{"id":3627,"date":"2026-07-18T09:00:52","date_gmt":"2026-07-18T07:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=3627"},"modified":"2026-07-20T12:24:10","modified_gmt":"2026-07-20T10:24:10","slug":"sprache-des-glaubens-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/sprache-des-glaubens-geschichte\/","title":{"rendered":"Sprache des Glaubens: Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vgl.:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/geschichtshandeln\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/geschichtshandeln\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vor\u00fcberlegung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott wirkt in der Geschichte der Menschheit \u2013 Gott wirkt in der Lebensgeschichte des Individuums. Dass das gesagt werden kann, ist Folge der Interpretationen des Handelns Gottes, wie sie in biblischen Schriften bekannt wird. Israel sieht Gott in der Geschichte handeln \u2013 und bringt das auch ganz intensiv zur Sprache. Einzelne Glaubende sehen Gott in ihrer Lebensgeschichte handeln \u2013 und bringen das auch ganz intensiv zur Sprache \u2013 zum Beispiel in den Psalmen. Wie Gottes Handeln in der Geschichte zur Sprache gebracht wird, ist bis heute sehr stark von den jeweiligen Zeiten und den Individuen abh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Gott und Geschichte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der j\u00fcdisch-christliche Glaube ist sehr stark mit Geschichte verkn\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1. Altes Testament<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ausl\u00f6ser dieses Glaubens, dass Gott in die Geschichte eingreift, war die Erfahrung von Israeliten, dass Gott sie aus der Sklaverei in \u00c4gypten befreit hat. Lange haben sie geklagt und auf Befreiung gehofft und darum gebetet. Dann berief Gott den Moses (warum erst jetzt, das wird nicht gesagt) \u2013 st\u00e4rkte, half, begleitete ihn und das Volk. Diese Erfahrung, dass Gott der Befreier aus langer Notsituation ist, ist f\u00fcr weiteres Geschichtsdenken relevant. Aufgrund der langen Zeit des Klagens k\u00f6nnen auch die H\u00f6rer dieses Textes darauf schlie\u00dfen: Wir wissen nicht wann Gott eingreift \u2013 wir wissen aber, dass er es tut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie auch immer historische Forschung das alles einordnet und herausarbeitet: Wichtig war dann, dass Gott in die Geschichte dadurch eingreift, dass er gegen feindliche Angriffe Menschen beruft, auch \u00e4u\u00dferst sonderbare Menschen, und durch sie dem Volk das Land immer st\u00e4rker \u00fcbereignete (Richterbuch). Gott erlaubte dem Volk sp\u00e4ter einen Herrscher zu haben, der das Volk leiten sollte. Neben den K\u00f6nigen gab es Priester und Propheten. Priester wirkten am Tempel, die gro\u00dfen Propheten wirkten eher oppositionell politisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deuteronomisten sichteten wohl sp\u00e4testens in der Zeit der Babylonischen Gefangenschaft die gesamte israelitische\u00a0 Vergangenheit und erkannten in ihr Gottes Geschichtshandeln ganz deutlich: Gott hat Israel erw\u00e4hlt \u2013 er schloss mit dem Volk einen Vertrag. Wenn das Volk den Vertrag einh\u00e4lt, dann l\u00e4sst Gott es dem Volk gut gehen, wenn es den Vertrag bricht, dann l\u00e4sst er es disziplinieren. Diese Sicht hatten auch die Propheten und warnten vorneweg: Verhaltet euch vertragsgem\u00e4\u00df. Wenn ihr das tut, dann wird es euch gut gehen, wenn nicht, werden euch fremde M\u00e4chte \u00fcberwinden und ihr m\u00fcsst f\u00fcr die Fehler der Herrscher, der Priester und euer eigenes asoziales Verhalten b\u00fc\u00dfen. Propheten waren von Gott \u00fcberw\u00e4ltigte und politisch sehr wachsame