{"id":560,"date":"2019-07-02T10:29:15","date_gmt":"2019-07-02T08:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=560"},"modified":"2019-07-29T08:24:26","modified_gmt":"2019-07-29T06:24:26","slug":"spiel-anfaenge-des-christentums","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/spiel-anfaenge-des-christentums\/","title":{"rendered":"Spiel: Anf\u00e4nge des Christentums"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Spiel: Anf\u00e4nge des Christentums<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Male auf ein DIN A4 Blatt einen Christen-Erkennungsfisch. Auf dem Blatt verteilt ihr 9 Ereignisfelder und zwischen den Ereignisfeldern ca. 5-8 weitere Felder. Das Spiel beginnt mit Start und endet mit Ziel. (Spielkonzept: Wolfgang Fenske) (Die folgenden Angaben sind \u00fcberwiegend legendarisch, geben aber Situationen, \u00c4ngste, Hoffnungen der Erz\u00e4hlergenerationen wieder:)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ereignisfelder<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lies die Geschichte vor und <em>r\u00fccke zwei Felder<\/em> vor, weil <strong>Tatjana<\/strong> standhaft geblieben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tatjana von Rom war die Tochter eines r\u00f6mischen Konsuls. Sie wurde heimlich Christin und hat sich taufen lassen. Ihre Freundin hat sie verraten, und sie wurde ins Gef\u00e4ngnis geworfen. Ihr Vater wollte sie retten, und Tatjana bekam die Chance, wieder Heidin zu werden und dazu sollte sie in einem Apollo-Tempel diesen heidnischen Gott anbeten. Doch statt in dem Tempel zu dem heidnischen Gott zu beten, betete sie zu dem wahren Gott der Christen und die G\u00f6tterstatuen fielen zusammen. Tatjana wurde gefoltert und im Jahr 200 (?) enthauptet. Vorher betete sie aber wie Jesus f\u00fcr ihre Feinde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gib die Geschichte mit eigenen Worten wieder und die Gruppe darf entscheiden, ob du <em>einmal aussetzen <\/em>musst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lies die folgende Geschichte zu Justinus vor, und krabble dann aus Angst <em>eine Spielrunde unter den Tisch<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Justin(us)<\/strong> wurde in einer heidnischen Familie geboren und war ein begeisterter Anh\u00e4nger der Philosophie. Er dachte \u00fcber die G\u00f6tter und die Welt nach. Er lernte bei vielen philosophischen Lehrern \u2013 aber irgendwie war er mit seinem Leben unzufrieden. Es fehlte ihm irgendetwas. Als er an einem Strand entlang ging, begegnete ihm ein alter Mann, der ihm etwas \u00fcber Jesus Christus erz\u00e4hlt hat. Dar\u00fcber wollte Justinus nun mehr wissen und las alles, was ihm in die H\u00e4nde kam \u00fcber Jesus und befragte Jesus-Anh\u00e4nger: Was war das f\u00fcr ein Mann, dieser Jesus? Und er begann B\u00fccher zu schreiben \u00fcber die verschiedenen Aussagen \u00fcber Jesus und wurde selbst ein Nachfolger. Er gr\u00fcndete eine Schule in Rom und lehrte dort Philosophie und christlichen Glauben. Es kam ein Herrscher (Marc Aurel) an die Macht, der Angst davor hatte, dass die Christen das R\u00f6mische Reich zerst\u00f6ren k\u00f6nnten und verfolgte sie sehr. Justinus protestierte gegen die Christenverfolgung und wurde mit sechs seiner Sch\u00fcler um das Jahr 167 festgenommen und enthauptet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lies die Geschichte vor \u2013 du freust dich \u00fcber den Ausgang, <em>gehst zu einem anderen Spielertisch und sch\u00fcttelst ihnen fr\u00f6hlich die Hand<\/em>, weil Christophorus Jesus gefunden hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Christophorus<\/strong> hie\u00df