{"id":2967,"date":"2026-04-21T07:50:45","date_gmt":"2026-04-21T05:50:45","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=2967"},"modified":"2026-04-21T09:50:52","modified_gmt":"2026-04-21T07:50:52","slug":"sklaverei-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/sklaverei-1\/","title":{"rendered":"Sklaverei 1"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Sklaverei 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-decoration:underline\">1. \u00dcberblick \u00fcber die Sklaverei durch die Jahrhunderte<\/p>\n\n\n\n<p>Sklave ist ein Mensch, der nicht sich selbst geh\u00f6rt, der einem anderen geh\u00f6rt \u2013 und zwar ganz: mit Leib, Geist, Seele \u2013 so zumindest die Forderungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sklaven waren in der griechisch-r\u00f6mischen Antike ein Bestandteil des gesellschaftlichen Systems. Ein sehr gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung bestand aus Sklaven. Eine kleine Oberschicht der Herren knebelte eine gro\u00dfe Gruppe von Menschen. Das Leben von Sklaven konnte ungemein brutal sein, weil die Herrinnen und Herren mit ihnen machen konnten, was sie wollten. Man muss auch bedenken, was dieses Wissen, nicht sich selbst zu geh\u00f6ren, mit den Sklaven machen konnte: Man ist wertlos, man hat keine Rechte, man ist im Grunde ein Tier, das einen Menschen geh\u00f6rt. Reiche mussten zudem Sklaven haben, da es verp\u00f6nt war, mit seinen eigenen H\u00e4nden zu arbeiten. Manche ben\u00f6tigten gebildete Sklaven, um eben Kinder bilden zu k\u00f6nnen \u2013 es gab hohe Sklaven, wichtige Sklaven, die den Herrschaften gegen\u00fcber, loyal waren, Ansehen bekommen konnten, sich \u00fcberlegen f\u00fchlen \u2013 aber sie waren Sklaven. Sklaven sind die Grundlage f\u00fcr Reichtum und Wohlergehen gewesen. Sklaven sind die Grundlage des Systems gewesen. Man darf nicht untersch\u00e4tzen, wie massiv dieses System war. Die gesamte Gesellschaftsordnung war auf diesem System aufgebaut. Und begr\u00fcndet wurde dieses System unter anderem mit der Natur, der Ordnung \u2013 wie Aristoteles meint: Manche Menschen werden zu Sklaven geboren \u2013 also m\u00fcssen sie es auch sein. Es gibt \u00fcbrigens auch Berichte, dass Menschen eroberter Gebiete Suizid begangen haben, um sich einer Versklavung zu entziehen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Wir nennen es heute \u201e<em>strukturelle Gewalt<\/em>\u201c \u2013 man ist eingebunden in ein System der Gewalt, merkt es vielfach nicht \u2013 und wenn man es merkt, kann man im Grunde kurzfristig als Individuum bzw. als kleine Gruppe nichts dagegen tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Im griechischen Bereich waren Sklaven weniger im jeweiligen Haushalt integriert als sie es in Rom sein konnten. Im alten Orient waren alle Sklaven des Herrschers \u2013 auch die h\u00f6chsten Beamten. Sklaverei gab es auch in China, Japan, Indien, unter afrikanischen St\u00e4mmen &#8211; sie hatte aber jeweils unterschiedliche Auspr\u00e4gung. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Israel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Volk, so erinnert sich das Volk Israel, wurde aus der Sklaverei befreit. Von daher durfte das Volk keine j\u00fcdischen Sklaven haben. Es gab nur Schuldknechte, die nach einer bestimmten Zeit wieder entlassen werden mussten, es sei denn, sie wollten beim \u201eChef\u201c bleiben (5. Buch Mose 15,12ff. \/ 3. Mose 25,1ff.), das hei\u00dft, es gab Menschen, die sich selbst geh\u00f6rten, aber sich anderen zur Verf\u00fcgung stellten, oder wenn ein Sklave entlaufen ist und bei einem Schutz suchte, durfte er ihn nicht ausliefern (Dtn 23,16ff.). Das bedeutet: Sklaven wurden vielfach nicht ganz so schlecht behandelt, damit sie bleiben. Denkbar ist, dass es auch hier schlimme Ausw\u00fcchse gegeben haben kann. Andererseits durften Nichtisraeliten gekauft werden und sie konnten dann dem eigenen Besitz zugef\u00fchrt werden (3. Mose 25,44ff.). Eines der 10 Gebote sieht: Du sollst nicht deines N\u00e4chsten Haus, Frau, Knecht, Magd, Vieh und Sachbesitz verlangen (Dtn 5\/Ex 20). Das schlie\u00dft nicht Sklaverei im modernen Sinn ein, sondern steht im Kontext des Genannten. Am Sabbat durften \u00fcbrigens auch Sklaven nicht arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im hebr\u00e4ischen Bereich wird der Begriff Sklave auch verwendet in dem Sinne, dass man als Mensch Gott geh\u00f6rt. Und Gott behandelt sein Gesch\u00f6pf nicht schlecht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jesus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie sieht das im Neuen Testament aus? Bei Jesus sind Sklaven kein eigenes Thema. Sie werden in Gleichnissen genannt, um das Verh\u00e4ltnis zwischen Gott und Mensch zu verdeutlichen. Wobei Knechte, Diener nicht unbedingt Sklaven im heutigen Sinn verstanden werden muss. Sie waren vermutlich kein Thema Jesu, weil Sklaverei in Galil\u00e4a kein relevantes Thema war. Vielfach wirkten eben Kleinbauern, Fischer, Handwerker. Das soll nicht hei\u00dfen, dass es in Galil\u00e4a keine Sklaverei gab. Sie war nur nicht virulent. Zumindest wird sie in den \u00dcberlieferungen nicht hervorgehoben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Jesus grunds\u00e4tzlich das Thema Herrschen &#8211; Dienen angesprochen hat. Im Dienen zeigt sich Gr\u00f6\u00dfe &#8211; nicht im Herrschen; wer hat somit mehr Autorit\u00e4t? Der Herr nicht unbedingt. Alle sind Kinder Gottes &#8211; von daher hat dieses Wissen Einfluss auf das Miteinander der Menschen. Soziale Hierarchie wird relativiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paulus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als das Christentum dann in die heidnische Welt \u00fcberging, wurde auch das Thema der Sklaverei relevant. Sklaven waren auch das Ziel der Verk\u00fcndigung der fr\u00fchen Kirche. Und so erh\u00f6hte sich das Ansehen der Sklaven in den kleinen Gemeinden. Sie wussten sich von Gott geliebt, sie waren keine Tiere, keine, die als Menschen Sklaven sein mussten, sie waren eben Teil derer, die sich vom Evangelium angesprochen f\u00fchlten. Und so bestand dann die Gemeinde bald sowohl aus Herren als auch aus Sklaven. Die christlichen Sklaven wussten sich \u2013 auch als Sklaven \u2013 frei. Diese Sicht, die auch die Philosophie der Stoiker verk\u00fcndete (der K\u00f6rper geh\u00f6rt dem menschlichen Herren, aber die Seele nicht \u2013 das hei\u00dft, man kann auch als Sklave frei sein), kam im christlichen Glauben aus der hohen Philosophie hinunter zu den ganz normalen Alltagssklaven \u2013 sie wurde nicht nur gedacht, sondern auch realisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus thematisiert Sklaven ganz kurz im 1. Korintherbrief 7. Diese Stelle ist nicht eindeutig auszulegen: a) wenn du, Sklave, frei sein kannst, dann wolle es \u2013 oder: b) wenn du frei sein kannst, wolle lieber Sklave bleiben. Ich verstehe sie so: Paulus ruft Sklaven nicht dazu auf, Freiheit zu erk\u00e4mpfen. Wenn sich aber die Gelegenheit bietet, sollen sie sie ergreifen, wenn sie sich nicht bietet, sind sie auch als Sklaven freie Menschen. Die Formulierung d\u00fcrfte extra doppeldeutig sein, weil die fr\u00fchen Christen nicht auch noch in dieser Hinsicht als Gesetzlose auffallen durften. Dass Paulus auf Sklaven eine positive Wirkung hatte, das sieht man daran, dass ein Sklave namens Onesimus, der dem Gemeindeglied Philemon geh\u00f6rte, zu Paulus geflohen ist. Paulus schickt diesen zur\u00fcck, aber mit der Auflage, ihn wie einen Bruder zu behandeln (Brief des Paulus an Philemon). Und diese Sicht war revolution\u00e4r. Sie wird auch in anderen Aussagen des Paulus deutlich: \u201e<em>Denn durch den Glauben an Jesus Christus seid ihr nun alle zu Kindern Gottes geworden. Ihr geh\u00f6rt zu Christus, weil ihr auf seinen Namen getauft seid. Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, M\u00e4nner oder Frauen seid: in Christus seid ihr alle eins.\u201c\u00a0<\/em>(Galater 3,26ff.; vgl. Apg 2,18) und im 1. Korintherbrief hei\u00dft es \u00e4hnlich, da wird nur noch hinzugef\u00fcgt, dass sie alle zu dem einen K\u00f6rper Jesus Christus geh\u00f6ren. Und das muss man sich vorstellen: In den Gemeinden sitzen beim Abendmahl auf einmal Menschen zusammen, die Herren fr\u00fcher als Vieh angesehen haben konnten \u2013 und als Sklaven sitzt man auf einmal mit Herren zusammen, die einen verachtet haben, aber nun mit ihnen gemeinsam zur Einheit Jesu Christi geh\u00f6rt. Das konnte dann zu der Aufforderung f\u00fchren, dass man dem Herren als Bruder umso gewissenhafter diente (1Tim 6,2). Das bedeutet, dass man als christliche Gemeinde nicht dadurch auffallen wollte, dass man der Sklavenbefreiung das Wort redete. Wobei zu sehen ist, dass die Sklavenbefreiung einfach kaum ein Thema war, sondern Sklaverei war Alltag \u2013 sogar christlich-religi\u00f6s begr\u00fcndet \u2013 es ging jedoch darum, diesen Alltag zu humanisieren. Man muss an dieser Stelle bedenken, dass die Christen eine kleine Minderheit waren, die auch \u2013 vielfach als Sklaven \u2013 selbst ums \u00dcberleben k\u00e4mpften. (In der Zeit Neros hatte ein Sklave in Rom seinen Herrn umgebracht. Zur Abschreckung wurden s\u00e4mtliche Sklaven des Hauses, M\u00e4nner, Frauen, Kinder \u2013 400 \u2013 gekreuzigt. Die verantwortlichen Staatsbedienstete blieben bei ihrer unmenschlichen Haltung \u2013 trotz Protesten von Mitmenschen, weil es das Gesetz des Augustus so vorgab. Seneca, Lehrer von Nero, fordert Sklavenbesitzer dazu auf, Sklaven nicht zu misshandeln, da diese rebellieren oder Suizid begehen k\u00f6nnten. [Was in der damaligen Zeit als &#8222;Sachschaden&#8220; interpretiert werden konnte.] Sklaven misshandeln wirft ein schlechtes Licht auf die Besitzer. Von Suizid wird allerdings kaum berichtet. Es k\u00f6nnte sein, dass ein Verschweigen dazu beitragen sollte, Folgehandlungen zu verhindern.)