Kirche"},"content":{"rendered":"\n<p>Neuere Version: <a href=\"https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/kirche-2-in-einer-kirche\/\">https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/kirche-2-in-einer-kirche\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">IN EINER KIRCHE<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kirche<\/em> ist einmal das Wort f\u00fcr die <em>Gemeinschaft der Glaubenden<\/em> \u2013 aber auch das Wort, mit dem <em>das Geb\u00e4ude<\/em> bezeichnet wird, in dem sich die Gemeinschaft trifft. Das Wort \u201eKirche\u201c kommt von <em>kyriak<\/em>os \u2013 das hei\u00dft: dem K\u00f6nig\/Herrn (Jesus Christus) zugeh\u00f6rig.<\/p>\n\n\n\n<p>Kirchengeb\u00e4ude sehen sehr unterschiedlich aus \u2013 eingepr\u00e4gt hat sich unser traditionelles Kirchenbild.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#6f00a3\"><strong>A. Die Kirche von Au\u00dfen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die traditionelle Kirche besteht aus einem Turm und einem Kirchenschiff \u2013 mit Seitenschiffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>1. Kirchturm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;<strong>Turm<\/strong>&nbsp;besteht aus einem Turmhelm \u2013 das Dach. Auf der Spitze des Daches finden wir meistens ein <em>Kreuz<\/em> oder einen<em> Hahn<\/em>. Der Hahn wird vermutlich mit dem Sonnenaufgang verbunden: Jesus Christus ist das Licht der Welt &#8211; der Tag bricht an! Der Hahn ist der Verk\u00fcnder des Lichts. Er kann aber auch daran erinnern, dass man nicht wie Petrus Jesus Christus verleugnen soll. In Norddeutschland befindet sich auf manchen Kirchen der Schwan &#8211; ein so genannter Lutherschwan. Der Vorreformator Hus soll auf dem Schweiterhaufen gesagt haben: Heute bratet ihr die Gans &#8211; aus der Asche entsteht ein Schwan. Und dieser Schwan ist f\u00fcr Protestanten Luther. Auf der Kirche zeigt es die lutherische Kirche im Unterschied zur reformierten Kirche. Im Turm befindet sich die Turmuhr angebracht und in ihm finden wir meistens der Eingang, das Portal. Im Turm sind die Glocken untergebracht \u2013 damit man sie m\u00f6glichst weit h\u00f6rt. Die&nbsp;<strong>Glocken<\/strong>&nbsp;haben wichtige Funktionen:<\/p>\n\n\n\n<p>Gebets- und Tageszeit:&nbsp;Sie l\u00e4uten zu Tagesbeginn, in der Mittagszeit und am Abend. Diese Zeiten sind religi\u00f6s bedeutsam, da sie auch traditionelle Gebetszeiten angeben. Der Tag ist in 12 Stunden aufgeteilt: von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das <em>Morgengebet (Laudes)<\/em> um 6:00 Uhr,<\/li>\n\n\n\n<li>das <em>Mittagsgebet (Sext)<\/em> um 12:00 Uhr,<\/li>\n\n\n\n<li>das <em>Abendgebet (Vesper)<\/em> um 18:00 Uhr.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr die Nacht gibt es Gebetsstunden, die aber heute von den Glocken nicht mehr angek\u00fcndigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Uhrersatz: Gleichzeitig dienten Glocken auch den Menschen, die in der Vergangenheit ja keine Uhren besa\u00dfen, dazu, dass sie immer wussten, wann es Zeit ist, die Arbeit zu beginnen, die Mittagspause zu machen und die Arbeit zu beenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Beerdigung: Dar\u00fcber hinaus melden die Glocken den Menschen eines Dorfes, dass ein Mensch aus der Gemeinde gestorben ist und an diesem Tag beerdigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Gottesdienst:&nbsp;An Sonntagen l\u00e4utet die Glocke eine Stunde vor dem Gottesdienst und signalisiert: <em>Leute, beginnt Euch fertig zu machen f\u00fcr den Gottesdienst.