{"id":426,"date":"2019-07-01T16:08:17","date_gmt":"2019-07-01T14:08:17","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=426"},"modified":"2025-09-26T22:04:58","modified_gmt":"2025-09-26T20:04:58","slug":"auferstehung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/auferstehung\/","title":{"rendered":"Auferstehung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">AUFERSTEHUNG<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>1. Grenzen im Leben \u2013 Begrenzung des Lebens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir begegnen t\u00e4glich Grenzen. Die massivste Grenze, die der Mensch kennt: der Tod. Das Wissen um den Tod kann deprimieren, kann aber auch weiterf\u00fchren: Carpe Diem (fasse den Tag, lebe ihn sinnvoll) \u2013 Psalm 90,12:&nbsp;<em>Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben m\u00fcssen, damit wir klug werden<\/em>. Wir begegnen t\u00e4glich Grenzen \u2013 doch erleben wir auch, dass Grenzen \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>2. Leben nach dem Tod in den Religionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Den Gedanken an ein Leben nach dem Tod gibt es in vielen V\u00f6lkern und Religionen; ein paar Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Leben in der Unterwelt (weit verbreitet).<\/li>\n\n\n\n<li>Scheidung der Menschen in gute und b\u00f6se (Paradies und H\u00f6lle) ist auch h\u00e4ufiger \u2013 das ist kein spezifisch j\u00fcdisch-christlicher Gedanke. Eine Verbindung mit konkreter Ethik ist schon eher j\u00fcdisch-christlich verankert. Traditioneller ist der Gedanke, dass gute K\u00e4mpfer nach dem Sterben einen bevorzugten Ort bekommen.<\/li>\n\n\n\n<li>Reinkarnation: Die \u201eSeele\u201c (was auch immer das ist) sucht sich einen neuen K\u00f6rper.<\/li>\n\n\n\n<li>Die \u201eSeele\u201c geht zum Himmel: zu den Sternen.<\/li>\n\n\n\n<li>Leben als Geist (Geist der Ahnen).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Bilder f\u00fcr Auferstehung&nbsp;in der Gegenwart, um sie ein wenig verst\u00e4ndlicher zu machen: Raupe wird Raupenkokon wird Schmetterling \/\/&nbsp; Im Winter ist alles kahl, im Fr\u00fchjahr wird es wieder gr\u00fcn \/\/ Seele des Verstorbenen lebt weiter (Sterne\u2026) \/\/ Der K\u00f6rper lebt weiter im Kreislauf der Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter&nbsp;<strong>\u201eSeele\u201c&nbsp;<\/strong>versteht man in \u00f6stlichen Religionen das G\u00f6ttliche im Menschen. Das ist unsterblich. Wird sie vom Menschen beschmutzt, wird sie in der Reinkarnation in niederen Lebewesen wiedergeboren. Je reiner sie ist, in desto h\u00f6heren menschlichen sozialen Schichten wird sie wiedergeboren. Darum z\u00e4hlt der K\u00f6rper wenig, es z\u00e4hlt die g\u00f6ttliche Seele. Hauptsache, die g\u00f6ttliche Seele bleibt m\u00f6glichst rein. Seele im christlichen Sinne: Die Seele ist das Wesen des Menschen. Und zu seinem Wesen geh\u00f6rt nicht nur der Geist, sondern auch der K\u00f6rper. Eben alles. Und ist die Seele so wie Gott sie will \u2013 durch die im Glauben angenommene S\u00fcndenvergebung durch Jesus Christus rein \u2013 dann wird Gott den jeweiligen Menschen aus seiner von ihm gereinigten Seele neu erschaffen. Die Seele ist eine Art Samenkorn, in der die Pflanze in ihrem Wesen angelegt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>3. Auferstehung im Judentum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gab eine Entwicklung im Judentum:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Mensch ist tot, von Gott geschieden, lebt in der Unterwelt. <\/li>\n\n\n\n<li>Unterwelt nicht so sehr als Ort beschrieben, sondern als ein zustand: Einsamkeit, Schuld, Verlassenheit, innere Dunkelheit. Dann:<\/li>\n\n\n\n<li>Gott hat Zugang zur Totenwelt \u2013 er kann herausf\u00fchren. Dann:<\/li>\n\n\n\n<li>Gott f\u00fchrt jeden heraus: zum Gericht. Die einen kommen in den Himmel, die anderen in die H\u00f6lle. Es gibt unterschiedliche Vorstellungen von Himmel und H\u00f6lle (das sind keine spezifisch j\u00fcdischen Vorstellungen, sondern von der Zarathustra-Religion Persiens gepr\u00e4gt worden) \u2013 und einem Zwischenzustand, dem Fegefeuer, dem Reinigungsfeuer.