<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig f\u00fcr die Botschaft ist auch die Sicht des Paulus, die in einem Lied formuliert wurde: Jesus war bei Gott und wurde Mensch, wurde Sklave bis zum Tod am Kreuz. Sklaven fanden in dem Gottessohn einen, mit dem sie sich identifizieren konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem Epheser- und Kolosserbrief wird geschrieben, dass Sklaven den Herren gehorchen sollen &#8211; aber dass auch die Herren die Sklaven gerecht behandeln sollen. Mit Blick auf die fr\u00fche Kirche muss auch beachtet werden, dass Paulus und andere davon ausgegangen sind, dass Gott in K\u00fcrze seine Herrschaft aufrichten wird. Dann haben bestimmte Fragestellungen eine andere Bedeutung. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kirchenv\u00e4ter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Verwandlung der Gesellschaft begann sich nur sehr langsam durchzusetzen. Denn auch innerhalb der Christen gab es Menschen, die Sklaven hatten \u2013 das sagt nichts \u00fcber deren Umgang mit den Menschen aus. Man konnte Sklaven haben und menschlich mit ihnen umgehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Clemens von Alexandrien<\/strong>\u00a0(150-215) meinte, Sklaven unterscheiden sich im Aussehen und in ihrer Tugendhaftigkeit nicht von deren Besitzer, somit seien sie zu reduzieren \u2013 und die Besitzer sollten selbst arbeiten. Frauen wie Sklaven d\u00e4chten gleicherma\u00dfen \u00fcber den christlichen Glauben nach, seien damit den M\u00e4nnern und Freien gleichgestellt. Diese Sicht ist insofern wichtig, weil Sklaven in der Regel als unf\u00e4hige Wesen angesehen wurden \u2013 und nun von Christen Wertsch\u00e4tzung und Bildung erfahren haben (freilich gab es auch gebildete Sklaven). So kann immer wieder auch gesehen werden, dass Sklavinnen und Sklaven ihre Herrinnen und Herren zum christlichen Glauben f\u00fchren konnten. Der ber\u00fchmte Kritiker der Christen,\u00a0<strong>Kelsos<\/strong>\u00a0(ca. 150-200), hat eben das dem Christentum vorgeworfen, dass sie stolz darauf seien, aus verworfenen Menschen zu bestehen. Aber diese verworfenen Menschen k\u00f6nnten sich nicht bessern. Indem Christen sich zu den Sklaven halten w\u00fcrden, w\u00fcrden sie zeigen, dass sie kluge Menschen nicht erreichen k\u00f6nnten.\u00a0<strong>Origenes<\/strong>\u00a0(185-254), der gegen Kelsos argumentierte, meinte: Man tue das auch weiterhin, auch wenn Kelsos dagegen sei, weil sie dadurch edel werden und durch das Wort Gottes frei werden w\u00fcrden. Kurz: Sklaven wussten sich von der Lehre und dem Handeln der Christen angesprochen \u2013 und wurden selbst Christen.\u00a0<strong>Tatian<\/strong>\u00a0(+170) meint, ein Christ m\u00fcsse bed\u00fcrfnislos sein, und wenn er das ist, dann sei f\u00fcr ihn das Freisein nicht wichtiger als das Sklavendasein. \u00c4u\u00dfere Lebensverh\u00e4ltnisse seien egal (\u00e4hnlich sein stoischer Zeitgenosse Epiktet). Er sei ebenso bereit, dem Kaiser als Sklave zu dienen \u2013 aber wenn ihm befohlen w\u00fcrde, Gott zu leugnen, so w\u00fcrde er das nicht tun. Hieran wird sichtbar, dass der Herr keine vollkommene Macht mehr \u00fcber den Sklaven hat. Und damit ist der Sklave innerlich frei \u2013 wie oben schon bei