{"id":3034,"date":"2026-04-25T09:37:26","date_gmt":"2026-04-25T07:37:26","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=3034"},"modified":"2026-04-25T09:54:26","modified_gmt":"2026-04-25T07:54:26","slug":"liebe-gottes-feiertage-und-sakramente","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/liebe-gottes-feiertage-und-sakramente\/","title":{"rendered":"Liebe Gottes: Feiertage und Sakramente"},"content":{"rendered":"\n<p>Was hat das Thema &#8222;Feiertage&#8220; mit der Liebe der Menschen zu tun? Wir sehen es besonders an Weihnachten: Gott beschenkt die Menschen mit sich selbst &#8211; und die Menschen beschenken einander. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>An Feiertagen denken wir an die Liebe Gottes. <\/strong><br><strong>Sie hat je nach Feiertag unterschiedliche Auspr\u00e4gungen. <\/strong><br><strong>Wie auch immer die Auspr\u00e4gung ist: <\/strong><br><strong>Sie soll dazu anleiten und anregen, anderen Menschen in Liebe zu begegnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Zudem:<br>Die Feiertage sprechen vielfach alle Sinnen an. <br>Die Liebe Gottes ist nicht nur rational zu erfassen, sondern k\u00f6rperlich zu sp\u00fcren.<\/strong><br>Auch an Weihnachten, indem wir uns gegenseitig beschenken.<strong> <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-8a938a8c90a217c0207065a95aa265a1\" style=\"color:#f10303\"><strong>Aufgabe 1:<\/strong><br>(a) Welche christlichen Feiertage haben wir in unserem Land? Schreibe sie auf.<br>(b) Was haben diese Feiertage mit der Liebe Gottes zu tun?<br>(c) Was haben diese Feiertage mit der Liebe zu Menschen zu tun?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-93810efe1b9b0c732f558539e13d21ab\" style=\"color:#f10303\"><strong>Aufgabe 2<\/strong>:<br>(a) Erinnere Dich: was sind Sakramente?<br>(b) Wie viele Sakramente kennen wir in der evangelischen Kirche?<br>(c) Welche Sakramente?<br>(d) Wie viele Sakramente kennen wir aus der katholischen Kirche?<br>(e) Welche Sakramente?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Feiertage<\/h3>\n\n\n\n<p>Unsere Feiertage bieten eine Spur, mit deren Hilfe wir die Liebe Gottes erkennen.<br>Sie werden kurz dargestellt \u2013 einschlie\u00dflich einzelner konfessioneller Feiertage, die allerdings nicht in den Feiertagskalender des Staates aufgenommen wurden.<br><br>Kirchen kennen liturgische Farben:<br><strong>Wei\u00df&nbsp;<\/strong>hat mit Licht zu tun;<br><strong>Rot<\/strong>&nbsp;mit Blut und dem Heiligen Geist,<br><strong>Violett<\/strong>&nbsp;ist Farbe des \u00dcbergangs, des neu Werdens,<br><strong>Gr\u00fcn<\/strong>&nbsp;die Farbe der Hoffnung und des Lebens (Sommer),<br><strong>Schwarz:<\/strong>&nbsp;kennzeichnet Trauer.<\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Advent<\/strong>&nbsp;(Ende November \/ Anfang Dezember) (Liturgische Farbe:&nbsp;Violett)<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Advent beginnt das neue Kirchenjahr \u2013 die vier Adventswochen weisen auf Weihnachten \u2013 einem H\u00f6hepunkt der erfahrenen Liebe Gottes:<\/p>\n\n\n\n<p>\u2605 <strong>Weihnachten \/ Christfest&nbsp;<\/strong>(25.12.) Das Wort \u201eWeih\u201c kommt von geweiht. Es ist die geweihte, die heilige Nacht. Die ganz besondere, einmalige Nacht, sie wurde \u201egeweiht\u201c, weil in ihr Gott Mensch geworden ist. (Liturgische Farbe:&nbsp;<strong>Wei\u00df<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p>Gott wurde Mensch \u2013 dadurch zeigt Gott seine Liebe zu uns Menschen. Weil Gott uns Menschen so reich beschenkt \u2013 mit sich selbst in Jesus beschenkt -, beschenken wir einander auch mit kleinen Geschenken. (Matth\u00e4usevangelium 1; Lukasevangelium 1-2)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2605 <strong>Epiphanias \/ Erscheinungsfest<\/strong>&nbsp;(6.1.) (Liturgische Farbe:&nbsp;<strong>Wei\u00df<\/strong>)<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal geht es um die heiligen drei K\u00f6nige, die vom Wunder-Stern zu dem Geburtsort Jesu geleitet werden. Mit den Geschenken (Gold, Weihrauch, Myrrhe) zeigen sie, dass sie ihn als Herrscher anerkennen. Gott erscheint in Jesus Christus als Mensch. (Matth\u00e4usevangelium 1)<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Tag wird auch die Taufe Jesu gefeiert \u2013 die Erscheinung Jesu als des Sohnes Gottes. W\u00e4hrend der Taufe Jesu durch Johannes dem T\u00e4ufer wurde Jesus mit dem Geist Gottes erf\u00fcllt und die Stimme Gottes wurde geh\u00f6rt: \u201e<em>Du bist mein geliebter Sohn, \u00fcber den ich mich von Herzen freue.<\/em>\u201c Es handelt sich also auch um ein Fest, an dem der Dreieinigkeit Gottes gedacht wird: Gott ist einer, er ist Vater, Sohn und Geist (1<sup>3<\/sup>). (Markusevangelium 1)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2605 <strong>Mari\u00e4 Verk\u00fcndigung<\/strong>&nbsp;(Kath.). Am 25.3. wird daran gedacht, dass Gott den Engel Gabriel zu Maria gesandt hat, um ihr zu verk\u00fcndigen, dass sie einen Sohn empfangen wird: Jesus. Neun Monate sp\u00e4ter wird Weihnachten gefeiert. (Lukasevangelium 1)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2020<\/strong>&nbsp;<strong>Passionszeit \/ Fastenzeit&nbsp;<\/strong>(40 Tage {von Aschermittwoch ab} vor Ostern; die folgenden Feiertage haben kein festes Datum, weil sie vom j\u00fcdischen Passafest und damit vom Fr\u00fchlingsvollmond abh\u00e4ngig sind. \u201ePassion\u201c hei\u00dft: Leiden, es geht um die Leidenszeit Jesu). (Liturgische Farbe:&nbsp;Violett.)<\/p>\n\n\n\n<p>In der Fastenzeit wurde fr\u00fcher allgemein gefastet. Es ist die Zeit des ausgehenden Winters. Viele fasten auch heute noch und denken im Gebet an das Leiden Jesu. Es begann nicht erst am Gr\u00fcndonnerstag. Die Verwerfung Jesu, die Verfolgung, die Ablehnung begann schon viel fr\u00fcher. (Vgl. Markusevangelium 7ff.; besonders aber Kapitel 14.)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2600&nbsp;<strong>Palmsonntag<\/strong>&nbsp;(Sonntag vor Ostern)&nbsp;(Liturgische Farbe:&nbsp;Ev.: Violett&nbsp;bzw.&nbsp;Kath.: Rot)<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus zieht in Jerusalem ein und wird von seinen Anh\u00e4ngern jubelnd gefeiert. Sie wedeln mit Palmzweigen. Palmsonntag zeigt, wie Jesus Christus seine Herrschaft versteht: Er reitet auf einem Esel ein, nicht wie ein Herrscher auf einem Pferd, er wird von Menschen gefeiert, die in der damaligen Zeit keine Bedeutung hatten, er kommt nicht mit einem Heer und mit dem Anspruch, Macht an sich zu rei\u00dfen, sondern friedlich. (Markusevangelium 11)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2020<\/strong>&nbsp;<strong>Gr\u00fcndonnerstag<\/strong>&nbsp;Gr\u00fcndonnerstag ist immer der Donnerstag vor Ostern und Ostern wird am ersten Sonntag nach dem Fr\u00fchlingsvollmond gefeiert. Was der Name bedeutet, ist unbekannt. Vielleicht hat das was mit den neu gr\u00fcn sprie\u00dfenden Fr\u00fchlingsbl\u00e4ttern zu tun, manche leiten es von \u201eGreinen\u201c (weinen) her \u2013 aber der Tag ist kein Trauertag; mancherorts hei\u00dft er auch Wei\u00dfer Donnerstag, denn die liturgische Farbe:&nbsp;wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus Christus isst mit seinen J\u00fcngern \/ Sch\u00fclern \/ Freunden das letzte Mahl. In diesem verbindet er sich in seinem Leiden und Sterben so eng mit den Menschen, die an ihn glauben \u2013 enger geht es nicht. Er sagt:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach\u2019s und sprach: Das ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird; das tut zu meinem Ged\u00e4chtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Ged\u00e4chtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verk\u00fcndigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. (Markusevangelium 