{"id":411,"date":"2019-07-01T16:00:12","date_gmt":"2019-07-01T14:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=411"},"modified":"2026-07-06T10:41:02","modified_gmt":"2026-07-06T08:41:02","slug":"scham-und-schuldkultur","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/scham-und-schuldkultur\/","title":{"rendered":"Scham- und Schuldkultur"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color has-medium-font-size wp-block-paragraph\" style=\"color:#a30003\">DISKUTIERE: SCHAMKULTUR UND SCHULDKULTUR<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>1. Scham- und Schuldkultur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die strikte Unterscheidung zwischen Schamkultur und Schuldkultur (1) ist umstritten. In den Kulturen ist beides vorhanden &#8211; jedoch in unterschiedlicher Gewichtung. Aber dennoch hat diese Beobachtung von Ruth Benedict etwas, das so manches erkl\u00e4rt. Der Nahe Osten bis hin nach China\/Japan vertritt tendenziell die Schamkultur: Menschen sch\u00e4men sich, wenn ihr Tun von der Gesellschaft nicht gedeckt wird und entdeckt wird. Die christliche &#8211; vor allem neutestamentlich-protestantische Schuldkultur &#8211; betont das Gewissen, betont die Verantwortlichkeit des Menschen, und dass er selbst seine Schuld entdeckt, wenn er etwas getan hat, das Gottes Willen nicht entspricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus j\u00fcdisch-christlicher Perspektive m\u00fcssen wir von Schuld sprechen.&nbsp; Menschen sind schuldig geworden, weil sie sich an anderen gegen Gottes Willen vergangen haben. Jeder erkennt seine eigene Schuld. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn aus \u00f6stlicher Perspektive von schlimmen Vergehen der Menschen gesprochen wird, dann tritt die Scham in den Vordergrund: Die Gesellschaft akzeptiert eine Handlung nicht, diejenigen, die sich vergangen haben, sollen sich sch\u00e4men und die Konsequenzen ziehen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das innere Gericht (Schuldkultur) \u2013 das \u00e4u\u00dfere gesellschaftliche Missbilligen (Schamkultur). In der Schuldkultur tut man etwas nicht, weil man sich innerlich zur Rechenschaft zieht \u2013 in der Schamkultur tut man etwas nicht, weil man Angst hat, es k\u00f6nnte von den anderen entdeckt werden, oder man tut etwas, weil man davon ausgeht, dass man nicht entdeckt wird. Bei der Schuldkultur w\u00fcrde man das nicht tun, weil der innere bzw. g\u00f6ttliche Richter immer anwesend ist. In der Schuldkultur ist der Mensch Knecht seines Gewissens\/Gottes, der Mensch &#8222;entehrt&#8220; sich vor sich selbst \u2013 in der Schamkultur ist man Knecht der Gesellschaft \/ Gemeinschaft, denn das Ehrgef\u00fchl ist verinnerlicht und handlungsweisend. In der Schuldkultur kann das Individuum die Gesellschaft anklagen, wenn diese gegen g\u00f6ttliche oder moralische Gesetze (Menschenw\u00fcrde) verst\u00f6\u00dft \u2013 in der Schamkultur ist das nicht m\u00f6glich, weil die Gesellschaft selbst die h\u00f6chste moralische Instanz und Richterin ist. Wer sie kritisiert, schlie\u00dft sich aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man sich \u00fcber das, was Menschen einander antun k\u00f6nnen, f\u00fcr die Menschen sch\u00e4mt, sch\u00e4mt man sich \u00fcber das Tun anderer \u2013 bei der Schuld merkt man, dass schlimmes Tun auch in uns selbst steckt, wenn wir uns nicht nach Gottes liebenden Willen f\u00fcr alle Menschen ausrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie eingangs gesagt: Eine strikte Trennung ist umstritten \u2013 aber ich denke, diese Erkenntnis hat etwas Erhellendes, das vor allem auch mit Blick auf die Auseinandersetzung des Islam und der chinesischen Regierung mit dem Christentum. In der Schuldkultur ist das Individuum bedeutsam \u2013 in der Schamkultur wird die Gruppe b\u00f6se, wenn das