Menschen \u2013 und so realisierte sich das, was sie als Wort Gottes angek\u00fcndigt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem aus vielen Perspektiven sinnlosen Auf und Ab der Geschichte sehen die Glaubenden als Konstante: Gott. Und das schenkt Trost: Wenn es auch noch so schlimm aussieht, Gott wird eingreifen. Jedoch: Wann? Wir erkennen in den Psalmen viele Klagen dar\u00fcber, dass die Menschen nicht verstehen, dass Gott nicht eingegriffen hat \u2013 und sie vertrauen ihm, dass er in Zukunft eingreifen wird. Wir sehen hier die vielf\u00e4ltige Auseinandersetzung mit Gott, den wir Menschen nicht verstehen, den verborgenen Gott. Das betrifft sowohl das Volk insgesamt als auch das Individuum, dessen Klage dann im Hiob Buch literarisch verdeutlicht wird. Gleichzeitig wird Gott daf\u00fcr gedankt, dass er eingegriffen hat, in die eigene Not wie die Not des Volkes und die Not beseitigte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der K\u00f6nig David wird \u2013 obgleich er massive moralische Vergehen ver\u00fcbte \u2013 der ideale K\u00f6nig. Und so kommt die wunderbare Zukunft in den Blick, in der Gott einen Nachkommen Davids auf den Thron heben wird, der anders als viele Herrscher Recht und Gerechtigkeit bringen wird. Damit wird auch die Verhei\u00dfung an die V\u00e4ter, Abraham, Isaak, Jakob aufgegriffen: Vor Moses schon hat Gott dem Vater Abraham gesagt: Er wird seine Nachkommen zu einem gro\u00dfen Volk machen &#8211; <em>&#8222;und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.&#8220; <\/em>(Genesis 12) Mit diesem Ausblick auf alle V\u00f6lker ist auch verbunden, dass Gott der Sch\u00f6pfer aller V\u00f6lker ist. So beginnt die Bibel mit der Sch\u00f6pfung der Welt, die Entstehung der V\u00f6lker &#8211; und ein kleines Volk wird berufen: Israel, Gottes Volk zu sein. <em>&#8222;Nicht hat der Herr euch angenommen und erw\u00e4hlt, weil ihr gr\u00f6\u00dfer w\u00e4ret als alle V\u00f6lker &#8211; denn du bist das Kleinste unter allen V\u00f6lkern -, sondern weil er euch geliebt hat.&#8220;<\/em> (5. Buch Mose 7) Und mit dieser Erw\u00e4hlung beginnt die Geschichte des Volkes Israel. Und die Geschichte Israels endet, so die Verhei\u00dfung, dass das Volk wieder in Israel gesammelt wird und der Tempel f\u00fcr das wahre Opfer errichtet werden kann. Und die V\u00f6lker str\u00f6men herbei, um Gott zu dienen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zukunftsvorstellungen sind nicht einheitlich, wie auch manche dieser Sichtweisen von Geschichte nicht einheitlich sind. Es handelt sich um Interpretationen der jeweiligen Gegenwart mit Blick auf die Zukunft.&nbsp;<strong>Die gegenw\u00e4rtige Geschichtsinterpretation soll die Zukunft pr\u00e4gen.&nbsp;<\/strong>Geschichte ist nicht ein einerlei ablaufendes Etwas, ein Etwas, das sich immer in Not und Leid wiederholt, sondern sie ist zielgerichtet \u2013 ausgerichtet auf Gottes gutes Ziel, das er mit dem Volk (und manche schauen auf die Menschheit insgesamt) hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses j\u00fcdische Geschichtsdenken unterscheidet sich von einem rein geistig gedachten Handeln einer Gottheit. Dieser Glauben gibt der Geschichte einen Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Fr\u00fche christliche Gemeinde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Tradition lebte die fr\u00fche j\u00fcdische (judenchristliche) Gemeinde. Sie erkannte in Jesus Christus den Sohn Davids, der ewig auf dem Thron sitzen wird \u2013 aber in modifizierter Weise, als es alttestamentlich erwartet wurde \u2013 modifiziert im Sinne Jesu. In Jesus Christus kommt Gott selbst als Mensch in die Menschheitsgeschichte. Er pr\u00e4gt sie. Die Menschheit \u2013 nicht mehr allein Israel \u2013 geht auf eine Zukunft in Gerechtigkeit zu, in der Unrecht gerichtet und Gottes Liebe sich durchsetzen wird. Bis es aber soweit ist, sollen die Glaubenden sich von Gottes Geist leiten lassen und schon auf diese gute Herrschaft Gottes hinarbeiten \u2013 und zwar weltweit. Das bedeutet:\u00a0<strong>Menschen machen Geschichte.