{"id":432,"date":"2019-07-01T16:11:28","date_gmt":"2019-07-01T14:11:28","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=432"},"modified":"2022-01-18T16:54:38","modified_gmt":"2022-01-18T15:54:38","slug":"bilderbuecher-zum-thema-tod","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/bilderbuecher-zum-thema-tod\/","title":{"rendered":"Bilderb\u00fccher zum Thema Tod"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">AUSGEW\u00c4HLTE BILDERB\u00dcCHER ZUM THEMA: STERBEN \u2013 TOD \u2013 AUFERSTEHUNG \u2013 TRAUER<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Dolf Verroen\/Wolf Erlbruch: Ein Himmel f\u00fcr den kleinen B\u00e4ren, M\u00fcnchen, Wien 2003<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Opa des kleinen B\u00e4ren ist gestorben und in den Himmel gekommen. Nun will der kleine B\u00e4r auch sterben und in den Himmel kommen. Alle Tiere wollen ihn jedoch nicht fressen. Da wird er durch den Regen durchn\u00e4sst und friert. Er kommt nach Hause und erlebt den \u201eHimmel\u201c in der Geborgenheit seiner Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Friedrich Karl Barth\/Dorota W\u00fcnsch: Himbeermarmelade, Wuppertal 2003<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Onkel Georg ist gestorben. Der Pfarrer, der Opa des M\u00e4dchens, dessen Onkel Georg war, erkl\u00e4rt ihr: \u201eAus Onkel Georg wird im Laufe der Jahre ein guter Humus. Das ist fruchtbare, feuchte Erde und daraus kann wieder neues Leben wachsen. Wir werden ihm einen Rosenbusch auf sein Grab pflanzen und Efeu. Das w\u00fcrde ihm gefallen. Du wirst sehen, wie sch\u00f6n die Rosen bl\u00fchen und wie der Efeu sein letztes Bett immergr\u00fcn bedeckt.\u201c (Das erkl\u00e4rte der Pfarrer-Opa.) \u201eEine Efeu-Bettdecke f\u00fcr Onkel Georg, die immer gr\u00fcn blieb, der Gedanke gefiel Ricarda. Geht es Onkel Georg jetzt wirklich gut? Ja, denn er ist aufgehoben in deiner Erinnerung. Du wirst immer wissen, wie lieb er dich hatte. Diese Liebe wirst du nie vergessen, dein ganzes Leben lang nicht.\u201c Dieser letzte Satz ist eine Notl\u00f6sung im Buch, denn von der Liebe des Onkels zu dem M\u00e4dchen war \u00fcberhaupt nie die Rede. Er mochte nur ihre Himbeermarmelade, weil sie ihn an seine Jugend erinnerte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Jutta Bauer: Opas Engel, Hamburg 2001<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Opa erz\u00e4hlt von seinem Hospizbett aus seinem Enkel, was er so alles erlebt hat. Auf den Bildern sieht man, wie ihn sein Schutzengel immer bewahrt hat \u2013 freilich wusste der Opa nichts vom Engel, sondern sprach von \u201eGl\u00fcck im Leben\u201c. Und als der Enkel seinen Opa verl\u00e4sst, ist es dieser Engel, der ihn nun begleitet: Der Engel, der die Vorfahren bewahrte, ist auch bei ihm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Ulf Stark; Anna H\u00f6glund: Kannst du pfeifen, Johanna, Hamburg 2001<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Junge m\u00f6chte auch einen Opa haben. Er geht mit seinem Freund in ein Altersheim und sucht sich einen alten Mann als Opa aus. Sie erleben interessante Stunden miteinander. So will der Opa dem Jungen das Pfeifen beibringen. Er \u00fcbt und \u00fcbt \u2013 und es klappt nicht. Als es endlich klappt, ist der Opa gestorben. Der Junge pfeift dann am Sarg ein Lied. Auf jeden Fall hat es mit Opa Spa\u00df gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Robert Piumini; Quint Buchholz: Matti und der Grossvater, Wien 1994<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Gro\u00dfvater liegt im Sterben. Die Familie ist um ihn herum versammelt. Matti, der Enkel, geht mit dem Gro\u00dfvater spazieren und erlebt viele Dinge. Der Gro\u00dfvater wird immer kleiner, bis er in dem Jungen ist. Der Junge kehrt mit dem Gro\u00dfvater in sich heim \u2013 und der Gro\u00dfvater stirbt \u2013 aber der richtige Gro\u00dfvater, der Kleingewordene, ist in Matti. Ein Mensch, den wir lieben, bleibt immer in und bei uns. Und: Wir sind ein Teil der Vorfahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Hermien Stellmacher; Jan Lieffering: Nie mehr Oma-Lina-Tag Stuttgart 2005<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oma Lina backt mit Jasper immer Pfannkuchen. Als sie im Sterben liegt, fragt er die Eltern, was Sterben ist. Der Vater sagt: Man erlebt viele Abschiede im Leben. Sterben ist ein gro\u00dfer Abschied. Als sie Tod ist, hei\u00dft es: Ihr K\u00f6rper ist noch hier \u2013 aber Oma Lina selbst lebt bei Gott weiter. Und wie lebt sie weiter? Indem sie in dem, was sie f\u00fcr andere Menschen gemacht hat, da ist. F\u00fcr Jasper ist das der Pfannkuchen nach Omas Rezept. Es ist vom Fr\u00fchling die Rede, vom Kerzen anz\u00fcnden, vom Vaterunser. Dann backt er ganz viele Pfannkuchen, spricht mit der verstorbenen Oma und es ist ihm, als w\u00fcrde er sie in seiner N\u00e4he lachen h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Amelie Fried; Jacky Gleich: Hat Opa einen Anzug an? M\u00fcnchen 1997<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Brunos Gro\u00dfvater ist gestorben. Wo ist er nun? Die Antworten, die er bekommt: auf dem Friedhof und im Himmel. Der K\u00f6rper ist auf dem Friedhof, die Seele bei Gott. Die Seele ist das, was Bruno am Opa liebt. Aber auf der Erde lebt Opa in der Erinnerung weiter und der Mensch solle jeden Tag so leben, als w\u00fcrde es sein letzter Tag sein. Kurz ist von Seelenwanderung die Rede. Intensiver davon, dass Bruno mit dem Opa redet, und er f\u00fchlt, dass der Opa zu ihm hinlacht. Und so darf Bruno jetzt auch lachen, weil es dem Opa da, wo er jetzt ist, gut geht. \u2013 Vielleicht ist Opa in seinem neugeborenen Enkelkind zur\u00fcckgekehrt, sagt die Mutter. Aber Bruno findet, dass dem nicht so ist. Der Opa war ganz anders.