Individuum seinen eigenen Kopf beh\u00e4lt und gar sagt: Die Gesellschaft, das Kollektiv, die Ummah, die Gemeinde tut Unrecht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Islam hat auch die Schuldkultur in dem Sinn, dass (fast) jeder im Gericht vor Allah stehen wird &#8211; aber die Schamkultur ist im sozialen Miteinander weit verbreitet: Die Ummah ist eine kollektivistische Gr\u00f6\u00dfe, in der in der Realit\u00e4t das Konzept der Ehre eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen kann, als die Angst vor individuellem Schuldigwerden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sieht so aus, als habe sich die Schuldkultur in Europa auf breiterer gesellschaftlicher Ebene erst im Mittelalter verbreitet, als im 13. Jahrhundert die Beichte in der Kirche wichtig wurde. Denn durch die Beichte erkannte jeder Mensch: In mir selbst steckt das B\u00f6se. Das ist zwar schon lange vorher von Jesus, Paulus, Augustinus und anderen so ausgesprochen worden, wurde aber erst sehr sp\u00e4t allgemein bewusst. Und dieser Ansatz wurde dann Grundlage der Schuldkultur in Mitteleuropa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Neuzeit wurde diese Selbsterkundung durch die Pietisten wieder weit verbreitet: Der Mensch muss sein Tun kontrollieren, muss es mit den Vorgaben der Bibel abstimmen, damit er ein Gott gem\u00e4\u00dfes Leben f\u00fchren kann. W\u00e4hrend die Beichte von Priestern abgenommen wurde, findet die Selbsterkundung der Pietisten allein zwischen dem Glaubenden und Gott statt. Ich verhalte mich nicht gut, weil ich einem Priester beichten muss, sondern weil ich vor Gott selbst stehe. Interessanterweise hat diese Fokussierung auf das Gewissen dazu beigetragen, das Gewissen von Gott zu l\u00f6sen und s\u00e4kular eigenst\u00e4ndig werden zu lassen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Erkennen eigener Schuld muss also gelernt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>2. Cancel Culture<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was geschieht mit einer Gesellschaft, in der der christliche Ansatz immer st\u00e4rker verschwindet? Wird dann die Schamkultur wieder zum Vorschein kommen? Oder eine ganz andere Form des Umgangs mit Schuld?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier wird dann die so genannte Cancel Culture interessant: Gott wird nicht mehr als Richter anerkannt &#8211; Richter ist die Social-Media-\u00d6ffentlichkeit. Wer nicht angepasst ist, wird durch Shitstorm \/ Emp\u00f6rung an den Pranger gestellt und hat nur wenig Chancen, wieder frei im \u00f6ffentlichen Diskurs mitreden zu k\u00f6nnen (wobei von manchen Gruppen auch versucht wird, die digitale \u00d6ffentlichkeit in die pers\u00f6nliche Lebenswelt hin zu \u00fcbertragen: Kennzeichnen des Hauses, in dem er wohnt, &#8222;Sensibilisierung&#8220; der Mitmenschen gegen den politisch und moralischen Unhold).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das k\u00f6nnen sich auch staatliche und gesellschaftliche Aktivisten zunutze machen. So werden Menschen, die nicht im Mainstream mitgehen, durch staatsnahe Kampagnen (mit Hilfe der so genannten &#8222;Zivilgesellschaft&#8220;) und durch juristische Bedrohung systematisch ins gesellschaftliche Abseits gedr\u00e4ngt. Daf\u00fcr gibt es den Begriff &#8222;Lawfare&#8220;, das hei\u00dft: Das Gesetz wird zur Kriegsf\u00fchrung gegen den politischen, moralischen Gegner missbraucht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier greift weder der Begriff Schamkultur, denn der so Angegriffene muss sich nicht sch\u00e4men, wei\u00df sich sogar im Recht. Auch der Begriff Schuldkultur greift nicht, denn der Angegriffene muss keine Schuld haben, schuldig sind eher die Angreifer. Die entscheidende Instanz ist nicht Gott, ist nicht das Gewissen, ist nicht die traditionelle Gemeinschaft &#8211; die