<\/strong>\u00a0Unbedeutende Menschen, indem sie sich gegen\u00fcber den Mitmenschen im Sinne Gottes verhalten. Eine\u00a0<strong>Mitmachgeschichte<\/strong>: Der Mensch, der Jesus Christus folgt, soll sich so verhalten, wie es dem Glauben an Jesus Christus entspricht. Unbeachtete Menschen r\u00fcckten ins Zentrum: Man gab Hungernden, nahm ausgesetzte Kinder auf, man gr\u00fcndete Tafeln, half Witwen und Waisen, gr\u00fcndete dann sp\u00e4ter (2.\/3. Jahrhundert) Krankenh\u00e4user\u2026 (Dass es in dieser Geschichte auch viele Scharlatane gab, ist leider auch Teil der Geschichte. Darum wurde im 2. Jh. die kirchliche Hierarchie entwickelt, um die Scharlatane zu isolieren. Ebenso wurde in der Zeit die Grundlage f\u00fcr den neutestamentlichen Kanon [Sammlung von Schriften] gelegt, um zu zeigen, welcher Ma\u00dfstab f\u00fcr Christen gilt.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die alttestamentlich dominante Sicht ist also r\u00fcckblickend erschlossen worden: Das Volk erkennt: Gott hat uns geleitet, durch H\u00f6hen und Tiefen. Er hat Vertragsbruch geahndet, er hat Vertragserf\u00fcllung belohnt. Diese Sicht war dann sp\u00e4ter f\u00fcr die jeweilige Zeit Mahnung \u2013 handle nach Gottes Willen \u2013 und Trost: Gott ist der Herr auch dieser negativen Zeit, in der wir leben. In der neutestamentlichen Apokalypse des Johannes wird diese Sicht (unter Aufnahme zwischentestamentlicher j\u00fcdischer Literatur) dann auf die ganze Welt ausgedehnt und modifiziert: Die christliche Gemeinde soll sich im Sinne Gottes standhaft verhalten, denn sie wird von den Heiden massiv angegriffen und verfolgt (Verfolgung in der Zeit Domitians \u2013 ca. 95 n.Chr.) \u2013 aber Gott wird diesem Unrecht ein Ende bereiten. Der Apokalyptiker Johannes hat das mit Blick auf Naherwartung ausgesprochen: Gott wird bald alle Tr\u00e4nen abwischen. Auch Jesus war wie sein Lehrer Johannes von der Naherwartung \u00fcberzeugt: Bis Gott kommen wird, sollen die Nachfolgerinnen und Nachfolger sich schon so verhalten, wie Jesus es vorgelebt und gefordert hat. (Naherwartung \u2013 man wundert sich, dass die fr\u00fche Gemeinde diese Texte beibehalten hat, obgleich sie doch den Erfahrungen widersprochen haben. Die Evangelien usw.\u00a0sind gepr\u00e4gt von der Erfahrung der Auferstehung Jesu Christi. Von daher waren solche Aussagen, die die Naherwartung aussprachen, irrelevant. Es gab dann Erkl\u00e4rungsversuche, um die Spannung zwischen Naherwartung und das Ausbleiben der Gottesherrschaft zu verstehen. Aber die Erfahrung von Kreuz und Auferstehung, vom Leiden Gottes und der \u00dcberwindung des Leidens durch Gott, strahlt so hell, dass auch diese Spannungen \u00fcberstrahlt und irrelevant werden.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sehen zum Beispiel im Lukasevangelium, dass die alttestamentliche Sicht, die in den Geburtsgeschichten ausgesprochen wird, christlich modifiziert wird: Jesus ist der Messias, aber er wird nicht die R\u00f6mer aus dem Land werfen, sondern er hat als Sohn Gottes ein anderes Konzept: Er regiert, er leitet die Seinen durch seinen Geist. Der nationale Glaube wird Internationalisiert. Es kommt\u00a0 nicht mehr darauf an, dass allein das Volk Gottes zu Gott zur\u00fcckfindet \u2013 die ganze Menschheit hat Anspruch darauf, die frohe Botschaft (das Evangelium) zu h\u00f6ren. Und der Heilige Geist, also Gott selbst, ist die Kraft, der Motor weltweiter Verk\u00fcndigung. Die Kinder