<\/li>\n\n\n\n<li>Gott f\u00fchrt Glaubende sofort nach deren Sterben zu sich.<\/li>\n\n\n\n<li>Nach der Erfahrung des auferstandenen Jesus Christus durch Juden, wird die Auferstehung ein wesentliches Merkmal des judenchristlichen Glaubens (s. 4.).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>4. Auferstehung im Christentum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auferstehungsberichte, die von der Auferstehung und der Erscheinung Jesu als Auferstandener berichten, finden wir im Neuen Testament in den Evangelien. Die jeweiligen Evangelien legen unterschiedliche Schwerpunkte (Synoptischer Vergleich = Vergleich der Evangelien: Matth\u00e4us, Markus, Lukas). Auch Paulus berichtet in einem Traditionsst\u00fcck im 1. Brief an die Korinther 15 davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Verstehensversuche (s. auch:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/lehre-jesu\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/jesus-christus\/lehre-jesu\/<\/a>&nbsp;):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Rationalisierende Versuche<\/em>: Jesu Leichnam wurde geraubt, Jesus war nur scheintot, an der Stelle Jesu wurde ein anderer hingerichtet, die Jesus-Figur ist eine Erfindung eines\u00a0 Schriftstellers, es hat eine Massenhypnose stattgefunden, die Rede von der Auferstehung Jesu ist nur eine Metapher usw.<\/li>\n\n\n\n<li><em>Theologische Versuche<\/em> zu verstehen: Es kommt nicht auf das leere Grab und die k\u00f6rperliche Auferweckung Jesu an, sondern auf den Glauben. <\/li>\n\n\n\n<li>Wenn wir die Evangelien genau lesen, dann erkennen wir, dass irgend etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches geschehen sein muss. Wir k\u00f6nnen sehen, wie sehr die Evangelisten und ihre Tradition um Worte ringen, dieses Au\u00dfergew\u00f6hnliche darzustellen, mitzuteilen. Jesus wird mit einer eigenartigen K\u00f6rperlichkeit gezeichnet: Er wird erst daran erkannt, dass er das Brot teilt, er wird an seiner Stimme erkannt usw.<\/li>\n\n\n\n<li>Vor allem das Lukasevangelium (und vgl. Paulus im Traditionsst\u00fcck 1. Korinther 15) will zeigen, dass sich in dem gekreuzigten Jesus Christus mit dessen Auferstehung die Verhei\u00dfungen Gottes, die im Alten Testament zu finden sind, erf\u00fcllt.<\/li>\n\n\n\n<li>Was auch immer geschehen ist: Der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi ist f\u00fcr den Glauben der Kirche seit Anfang an grundlegend.<\/li>\n\n\n\n<li>Von daher gesehen ist es auch gleichg\u00fcltig, welche der Berichte im Detail \u201ehistorisch\u201c richtig ist: Gott hat in Jesus Christus \u00fcberraschend gewirkt \u2013 die Worte, die dieses \u00fcberraschende Handeln Gottes zu formulieren suchen, sprechen die jeweiligen Menschen in ihrer Individualit\u00e4t, Situation und Lebenserfahrungen an.