entscheidende Instanz ist der Teil medialer \u00d6ffentlichkeit, der meint, aktiv gegen ein Individuum vorgehen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>3. Bek\u00e4mpfung der traditionellen Scham- und Schuldkultur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Aspekt muss aufgrund digitaler M\u00f6glichkeiten bedacht werden:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00fcher waren Menschen, die im Dorf sexuell kriminelle Gedanken hatten, oder auch anderweitig kriminell waren, ohne R\u00fcckhalt, mussten alles heimlich machen oder irgendwie mit sich ausmachen. Heute finden Menschen mit asozialen Gedanken in Social Media oder im Darknet Gesinnungsgenossen. Sie sch\u00e4men sich nicht mehr, sie empfinden keine Schuld, weil sie sich als Teil einer Gruppe wissen, die \u00e4hnlich denkt, \u00e4hnlich drauf ist. Sie sch\u00fctzen sich im Grunde vor der traditionellen Scham- und Schuldkultur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es entsteht eine Subkultur, deren Taten und Gedanken von der Gesellschaft als pervers oder kriminell angesehen und tabuisiert werden, die aber durch die Kommunikation mit Gleichgesinnten in ihren &#8222;Echokammern&#8220; immer st\u00e4rker als normal angesehen werden. Sie denken, dass das, was sie tun und denken, normal ist. Die Gesellschaft, die das ablehnt, ist heuchlerisch und verlogen, was ihre Gruppe sagt und tut, ist wichtiger als das, was die Gesellschaft durch die Gesetze festgeschrieben hat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sch\u00e4men sich ihrer Gedanken und Taten nicht, f\u00fchlen sich als Teil einer Subkultur, Teil einer Untergrundbewegung. Fr\u00fcher f\u00fchlten sie sich als Opfer der Gesellschaft &#8211; jetzt bekommen sie in ihrer Subkultur immer mehr Anh\u00e4nger. Sie erschaffen sich eine Ersatzgemeinschaft, in der das, wor\u00fcber sich Menschen sch\u00e4mten und schuldig f\u00fchlten, normal wird &#8211; und sch\u00e4men und schuldig f\u00fchlen sollte sich die Gesellschaft. Das hei\u00dft: Der Vorwurf wird zur\u00fcckgegeben: Ihr solltet euch sch\u00e4men, ihr seid schuldig! Es bleibt also nicht bei Verteidigung der eigenen Verhaltensweisen, sondern geht \u00fcber in den moralischen Angriff. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mechanismen von Scham- und Schuldkultur werden gegen die Gesellschaft selbst verwendet. Der Spie\u00df wird sozusagen umgekehrt: traditionelle Moral, Kinderschutz, Schutz der Frauen, die staatliche Ordnung werden diffamiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Sicht der Gesellschaft ist eine solche Subkultur im Grunde eine kriminelle Vereinigung, deren &#8211; aus Sicht der Gesellschaft &#8211; perverse oder kriminellen Mitglieder sich asozial verhalten gegen\u00fcber anderen. Gesellschaftliche Werte k\u00f6nnen nun aber dadurch erodieren, indem diese Subkultur immer aggressiver in die Gesellschaft eindringt und versucht, die Deutungshoheit zu bekommen, letztlich auch gesetzlich gesch\u00fctzt wird. Die Schuld- und Schamkultur wird als Unterdr\u00fcckungsmechanismus propagiert, als r\u00fcckst\u00e4ndig &#8211; man selbst sei fortschrittlich, aufgekl\u00e4rt, religi\u00f6s, weltanschaulich im Recht. Menschen, die an traditionellen Werten festhalten, werden immer st\u00e4rker diffamiert und isoliert.  Eine moderne Gesellschaft wird durch das Internet immer st\u00e4rker der Kampfplatz unterschiedlichster Kulturen und Subkulturen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht also nicht mehr so sehr um eine kollektive Schwerpunktsetzung auf Scham oder Schuld. Die Gesellschaft wird durch Dynamiken von Gruppen im Internet und dem \u00dcbergang in das reale Leben st\u00e4rker fragmentiert. Sie wird zum Kampfplatz unterschiedlichster Vorstellungen von Scham und Schuld.