Gottes m\u00fcssen unter Verfolgungen, Spott usw. leiden \u2013 aber das wird sie nicht klein kriegen, sie werden durchhalten\u2026 Leiden bedeutet nun nicht mehr, dass man von Gott bestraft wird, dass Gott den Menschen allein gelassen hat. Verfolgungsleiden ist gerade ein Zeichen daf\u00fcr, dass man zu Gott geh\u00f6rt. Widerg\u00f6ttliche Menschen sind es, die den Glaubenden leiden zuf\u00fcgen. Hiermit werden auch alttestamentliche Ans\u00e4tze aufgegriffen, die vom leidenden Gerechten sprechen: Man ertr\u00e4gt das Leiden, das Menschen Gott zuf\u00fcgen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz gesagt: Alttestamentliche Erwartungen wurden durch das Jesus-Ereignis neu gedeutet, modifiziert aufgenommen. So wurde (nicht nur) f\u00fcr Lukas Jesus Christus das Zentrum der Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutlich ist, dass wir hier&nbsp;<strong>gedeutete Geschichte<\/strong>&nbsp;haben, eine Geschichte, die aus Glauben gedeutet wird. Es werden schlechte Zeiten eingeordnet \u2013 es werden gute Zeiten eingeordnet. Nun haben freilich auch damals nicht alle diese Sichtweise \u00fcbernommen, es hat sich Heidnisches gehalten \u2013 aber diese Sicht hat sich dann doch weitgehend durchgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Eine Beziehungsgeschichte in Freiheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konstante, die die Bibel durch die 500-1000 Jahre durchzieht: Gott ist der Herr der Geschichte. Wie er der Herr der Geschichte war, so wird er es auch sein. Doch er ist kein Herr der Geschichte, der alles minuti\u00f6s geplant hat und der Mensch nun seine Marionette ist. Gott ist Herr der Geschichte, der sie lenkt und weiterf\u00fchrt \u2013 aber sie ist auch Beziehungsgeschichte, das hei\u00dft, er l\u00e4sst den Menschen Freiheit. Und nur weil der Mensch frei ist, kann er verantwortungsvoll handeln, nur weil er frei ist, kann Gott ihm Gebote geben, an denen er sich ausrichten soll. Weil der Mensch frei ist, kann er auch gegen Gott handeln, gottloses Handeln (auch derer, die sich Gott zuordnen) bringt allen Menschen Not und Ungl\u00fcck. Wenn also keiner da ist, der in Gottes Sinn handelt, dann geht es in der Welt sehr schlimm zu, bis sich Menschen wieder motivieren lassen, im Sinne Gottes zu handeln und das \u00dcbel zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. Gott lenkt alles \u2013 Gott lenkt nichts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt zwei Extreme \u2013 bis in die Gegenwart: Gott lenkt alles. Und weil er alles lenkt, ist er f\u00fcr alles zust\u00e4ndig, auch f\u00fcr alles Leiden. Das andere Extrem: Gott lenkt nichts, der Mensch macht alles. Zwischen diesen beiden Extremen finden wir unterschiedliche Interpretationen. Aber: Glaubende wissen sich in all diesen M\u00f6glichkeiten bei Gott geborgen, weil er der Herr der Geschichte ist, wie auch immer. Und wenn sie ihn nicht wahrnehmen, dann begegnen wir den unterschiedlichen Erkl\u00e4rungsversuchen, die in den Abschnitten zur Theodizeefrage angesprochen werden. Diese Frage nach Gottes Handeln in der Geschichte bricht dann besonders intensiv auf \u2013 und das nicht erst in der Neuzeit, sondern schon in alttestamentlicher Zeit durch die gesamte Geschichte hindurch \u2013 wenn Menschen besonders brutal mit anderen Menschen umgehen. Parallel dazu: Diese Frage begegnet besonders intensiv, wenn es dem Individuum besonders schlecht geht. Katastrophen in der Menschheitsgeschichte wie in der Individualgeschichte lassen diese Frage nach Gottes Handeln gleicherma\u00dfen aufkommen. Geschichtsbedingte Theodizee und die Theodizee des Individuums f\u00fchren dazu, dass die jeweilige Zeit wie die jeweiligen Individuen nach Antworten suchen. Einmal aus der Beziehung zu Gott heraus \u2013 