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Marit Kaldhol; Wenche \u00d8yen: Abschied von Rune, Hamburg 1987<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rune, der Spielfreund von Sara, ist ertrunken. Sie fragt: Sehe ich ihn nie wieder? Die Mutter sagt: Schlie\u00dfe die Augen, wenn wir an ihn denken, sehen wir ihn in uns und k\u00f6nnen mit ihm sprechen. Die Trauerfeier mit der Orgelmusik ist sehr sch\u00f6n und Sara f\u00fchlt es hellblau um sich herum. Rune hatte Sara kurz vor seinem Tod noch einen Kuss gegeben \u2013 sie hatte einen kleinen nassen Fleck auf der Wange. Jetzt tropft eine Tr\u00e4ne \u2013 und sie sp\u00fcrt wieder einen kleinen nassen Flecken auf der Wange. Im Fr\u00fchjahr kehren sie zum Friedhof zur\u00fcck: Runes K\u00f6rper wird Erde, aus dem die Anemonen wachsen. Sara f\u00e4ngt an zu weinen, weil sie mit ihm spielen will. Am Schluss schmiegt sie sich an ihre Mutter. Die Bilder sind sehr verschwommen gemalt, als w\u00fcrde alles aus den Augen des gestorbenen Rune gesehen werden; das hie\u00dfe, er w\u00fcrde in einer anderen Welt leben und auf die gegenw\u00e4rtige Welt sehen. Aber das wird im Buch nicht dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Susan Varley: Leb wohl, lieber Dachs, Wien 1984<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Sterben des alten Dachses wird beschrieben: \u201eBin durch den langen Tunnel gegangen. Lebt wohl, Dachs.\u201c \u2013 er f\u00fchlt sich frei. Aber alle trauern und sind ungl\u00fccklich. Als die Tiere zusammenkamen, erinnerten sie sich an das, was der Dachs ihnen beigebracht hatte. Das war das Abschiedsgeschenk des Dachses, ihr Schatz. Und damit halfen sie einander. Der Maulwurf sagte dem Dachs \u201eDanke\u201c \u2013 und es war ihm, als w\u00fcrde er das h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Uwe Saegner: Sarahs Mama. Wenn die Mutter stirbt \u2013 ein Kinderbuch, Ludwigsburg Neuauflage 2013<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Mutter von Sarah ist gestorben. Sie vermisst ihre Mutter sehr. Eine Frau m\u00f6chte, dass Sarah ihr etwas von ihrer Mutter erz\u00e4hlt. Und Sarah f\u00fchrt die Frau an viele Pl\u00e4tze, an denen sie Mama-Erinnerungen hat. Dann fragt sie: Wo ist Mama? Die Frau antwortet: Ich wei\u00df es nicht \u2013 doch Sarah will nicht h\u00f6ren, was sie wei\u00df, sondern was sie glaubt. Sie gehen wieder in den Garten: Mama ist \u00fcberall \u2013 und ist \u00fcberall zu entdecken \u2013 selbst in den Wolken. Das hei\u00dft: Sie ist im Himmel \u2013 und ist der Marienk\u00e4fer, der sich auf Sarahs Hand setzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Inger Hermann und Carme Sol\u00e9 Vendrell: Du wirst immer bei mir sein, Mannheim 6. Auflage 2010<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Vater von Peter stirbt bei einem Autounfall. Als Peter die Nachricht vom Tod seines Vaters h\u00f6rt, sieht er seinen Vater dennoch f\u00fcr einen kurzen Augenblick. In einer angstvollen Situation sagt er seinem Vater, dass er Angst habe \u2013 die Angst wird ihm genommen. Er wird zornig auf den Vater, doch dann sp\u00fcrt er den Vater, als s\u00e4\u00dfe er neben ihm. Der Opa erkl\u00e4rt, warum das so ist: Die Seele, die Liebe zu Peter sind Wirklichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Uwe Saegner: Papa, wo bist du? Ein Kinderbuch zu Tod und Trauer f\u00fcr Kinder, Ludwigsburg 2011<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Mutter sagt ihrem Sohn, der Papa sei fortgegangen. Der Junge sucht ihn vergeblich. Es beginnt zu regnen \u2013 und als der Regen aufh\u00f6rt, sind auch die Tr\u00e4nen weg. Die Mutter sagt ihrem Sohn, dass der Papa tot \u2013 aber dennoch bei ihm sei. Er k\u00f6nne Papa sp\u00fcren und reden h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Regine Schindler: Pele und das neue Leben. Eine Geschichte von Tod und Leben, Lahr 9. Auflage 1997 (Nachdruck 2002)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pele und Tomo spielen gemeinsam, pflegen einen Garten \u2013 doch eines Tages ist Tomo tot. Die Mutter sagt, er sei im Himmel \u2013 doch der ist weit \u2013 die Mutter erkl\u00e4rt: Himmel ist das neue Leben mit Gott. Und Tomo denkt an die Samen, die er mit Tomo ges\u00e4t hatte. Man denkt zu viel an den Tod, zu wenig an das neue Leben, das Leben mit Gott. Traurigkeit und Freude pr\u00e4gen das weitere Leben \u2013 auch mit Blick auf die gemeinsam ges\u00e4ten Blumen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Isabel Abedi und Miriam Cordes: Abschied von Opa Elefant. Eine Bilderbuchgeschichte \u00fcber den Tod, Hamburg 2012 (Erstausgabe 