14,12-31)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Mahl ging er mit ausgew\u00e4hlten J\u00fcngern in den Garten Gethsemane und k\u00e4mpfte mit Gott. Er wollte nicht leiden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eMein Vater, wenn es m\u00f6glich ist, so gehe dieser Kelch an mir vor\u00fcber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst\u201c (Markusevangelium 14,32-42)<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2020<\/strong>&nbsp;<strong>Karfreitag<\/strong>&nbsp;(der Name kommt von Kara: Klage\/Trauer; darum ist er ein Tag der Stille. Er ist aber auch ein Tag der stillen Freude, weil Jesus Christus f\u00fcr uns zur Vergebung der S\u00fcnden gestorben ist. Er hei\u00dft im englischsprachigen Bereich: Good Friday.) (Liturgische Farbe:<strong>&nbsp;Ev.: Schwarz<\/strong>,&nbsp;Kath: Rot)<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus Christus ist aus Liebe f\u00fcr die S\u00fcnder gestorben, zur Vergebung unserer S\u00fcnden, damit wir mit Gott vers\u00f6hnt werden. \u201e<em>Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als L\u00f6segeld f\u00fcr viele<\/em>.\u201c&nbsp;<em>(Markusevangelium 10,45)<\/em>&nbsp;Menschen werden schuldig \u2013 sie werden befreit von der Schuld, die sie fesselt. Sie bekommen eine Zukunft in Freiheit, in der Freiheit Gottes. Menschen m\u00fcssen die Schuld nicht mehr bei anderen suchen, sie m\u00fcssen die eigene Schuld nicht verdr\u00e4ngen, sie k\u00f6nnen zu ihr als Teil ihres Lebens stehen. Die Liebe Gottes befreit von den Fesseln der Schuld.&nbsp;<em>Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannesevangelium 3,16)&nbsp;<\/em>(Kreuzigung: Markusevangelium 15; Lukas 23; Johannes 19)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2600&nbsp;<strong>Ostern<\/strong>&nbsp;(das Wort kommt nicht [!] von einer Phantasieg\u00f6ttin namens Ostera; das Wort ist vom Wort \u201eOsten\u201c abzuleiten: east \u2013 eastern; Richtung Osten waren auch viele Kirchen ausgerichtet. Osten darum, weil Christus aus dem Osten erwartet wird, Jerusalem dort liegt und mit dem Osten Sonnenaufgang, W\u00e4rme Licht, Leben verbunden wird. Christen feiern an dem Tag die Auferstehung.) (Liturgische Farbe:&nbsp;Wei\u00df)<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus Christus ist von den Toten auferweckt worden. Das bedeutet, Gott schenkt uns in seiner Liebe ewiges Leben. Mit dem Tod ist nicht alles aus. Er ist \u00dcbergang in die Welt der Liebe Gottes in Jesus Christus. (Auferstehung: Matth\u00e4us 28; Lukas 24; Johannes 20)<\/p>\n\n\n\n<p>Ostermontag ist auch frei. Warum? Ostern geh\u00f6rt wie Weihnachten und Pfingsten zu den gro\u00dfen Festtagen. Sie haben darum zwei Feiertage. Am Ostermontag erinnern Christen sich vor allem an die Ostererscheinungen Jesu Christi, so seine Begegnung mit den Emmausj\u00fcngern (Lukas 24,13 ff.:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/Lukas24\">https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/Lukas24<\/a>&nbsp;)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2600&nbsp;<strong>Himmelfahrt<\/strong>&nbsp;(39\/40 Tage nach Ostern). (Liturgische Farbe:&nbsp;Wei\u00df)<\/p>\n\n\n\n<p>Himmelfahrt bedeutet: Jesus Christus nimmt seine Herrschaftsstellung ein. Auch dann, wenn menschliche Weltgeschichte vollkommen chaotisch scheint, sie wird gelenkt, Gott l\u00e4sst die Menschen nicht allein. Menschen haben Freiheiten, furchtbar brutal zu sein \u2013 aber die Brutalit\u00e4t hat nicht das letzte Wort. Unter Ber\u00fccksichtigung der Freiheit des Menschen wird Geschichte gelenkt. Die Menschen Gottes sollen allerdings nicht nur zu Gott \u201ehinauf\u201c blicken, sondern er sendet sie in die Welt: &nbsp;<em>\u201eDa ging Jesus auf seine J\u00fcnger zu und sprach: \u00bbIch habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine J\u00fcnger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!