oder eben auch nicht. Man kommt zu allen Zeiten zu unterschiedlichen Antworten: W\u00e4hrend man nach 1945 in Deutschland meinte, man k\u00f6nne nach Auschwitz nicht mehr von Gott reden, meinte die Theologie der Befreiung aus der Perspektive des Leidens in S\u00fcdamerika heraus: Im Gegenteil: In Auschwitz muss man von Gott reden. So auch Bonhoeffer: Gerade in einer Welt, in der man sich von Gott verlassen f\u00fchlt (eine gott-lose Welt), m\u00fcssen Glaubende Gott verk\u00fcnden, weil Gott selbst in eine gott-lose Welt gekommen ist. Weil Gott selbst in Jesus das Gef\u00fchl der Verlassenheit erlebte, ist er in der Verlassenheit anwesend. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5. Interpretierte Geschichte: vom Optimismus zur Barbarei<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geschichte ist immer interpretierte Geschichte. Fakten sind meistens deutlicher vor Augen. Aber wie sind die Fakten einzuordnen? Das wird in der Geschichtswissenschaft vielfach diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Gegenwart gibt es freilich auch die Sicht, dass es keinen Gott gibt. Das bedeutet: Geschichte hat keine Konstante. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A) Entweder: es \u00e4ndert sich nichts, es l\u00e4uft immer alles irgendwie gleich ab; freilich gibt es technische usw. \u00c4nderungen \u2013 aber der Mensch bleibt immer derselbe. <br>B) Oder: Wir Menschen bekommen schon die wunderbare Welt hin, es wird immer besser, technische, medizinische usw. Fortschritte werden immer toller, ethisch wird der Mensch gehoben \u2013 vor allem unter Ausschaltung von St\u00f6rungen, die die Religionen und andere \u00dcbelt\u00e4ter verursachen; oder: Man manipuliert ihn \u2013 je nach M\u00f6glichkeiten und Macht der jeweiligen Gruppen, die ihre heile Welt vor Augen haben. <br>C) Viele Variationen zwischen A und B.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus christlicher Perspektive ist zu sehen: Es wird immer besser \u2013 die (wahre) Gemeinde wird sich ausbreiten, ihre Sichtweise von einer guten Welt wird auch andere anstecken. Pessimismus ist nicht angesagt. Aber: Der Mensch wird es alleine nicht hinbekommen. Er wird immer wieder in seine aggressiven Muster zur\u00fcckfallen. Nicht unbedingt, weil Menschen b\u00f6sartig sind, sondern weil sie meinen, dadurch das vermeintlich Gute durchzusetzen. Die Ambivalenz des s\u00fcndigen Menschen wird deutlich, der nicht immer unterscheiden kann, was ist gut, was ist b\u00f6se, wenn er von Gott gel\u00f6st ist. Erst Gott wird die Menschheit zu dem f\u00fchren, wonach sie sich sehnt. Dazu geh\u00f6rt auch die \u00dcberwindung des Todes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Punkt B) zeigt \u00fcbrigens auch, wie wirkm\u00e4chtig unter anderem die biblische Sicht geworden ist, dass Geschichte auf eine gute Zukunft hinlaufen wird. Den s\u00e4kularen Fortschrittsoptimismus gab es schon h\u00e4ufig. So zum Beispiel vor dem Ersten Weltkrieg \u2013 bis dann diese Sicht zusammenbrach. Den gab es mit Blick auf die Aufkl\u00e4rung, den Kommunismus, den Nationalsozialismus, dann mit Blick auf die Wissenschaft\u2026 Aber jedes Mal kam der Zusammenbruch, es sei nur an die Atombombe erinnert, die Zweifel an der Wissenschaft aufkommen lie\u00df (man beachte, dass Oppenheimer das Atombombenprojekt \u201eTrinity\u201c [Trinit\u00e4t] nannte. Wir vergessen nur so schnell und denken immer: Mit uns f\u00e4ngt alles neu an, endlich kommt die neue (heute: digitale) Welt. Das ist auch wichtig, weil Menschen diesen Optimismus ben\u00f6tigen, um weiterzukommen. Bis sie dann wieder in die Barbarei zur\u00fcckfallen \u2013 und sich wieder zu neuem Optimismus aufrappeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>6. Perspektive