2006)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs war\u2026\u201c \u2013 Elefantenkinder spielten, da kam der Elefantengro\u00dfvater, den sie sehr liebten, weil er ihnen Spiele und anderes beibrachte und Geschichten erz\u00e4hlen konnte. Er kam also und sagte, er wolle sich verabschieden, weil er auf dem Elefantenfriedhof sterben wolle. Die Kinder sprechen dar\u00fcber, was mit dem Gro\u00dfvater geschehe: Er komme in den Himmel \u2013 manche kommen in die H\u00f6lle, man verwandelt sich in ein G\u00e4nsebl\u00fcmchen oder Schmetterling oder wird wieder Elefantenbaby oder man zerf\u00e4llt zu Staub oder die Seele lebt ewig weiter. Dann soll der Gro\u00dfvater sagen, was er denkt. Er sagt, das sei ein Geheimnis und das Besondere ist, dass jeder den Tod f\u00fcr sich erleben muss. Er werde ihnen zwar keine Spiele mehr beibringen aber in besonderer Weise bei ihnen sein: in Tr\u00e4umen, in Gedanken, in Erinnerungen. Er dr\u00fcckt sie alle noch einmal und geht zum Elefantenfriedhof.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Anette Bley: Und was kommt nach tausend? Ravensburg 2005<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Otto \u2013 der Opa? \u2013 und Lisa machen viel miteinander. Vor allem z\u00e4hlen sie: zwei f\u00fcr Notkekse, drei f\u00fcr drei Feste im Jahr usw. Die Zahlen sind einfach in uns Menschen drin und h\u00f6ren niemals auf. Otto hatte Lisa eine Menge erkl\u00e4rt, ihr eine Schleuder gebastelt, mit ihr Freudent\u00e4nze aufgef\u00fchrt. Otto ist G\u00e4rtner und Lisa ist immer bei ihm. Bevor Otto starb, fragte Lisa ihn, ob sie seinen K\u00f6rper in die B\u00e4ume h\u00e4ngen sollen wie die Indianer. Er sagte: Nein, in die Erde legen, denn er sei G\u00e4rtner und es werden Blumen und B\u00e4ume aus ihm wachsen. W\u00e4hrend der Beerdigung verh\u00e4lt sich Lisa so, wie es Otto gefallen h\u00e4tte \u2013 aber das passt den ernsten Trauerg\u00e4sten gar nicht. Und sie f\u00fchlt sich allein, weil keiner sie versteht und Otto sie allein gelassen hat. Sie setzt sich mit Olga (die Mutter?) hin und fragt, warum Otto sie allein gelassen habe. Olga sagte: Mach die Augen zu und stelle dir eine Torte vor. Olga macht das und stellt sich eine Torte vor. Sie ist da, obwohl man sie nicht sehen kann. Genauso Otto. Er ist einfach in Lisa drin \u2013 wie die Zahlen und h\u00f6rt niemals auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Heike Saalfrank und Eva Goede: Abschied von der kleinen Raupe, W\u00fcrzburg 1998<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Freundespaar, eine Schnecke und eine Raupe, erleben viele Abenteuer miteinander. Eines Tages verabschiedet sich die Raupe und sagt, irgendwie endet nun ihr Raupenleben. Am n\u00e4chsten Tag findet die Schnecke ihren Freund nicht mehr und ist traurig.Sie geht zur weisen alten Schnecke und die erkl\u00e4rt ihr, dass die Raupe gestorben ist, das hei\u00dft f\u00fcr sie hat ein anderes Leben angefangen, sie ist an einem anderen, sch\u00f6nen, guten Ort. Die kleine Schnecke ist weiterhin traurig, doch der alte Schneck sagt: In deinen Gedanken, in der Erinnerung ist die Raupe bei dir. Aber die Schnecke hatte den Eindruck, dass der Raupenfreund nah ist \u2013 und man sieht auf dem Bild einen Schmetterling \u00fcber dem Schneck. Dann wird erkl\u00e4rt, was mit der Raupe geschehen ist: Als Schmetterling zu leben ist viel sch\u00f6ner, als es sich die Raupe hatte vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Stian Hole: Annas Himmel, M\u00fcnchen 2014<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist eines der wenigen B\u00fccher, die das Sterben einer Mutter \u2013 erlebt von einem ca. 10j\u00e4hrigen M\u00e4dchen \u2013 thematisiert. Das Buch besticht durch die Bilder \u2013 die Phantasiereise des M\u00e4dchens Anna mit dem Vater, dessen Mutter gerne mit Blumen und Tieren zu&nbsp; tun hatte. W\u00e4hrend die Glocken l\u00e4uten, um zur Beerdigung zu gehen, geht Anna auf Gedanken-Reise und erinnert sich an das, was ihre Mutter gesagt hat (Sonnenblumen sind kleine Schwestern der Sonne). Eingeflochten werden auch Mini-Reflexionen: Heute regnen N\u00e4gel vom Himmel \u2013 \u201emorgen sind es vielleicht Erdbeeren mit Honig\u201c. Eingeflochten werden ein paar r\u00e4tselhafte Aussagen \u00fcber Gott (Vergesslich wie Oma,&nbsp; \u201ewarum kann er nicht eine Erfindung machen, mit der aus etwas Schlechtem etwas Gutes wird?\u201c Alles habe zwei Seiten\u2026). Und sie \u00fcberlegt, was die Mama wohl macht, zum Beispiel in Gottes Garten g\u00e4rtnern, Menschen besuchen, B\u00fccher lesen in Gottes Bibliothek. Antworten gibt das Buch nicht. Die Mutter ist in Gottes Welt \u2013 Gott ist r\u00e4tselhaft, aber real. Das Buch strahlt mit den Bildern, die viel entdecken lassen, Frieden und Leben aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#1700a3\"><strong>Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>K\u00f6rper: Der K\u00f6rper des verstorbenen Menschen vergeht. \u2013 Er geht \u00fcber in Blumen. \u2013 Er geht in seine Nachkommen ein. Er ist \u00fcberall da, wo man ihn sieht, allerdings in einer anderen K\u00f6rperlichkeit.