{"id":485,"date":"2019-07-01T20:49:37","date_gmt":"2019-07-01T18:49:37","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=485"},"modified":"2019-07-12T17:50:12","modified_gmt":"2019-07-12T15:50:12","slug":"jakob-und-david","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/religion-en\/jakob-und-david\/","title":{"rendered":"Jakob und David"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align:center\" class=\"has-medium-font-size\">Altes Testament: Von Jakob und Esau, Samuel und David<\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#8700a3;text-align:center\" class=\"has-text-color\"><strong>Hermeneutik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#7e00a3\" class=\"has-text-color\">Hermeneutik fragt danach: Welche Bedeutung haben die Texte f\u00fcr uns in der Gegenwart? Und so fragen wir auch kurz und exemplarisch anhand der folgenden Geschichten: Welche Bedeutung k\u00f6nnen sie f\u00fcr uns heute haben? Die Voraussetzung. Die Bibel ist Gottes Wort. Das hei\u00dft: Gott m\u00f6chte zu uns durch die biblischen Texte sprechen. Die Interpretationen sind jedoch nicht so einlinig, sondern Gott spricht zu jedem einzelnen Leser, zu jeder einzelnen Leserin ganz besonders.   <\/p>\n\n\n\n<p style=\"color:#a30003\" class=\"has-text-color has-background has-background-color-background-color\">Aufgabe: Was kannst Du an den Geschichten erkennen?<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>Jakob und Esau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jakob und Esau waren Br\u00fcder. Esau war der \u00e4ltere Bruder. Er sollte alles erben. Doch als er einmal hungrig von der Jagd heimkehrte, bot ihm Jakob eine Linsensuppe an: Unter einer Bedingung darfst du essen, sagte er, gib mir dein Erbe. Und Esau ging auf den Handel ein. Als sein Vater Isaak im Sterben lag, wollte er Esau als Erstgeborenen noch einmal segnen, das Erbe geben, und etwas von dem gejagten Wild essen. Als Jakob davon erfuhr, verkleidete er sich als Esau und brachte seinem Vater eine Mahlzeit. Isaak war blind und dachte, Esau sei bei ihm, er a\u00df und segnete Jakob, gab ihm das Erbe. Als Esau das erfuhr, war er sauer. Er war so sauer, dass Jakob Angst bekam und weit weg zu seinen Verwandten zog. Auf dem Weg zu seinen Verwandten erschien ihm w\u00e4hrend er schlief Gott im Traum: Engel stiegen auf einer Leiter vom Himmel herab und zum Himmel hinauf. Und Gott versprach dem Jakob, er werde ihn besch\u00fctzen. Jakob war dar\u00fcber gl\u00fccklich und dankbar und wanderte weiter. Als er zu seinen Verwandten kam, arbeitete er hart, um ein M\u00e4dchen, Rahel, heiraten zu k\u00f6nnen. Und als er genug gearbeitet hatte, war die Heirat, doch ihm wurde ein anderes M\u00e4dchen, Lea, gegeben. Dann arbeitete er noch einmal hart und lange, so sehr liebte er das andere M\u00e4dchen Rahel \u2013 und dann durfte er es heiraten. Dann hatte er Sehnsucht nach zu Hause \u2013 aber gleichzeitig auch Angst. Und mit seinen beiden Frauen und seinen Viehherden zog er heim. Unterwegs begegnete er seinem Bruder Esau, er schenkte ihm zur Bu\u00dfe viele seiner Tiere. Esau verzieh ihm. Gott hatte ihn auf seinen schweren Lebenswegen besch\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ging es weiter? Jakob bekam ganz viele Kinder, darunter 12 S\u00f6hne. Und diese S\u00f6hne gingen in einer Hungersnot nach \u00c4gypten. Die \u00c4gypter versklavten die S\u00f6hne und deren Nachkommen. Dann wurde Moses geboren, der das Volk Israel aus der Sklaverei befreite.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-header-gradient-color\">Was will uns die Geschichte sagen? Obwohl Jakob sich gegen\u00fcber seinem Vater und Bruder nicht richtig benommen hatte, begleitete ihn Gott. Auch wenn Jakob es sehr schwer hatte: Gott war ihm immer nah. Aber er musste sich bei seinem Bruder entschuldigen \u2013 und auch dabei besch\u00fctzte ihn Gott.