&nbsp;Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Ihr d\u00fcrft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!\u201c<\/em>&nbsp;<em>(Matth\u00e4us 28,18-20<\/em>; Lukas: Apostelgeschichte 1) Damit sollen sie im Sinne Gottes in der Menschheitsgeschichte wirken.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2600&nbsp;<strong>Pfingsten<\/strong>&nbsp;(49\/50 Tage nach Ostern; der Name kommt von \u201e50\u201c) (Liturgische Farbe:&nbsp;Rot)<\/p>\n\n\n\n<p>Glaubende haben den Geist Jesu empfangen. Das bedeutet, sie werden mit der Liebe Gottes erf\u00fcllt, wie der Apostel Paulus schreibt:&nbsp;<em>Denn uns ist der Heilige Geist geschenkt, und durch ihn hat Gott unsere Herzen mit seiner Liebe erf\u00fcllt. (R\u00f6mer 5)<\/em>&nbsp;Darum konnten sie, nachdem Jesus hingerichtet war, frei und ohne Angst Jesus Christus verk\u00fcndigen. Obwohl sie verfolgt und bedroht wurden und werden, der Geist Gottes gab und gibt den Seinen Kraft und Mut. Pfingsten wird darum auch als Geburtstag der Kirche bezeichnet. (Pfingsten: Apostelgeschichte 2; vgl. Johannes 20,22)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2600&nbsp;<strong>Trinitatissonntag<\/strong>&nbsp;(7 Tage nach Pfingsten: Fest der Dreieinigkeit Gottes) (Liturgische Farbe ist: Wei\u00df; die nachfolgenden&nbsp;Trinitatis-Sonntage aber: Gr\u00fcn.)<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Tag erinnern sich Glaubende an die Liebesbeziehung in Gott selbst: die Liebe in dem einen Gott: Gott Vater, Gott Sohn, Gott Geist. Die vorangegangenen Feste zeigen, dass Gott uns Menschen in diese Liebesbeziehung hineinnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2020<\/strong>&nbsp;<strong>Fronleichnam<\/strong>&nbsp;(Kath.; 1. Donnerstag nach dem ersten Pfingstsonntag [Mai\/Juni]) (Liturgische Farbe:&nbsp;Wei\u00df.)<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Tag werden Brot und Wein \u2013 also Leib und Blut Jesu Christi \u2013 geehrt. In ihnen wird seine Liebe greifbar.<\/p>\n\n\n\n<p>*&nbsp;<strong>Mari\u00e4 Himmelfahrt<\/strong>&nbsp;(Kath., Orthodox; 15. August)<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Tag wird an den Tod der Mutter Jesu gedacht. Als Mutter Jesu ist sie mit ihrem Sohn einzigartig verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann gibt es erst einmal keine Feiertage mehr. Erst am Ende des Kirchenjahres gibt es noch:<\/p>\n\n\n\n<p>* <strong>Erntedankfest<\/strong>&nbsp;(1. Sonntag im Oktober) (Liturgische Farbe:&nbsp;Gr\u00fcn)<\/p>\n\n\n\n<p>Glaubende bedanken sich f\u00fcr die Liebe Gottes, die sich ihnen darin zeigt, dass er sie versorgt.<\/p>\n\n\n\n<p>*&nbsp;<strong>Reformationstag<\/strong>&nbsp;(Ev.: 31.10.)&nbsp;(Liturgische Farbe: Rot)<\/p>\n\n\n\n<p>Evangelische Christen denken an das gro\u00dfe Ereignis, dass Martin Luther 95 Thesen (wie auch immer) ver\u00f6ffentlicht hat. Dieses Ereignis ist f\u00fcr Christen schmerzhaft. Es zeigt, dass man sich nicht einigen konnte und vielfach auch nicht wollte. Es zeigt auch, dass Glaubenskompromisse ihre menschlichen Grenzen haben. Die Reformation war auch f\u00fcr die europ\u00e4ische Geschichte insgesamt wichtig. Weil sie ein schmerzhaftes Ereignis ist, ist es schwer, sie mit der Liebe Gottes zu verbinden. Deutlich wurde allerdings: In ihr gab es eine R\u00fcckbesinnung auf die Liebe Gottes, die in der Bibel ausgesprochen, in der Kreuzigung Jesu sichtbar wurde und im Handeln f\u00fcr Mitmenschen ihren Ausdruck finden muss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2020<\/strong>&nbsp;<strong>Bu\u00df- und Bettag<\/strong>&nbsp;(Ev.; am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag) (Liturgische Farbe:&nbsp;Violett)<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor das neue Kirchenjahr beginnt, denken Glaubende daran, dass sie im Laufe des Kirchenjahres viele S\u00fcnden auf sich