der Bibel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sieht man nicht, dass Gott keine Rolle spielt, sondern nur menschliche Interpretation? Gott spielt in der Interpretation durch die Menschen eine Rolle. Gott verhilft der Menschheit in dem Rahmen, wie sie es jeweils auffassen kann, zum Verst\u00e4ndnis von Geschichte. Von daher wird auch die Interpretation immer weiter gehen. Die (begrenzte) Vielfalt der Bibel lehrt uns, dass wir alles Starre, Verkrampfte abwerfen k\u00f6nnen und uns auf das einlassen k\u00f6nnen, was Gott uns jeweils zu unserer Zeit \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung der Vergangenheit und besonders der Worte der Bibel \u2013 zeigt: Christen k\u00f6nnen in Zeiten des Optimismus vor Fehlentwicklungen warnen \u2013 und sie k\u00f6nnen in schlechten Zeiten dem Pessimismus dadurch begegnen, dass man auf Gott vertrauend Mitmenschen hilft. Wie wir es aus der Bibel durch den Geist Gottes gelernt haben und lernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das alles kann man freilich nur sagen, wenn man von der Gr\u00f6\u00dfe \u201eGott\u201c ausgeht. Wenn man nicht von ihr ausgeht, dann ist alles in menschlicher kultureller Evolution eingebettet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>7. Geschichtsinterpretation in der jeweiligen Zeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wovor Christen sich aber scheuen sollten, ihre jeweilige Zeit als Zeit Gottes einzuordnen. Viele lassen sich einfach von Euphorien des jeweiligen Volkes und der Gruppen anstecken, sodass manches als Zeit Gottes interpretiert wird, das in den Untergang f\u00fchrt \u2013 schlicht und ergreifend, weil auch Christen verblendet sein k\u00f6nnen. Nicht zuletzt die Zeit unter dem Nationalsozialismus wie des Kommunismus hat das gelehrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wie interpretieren wir unsere Geschichte heute? Ich tue es so: Wir sind dankbar, dass es vielen von uns in Mitteleuropa so gut geht \u2013 auch aufgrund dieser unserer christlichen Tradition. Aber: Dankbarkeit ist Arbeit f\u00fcr die Menschen, denen es nicht gut geht. Weltweit. Christen gestalten Geschichte eben durch diese soziale Arbeit. Bis die Geschichte durch Gott beendet werden wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(entnommen aus:&nbsp;<a href=\"https:\/\/glaubensdiskussion.wolfgangfenske.de\/sites\/18_02\/18_02_12_gott_und_geschichte-1.html\">https:\/\/glaubensdiskussion.wolfgangfenske.de\/sites\/18_02\/18_02_12_gott_und_geschichte-1.html&nbsp;<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>8. Zu \u00fcberlegen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die alten Griechen und R\u00f6mer machten Menschen Geschichte. G\u00f6tter wurden integriert, aber die Macher waren Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Schreiber des Volkes Israel und die Propheten machen auch Menschen Geschichte, aber Gott funkte immer wieder herein, nahm, wenn es sein musste, das Heft selbst in die Hand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr uns heute sind die alten Heiden die Vorbilder: Mensch macht Geschichte. Wir haben auch als Christen Angst vor der alttestamentlichen Sicht. Warum? Sie wurde zu oft von falschen Propheten vereinnahmt, auch gut meinende Menschen irrten sich. Sie sahen Gott wirken, doch war er es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch das Problem war auch schon im Alten Testament bekannt: Wer deutet die Gegenwart richtig? Der Prophet Gottes oder der falsche Prophet? Die L\u00f6sung war, soweit ich sehe nie: Gott macht keine Geschichte \u2013 da Menschen sich irren k\u00f6nnen. Die Frage ist: Wen hat Gott berufen, die Geschichte richtig zu deuten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so gab es