Paulus gesehen. Parallel dazu ist das Leben des\u00a0<strong>Kallist<\/strong>\u00a0(160-222) zu sehen. Er war wohl Sklave, wurde nach seiner Verhaftung und Freilassung aus dem Gef\u00e4ngnis als Sklave frei gelassen, ihm wurden in der christlichen Gemeinde wichtige \u00c4mter zugewiesen, die er so gut ausf\u00fchrte, dass die Gemeinde ihn zum Bischof gew\u00e4hlt hat und nicht den ber\u00fchmten Hieronymus. Er legitimierte dann die Heirat von christlichen Frauen mit Sklaven oder Freigelassenen als Ehe.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr\u00a0<strong>Laktanz\u00a0<\/strong>(250-320) war Sklaverei weder nat\u00fcrlich noch gerecht. Dieser vom r\u00f6mischen Staat gef\u00f6rderten Ungleichheit wurde die Gleichheit in den christlichen Gemeinden entgegengestellt \u2013 aber diese Gleichheit sei nur eine spirituelle. Und das, was der christliche Glaube fordere, sei \u00e4u\u00dferst schwer zu realisieren. Entsprechend argumentierten auch die ber\u00fchmten Christen, nachdem das Christentum als Religion anerkannt war und eine bedeutende Stimme wurde: ab 312.\u00a0<strong>Ambrosius<\/strong>\u00a0(339-397),\u00a0<strong>Augustinus<\/strong>\u00a0(354-430),\u00a0<strong>Chrysostomos<\/strong>\u00a0(349-407) haben die Meinung vertreten, dass Sklaven  aufgrund ihrer geistlichen Befreiung durch Jesus Christus ihren Herren gehorsam sein sollen \u2013 aber gleichzeitig brachten sie neben dieser geistlichen Freiheit auch die k\u00f6rperliche:\u00a0<strong>Chrysostomos<\/strong>\u00a0kaufte kriegsgefangene Sklaven frei. Parallel dazu schildert er das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu Gott wie einen Sklaven: Man solle als Sklavenhalter so freundlich mit seinen Untergebenen umgehen, wie Gott mit den Herren umgeht, man solle Sklaven kaufen und freilassen. Vor allem galt es auch, neu Sklaven aufzukaufen, damit es keine neuen Sklaven gebe. Andererseits jedoch wird an Chrysostomos sichtbar, wie ambivalent sein Verh\u00e4ltnis zu Sklaven ist, dass er sie nicht als Ebenb\u00fcrtige akzeptierte.\u00a0<strong>Augustinus<\/strong>\u00a0sah, dass Sklaverei nicht zur guten Sch\u00f6pfung geh\u00f6rte, dann aber durch den S\u00fcndenfall zum Teil des Menschen wurde. Nicht nur der Sklave war Sklave, sondern auch der Herr selbst wurde zum Sklaven, zum Sklaven der S\u00fcnde, der Triebe (Sex, Geiz\u2026). Augustinus begr\u00fcndete Sklaverei \u2013 aber gleichzeitig kaufte er Sklaven von brutalen Herren ab. Und Geistliche sollen unter der \u00c4gide von Augustinus Sklaven frei gelassen haben. An diesen Befreiungen sah er manchmal, dass es Menschen, die frei gelassen worden waren, nach der Freilassung schlechter ergangen ist als vorher. Von der Heiligen\u00a0<strong>Melania<\/strong>\u00a0(die J\u00fcngere) (383-439) wird gesagt, dass sie ihre Sklaven freilassen wollte \u2013 doch es kam zu einem Aufstand der Sklaven, denn als Diener der Christin hatten sie ihr Auskommen, Sicherheit. Auch\u00a0<strong>Ambrosius<\/strong>\u00a0nahm die stoische Sicht auf (gegen Aristoteles), dass niemand von Natur aus Sklave sei. Mit Paulus sieht er, dass Sklaven zum Leib Jesu dazugeh\u00f6ren, und wenn einer am Leib leidet, so leiden alle mit \u2013 daraus folgt, dass der Sklave gut zu behandeln ist. Ebenso ist\u00a0<strong>Gregor von