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>David + Samuel: Der Unbeachtete wird K\u00f6nig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>David war Sohn des Isai. Er hatte viele Geschwister. Wie seine Br\u00fcder war auch David Hirte und besch\u00fctzte seine Herde.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages sprach Gott mit dem Propheten Samuel: Samuel, geh hin und salbe einen der S\u00f6hne des Isai zum K\u00f6nig. Samuel zog los. Als er bei der Familie angekommen war, sagte er zu Isai: Bring mir alle deine S\u00f6hne, Gott will einen von ihnen zum K\u00f6nig von Israel machen. Isai rief seine S\u00f6hne herbei. Samuel ging zum ersten Sohn \u2013 doch Gott sagte: den meine ich nicht. Dann ging Samuel zum n\u00e4chsten Sohn \u2013 doch Gott sagte wieder: den meine ich nicht. Dann hatte Samuel alle S\u00f6hne angeschaut, doch Gott wollte keinen von ihnen zum K\u00f6nig salben lassen. Da war Samuel ganz ratlos und fragte Isai: Sind das wirklich alle deine S\u00f6hne? Da sagte Isai: Nein, einer fehlt noch, der j\u00fcngste, David, der ist drau\u00dfen bei der Herde. Samuel lie\u00df ihn herbeirufen. Als David ankam, sagte Gott zu Samuel: Diesen sollst du zum K\u00f6nig salben. Und so wurde der kleinste der Kinder Isais zum K\u00f6nig gesalbt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-header-gradient-color\">Was will die Geschichte sagen? Gott sieht nicht nur das, was der Mensch sieht, er achtet auch auf die Menschen, die nicht so geachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>David + Goliath: Der Verspottete besiegt den Sp\u00f6tter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>David war zwar zum K\u00f6nig gesalbt worden, aber noch herrschte ein anderer als K\u00f6nig \u00fcber Israel: Saul. Immer wieder wurde Israel von den Philistern \u00fcberfallen. Die Philister waren so stark, dass sie nie richtig besiegt werden konnten. Auch jetzt war es wieder soweit: Sie fielen \u00fcber Israel her. Einer der Philister war ein sehr gro\u00dfer starker Mann. Er hie\u00df Goliath. Die Israeliten und auch Saul hatten Angst vor diesem Mann und wagten es nicht, gegen ihn zu k\u00e4mpfen. Goliath wurde \u00fcberm\u00fctig: Er machte sich \u00fcber die schwachen Israeliten lustig und verspottete Gott, der so ein schwaches Volk auserw\u00e4hlt hat. Eines Tages brachte David seinen Br\u00fcdern, die gemeinsam mit Saul die Philister bek\u00e4mpfen wollten, Nahrungsmittel. Und da sah er diesen starken Mann und h\u00f6rte, wie der sich \u00fcber Gott und sein Volk lustig machte. Er sah die Angst der Soldaten und sagte: Das gibt\u2019s doch gar nicht! Ich werde ihn bek\u00e4mpfen. Goliath hatte schwere Waffen bei sich, hatte eine R\u00fcstung an. Und Saul wollte, dass auch David so ausger\u00fcstet w\u00fcrde. Doch das war David alles viel zu schwer. Er zog das wieder aus und nahm seine Steinschleuder, mit der er sonst immer wilde Tiere von seiner Herde fernhielt. Er ging zu Goliath. Als dieser den jungen David sah, der ihn zum Kampf herausforderte, konnte er sich kaum einhalten vor Lachen. Doch David nahm seine Schleuder und besiegte Goliath. Dann bekamen die Philister Angst und flohen. Israel war gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-header-gradient-color\">Was will uns die Geschichte sagen? Gott hilft seinem Volk. Auch wenn es klein und gering ist, wenn es verspottet wird: Im Vertrauen auf Gott siegt es. Der Gott Israels \u2013 auch unser Gott \u2013 hat einen Namen. Er hei\u00dft: Jahwe. Wir wissen nicht genau, was er bedeutet. Aber er k\u00f6nnte bedeuten: \u201eIch werde sein, als der ich mich erweisen werde\u201c oder: \u201eIch bin, der ich bin\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>David und Jonathan: Freundschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der K\u00f6nig Saul auf David aufmerksam geworden war, bewunderte er diesen Jungen. Er holte ihn in seinen K\u00f6nigspalast. David konnte gut singen \u2013 und jedes Mal, wenn der K\u00f6nig