geladen haben. Menschen machen im Leben viel falsch, erniedrigen andere, zerst\u00f6ren sich selbst. Daran wird gedacht und dann aber auch daran, dass wir davon leben, dass Gott uns aus seiner Liebe heraus die Schuld vergibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u2020<\/strong>&nbsp;<strong>Allerheiligen<\/strong>&nbsp;(Kath.: 1. November),&nbsp;<strong>Allerseelen<\/strong>&nbsp;(Kath.: 2. November) \/&nbsp;<strong>Ewigkeitssonntag<\/strong>&nbsp;(Ev.; letzter Sonntag im Kirchenjahr):<\/p>\n\n\n\n<p>An diesen Tagen erinnert man sich an die Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres. Diese sind zwar f\u00fcr Menschen gestorben, aber sie werden der Liebe und Gnade Gottes in die H\u00e4nde gelegt. Man erinnert sich an die Heiligen \u2013 also an alle, die trotz der Gef\u00e4hrdung des Glauben diese irdische Welt \u00fcberwunden haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Christk\u00f6nigsfest<\/strong>:&nbsp;(Kath.; letzter Sonntag im Kirchenjahr) (Liturgische Farbe:&nbsp;Wei\u00df)<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet: Jesus Christus ist K\u00f6nig des Weltalls (siehe auch Himmelfahrt).<\/p>\n\n\n\n<p>Nun schlie\u00dft dich das Kirchenjahr \u2013 und beginnt wieder mit dem ersten Advent.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgabe 3:<br>(a) Welches dieser Feste ist Dir besonders wichtig \u2013 erstelle eine Reihenfolge der drei wichtigsten \u2013 und warum?<br>(b) Findest Du andere Feiertage wichtiger \u2013 wenn ja: Warum?<br>(c) Von welchen Festen hast Du noch nie etwas geh\u00f6rt?<br>(d) Welches Fest ist Dir nach diesem Durcharbeiten besonders wichtig und eindr\u00fccklich geworden? Warum?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sakramente<\/h3>\n\n\n\n<p><em>Sakramente sind ganz besondere Zeichen der Liebe Gottes<\/em>&nbsp;(Evangelische Christen kennen zwei bzw. drei): Die Besonderheit der Sakramente aus evangelischer Perspektive besteht darin, dass Jesus selbst sie eingesetzt, gestiftet hat. Sie bestehen aus einem Wort Jesu und aus einem Zeichen. Das Wort&nbsp;<em>Sakrament<\/em>&nbsp;kommt von&nbsp;<em>sacramentum<\/em>;&nbsp;<em>sacer<\/em>&nbsp;bedeutet:&nbsp;<em>heilig<\/em>&nbsp;\u2013 von den christlichen R\u00f6mern wurde damit das griechische Wort&nbsp;<em>Mysterium<\/em>&nbsp;(Geheimnis) \u00fcbersetzt. Es geht also um ein heiliges Geheimnis, ein Zeichen, das Gottes liebendes Handeln am Menschen Wirklichkeit werden l\u00e4sst. Sie sind: Heilszeichen, Heilsweg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<strong>Taufe<\/strong>&nbsp;hat unterschiedliche Bedeutung: Das Wasser ist Zeichen der Reinigung des Menschen f\u00fcr Gott; es ist aber auch, wie der Apostel Paulus schreibt, Zeichen daf\u00fcr, dass Glaubende mit Jesus Christus gestorben sind. Das Herauskommen aus dem Wasser ist Zeichen f\u00fcr das neue Leben in und durch Jesus Christus. Dazu muss man wissen, dass die fr\u00fchen Christen durch Untertauchen getauft wurden. Das Wasser ist das Zeichen. Das damit verbundene Einsetzungswort wurde oben genannt: Matth\u00e4us 28 (s. Himmelfahrt).<\/p>\n\n\n\n<p>Das&nbsp;<strong>Abendmahl<\/strong>&nbsp;(Ev.) \/&nbsp;<strong>Eucharistie<\/strong>&nbsp;(Kath.): Siehe oben: Gr\u00fcndonnerstag. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Abendmahl und Eucharistie. Das&nbsp;<em>Abendmahl<\/em>&nbsp;\u2013 wie es der Name als Erinnerung an das letzte Mahl Jesu sagt \u2013 schillert zwischen Erinnerungsmahl und der Wandlung von Brot und Wein in den Leib des auferstandenen Jesus Christus.&nbsp;<em>Eucharistie<\/em>&nbsp;hei\u00dft: Danksagung (Dankopfer). Hostie und Wein vergegenw\u00e4rtigen den Leib und Blut von Jesus Christus.