<\/em> Sie l\u00e4utet eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst: <em>Leute, macht Euch auf den Weg!<\/em> Und sie l\u00e4utet 10 Minuten vorher: <em>Jetzt ist es gleich soweit! <\/em>W\u00e4hrend der Gottesdienste l\u00e4utet die Glocke, wenn die Gemeinde das Vaterunser betet. Denn nicht alle k\u00f6nnen zum Gottesdienst kommen, wenn sie krank sind, doch sie k\u00f6nnen dann vom Krankenbett aus mit der Gemeinde das Vaterunser beten.<\/p>\n\n\n\n<p>Warnung + Unterst\u00fctzung der Freude:&nbsp;\u00dcber diese religi\u00f6sen Gr\u00fcnde hinaus l\u00e4uten die Glocken dann, wenn eine Gemeinde gewarnt werden musste, sei es, dass der Feind anr\u00fcckt, dass Feuer ausgebrochen ist, \u00dcberflutung droht. Wenn die Glocken au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig l\u00e4uteten, wusste jeder, jetzt muss ich helfen, anpacken, weil Not herrscht. Andererseits l\u00e4uteten die Glocken auch bei au\u00dfergew\u00f6hnlich fr\u00f6hlichen Ereignissen, so zum Beispiel bei Friedensschl\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#a30089\"><strong>2. Das Kirchenschiff<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von au\u00dfen gesehen, sehen wir vielfach nur ein Kirchenschiff. Doch wenn wir in die Kirche hineingehen, sehen wir an beiden Seiten der Kirche S\u00e4ulen, die den Raum unterteilen. Die beiden Seiten, die durch die S\u00e4ulen quasi abgeteilt werden, nennt man Seitenschiffe. Und beim Altar kann man vielfach noch ein Querschiff erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#a30098\"><strong>3. Sakristei<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle sei auch auf einen kleinen Raum hingewiesen, der sich neben dem Hauptschiff befindet: die Sakristei. Die Sakristei ist nicht nur Aufbewahrungsort f\u00fcr alle m\u00f6glichen Ger\u00e4te, die w\u00e4hrend der Gottesdienste verwendet werden, sondern auch ein Raum, in dem sich der Pfarrer vor dem Gottesdienst umziehen und sammeln kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background\" style=\"background-color:#5200a3\"><strong>B. Die Kirche von Innen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Wenn wir in eine Kirche hineingehen, dann sehen wir schon, dass der Altarraum besonders wichtig ist.\u00a0<strong>Altar\u00a0<\/strong>wird der Tisch genannt, der meistens gegen\u00fcber des Eingangs\/Portals zu sehen ist. Vielfach ist er nach Osten hin ausgerichtet, den Ort des Sonnenaufgangs, was als Hinweis auf die Auferstehung, zu deuten ist: Jesus, das Licht der Welt ist auferstanden \u2013 und er wird auch aus dem Licht, dem Osten erwartet. Bzw. eine andere Interpretation: Richtung Jerusalem\/Israel, dem Gebiet, in dem Jesus wirkte und an dem er, so sagt es manche Tradition, wiederkommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Altar steht ein Kreuz bzw. \u00fcber dem Altar ist ein Kreuz angebracht, an dem der gekreuzigte Jesus Christus zu sehen ist. Das Kreuz mit dem gekreuzigten Jesus wird Kruzifix genannt. Der Altar ist in vielen Religionen ein Opferstein. Auf diesem wurden den G\u00f6ttern Tiere geopfert. Der christliche Glaube ben\u00f6tigt keine Opfer mehr, weil Jesus Christus als das Opfer angesehen wurde, das sich selbst f\u00fcr den Menschen hingegeben hat. Der Altar hat also noch die alte Bedeutung mit Blick auf das Opfer, aber das Opfer wurde im christlichen Glauben umgekehrt: Gott opfert sich dem Menschen. Das wird gleich auch in den Abendmahlsworten deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Altar stehen meistens vier&nbsp;<strong>Kerzen<\/strong>&nbsp;(Symbol f\u00fcr die 4 Evangelisten: Matth\u00e4us, Markus, Lukas, Johannes). Je zwei der Kerzen stehen links bzw. rechts neben dem&nbsp;<em>Kreuz<\/em>. Vor dem Kreuz liegt eine ge\u00f6ffnete&nbsp;Bibel. Und vom Altar h\u00e4ngt ein geschm\u00fccktes Tuch herunter: das&nbsp;<strong>Parament<\/strong>.