<\/li>\n\n\n\n<li>Damit verbunden sind: Glaube daran, dass Gott hinter den Worten und Taten des irdischen Jesus steht; dass Jesus wahrer Mensch ist \u2013 aber auch wahrer Gott; der Glaube, dass Jesus letztg\u00fcltig zeigt, wer und wie Gott ist (er liebt die Menschen, sucht sie, geht ihnen nach, vergibt S\u00fcnde, nimmt sie an); Glaube daran, dass Gott den Menschen auch nach dem Tod bei sich aufnehmen wird: Auferstehung von den Toten aller \u2013 es handelt sich um eine Art Neusch\u00f6pfung. Wenn Gott Macht hatte, Jesus aufzuerwecken, hat er als Sch\u00f6pfer auch Macht, andere Menschen aufzuerwecken. Das Paradies ist eher bildhafte Vorstellung. Pfingsten geh\u00f6rt unmittelbar mit der Auferstehung zusammen: Die Worte von der Auferstehung Jesu Christi sind f\u00fcr uns Menschen, die wir nur an dem kleben, was wir kennen, unglaublich. Darum ist es Gott selbst, der den Menschen durch seinen Geist f\u00fcr diesen Glauben \u00f6ffnen muss. Das bedeutet, dass der auferstandene Jesus Christus Teil der Erfahrung des Menschen werden kann \u2013 und somit geglaubt wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Ewiges Leben \u2013 Ewigkeit: Das hat nichts mit \u201eZeit\u201c zu tun, sondern mit einem Leben bei Gott. Es ist F\u00fclle, Vollkommenheit. (Parallel dazu: Auch bevor es Sch\u00f6pfung gab, gab es keine Zeit. Zeit ist erst dann anzusetzen, als Welt wurde.)<\/li>\n\n\n\n<li>Es sei darauf hingewiesen, dass die Auferstehungserfahrung mit einer Gruppe von Menschen verbunden wird. Es ist nicht ein einzelner Zeuge, es sind viele. Andere Religionen legen den Fokus auf eine Einzelperson, die vom G\u00f6ttlichen ergriffen wurde oder von der Erwachung gepr\u00e4gt wurde: Abraham, Moses, Buddha, Mohammed. Man kann freilich auch Jesus nennen \u2013 aber die Be-Geist-erung hat dann eine Gruppe erfahren und ist als Gruppe Anfang der Verk\u00fcndigung.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn es hei\u00dft, dass Jesus hinabgestiegen ist in das Reich des Todes, dann geht es nicht um den Ort, sondern um die Befreiung von Menschen aus Einsamkeit, Dunkelheit, Schuld. 1. Petrus 3 hei\u00dft es, dass er hinabgestiegen ist, um den Menschen zu predigen &#8211; das hei\u00dft: zur Umkehr zu rufen, hin zum Evangelium. Also er hat dort das getan, was er auch auf der Erde tat, um Menschen aus der Einsamkeit und Finsternis herauszurufen. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>5. Die Besonderheit christlicher Auferstehungshoffnung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele (alle?) V\u00f6lker und Religionen haben irgendeine Form der Erwartung an ein Leben nach dem Tod \u2013 und sei es die Erwartung des gef\u00fcllten Nichts. Sie sprechen von einer unsterblichen Seele, von einem Leben des Menschen aus Leib und Seele im Paradies, von einem irgendwas des Menschen im Nirwana, nachdem die Seele sich reinkarniert hatte, von H\u00f6lle \/ Unterwelt, vom Himmel \u2013 Insel der Seligen, Walhalla \u2013 , von einem Weiterleben als Geist, usw., usw.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum haben die V\u00f6lker die Erwartung?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Weil der Mensch sich nicht vorstellen kann, dass dieser Aufwand, das Leben genannt wird, getrieben wird, nur, damit der Mensch dann stirbt?<\/li>\n\n\n\n<li>Weil der Mensch sich aufgrund seiner Sinne als Mittelpunkt der Welt sieht \u2013 und er bleibt es somit auch nach dem Tod?<\/li>\n\n\n\n<li>Weil Gott, der Sch\u00f6pfer, einen Hoffnungskeim in den Menschen gelegt hat?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wie auch immer man das alles interpretieren mag: Diese Vorstellung gibt es seit fr\u00fchester Zeit an.