<\/li><li>Erinnerung: Der verstorbene Mensch lebt in der Erinnerung weiter, das, was er an guten Dingen gemacht hat, hilft seiner Familie und Freunden auch weiter, in dem, was der Verstorbene Gutes getan hat, geht er in die anderen Menschen ein.<\/li><li>Wahrnehmung: Der verstorbene Mensch wird gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig wahrgenommen (Lachen, Stimme, sein Bild wird im Inneren gesehen, Ermutigung wird erfahren), er wird mit den Orten verbunden, an denen man ihn erlebt hat.<\/li><li>Geborgenheit: Geborgenheit empfangen Trauernde bei lieben Menschen.<\/li><li>Weiterleben: Der verstorbene Mensch lebt an einem anderen Ort weiter.<\/li><li>Er \/ seine Seele \/ das, was wir an ihm liebten, lebt bei Gott, im Himmel.<\/li><li>Es geht ihm dort gut, darum brauchen wir auch nicht zu trauern.<\/li><li>Seine Liebe lebt weiter, er ist in unserer Vorstellung da. Er ist da, aber anders als wir denken.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#00a302\"><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Christliche Deutungen werden immer weiter zur\u00fcckgedr\u00e4ngt mit Blick auf die psychologische Deutung. Es geht \u00fcberwiegend nicht um die Frage:&nbsp;<em>Wo ist der Verstorbene?<\/em>&nbsp;Es geht um die Frage:&nbsp;<em>Wo empfinde ich den Verstorbenen, was bleibt mir vom Verstorbenen?&nbsp;<\/em>Ob diese Erkl\u00e4rung letztendlich befriedigend ist, wird sich herausstellen. Daran wird erkennbar, dass die Ich-Zentrierung des Menschen im Mittelpunkt steht. Es geht nicht mehr allein um den anderen Menschen, es geht darum, was er mir bedeutete und weiterhin bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Botschaft, die mit Blick auf das eigene Sterben intendiert wird, ist nicht: Ich werde bei Gott weiterleben, sondern bleibe nur noch in Erinnerung der anderen. Und was ist, wenn die Menschen, die mich kannten, auch tot sind? Wenn die Erinnerung verblasst? Diese Frage ist insofern relevant, weil es bislang der Menschheit nicht allein um die Frage ging: Wie bew\u00e4ltige ich meine Trauer, sondern auch um die Frage: Was ist mit mir nach dem Sterben? Soweit ich sehe, h\u00e4ngen Trauer um den geliebten Menschen und das Erschrecken angesichts der eigenen Verg\u00e4nglichkeit eng zusammen. K\u00f6nnen wir wirklich das eine ohne das andere bew\u00e4ltigen wollen? Vielleicht in Kinderb\u00fcchern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit anderen Worten: Aus christlicher Sicht ist das zu wenig Hilfestellung, die viele dieser B\u00fccher bieten. Dass der Mensch nur in der Erinnerung lebt \u2013 kann vielleicht kurzfristig Trost geben. Denn: Was ist, wenn ich selbst sterbe? Dann ist der geliebte Mensch mit gestorben \u2013 und ich lebe auch nicht als Ich weiter, sondern ebenfalls nur, wenn es gut geht, in der Erinnerung eines anderen Menschen, bis er stirbt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Christlicher Auferstehungsglaube hat mehr zu bieten: Der geliebte Mensch ist bei Gott \u2013 und wird es ewig sein \u2013 wie ich bei Gott sein werde.<\/em>&nbsp;Ob es dazu auch einmal ein sch\u00f6nes und gutes Kinderbuch geben wird? An dieser Stelle seien allerdings hervorgehoben:&nbsp;<em>Nie mehr Oma Lina Tag<\/em>&nbsp;und:&nbsp;<em>Pele und das neue Leben<\/em>&nbsp;und:&nbsp;<em>Annas Himmel.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>***<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Weitere Bilderb\u00fccher<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Anja Kiefer und Katja Pagel: Opas Reise zu den Sternen. Ein Kinderbuch zu Tod und Trauer.<\/strong> <strong>G\u00fctersloher Verlagshaus 3. Auflage 2017 (2014)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig ist zun\u00e4chst, dass dieses Bilderbuch ein Inhaltsverzeichnis hat: Einleitung, Jakobs Opa, Opa ist gestorben, Die Beerdigung,&nbsp; Nachwort.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einleitung spricht direkt den Leser an: \u201eund wenn du gerade auch traurig bist, dann hilft dir die Geschichte vielleicht, weil du dann siehst, dass du nicht alleine bist mit deiner Traurigkeit.\u201c Es ist eine Mischung zwischen Sachlichkeit und Geschichte. Die Geschichte: Jakob, die Hauptperson, scheint, von den Bildern her gesehen, ca. 8 Jahre alt zu sein. Opa hat immer mit ihm gespielt und war \u201egem\u00fctlich, ganz weich und warm.\u201c. Als der Junge dann eines Tages aufwachte und munter die Treppe hinunter springt, h\u00f6rt er seine Mutter weinen, sie streichelt \u00fcber sein Haar \u2013 Jakob ist froh, dass sie nicht \u00fcber ihn b\u00f6se ist. Aber was ist passiert? Der Opa ist gestorben.<\/p>\n\n\n\n<p>Intensiv werden m\u00f6gliche Gef\u00fchle aus der Perspektive des Kindes aufgenommen: Er sp\u00fcrt einen Klumpen im Bauch, wird w\u00fctend, weint. Wesentlich in der Trauerbew\u00e4ltigung ist dann der Vater. Er ist seinem Sohn nah und erkl\u00e4rt manches: \u201etot ist nur ein Wort. Es bedeutet das Ende unserer Zeit auf der Erde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weil der Vater nichts mit dem religi\u00f6sen Himmel anfangen kann, erz\u00e4hlt er eine Geschichte: Das menschliche Leben existierte schon vor dem Leben und geht nach dem irdischen Dasein weiter. Leben ist eine Reise. So war Jakob wie alle Menschen, bevor sie Menschen wurden, ein Stern, den die Liebe der Eltern auf die Erde gerufen hat. Opa ist nun wieder ein Stern geworden. Es wird \u00fcber Traurigkeit nachgedacht. Wesentlich ist aber: Der Opa ist ein Stern, in den sich seine Seele verwandelt hat. Und der K\u00f6rper? \u201eOpas K\u00f6rper&nbsp; wird zur Erde. \u2026 Und irgendwann bleiben nur noch Knochen zur\u00fcck.