auch zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus Christen, die die Zeit schon richtig gedeutet haben, gesehen haben, wo alles hinauslaufen wird. Sie wurden missachtet, weil man aus der Zeit heraus lieber den falschen Propheten nachlief. Und dann kam, was die wahren Propheten schon angesprochen hatten: Die wahre Niederlage. Eben, wie Heinrich Vogel mit der Bibel sah: Gott l\u00e4sst sich nicht spotten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann? Dann sagte man, das k\u00f6nne man so nicht sehen, das habe mit Gott nichts zu tun, lassen wir Gott aus dem Spiel der Geschichte, M\u00e4nner machen Geschichte und seit ein paar Jahren d\u00fcrfen auch Frauen mitspielen. Aber Gott?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so machen M\u00e4nner und Frauen Geschichte. Und Glaubende sehen noch immer Gott in ihr wirken. Aber: Pssst, nicht weitersagen, man k\u00f6nnte sich blamieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>9. \u00dcberblick \u00fcber das Geschichtsverst\u00e4ndnis anderer Religionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu beachten ist, dass es im I<strong>slam<\/strong> unterschiedliche theologische und rechtliche Str\u00f6mungen gibt, die den einen oder anderen Aspekt anders akzentuieren und beurteilen w\u00fcrden. Es werden nur Grundz\u00fcge dargelegt. <\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Islam steht in j\u00fcdisch-christlicher Tradition &#8211; geh\u00f6rt zu den so genannten abrahamitischen Religionen. Gemeinsam mit diesen Traditionen hat er die linearen Vorstellung, das hei\u00dft, dass die Geschichte mit der Sch\u00f6pfung beginnt und auf das Gottesgericht zul\u00e4uft. Er greift auch auf die biblischen Personen zur\u00fcck. <\/li>\n\n\n\n<li>Mohammed meinte, Allah w\u00fcrde die Bibel, die von Juden und Christen im Laufe der Geschichte verf\u00e4lscht worden oder falsch ausgelegt worden sei, nun wieder von den F\u00e4lschungen reinigen, damit Muslime den Willen Allahs tun k\u00f6nnen. Das hei\u00dft: der Koran ist die Korrektur biblischer Texte. <\/li>\n\n\n\n<li>Der Aspekt der Freiheit wird anders aufgegriffen. Der Mensch tr\u00e4gt Verantwortung daf\u00fcr, das Gesetz Allahs zu erf\u00fcllen. Es handelt sich nicht um eine Beziehungsgeschichte zwischen Gott und Mensch, wie im Verst\u00e4ndnis christlichen Glaubens. Es ist eine von Allahs Forderungen &#8211; verbindliche Rechtleitung &#8211; bestimmte Geschichte, in der allerdings auch Gebet, Reue des Menschen und die Barmherzigkeit Allahs eine Rolle spielen. Das Zusammenleben ist geregelt, von daher kommt auch ein dynamischer Prozess in Gang, der sich in verschiedenen Schulen ausdr\u00fcckt, die um eine Exegese \/ Interpretation des Koran kreisen. <\/li>\n\n\n\n<li>Nicht Jesus Christus ist das Ziel der Geschichte, nicht die Heimf\u00fchrung des Volkes nach Israel und die Errichtung des Tempels in Jerusalem, sondern Mohammed ist der Wendepunkt der Geschichte, weil er von Allah die wahre Offenbarung des Koran bekommen hat. Dieser letzte Prophet weist dann auf das Ziel der Geschichte hin: das j\u00fcngste Gericht. Und so ist, um es christlich auszusprechen, nicht Jesus Christus die Mitte der Zeit, sondern die Offenbarung des Koran ist die letztg\u00fcltige Offenbarung. <\/li>\n\n\n\n<li>Weil Jesus Christus laut Mohammed nicht am Kreuz gestorben ist, sondern einer, der mit Jesus verwechselt wurde, spielt auch das Leiden Gottes (f\u00fcr Mohammed undenkbar) als pr\u00e4gende Geschichtskraft keine Rolle. Der fehlbare Mensch ben\u00f6tigt die &#8222;Rechtleitung&#8220; &#8211; er ist also von sich aus dazu f\u00e4hig, Gutes zu tun, die Gesetze einzuhalten. Allerdings spielt auch immer die Barmherzigkeit Allahs eine Rolle, die nicht so recht zu durchschauen ist, weil