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>4. Christliche Sicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus christlicher Sicht wird sich dann doch das immer wieder durchsetzen, was Gott an Werten den Menschen mitgegeben hat. Im 19. Jahrhundert entstanden Materialismus, Nationalsozialismus, Marxismus &#8211; mit ihren jeweils eigenen Gott verleugnenden Werten. Diese fanden dann ihren blutigen H\u00f6hepunkt im 20. Jahrhundert. Sie kollabierten, scheiterten an ihrer asozialen Gesinnung. Sie haben zwar immer noch m\u00e4chtige Vertreter, aber nicht mehr die Macht (was nicht hei\u00dft, dass diese nicht wieder zur Macht kommen k\u00f6nnen, da der Mensch eben ein s\u00fcndiges Wesen ist und empf\u00e4nglich f\u00fcr alle m\u00f6glichen Verf\u00fchrungen). Die Systeme &#8211; aber auch die destruktiven Subkulturen &#8211; brechen immer wieder zusammen, weil sie gegen die Sch\u00f6pfung angehen. Gottes Ordnung ist durch seinen Geist tiefer im Menschen am Wirken, als Ideologen es meinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(1) Zun\u00e4chst beschrieben von der Anthropologin Ruth Benedict.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachtrag (2025): <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wissen\/psychologie-emotionen-verhalten-100.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wissen\/psychologie-emotionen-verhalten-100.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-654cd7d35dc825077acf32ffc95db76d wp-block-paragraph\" style=\"color:#da0b0b\">Aufgaben: Wenn Du selbst\u00e4ndig nachgedacht und Notizen gemacht hast &#8211; tauscht Euch anschlie\u00dfend argumentativ in Kleingruppen aus:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-813e8c07643884b8ec6dad0df3e59a35 wp-block-paragraph\" style=\"color:#da0b0b\">a) <strong>Textverst\u00e4ndnis<\/strong>: Fasse den Unterschied zwischen Scham- und Schuldkultur knapp zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-532f6331aaac8009fde7aef53eda4537 wp-block-paragraph\" style=\"color:#da0b0b\">b) <strong>Gegenwartsanalyse \/ Lebenswelt<\/strong>: Welche Erfahrungen \/ Beobachtungen hast Du mit Blick auf Scham und Schuld (z.B. in der Schule, der Familie, im Verein) gemacht? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-02b27e3e51ae3749c86441926fdff752 wp-block-paragraph\" style=\"color:#da0b0b\">c) Entspricht es auch Deinen Beobachtungen, dass sich mit Blick auf Scham- und Schuldkultur durch Social Media (Cancel Culture &#8211; das darf man nicht sagen\/denken -, Druck von Onlinegruppen) etwas ver\u00e4ndert hat?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-714e30ea36733a01271766a6c9933802 wp-block-paragraph\" style=\"color:#da0b0b\">d) <strong>Kritische Reflexion<\/strong>: Zum 3. Abschnitt: <br>\u03b1) Findest Du die Bezeichnung Subkultur f\u00fcr isolierte Online-Gemeinschaften korrekt? <br>\u03b2) Wenn ja, welche Gruppierungen fallen Dir ein, die sich bewusst au\u00dferhalb der anerkannten gesellschaftlichen Werte bewegen? <br>\u03b3) Teilst Du die Beobachtung des Autors, dass sich Gruppen der Subkultur ver\u00e4ndert haben und selbstbewusster auftreten? <br>\u03b4) Findest Du diese Entwicklung grunds\u00e4tzlich gut oder gef\u00e4hrlich? <br>\u03b5) Sollten bestimmte &#8222;Subkulturen&#8220; keinen Raum in der Gesellschaft bekommen? Welche? Hat also Toleranz Grenzen? (Erstellt ein Tafelbild.)<br>\u00a0\u03b6) Wo zieht unser Grundgesetz Grenzen, wo \u00f6ffnet es R\u00e4ume?<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DISKUTIERE: SCHAMKULTUR UND SCHULDKULTUR 1. Scham- und Schuldkultur Die strikte Unterscheidung zwischen Schamkultur und Schuldkultur (1) ist umstritten. In den Kulturen ist beides vorhanden &#8211; jedoch in unterschiedlicher Gewichtung. Aber dennoch hat diese Beobachtung von Ruth Benedict etwas, das so manches erkl\u00e4rt. 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