\u201c Und der Baum holt sich aus dem K\u00f6rper Kraft f\u00fcr Stamm, Bl\u00e4tter, Bl\u00fcten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt sagt die Mutter auch etwas Wichtiges: Opa ist in dem Teil des K\u00f6rpers wo die Traurigkeit am meisten weh tut \u2013 eine Verletzung. Opa wohnt im Herzen durch die Erinnerung. Zuletzt lachen alle, weil die Mutter Luft auf die Brust des Sohnes pustet, auf die Stelle, wo es am meisten wehtut.<\/p>\n\n\n\n<p>Helle Bilder werden immer dunkler, wieder heller \u2013 das letzte ist dunkel, aber ein heller Stern leuchtet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bemerkungen:&nbsp;<\/em><\/strong>Denkt ein Achtj\u00e4hriger heute noch, dass er einmal ein Stern war, der durch Liebe der Eltern auf die Erde geholt wurde? Soll ein Kind das denken? Wenn Gott verloren ist, werden Menschen nach ihrem Leben ganz in heidnischer Tradition zu Sternen. Es gab \u00fcbrigens eine Beerdigung in der Kirche, in der der Pfarrer \u201esehr viel und schnell redete.\u201c Mehr erfahren wir nicht \u2013 von christlicher Hoffnung keine Spur. Verdr\u00e4ngt von Stern und Baum, der von Toten lebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Celina del Amo schrieb den Text und Heinz Grunde zeichnete: Die Regenbogenbr\u00fccke. Ein kleiner Hase in Trauer. BoD 2016.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man das Buch von hinten aufschl\u00e4gt, erf\u00e4hrt man \u00fcber die Autorin, dass sie Tier\u00e4rztin und Hunde-Psychologin ist und f\u00fcr ihre B\u00fccher wirbt und der Zeichner Hunde mag. Aber dennoch spielt ein kleiner Hase die Hauptrolle, dessen Freund Pinto gestorben ist. Das traf ihn \u201ewie ein Schlag.\u201c Dann kommen ein paar Aussagen, in denen bestimmte Worte fett gedruckt werden: \u201eDas darf nicht wahr sein.\u201c Viele Fragen kommen dem Hasen. Und er kann nicht aufh\u00f6ren zu weinen. Freunde stehen ihm bei und bringen M\u00f6hrenkuchen. Er muss vor der Beerdigung viel erledigen, f\u00fchlt sich dennoch schlecht. Auch nach der Beerdigung: \u201eer kannte gar keine Normalit\u00e4t ohne Pinto\u201c \u2013 auch wenn bei anderen das Leben wieder normal scheint. Die Hasen Oma erz\u00e4hlt ihm eine Goldgeschichte: Wenn ein Herz von einem anderen ber\u00fchrt wird, lagert sich Gold an. Erinnerung an die anderen ist das Gold im Herzen, je wichtiger einer war, desto mehr Gold, desto schwerer wird es einem. Was ist mit dem Verstorbenen? Er ist nicht alleine, es ist ein Zustand \u201evon vollst\u00e4ndiger innerer Ruhe, Zufriedenheit und Gl\u00fcck\u201c, erkl\u00e4rt die Hasen-Oma. In dieser Welt herrscht eine andere Daseinsform \u2013 und Pinto hat eine neue Form angenommen. Aus dieser heraus kann er kommunizieren. Wie? Das wei\u00df man erst dann, wenn er es gemacht hat. Eines Tages findet der Hase besondere Gr\u00e4ser. Ob Pinto ihn dahin gef\u00fchrt hat oder nicht, dass er \u00fcberhaupt die Stelle gefunden hatte, war ein Wunder. Dann fangen die Gr\u00e4ser an zu reden. Es folgen viele Reflexionen. Der Hase sucht sich dann ein Symbol, das ihn immer an Pinto erinnern sollte. Ein Ohrring ist das Ergebnis \u2013 wie auch die Gro\u00dfmutter eine Brosche zur Erinnerung an den Gro\u00dfvater tr\u00e4gt. Durch diesen ist Pinto da, auch wenn er nicht direkt an ihn denkt. Dann will der Hase seinen Freunden helfen, richtig mit Trauer umzugehen. Dankbar schl\u00e4ft er am Ende ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bemerkungen<\/em><\/strong>: Es wird nicht nur gefragt: Wie gehe ich mit der Trauer um? Es wird auch die Frage gestellt: Wie geht es dem Verstorbenen, wie kommt er an den besonderen Ort, welche Daseinsform hat er jetzt\u2026 \u2013 vieles wird angesprochen, aus christlicher Sicht bleibt aber alles im Ungef\u00e4hren stecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Sparsam bebildert ist das Bilderbuch \u2013 Hasen in unterschiedlichster emotionaler Darstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Antonie Schneider schrieb den Text und Betina Gotzen-Beek zeichnete: Ein Himmel f\u00fcr Oma. Ein Bilderbuch \u00fcber das Sterben und den Tod<\/strong>, <strong>Coppenrath 2017 (2010).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oma zieht in das Haus zweier Geschwister ein \u2013 Junge und M\u00e4dchen \u2013 sie bringt einen Vogel mit, Chaja genannt. Beschrieben wird der Verfall der Oma, aber Chaja stirbt vorher \u2013 und wird begraben, ist nun im Himmel, lebt im Herzen weiter. Dann stirbt die Oma. Auch sie ist im Himmel. Chaja hei\u00dft leben \u2013 und lebt weiter im Herzen, wenn wir uns erinnern \u2013 wie an den Vogel. Die Erstellung eines&nbsp; Erinnerungsbilderbuches wird angesprochen. Zuletzt finden wir noch ein paar Tipps zum Thema Trauer-Verarbeitung von Anna Pein, Fachberaterin f\u00fcr Psychotraumatologie und Familien-Trauerbegleiterin.