Allah als umfassende Macht, als alles umfassender Souver\u00e4n alles bestimmt und nicht vom Menschen und seinem Verhalten abh\u00e4ngig ist. So war sich auch Mohammed laut Koran nicht ganz eindeutig sicher, das Gericht Allahs zu bestehen bzw. anders gesagt: Er bleibt ganz auf Allahs Urteil angewiesen. <\/li>\n\n\n\n<li>Dennoch bleibt der Mensch f\u00fcr sein Handeln laut der Vorgaben Allahs verantwortlich. Entsprechend muss die Ummah \/ die Gemeinschaft das Einhalten der Gesetze einfordern und das Zusammenleben entsprechend zu ordnen. Und da laut Koran \/ Hadith alle Menschen als Muslime geboren sind (in der Hingabe an Allah), m\u00fcssen alle Menschen sich diesem Gesetz unterwerfen, also recht geleitet werden. Somit gibt es kein auserw\u00e4hltes Volk, sondern diejenigen, die sich recht leiten lassen, stehen \u00fcber denen, die sich nicht recht leiten lassen.   <\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur im Islam gibt es unterschiedliche Str\u00f6mungen und Interpretationen. Aber grob umrissen kann folgendes gesagt werden: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Asiatische Religionen haben ganz andere Ans\u00e4tze: <strong>Hinduismus <\/strong>hat ein zyklisches Geschichtsverst\u00e4ndnis. Das bedeutet: Welt ist immer: Universen entstehen, bestehen, verfallen, kommen wieder. Auch das menschliche Leben ist von diesem Kreislauf bestimmt. Der Mensch kann, so hinduistische Ans\u00e4tze, aus diesem Kreislauf befreit werden und mit Brahman, die kosmische Kraft, vereinigt werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der <strong>Buddhismus<\/strong> hat eine zyklische Vorstellung. Im Buddhismus spielt das Nirwana eine Rolle, die Befreiung vom Leiden, Befreiung der Wiedergeburten, hinein in das gef\u00fcllte Nichts &#8211; als Ziel des Lebens. Es ist schwer, f\u00fcr die Nirwana-Erwartung die richtigen W\u00f6rter zu finden. W\u00e4hrend im traditionellen Hinduismus die Kastenregeln das Leben auf der Erde und die Wiedergeburt bestimmen, kann laut Buddhismus die Erwachung als Ausbruch aus dieser irdischen Geschichte des Leidens fr\u00fcher erreicht werden, nicht erst, wenn die h\u00f6chste Stufe der Kasten durch Wiedergeburten erklommen wurde.    <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A<strong>frikanische Ans\u00e4tze<\/strong> sind bestimmt von der Vorstellung, dass die Vergangenheit &#8211; die Ahnen &#8211; die Gegenwart beeinflussen. Und die Zukunft ist ewige Gegenwart, in dem Sinn, dass sie von der Ordnung der Ahnen bestimmt sein wird. Der christliche Theologe John Mbiti aus Kenia hat versucht, diese Sicht herauszuarbeiten. Allerdings d\u00fcrften auch andere Ans\u00e4tze f\u00fcr andere St\u00e4mme und Gebiete relevant gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich auch der chinesische <strong>Konfuzianismus<\/strong>: Tradition und Ahnen spielen eine Rolle. Es geht um die Bewahrung der \u00fcberlieferten Ordnung, die eine Unterordnung unter Ahnen und Hierarchien beinhaltet. Moralisches Verhalten, das durch die Weisheit der Ahnen vermittelt wurde, hat positive Auswirkungen auf die Zukunft. Aber Geschichte als solche ist nicht im Blick. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich das richtig sehe, haben <strong>Azteken<\/strong> die Sicht, dass das Leben ein st\u00e4ndiges Ringen mit den G\u00f6ttern ist, damit die Welt nicht untergeht. Damit sie nicht untergeht, m\u00fcssen Opfer gebracht werden, Rituale vollzogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vgl.:&nbsp;https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/geschichtshandeln\/ Vor\u00fcberlegung Gott wirkt in der Geschichte der Menschheit \u2013 Gott wirkt in der Lebensgeschichte des Individuums. 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