urspr\u00fcnglich Reprobus oder Offerus. Er war gro\u00df und stark und aggressiv. Die Menschen hatten Angst vor ihm, und er genoss das und sagte: Ich will nur f\u00fcr den st\u00e4rksten Herrscher der Welt arbeiten. Da ging er zu dem K\u00f6nig. Der K\u00f6nig gestand dem Reprobus jedoch, dass er Angst vor dem Teufel habe. Da sagte sich Retrobus, dann will ich dem B\u00f6sen dienen, und er diente einem schwarzen Ritter und seiner b\u00f6sen Schar. Als er beim Teufel war, erkannte er, dass der Teufel Angst vor Jesus Christus hatte. Und Reprobus suchte Jesus Christus, fand ihn aber nirgends. Reprobus kam an einen Fluss. Der F\u00e4hrmann war alt und sagte dem Reprobus: Was rennst du immer hinter Jesus her \u2013 vielleicht kommt er einmal an diesen Fluss! Und Reprobus blieb, \u00fcbernahm dessen Job und brachte die Menschen von einem Ufer zum anderen. Doch immer wieder sagte er: Ich will Jesus finden. Eines Nachts kam ein Kind und wollte auf die andere Seite getragen werden. Da lachte Reprobus, nahm das Kind auf die Schulter und stapfte los. Doch das Kind wurde immer schwerer und schwerer, Reprobus begann zu wanken und zu schwanken. Am anderen Ufer angekommen, setzte er das Kind auf dem Boden. Und es sagte: Ich bin Jesus, den du gesucht hast. Mit mir hast du die Last der Welt getragen. Ab diesem Zeitpunkt nannte sich Reprobus Christophorus, Christus-Tr\u00e4ger. Er verbreitete die Lehre des Christentums und wurde um 250 hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lies die Geschichte vor. <em>Geh zum Fenster und schaue eine Spielrunde lang hinaus und denke dar\u00fcber nach: Finde ich das Verhalten von Barbara gut? Warum nicht? Warum?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Barbara<\/strong> ist eine junge Frau, die den christlichen Glauben entdeckte und Jesus sehr wichtig genommen hat. Sie wurde Christin. Ihr Vater erfuhr, dass seine eigene Tochter Christin geworden ist. Er wollte ihr im Guten den Glauben ausreden. Doch sie lie\u00df sich nicht beirren. Dann sperrte er sie in einen Turm, weil er dachte, dann wird sie schon zur Besinnung kommen. Und der Vater bestrafte sie immer mehr: Er lie\u00df ihr weniger Essen bringen, sie musste K\u00e4lte, Durst und Schl\u00e4ge ertragen. In dieser Zeit blieb sie im Glauben tapfer \u2013 und entdeckte einen vertrockneten Bl\u00fctenzweig. Sie verzichtete auf das kostbare Wasser f\u00fcr den Tag und stellte den Zweig in das Wasser. Der Zweig begann zu bl\u00fchen und war ihr Trost mit Blick auf das ewige Leben. Heute schneiden Menschen am 4. Dezember einen Kirschzweig von den B\u00e4umen \u2013 und er f\u00e4ngt in wenigen Wochen an zu bl\u00fchen. Als Erinnerung an die leidende Barbara und die verfolgten Christen wird er <em>Barbarazweig<\/em> genannt. Barbara selbst blieb dem Glauben treu und wurde, so die Legende, von ihrem eigenen Vater enthauptet, nachdem sie von einem Gericht zum Tode verurteilt worden war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>Lies die Geschichte vor und male w\u00e4hrend die W\u00fcrfelrunde weitergeht f\u00fcr jeden der Gruppe einen Erkennungs-Fisch<\/em> als Zeichen der Hoffnung \u2013 so sch\u00f6n du kannst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sabina<\/strong> von Rom war wohlhabend und hatte viele Sklaven und Sklavinnen. Eine der Sklavinnen war <strong>Seraphia.