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Bilder sind recht hell gezeichnet und zeigen, wie Kinder und immer \u00e4lter werdende Oma miteinander umgehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bemerkung<\/em><\/strong><em>: <\/em>Vogel und Oma sind im Himmel wie im Herzen. Was auch immer das hei\u00dft, das wird nicht vertieft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Ulf Nilsson und Eva Eriksson: Die besten Beerdigungen der Welt. Beltz&amp;Gelbert, Weinheim 2012<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kinder gr\u00fcnden ein Beerdigungsinstitut f\u00fcr Tiere und suchen toten Tiere und bestatten sie. Es ist ein am\u00fcsantes Buch, das manche ernste Aspekte munter anklingen l\u00e4sst. Sie spiegeln die Erwachsenenwelt auf ihre Weise. Eines der Kinder dichtet: \u201eLeg dich ruhig \/ zur Ruhe nieder, \/ Du wei\u00dft, schon bald \/ sehn\u00b4n wir uns wieder.\u201c Aber im Wesentlichen enth\u00e4lt es keine Botschaften. Am Ende hei\u00dft es: \u201eDie Blumen bl\u00fchen am Grab. Alles wird still\u2026 Am n\u00e4chsten Tag machten wir dann was ganz anderes.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Wolf Erlbruch: Ente, Tod und Tulpe, Kunstmann-Verlag, M\u00fcnchen 10. Auflage 2018<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tod begleitet die Ente. F\u00fcr den Fall, dass ihr etwas passiert, ist er immer da. Die Ente gew\u00f6hnt sich an den Tod, sie reden miteinander. Wenn die Ente gestorben ist \u2013 ist nichts mehr, sie nimmt nichts mehr wahr. Sie stirbt. Der Tod ist fast betr\u00fcbt \u2013 aber: So ist das Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Annett St\u00fctze, Britta Vorbach, Mascha Greune: Opa, welche Farbe hat der Tod? Patmos-Verlag 2017<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der alte Hase f\u00fchlt, dass er sterben muss. Er sagt es seinem Enkel und sie reden dar\u00fcber. Am Ende stirbt er: \u201eIch sterbe, weil alles, was lebt, am Ende stirbt. So einfach ist das Leben.\u201c \u2013 Aber so einfach ist das dann doch nicht, weil der kleine Hase weint. Aber: So lange der kleine Hase an den Opa denkt, ist dieser bei ihm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Brigitte Endres textete und Marc-Alexander Schulze zeichnete: Wo gehst du hin, Opa? Ein Bilderbuch \u00fcber das letzte Geheimnis, Aracari-Verlag 2018 (2010)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein M\u00e4del h\u00fcpft neben der Mutter her, sie gehen ins Krankenhaus, den schwer kranken Opa zu besuchen. Im Krankenhaus fragt sie den Opa, wohin er gehe. Er sagt ihr \u201eEs ist ein Geheimnis und ein Abenteuer.\u201c Sie will mehr dar\u00fcber wissen. Und dann sagt er viele vielleicht\u2026 \u2013 vielleicht h\u00fcpft er durch einen Tunnel ins Licht, vielleicht erlebt er eine Party, auf der er alle lieben Verstorbenen wieder sehen wird, oder lebt paradiesisch mit vielen Erdbeeren, oder wird zu einem Stern, vielleicht wird er ein Schutzengel, der auf die Enkelin aufpasst, ein Baum, in dessen Schutz sie sitzt, oder vielleicht geht er ins Nichts \u2013 alle \u201eVielleicht\u201c werden vom M\u00e4dchen denkend kommentiert. Was auch immer kommen wird, sie will nicht, dass der Opa stirbt. Darum verspricht er ihr, dass er ihr nahe sein wird, wenn sie an ihn denkt. Opa ist gestorben. Mutter und Tochter gehen zum Grab \u2013 die Grabsteine haben alle kein Kreuz. Sie legen G\u00e4nsebl\u00fcmchen auf das Grab, machen die Augen zu und sehen den Opa, wie er versprochen hat, dass sie ihn sehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bilder sind durchweg hell, mit vielen Details, manche witzig, manches sonderbar, so das Kinderzimmer des M\u00e4dels.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bemerkungen<\/em><\/strong><em>:<\/em> Ratlos fragt man sich: Was hat ein Kind von den vielen Vielleicht? Weil diese alle auch nicht im Blick der Autorin liegen, ist es nahe liegend, den Opa bei geschlossen Augen wieder zu sehen. Alles andere ist im Grunde egal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Christian und Fabian Jeremies: Wie mag\u2019s denn wohl im Himmel sein? Kerle-Herder Verlag 2017.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Frank Herrmann schreibt ein Vorwort zum Thema Trauer und den Humor des Buches.<\/p>\n\n\n\n<p>Lulu das Lamm und Emil das Ferkel denken an die verstorbene Oma Rosi. Ist sie im Himmel? Sind im Himmel Wolkenschafe und Oma&nbsp; bindet Schleifen ins Haar? Wie kam sie hinauf? Engel haben sie hochgezogen \u2013 ein Bild von einem Nilpferd mit Fl\u00fcgelchen, das Oma an einer Angel auf die Wolken zieht. Dort trifft sie Freunde und spielt mit ihnen Karten. Oma isst vom K\u00e4semond. Es beginnt zu regnen. Das bedeutet f\u00fcr Lamm und Ferkel: Oma gie\u00dft Blumen und sie beginnen Omas Regenlied zu singen. Donnern k\u00f6nnte Omas Pupsen sein oder Trompetenspiel, Omas Schlagzeug. Den Regenbogen malt Oma, es tropft auf die Wiese, sie wird bunt. Weil sie Hunger haben, denken Sie, Oma backt im Himmel Kuchen und sie planen, den Omakuchen nachzubacken und Freunde einzuladen. Manche Phantasien werden hinterfragt. Das Buch schlie\u00dft mit der Frage: \u201eund was denkst du, wie es im Himmel ist?