&nbsp;Das Parament wird jeweils zu bestimmten Zeiten des Kirchenjahres gewechselt \u2013 und hat festgelegte Farben.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wei\u00df: an Freudentagen<\/li>\n\n\n\n<li>Rot: Blut \u2013 Karfreitag; Feuer \u2013 Pfingsten.<\/li>\n\n\n\n<li>Gr\u00fcn: eher allgemein \u2013 die Sonntage werden nach dem Sonntag Trinitatis\/Dreieinigkeit benannt und an diesen wird das gr\u00fcne Parament angebracht.<\/li>\n\n\n\n<li>Violett: Bu\u00dfe \u2013 Fastenzeit, Adventszeit.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn Abendmahl ist, wird auf dem Altar noch das&nbsp;Abendmahlsgeschirr&nbsp;gestellt:&nbsp;<strong>Oblaten-Teller<\/strong>&nbsp;mit den Oblaten (das sind kleine wei\u00dfe Teigbl\u00e4ttchen \u2013 manchmal mit Aufdruck) und dem&nbsp;<strong>Abendmahlskelch<\/strong>&nbsp;sowie der&nbsp;Kanne. Heute haben wir manchmal auch Mini-Kelche, damit jeder einen eigenen hat. Hin und wieder gibt es heute weitere Abweichungen: Statt Oblaten wird Brot gereicht, manchmal stehen auch zwei Kelche, einer f\u00fcr Traubensaft, einer f\u00fcr Wein auf dem Altar. Das Abendmahl wird in vielen evangelischen Kirchen einmal im Monat gereicht. Es greift Worte Jesu auf, denn er hat das Abendmahl eingesetzt:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte, brach es und sprach: Das ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird, das tut zu meinem Ged\u00e4chtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Das tut, so oft ihr daraus trinkt, zu meinem Ged\u00e4chtnis<\/em>\u2026 (1Korintherbrief 11,23-25)<\/p>\n\n\n\n<p>Nach diesen&nbsp;Einsetzungsworten&nbsp;wird das Brot gereicht \u2013 danach der Wein. Weil es ein Gemeinschaftsmahl ist, reichen sich diejenigen, die daran teilnehmen, die H\u00e4nde, so dass sie einen Kreis bilden. Ein Zuspruch mit dem Hinweis:&nbsp;<em>Geht hin in Frieden<\/em> entl\u00e4sst die Teilnehmer des Abendmahls.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie auch immer die einzelnen Glaubenden das Abendmahl f\u00fcr sich interpretieren: Es bedeutet eine ganz enge Verbindung mit Jesus Christus. Man kann in gewisser Weise sagen: Die Teilnahme am Abendmahl ist die Antwort auf die Taufe. Gott hat in der Taufe zugesichert, dass Glaubende seine Kinder sind. Im Abendmahl antworten seine Kinder: <em>Ja, ich bin Dein Kind. Ich will zu Dir geh\u00f6ren<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Altar ist der Hauptausgangspunkt der&nbsp;<strong>Liturgie.<\/strong> Liturgie bedeutet, dass der gesamte Gottesdienst immer nach dem gleichen Muster abl\u00e4uft. Es ist vorgeschrieben, wann Lieder gesungen werden, wann Gebete gesprochen werden \u2013 dieser einheitliche Ablauf (der allerdings nicht immer gegeben ist) dient dazu: Wenn Menschen andere Gemeinden besuchen, sollen sie sich gleich wie zu Hause f\u00fchlen, weil sie den Ablauf und liturgische Formeln schon kennen, dar\u00fcber hinaus signalisieren sie die Einheit der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufig finden wir \u00fcber dem Altar die&nbsp;<strong>Kanzel.