<\/p>\n\n\n\n<p>Worin besteht nun die Bedeutung der Auferstehungshoffnung der Christen? Sie haben die eigenartige Erfahrung gemacht, dass der hingerichtete Jesus von Nazareth trotz seines Sterbens lebt. Sie interpretierten das als Auferweckung durch Gott bzw. als Auferstehung des Sohnes Gottes. Das, was Christen erfahren haben und erfahren, verstehen sie so, dass daraus auch die eigene Auferweckung folgen wird: Ist dieser Jesus Christus auferstanden, wird Gott auch sie auferwecken. Und wie sollen sie das Unm\u00f6gliche kommunizieren? Um es anderen mitteilen zu k\u00f6nnen, verwenden sie Worte und Vorstellungen aus den anderen Religionen. Sie sprechen von Seele, von Himmel und H\u00f6lle, vom Paradies\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#00a329\"><strong>Am Anfang steht die Erfahrung, dass Jesus Christus lebt und der Glaube, dass diejenigen, die ihm folgen, auch in dieses neue Gottesleben hinein gezogen werden, weil Jesus Christus sie liebt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#17a300\"><strong>Erst danach folgt die religi\u00f6se Interpretation.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Konstante christlichen Redens von der Auferstehung ist die Erfahrung der Auferweckung Jesu Christi, die ihr nachfolgenden Formulierungen und Interpretationen sind variabel, weil sie der Sprachfindung und der Kommunikation dienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dass hierin eine Besonderheit des christlichen Glaubens liegt, haben die Menschen begriffen, die weltweit Jesus Christus folgen, obgleich ihre alten Religionen und Weltanschauungen ihnen auch schon Bilder des Lebens nach dem Tod mitgegeben haben. Religionen sprechen von einem Leben nach diesem irdischen Leben, einem danach. Christen sprechen von einem Jetzt (in Jesus Christus), das danach weitergeht. (Vgl. Paulus: Ob wir leben oder sterben: Wir sind des Herrn.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#4800a3\"><strong>An-ge-dacht 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schauen wir uns die Geschichte von den Emmaus-J\u00fcngern an: Der Glaube an den Auferstandenen ist ein Prozess. Nach einem Dialog, nach Belehrung ist ein Zeitpunkt gekommen, in dem die J\u00fcnger den Auferstandenen an einem ganz bestimmten Erlebnis, in einer ganz bestimmten Situation erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein minilanger Prozess wird im Johannesevangelium beschrieben: Maria sieht, aber erkennt nicht, macht sich ihre Gedanken, spricht viel \u2013 und auf einmal aufgrund der Anrede Jesu: Erkennen!<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Paulus ist in diese Reihe einzuordnen: Er verfolgt Christen, hat sicher mit zahlreichen von ihnen gesprochen, dar\u00fcber nachgedacht, hat alles abgelehnt und f\u00fcr dumm und gef\u00e4hrlich angesehen \u2013 und dann vor Damaskus das Erkennen!<\/p>\n\n\n\n<p>Und so erging und ergeht es zahlreichen Menschen durch die Jahrhunderte und in aller Welt. Gott erhebt auch sie aus dem Staub \u2013 in den sie sich hinein erniedrigt haben. Sie verstehen nichts \u2013 und verstehen doch alles.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche sagen: Ich glaube nicht an die Auferstehung. Macht nichts. Der Glaube kann nicht erzwungen werden. Was vielleicht Voraussetzung ist: In Ablehnung oder Wohlwollen \u2013 die Besch\u00e4ftigung mit Gott in Jesus Christus. In der Ablehnung und in der Besch\u00e4ftigung ist man mit dem Auferstandenen schon auf dem Weg. Und dann? Irgendwann macht es mehr oder weniger deutlich: Klick. Und man sagt: Nicht verendet der Mensch \u2013 der Mensch wird vollendet! Gott sei Dank.