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bilder sind bunt, munter, vielf\u00e4ltig, es gibt viel zu entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bemerkung:<\/em><\/strong>&nbsp;Was soll das Buch? Trauer mit irgendwas verdr\u00e4ngen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Ulf Nilsson und Anna-Clara Tidholm: Adieu, herr Muffin, Moritz-Verlag, Frankfurt am Main 8. Auflage 2016<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Herr Muffin ist ein Meerschwinchen \u2013 eigentlich ein Mensch, der am Ende seines Lebens steht. Ihm geht es nicht gut, er erinnert sich an die sch\u00f6nen Seiten und Zeiten des Lebens. In gewisser Weise eine Parodie auf den Menschen, der im Grunde ein Meerschweinchen ist. Aber dann spielt doch immer wieder ein M\u00e4dchen mit \u2013 das dem Herrn Muffin einen Brief schreibt. Im ersten hei\u00dft es: Sterben geht schnell, man hat seine Ruh, \u201eich wei\u00df nicht, ob es einen Himmel gibt.\u201c Dann in einem zweiten Brief kommt eine Korrektur: \u201e\u2026 Oder man kommt in den Himmel und alles wird gut.\u201c Das Meerschweinchen stirbt \u2013 und dann verbreiten Zeitungen diese Nachricht, das Fernsehen ist bei der Beerdigung dabei\u2026 Es wird gespielt: \u201eMit Fried und Freud ich fahr dahin\u201c \u2013 und \u201eHoch soll er leben\u201c. Fehlt nur noch die schwedische Fahne auf seinem Karton-Sarg. Zuletzt gibt es wieder einen Brief: \u201eJetzt wei\u00dft du mehr als wir, Herr Muffin\u2026. Oder man kommt irgendwohin, zu einem ewigen Leben, und da ist man gl\u00fccklich.\u201c Auf jeden Fall Ruhe und Freude \u2013 man muss keine Angst haben vor dem Tod. Zum Schluss kommt noch ein sonderbares Lied, das damit endet: \u201eDenn so sieht das Leben aus: Jeder kommt am End nach Haus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bemerkung<\/em><\/strong><em>: <\/em>Sch\u00f6n, dass das Buch auf das Lied Luthers (Evangelisches Gesangbuch 519) hinweist: \u201e<em>Mit Fried und Freud ich fahr dahin in Gotts Wille; getrost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille, wie Gott mir verhei\u00dfen hat: Der Tod ist mein Schlaf worden. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, der treue Heiland<\/em>\u2026\u201c. Aber auf die Idee, im Gesangbuch nachzusehen, wird kaum jemand kommen. Und \u201eHoch soll er leben\u201c ist ein Geburtstagslied. Passend zu dem Ansatz: Der Tod auf der Erde ist der Geburtstag im Himmel. Aber ich denke \u2013 in dem Buch ist alles Parodie.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Bilder besch\u00e4ftigen sich mit dem Herrn Muffin, dem es nicht gut geht. Aber tot sieht er ganz friedlich und possierlich aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Ayse Bosse (Text) und Andreas Klammt (Bilder): Weil du mir so fehlst. Dein Buch f\u00fcrs Abschied nehmen, vermissen und erinnern. Carlsen Verlag Hamburg 2016.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Link \u2013 man kann einen Song von der Autorin downloaden (Im Buch wird es am Ende zitiert)<\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um ein Buch, das man selbst gestalten kann, begleitet von einem B\u00e4ren. Das Trauerbegleit-Buch richtet zuerst ein Wort an die Kinder, dann an die Erwachsenen mit Blick auf Umgang mit Trauer und mit Blick auf den Umgang mit dem Buch. Nach diesen Einleitungsabschnitten wird die Trauer des B\u00e4ren beschrieben, indem Gef\u00fchle Trauernder wiedergegeben werden. Dieser Abschnitt schlie\u00dft: \u201eDie Welt ist jetzt anders. Trotzdem wird der B\u00e4r wieder sch\u00f6ne Tage haben. Bestimmt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgen Aufforderungen zur Eigenarbeit und Anmerkungen werden eingestreut. Zum Beispiel ein Abschnitt \u00fcber Fragen. Dort hei\u00dft es: \u201eNicht auf alle Fragen gibt es eine Antwort. Das ist nicht so schlimm. Und nicht jede Antwort gef\u00e4llt mir. Das ist auch in Ordnung. Hauptsache, ich kann dar\u00fcber reden und bin nicht allein mit meinen Gedanken.\u201c Der eigentliche Trauerbegleiter des B\u00e4ren ist ein Rotkehlchen, das immer mal Weisheiten einpiepst. Zum Beispiel: \u201eFalsche Fragen gibt es nicht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In dem Buch finden wir ein Rezept f\u00fcr Trauerkl\u00f6\u00dfe und weitere, zum Beispiel ein Rezept f\u00fcr Tr\u00f6steduft.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgt wieder ein B\u00e4rentext, der damit schlie\u00dft, dass er sich in seinen Pulli kuschelt und einschl\u00e4ft.<\/p>\n\n\n\n<p>Kinderzitate zum Thema Tod, Recht auf Trauer, Ansprechstellen, Dank beenden das Buch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bemerkungen<\/em><\/strong><em>:<\/em> Die Zeichnungen sind ansprechend, laden ein mitzumachen. Was es gar nicht bietet: Ernsthafte Hinweise zum Glauben. Auch keine Hinweise auf Hilfestellungen vor Ort, zum Beispiel Pfarrerinnen und Pfarrer. Alles nur online.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Brita Teckentrup: Der Baum der Erinnerung, arsEdition, M\u00fcnchen 2013<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Fuchs stirbt \u2013 er schl\u00e4ft ganz friedlich ein. Die Tiere erinnern sich an gemeinsame Erlebnisse mit dem Fuchs. Dann w\u00e4chst ein Baum, dessen Bl\u00e4tter die Farbe haben, die das Fell des Fuchses hat. Er wird gr\u00f6\u00dfer als alle anderen B\u00e4ume und Tiere wohnen in ihm. (Vgl. Jesu Gleichnis vom wachsenden Senfkorn \u2013 Anklang ist sicher nur zuf\u00e4llig.) Schluss-Satz: \u201eSo lebte der Fuchs in ihren Herzen weiter, f\u00fcr immer.