schlechte Laune hatte, sollte David ihm Lieder singen, damit der K\u00f6nig wieder munter wird. Es kam jedoch so, dass alle Menschen David bewunderten und das machte den K\u00f6nig \u00e4rgerlich: Sie sollten ihn, den K\u00f6nig, bewundern und nicht den David. Da warf er mit seinem Speer auf David \u2013 und David floh. Er hatte aber einen sehr guten Freund gewonnen: Einen Sohn von K\u00f6nig Saul, den Jonathan. David war also geflohen und traf sich heimlich mit Jonathan: Jonathan, kannst du herausbekommen, ob der K\u00f6nig noch sauer auf mich ist? Wenn nicht, dann schie\u00dfe zum Zeichen mit dem Pfeil in die Richtung eures Palastes. Wenn er noch sauer auf mich ist, dann schie\u00dfe in meine Richtung. Nachdem Jonathan herausgefunden hatte, dass Saul immer noch sauer auf David war und ihn am liebsten umbringen wollte, ging Jonathan hinaus und schoss einen Pfeil in Davids Richtung. Da wusste David, dass er nicht mehr an den Palast zur\u00fcck gehen konnte. Er traf sich noch einmal heimlich mit Jonathan und beide Freunde verabschiedeten sich voneinander.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-header-gradient-color\">Was will uns die Geschichte sagen? Auch Menschen, die Gott ausgew\u00e4hlt hat, leben gef\u00e4hrlich und m\u00fcssen klug sein, damit sie von den Gefahren weg kommen. Doch Gott gibt ihnen Freunde, die ihnen helfen. Wenn Freunde gemeinsam auch Gottes Freunde sind, dann h\u00e4lt die Freundschaft auch dann, wenn alles schwer wird.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>David verschont den Feind Saul<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der K\u00f6nig Saul verfolgte David, um ihn zu t\u00f6ten. Er suchte ihn mit seinen Soldaten \u00fcberall. W\u00e4hrend der Verfolgung geschah es, dass David sich mit seinen Begleitern tief in einer H\u00f6hle versteckt hatte. Und Saul musste mal. Er ging in eine H\u00f6hle, damit ihn die anderen nicht sehen. Er legte seine Bekleidung ab und verrichtete sein Gesch\u00e4ft. Das war jedoch gerade die H\u00f6hle, in der sich David versteckt hatte. Da fl\u00fcsterten Davids Freunde: \u201eDas ist die Gelegenheit, Saul umzubringen!\u201c David schlich zu den abgelegten Kleidern und schnitt ein St\u00fcckchen davon ab. Dann krabbelte er wieder zur\u00fcck. Und fl\u00fcsterte seinen Gef\u00e4hrten zu: \u201eGott hat Saul zum K\u00f6nig eingesetzt, darum darf ich ihn nicht t\u00f6ten.\u201c Nachdem Saul sein Gesch\u00e4ft erledigt hatte, zog er sich wieder an und verlie\u00df die H\u00f6hle. David kam mit dem herausgeschnittenen Stofffetzen aus der H\u00f6hle und rief hinter Saul her: \u201eWarum glaubst du, dass ich dich umbringen will? Ich h\u00e4tte es tun k\u00f6nnen \u2013 aber habe es nicht getan. Gott soll dich daf\u00fcr strafen, dass du mir immer Unrecht tust. Ich tue es nicht!\u201c Da bekam Saul ein schlechtes Gewissen, er bereute sein Tun und sagte: \u201eDu bist ein besserer Mensch als ich. Gott soll dich belohnen, ich werde dir kein Haar kr\u00fcmmen! Ich wei\u00df: Du wirst nach mir K\u00f6nig sein, und ich bitte dich: Verschone meine Familie.\u201c Das schwor David, dass er der Familie Sauls kein Leid antun wird, wenn er als K\u00f6nig herrscht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-header-gradient-color\">Was will die Geschichte sagen? Gro\u00dfe Menschen tun Gottes Willen. Wie David, so hat sein sp\u00e4terer Nachkomme, Jesus, gelehrt, dass der Mensch den Feind lieben solle. Und er selbst hat das B\u00f6se durch Liebe besiegt. Liebe ist st\u00e4rker als das B\u00f6se. Auch wenn es nicht so aussieht: Menschen, die den Feind lieben, sind st\u00e4rker, mutiger, tapferer als diejenigen, die einfach drauflos hauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altes Testament: Von Jakob und Esau, Samuel und David Hermeneutik Hermeneutik fragt danach: Welche Bedeutung haben die Texte f\u00fcr uns in der Gegenwart? 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