<\/strong> Sie war Christin, doch Sabina wusste das nicht, sondern ihr fiel nur auf, dass diese Sklavin sich besonders gut verhielt. Sie war freundlich, zuverl\u00e4ssig und geduldig. Dieses Verhalten fand Sabina klasse und wollte wissen, warum sie sich so gut, so anders als all die anderen verhalten w\u00fcrde. Seraphia erz\u00e4hlte ihr von der Liebe Jesu und nahm Sabina mit zu den Gottesdiensten, die Christen heimlich in den Katakomben feierten. Sabina wurde Christin und lie\u00df sich taufen. W\u00e4hrend der Christenverfolgung wurde Seraphia festgenommen, und weil sie trotz allem am Glauben festhielt, wurde sie zu Tode gepr\u00fcgelt. Sabina wurde auch festgenommen. Der Richter versuchte, sie wieder zu den G\u00f6ttern zur\u00fcckzuf\u00fchren. Doch auch sie blieb standhaft und wurde irgendwann vor dem Jahr 138 enthauptet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>Lies die Geschichte vor und schreibe mit den anderen f\u00fcnf gute Verhaltensregeln auf<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Benedikt<\/strong> ist im Jahr 480 geboren worden. Seine wohlhabenden Eltern schickten ihn schon als Jungen zum Studium nach Rom. Die Mitstudenten denken kaum ans Studieren, sie besaufen sich, raufen, krakeelen herum \u2013 das ganze unmoralische Verhalten gef\u00e4llt Benedikt nicht. Er zieht sich in die Einsamkeit zur\u00fcck. Er wird entdeckt und M\u00f6nche eines nahe gelegenen Klosters \u00fcberreden ihn, im Kloster zu leben. Doch diese M\u00f6nche lebten nicht viel anders als die Studenten und dachten \u00fcberhaupt nicht viel an Jesus Christus, dem sie doch dienen wollten und wollten den fordernden Benedikt gar vergiften. Benedikt geht wieder in die Einsamkeit. Dann kommen zu ihm junge M\u00e4nner, die auch fromm leben wollten, und er gr\u00fcndete mit ihnen ein Kloster in seinem Sinn. Er legt Regeln fest, damit das Zusammenleben so gelingt, wie es Gott gef\u00e4llt. Das Motto der Benedikt-Regel war: <em>Bete und arbeite<\/em>. Viele Kl\u00f6ster haben bis heute diese Regeln \u00fcbernommen. Benedikt starb w\u00e4hrend eines Gebets.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">8.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>Lies die Verhaltensregeln vor und setze eine hinzu. Wenn die Nachbar-Gruppe sie gut findet, darfst du noch einmal w\u00fcrfeln.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">9.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lies die Geschichte vor und <em>male w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Runde ein Gl\u00fcckskleeblatt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Patrick<\/strong> wurde 385 in England geboren und w\u00e4chst als Christ auf. Als er als 16 j\u00e4hriger am Strand entlanggeht, wird er von Piraten entf\u00fchrt und in Irland als Sklave verkauft. Der Sklavenhalter behandelt ihn schlecht, wie alle seine Sklaven. Patrick war als Hirte eingesetzt und besann sich auf Gott, versuchte, sein Leben so zu ver\u00e4ndern, dass es Gott gefiel. Nach sechs Jahren h\u00f6rte er im Traum eine Stimme,\u00a0 die ihm sagte, ein Schiff w\u00fcrde ihn heimbringen. Dann floh er. Er kam nach Frankreich und wurde dort zum Priester geweiht und dann vom Papst \u2013 oder erneut durch eine Stimme im Traum \u2013 als Missionar nach Irland geschickt. Dort half er vielen Menschen mit Wort und Tat. Mit dem dreibl\u00e4ttrigen Kleeblatt hat er den Iren die <em>Dreieinigkeit Gottes <\/em>erkl\u00e4rt. Darum gilt es in Irland als Gl\u00fcckssymbol. Dreieinigkeit bedeutet: Wie das Kleeblatt drei Fiedern hat, aber ein Blatt ist, so sind Gott Vater, Jesus Christus, Heiliger Geist ein Gott. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spiel: Anf\u00e4nge des Christentums Male auf ein DIN A4 Blatt einen Christen-Erkennungsfisch. Auf dem Blatt verteilt ihr 9 Ereignisfelder und zwischen den Ereignisfeldern ca. 5-8 weitere Felder. Das Spiel beginnt mit Start und endet mit Ziel. 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