<\/strong> Der Pfarrer bzw. die Pfarrerin stehen auf der Kanzel und halten die&nbsp;<strong>Predigt<\/strong>. Die Predigt besteht daraus, dass ein Bibeltext vorgelesen und dann erkl\u00e4rt wird. Und zwar so erkl\u00e4rt wird \u2013 wenn es denn alles gut klappt -, dass die Menschen getr\u00f6stet, mit neuen Gedanken, ver\u00e4ndert aus dem Gottesdienst hinausgehen. Von der Kanzel h\u00e4ngt auch ein Parament, das mit dem Parament auf dem Altar stimmig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufig finden wir \u00fcber der Kanzel &#8211; oder der Kanzel gegen\u00fcber &#8211; noch die&nbsp;<strong>Orgel<\/strong>. Die Orgel ist ein ganz besonderes Instrument \u2013 die K\u00f6nigin der Instrumente wird sie genannt \u2013 weil sie in der Lage ist, andere Instrumente zu imitieren. Die Orgel spielt zu Beginn des Gottesdienstes (<strong>Pr\u00e4ludium<\/strong>-Vorspiel) und am Schluss des Gottesdienstes (<strong>Postludium<\/strong>-Nachspiel) \u2013 und nat\u00fcrlich zur Begleitung des Gemeindegesangs. Damit die Gemeinde auch kr\u00e4ftig mitsingen kann, finden wir in den Bankreihen&nbsp;<strong>Gesangb\u00fccher<\/strong>. Aber \u2013 wer einmal in ein Gesangbuch hineingeschaut hat, entdeckt, dass ein Gesangbuch noch viele weitere Funktionen hat: wir finden im Gesangbuch den liturgischen Ablauf des Gottesdienstes, die Lieder, Gebete f\u00fcr alle m\u00f6glichen Gelegenheiten, Bekenntnisse der Tradition, Angaben zu den Autoren, Psalmen\u2026 \u2013 es lohnt sich darin zu st\u00f6bern. Und an den Seitenw\u00e4nden der Kirchen befinden sich die&nbsp;<strong>Liedtafeln<\/strong>, damit auch jeder wei\u00df, welches Lied gesungen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Altar sehen wir das<strong>&nbsp;Taufbecken<\/strong>. Jeder getaufte Mensch in der Gemeinde hat schon einmal mit dem Taufbecken zu tun gehabt. Es ist Erinnerungs-Zeichen daf\u00fcr, dass Glaubende seit der Taufe zu Jesus Christus geh\u00f6ren. W\u00e4hrend der Taufgottesdienste wird das Taufbecken mit Wasser gef\u00fcllt und in einem ganz bestimmten Ritus wird bei der Taufe das Wasser auf die Getauften getr\u00f6pfelt (urspr\u00fcnglich wurden die Christen in Seen, Fl\u00fcssen oder in ganzen Bassins getauft. Das Taufbecken ist nur noch ein Relikt dieser alten Zeiten):<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.<\/em>&nbsp;\u00dcber den T\u00e4ufling wird noch mit der Hand das Zeichen des Kreuzes gezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Taufe ist eine Reaktion auf den so genannten Taufbefehl, den wir im Matth\u00e4usevangelium 28,18-20 finden: Jesus spricht:&nbsp;<em>Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker: Taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch bis an das Ende der Welt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Damit wissen Glaubende, dass Gott sie angenommen hat, dass er ihnen die S\u00fcnden vergeben und sie neu gemacht hat. Sie geh\u00f6ren zu ihm, sie sind seine Kinder. Von daher reden sich bis heute in manchen Gemeinden Christen einander als Bruder und Schwester an, sehen sich auf jeden Fall als Familie Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielfach finden wir auf der anderen Seite des Altars ein&nbsp;<strong>Stehpult,<\/strong> von dem aus Texte oder Abk\u00fcndigungen gelesen werden. <strong>Abk\u00fcndigungen<\/strong> k\u00fcnden das an, was der Gemeinde an Besonderheiten mitzuteilen ist: Veranstaltungen f\u00fcr die kommende Woche zum Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal findet man in Kirchen auch ganz besonders gro\u00dfe und geschm\u00fcckte Kerzen, die so genannte&nbsp;<strong>Osterkerze<\/strong>. Diese Kerze wird im Ostergottesdienst feierlich angez\u00fcndet und brennt in jedem Gottesdienst als Zeichen f\u00fcr die Auferstehung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bekleidung des Pfarrers nennt man&nbsp;<strong>Talar<\/strong>&nbsp;und den wei\u00dfen \u201eKragen\u201c:&nbsp;<strong>Beffchen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#f1f0a5\"><strong>In einer katholischen Kirche gibt es weitere Gegenst\u00e4nde:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Eingang finden wir das&nbsp;<strong>Weihwasserbecken<\/strong>. Glaubende tauchen Finger hinein und bekreuzigen sich mit den benetzten Fingern \u2013 als Zeichen der Zugeh\u00f6rigkeit zu Jesus Christus. Das Weihwasser selbst soll an die eigene Taufe erinnern, an ihr Christsein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Oblaten\/das Brot f\u00fcr das Abendmahl, das bei Katholiken&nbsp;Eucharistie&nbsp;genannt wird, befinden sich in einem K\u00e4stchen, das&nbsp;<strong>Tabernakel&nbsp;<\/strong>(Zelt\/Wohnung) hei\u00dft. Eine besondere Kerze scheint, das \u201e<strong>ewige Licht<\/strong>\u201c und an den W\u00e4nden finden wir 14 Bilder \u2013 den&nbsp;<strong>Kreuzweg Jesu<\/strong>. Die Stationen des Kreuzweges erinnern an das Leiden Jesu zu unserer Befreiung von Schuld, Befreiung hin zu Gott. So manche&nbsp;<strong>Figur oder Bild<\/strong>&nbsp;von einem oder mehreren Heiligen und der Maria pr\u00e4gt den Kirchenraum. Ein kleines abgetrenntes R\u00e4umchen ist der&nbsp;<strong>Beichtstuhl<\/strong>. In ihm k\u00f6nnen Menschen dem Priester das sagen, was sie an ihrem Leben nicht m\u00f6gen, was sie falsch gemacht haben. Und der Priester versucht im Namen Gottes zu helfen und zu vergeben. Bei den Protestanten findet das gew\u00fcnschte Beichtgespr\u00e4ch \u00fcberwiegend im Pfarramt statt. Priester haben einen besonderen Sitz, den <strong>Priestersitz<\/strong>, der ein wenig erh\u00f6ht steht. Ein&nbsp;<strong>Gl\u00f6ckchen<\/strong>&nbsp;neben der Sakristeit\u00fcr wird bet\u00e4tigt, wenn der Priester in seinem&nbsp;Messgewand&nbsp;die Kirche betritt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30003\"><strong>Aufgaben:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gehe nun in eine Kirche und male das, was du siehst.<\/li>\n\n\n\n<li>Und schreibe auf Dein Bild die Bezeichnungen, die Du in diesem Abschnitt findest.<\/li>\n\n\n\n<li>Schreibe auch auf, was in dieser Beschreibung fehlt oder anders ist. Denn nicht alle Kirchen sind gleich.<\/li>\n\n\n\n<li>Recherchiere im Internet \u2013 vielleicht findest Du ja heraus, was das unbekannte Objekt ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Leichter ist es freilich, den Pfarrer oder ein Gemeindeglied zu fragen.<\/li>\n\n\n\n<li>Recherchiere: Wie sieht es in einer Kirche der Orthodoxen Christen aus?<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuere Version: https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/kirche-2-in-einer-kirche\/ IN EINER KIRCHE Kirche ist einmal das Wort f\u00fcr die Gemeinschaft der Glaubenden \u2013 aber auch das Wort, mit dem das Geb\u00e4ude bezeichnet wird, in dem sich die Gemeinschaft trifft. Das Wort \u201eKirche\u201c kommt von kyriakos \u2013 das hei\u00dft: dem K\u00f6nig\/Herrn (Jesus Christus) zugeh\u00f6rig. 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