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#5700a3\"><strong>An-ge-dacht 2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An der Auferstehung scheitern wir alle: Man kann sie nicht glauben, man kann sie nicht kommunizieren (nur stotternd versuchen) \u2013 man kann sie nur erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Leben scheitern wir alle: Man kann nicht glauben, dass es so etwas wie Leben gibt, tote Materie beginnt zu leben, denken, lieben \u2013 weil wir Leben erfahren, k\u00f6nnen wir glauben, dass es das gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Existenz von Etwas scheitern wir alle: Man kann nicht glauben, dass es so etwas gib wie \u201cEtwas\u201d, dass Etwas aus dem Nichts entsteht \u2013 oder dass nie Nichts war, sondern immer Etwas \u2013 weil wir Etwas erfahren, k\u00f6nnen wir glauben, dass es das gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Liebe scheitern wir alle: Man kann sie nicht glauben, man kann sie nicht kommunizieren (nur stotternd versuchen) \u2013 man kann sie nur erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Auferstehung scheitern wir alle: Man kann sie nicht glauben, man kann sie nicht kommunizieren \u2013 man kann sie nur erfahren. Nicht erst in Zukunft, sondern schon hier und jetzt, wenn man ein Leben im Licht des auferstandenen Jesus Christus lebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#8300a3\"><strong>Auferstehungs-Bilder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberlieferungen von der Auferstehung Jesu Christi regen in uns Bilder an \u2013 auch wenn wir die Worte nicht verstehen, sie als unlogisch ablehnen, sie mit unserer Erfahrung nat\u00fcrlich nicht in Einklang bringen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dunkel \u2013 schwarz \u2013 Trauer \u2013 Ende. Doch dabei bleibt es nicht: Es wird licht, hell, es geht weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die biblischen Texte liefern viel Emotion: Von der Schockstarre \u2013 hin zu aufgeregtem Hin- und Herrennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einzelne Personen kommen in den Blick: Die traurigen Emmausj\u00fcnger, deren Hoffnung zerst\u00f6rt wurde \u2013 sie geraten auf ihrem Weg, in dem zun\u00e4chst mit dem unerkannten Jesus nur Worte gewechselt werden \u2013 zur Erkenntnis: Der, den wir tot w\u00e4hnten \u2013 er lebt! Er redet, er handelt \u2013 wir sind nicht mehr allein! Die an das Irdische gefesselten politischen Hoffnungen wurden in den Himmel erhoben \u2013 sie wurden frei \u2013 und rannten zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria Magdalena, weinend, r\u00e4tselnd \u2013 h\u00f6rt in ihrer Traurigkeit und ihrer Verwirrung ihren Namen und einen Satz: Maria, was weinst du? Durch die Tr\u00e4nen hindurch \u2013 schillernder Glanz des Himmels.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweifelnde Thomas: Erst dann, wenn ich ihn gesehen und seine Wunden ber\u00fchrt habe \u2013 dann glaube ich. Doch Glaube ist nicht ber\u00fchren und sehen. Glaube ist Vertrauen und im Herzen sp\u00fcren: Jesus Christus ist lebend, lebendig \u2013 auf eine neue Art und Weise: Er ist da und nah.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bild vom weg gerollten Stein, dem leeren Grab \u2013 das Bild von dem Mann bzw. den M\u00e4nnern in wei\u00dfen Kleidern, die erkl\u00e4ren, was geschehen ist\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auferstehungsgeschichten erwecken in unserer Seele Bilder. Hoffnungsbilder. Der Tod ist besiegt \u2013 Gott hat gesiegt. Und diese Bilder begleiten uns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30003\">Aufgabe:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a30003\">Versuche die in Dir angeregten Bilder zu malen, gegenst\u00e4ndlich oder nur in Farben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Punkte 1-5 k\u00f6nnen als Anregung verwendet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AUFERSTEHUNG 1. Grenzen im Leben \u2013 Begrenzung des Lebens Wir begegnen t\u00e4glich Grenzen. Die massivste Grenze, die der Mensch kennt: der Tod. 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