<\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p>Katholiken kennen dar\u00fcber hinaus weitere f\u00fcnf. In ihnen geht es nicht nur um die Einsetzung durch Jesus Christus, sondern auch um deren Bedeutung f\u00fcr besondere Lebensabschnitte::<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Firmung<\/strong>&nbsp;(vergleichbar mit der evangelischen nicht sakramentalen Konfirmation): Der Firmling bekennt seinen Glauben an Gott und es wird \u00fcber ihn um den Geist Gottes gebetet. Mit einem besonderen \u00d6l wird ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet und es wird gesagt: \u201eSei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beichte:<\/strong>&nbsp;Der Priester spricht stellvertretend in Gottes Auftrag den Menschen, der seine S\u00fcnde bekannt hat, frei. Man kann sich selbst nicht gut vergeben \u2013 die Vergebung wird von au\u00dfen im Auftrag Gottes zugesprochen. In der evangelischen Kirche ist die Bu\u00dfe als Sakrament noch in der Reformationszeit vorhanden, ist dann aber immer st\u00e4rker nicht mehr als Sakrament angesehen worden. (Biblische Grundlage ist unter anderem: Johannes 20,23.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ehe<\/strong>&nbsp;(vergleichbar mit der evangelischen nicht sakramentalen Hochzeit): Die Liebe von Mann und Frau spiegeln, wie es im Epheserbrief hei\u00dft, zeichenhaft die Liebe Jesu Christi zur Gemeinde wider. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weihe<\/strong>: M\u00f6chte ein Mann Diakon, Priester oder Bischof werden, wird er geweiht, das hei\u00dft, er will in seinem Leben nur noch das tun, was Gott von ihm m\u00f6chte. Sie heiraten auch nicht, weil sie ganz f\u00fcr die Gemeinde und Gott leben wollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krankensalbung<\/strong>: Der Kranke wird an Stirn und H\u00e4nden mit einem besonderen \u00d6l eingerieben. Dazu wird ein Gebet gesprochen, das den Kranken st\u00e4rken soll, ihn in Gottes Hand legt.<\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgabe 4:<br>(a) Merke Dir die evangelischen und dar\u00fcber hinaus die katholischen Sakramente: A\u2026, B\u2026, E\u2026, F\u2026, K\u2026, T\u2026, W\u2026 Kennzeichne die evangelischen mit einem roten Marker.<br>(b) Hole Dir eine besondere kleine Schale mit Wasser, nimm Dir ein St\u00fcck Brot \u2013 auf einem besonderen Teller, besorge Dir Traubensaft \u2013 gie\u00dfe es in ein besonderes Glas. Stell alles vor Dich hin. Dann denke nach und schreibe auf: Was ist das besondere an Wasser \u2013 Brot \u2013 Traubensaft. Sp\u00fcre das Wasser, iss das Brot und trinke den Saft \u2013 langsam, nacheinander: Was schmeckst Du? Wie schmeckt es? Warum k\u00f6nnten gerade diese drei f\u00fcr Jesus und den Christen so wichtig geworden sein?<br>(c) Denke \u00fcber die folgenden Worte nach:<br>Im Johannesevangelium wird geschrieben, dass Jesus sagt:<br><em>Ich bin das Brot des Lebens.<\/em><br>Es wird auch geschrieben, dass Jesus \u00fcber das Wasser spricht:&nbsp;<em>Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird in Ewigkeit keinen Durst haben, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das bis ins ewige Leben str\u00f6mt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aufgabe 5:<br>Die Liebe Gottes wird auch noch an anderem deutlich. Woran denkst Du?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was hat das Thema &#8222;Feiertage&#8220; mit der Liebe der Menschen zu tun? Wir sehen es besonders an Weihnachten: Gott beschenkt die Menschen mit sich selbst &#8211; und die Menschen beschenken einander. An Feiertagen denken wir an die Liebe Gottes. Sie hat je nach Feiertag unterschiedliche Auspr\u00e4gungen. Wie auch immer die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3034","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3034"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3034\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3042,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3034\/revisions\/3042"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}