\u201c Die Bilder sind sehr hell gemalt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#bab52b\"><strong>Christine Hubka und Nina Hammerle: Wo die Toten zu Hause sind. Mit einem p\u00e4dagogischen Anhang \u201eWie mit Kindern \u00fcber den Tod reden?\u201c Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien, 6. Auflage 2015<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst wird vorgestellt, dass Tiere und Menschen irgendwo zu Hause sind, dann aber das Haus verlassen m\u00fcssen. So m\u00fcssen auch Menschen, die gestorben sind, das Haus verlassen und sind bei Gott. Jesu Wort: In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen steht dann im Mittelpunkt des Buches. Wer in das Haus Gottes kommt, wird mit offenen Armen begr\u00fc\u00dft. In jedem Wohnraum gibt es wunderbare \u00dcberraschungen. In der Mitte des Hauses befindet sich ein gro\u00dfer Saal \u2013 und da wird gefeiert, was das Zeug h\u00e4lt. Die Bilder sind fr\u00f6hlich und hell.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anhang finden wir unter der \u00dcberschrift: \u201eMit Kindern \u00fcber den Tod reden\u201c Hinweise, wie man das gut bewerkstelligen kann. Es sind sehr praktische Tipps, die auf die Realit\u00e4t eingehen und nicht abgehoben irgendetwas Kluges sagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bemerkungen:<\/em>&nbsp;<\/strong>Es geh\u00f6rt mit zu den besten Bilderb\u00fcchern zum Thema aus christlicher Perspektive. Im Bilderbuch geht es nicht darum, wie man seine Trauer verarbeitet, es geht darum, die Welt der Toten darzustellen, die nicht finster ist, sondern von Gott bestimmt wird. Dadurch ist es auch auf die eigene Zukunft ausgerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#0800a3\"><strong>Fazit zu diesen B\u00fcchern:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tiere und Freunde sind gestorben, Omas und Opas. Religi\u00f6se Hilfestellungen spielen vielfach keine Rolle. In diesen B\u00fcchern wird auch manchmal angesprochen, was mit dem Toten passiert \u2013 das wird aber weitgehend nicht weiter aus christlicher Sicht relevant weiter gef\u00fchrt. Wesentlich ist auch hier der Umgang mit Trauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit ich das sehe, geht es immer mehr B\u00fcchern darum, den Menschen einzureden: Tod geh\u00f6rt zum Leben \u2013 was soll\u00b4s? Es geht also nicht einmal mehr um die Trauer, sondern einfach nur: Die Toten sp\u00fcren nichts. Ganz epikureisch. Es wird spannend sein zu beobachten, wie man in einer solchen Welt, sollte sie sich durchsetzen, mit Toten umgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil auch hier keine wesentliche Rolle spielt, was mit dem Toten geschieht, setzt sich vermutlich die religi\u00f6se Sicht fest: Er ist im Himmel. Denn im Grunde gibt es daf\u00fcr im westlichen Kulturkreis keinen ad\u00e4quaten Ersatz. Dass der Opa ein Stern wird, ist f\u00fcr Trauernde wohl kaum wirklich relevant, es sei denn wie ein Symbol, vergleichbar mit dem Piercing des Hasen. Denn es wird kaum einer wirklich meinen, dass ein Verstorbener zum Stern wird. Letztlich bleibt die volksreligi\u00f6se Sicht vermutlich h\u00e4ngen, die ein M\u00e4dchen nennt (Bosse\/Klammt: Kinderzitate): \u201eNachdem man gestorben ist, kommt man in den Himmel. Da ist es so blau und mit Wolken und so Engel irgendwie. Ich glaube schon, dass man dann auch ein Engel wird.\u201c Ausgenommen von diesem Fazit ist das letztgenannte Buch.<\/p>\n\n\n\n<p>Bislang bot Religion Trost \u2013 diese wird durch Psychologie ersetzt. Aber diese kann nur das Thema auf einen Aspekt reduzieren: Erinnerung an den toten Menschen bzw. ihn in dem wiederfinden, was man mit dem Verstorbenen erlebt hat. Wenn man sogar noch das reduziert, kommt man dazu zu sagen: Tot ist tot. Aus christlicher Sicht wird neben dem psychisch wichtigen Aspekt hervorgehoben: Gott schenkt dem verstorbenen Menschen ein neues Leben.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der Mensch \u2013<\/li><li>ein lebendes Wunder geschaffen durch Gott.<\/li><li>Der verstorbene Mensch \u2013<\/li><li>ein Wunder Gottes zum ewigen Leben.<\/li><li>Durch Jesus Christus.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Zu so manchem der B\u00fccher ist zu sagen: Die Wahrheit werden sie ablehnen und stattdessen seltsamen Fabeln folgen (2. Brief an Timotheus 4,4) &#8211; das hei\u00dft: Es werden christliche Traditionen aufgenommen, aber s\u00e4kularisiert. Statt Leben bei Gott, leben sonderbarer Arten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AUSGEW\u00c4HLTE BILDERB\u00dcCHER ZUM THEMA: STERBEN \u2013 TOD \u2013 AUFERSTEHUNG \u2013 TRAUER Dolf Verroen\/Wolf Erlbruch: Ein Himmel f\u00fcr den kleinen B\u00e4ren, M\u00fcnchen, Wien 2003 Der Opa des kleinen B\u00e4ren ist gestorben und in den Himmel gekommen. Nun will der kleine B\u00e4r auch sterben und in den Himmel kommen. 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