Nyssa<\/strong>\u00a0(335-394) eindeutig gegen die Sklaverei aufgetreten: Wer Sklaven kauft, \u00fcbertritt das Gebot Gottes, der den Menschen zu seinem Ebenbild frei und autonom geschaffen hat. Entsprechend hat man dem Sklaven gegen\u00fcber mit Respekt zu begegnen. Aber auch er trat gegen Rechtsbruch ein, das hei\u00dft gegen die gewaltsame Sklavenbefreiung. Seine Schwester\u00a0<strong>Makrina<\/strong>\u00a0hat mit ihrer Mutter alle Dienerinnen zu gleichgeachteten Schwestern gemacht und mit ihnen zusammen ein kloster\u00e4hnliches Zusammenleben gef\u00fchrt, das offen war f\u00fcr alle m\u00f6glichen Menschen zur Andacht und zum Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n\n\n<p>An diesen gewichtigen M\u00e4nnern wird deutlich, wie massiv die Sklaverei in der Gesellschaft, in den Hirnen der Menschen verankert gewesen ist. Erst unter dem christlichen\u00a0<strong>Kaiser Justinian<\/strong>\u00a0(527-565) wurden Gesetze, die die Freilassung von Sklaven behinderten, aufgehoben. Parallel dazu sehen wir aber, dass der christliche Glaube f\u00fcr Sklaven sehr wichtig geworden ist. Warum? Wie oben gesehen: Sklaven geh\u00f6ren ganz ihren Herren \u2013 und das Christentum zeigte: Der K\u00f6rper geh\u00f6rt den Herren \u2013 aber der Geist geh\u00f6rt ihnen nicht. Glaubende sind durch Christus befreit, ob sie nun Sklaven sind oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der griechische Philosoph\u00a0<strong>Aristoteles\u00a0<\/strong>hat die Sklaverei mit der Natur begr\u00fcndet. Sie sind k\u00f6rperliche Werkzeuge, die den Menschen des Geistes geh\u00f6ren. Viele der genannten Christen stehen in dieser Tradition, die auch im Mittelalter (nach einer Aristoteles-Renaissance) und vor allem in der Neuzeit viele \u00dcbel angeregt hat. Man kann sehen, dass zwar dieser Ansatz des Aristoteles die humane neutestamentliche Lehre beiseite dr\u00e4ngt, dass sein Ansatz aber immer wieder menschlich durchbrochen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kl\u00f6ster<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren Verlauf haben M\u00f6nche dazu beigetragen, dass die Sklaverei vor allem dann auch seit dem 7.-9. Jahrhundert zur\u00fcckging, da man mit eigener H\u00e4nde Arbeit wirken musste. Zudem wurden immer mehr Sklaven M\u00f6nche und Bisch\u00f6fe, was dann auch zu einer Ver\u00e4nderung der Sklaverei beigetragen hat. Es gibt ber\u00fchmte Beispiele daf\u00fcr, dass Sklaven befreit wurden \u2013 aber gerade auch die ber\u00fchmten Beispiele zeigen, dass es nicht \u00fcblich war.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Christianisierung Europas verminderte sich im Laufe der Zeit der Sklavenhandel, der im muslimischen Bereich weiter bestanden hat, florierte und Reichtum brachte Wesentlich am Sklavenhandel waren die Wikinger beteiligt. So wandte sich der \u201eApostel des Nordens\u201c,\u00a0<strong>Ansgar<\/strong>, im 9. Jahrhundert gegen den Sklavenhandel. Allerdings gab es auch im christlichen Bereich immer wieder Menschen, die keine Skrupel hatten. So hat\u00a0<strong>Bertha von Lothringen<\/strong>\u00a0im 10. Jahrhundert dem Kalifen von Bagdad 40 Sklaven und Sklavinnen als Geschenk \u00fcberbringen lassen. Marseille und Venedig waren Umschlagpl\u00e4tze f\u00fcr Sklaven aus Europa in Richtung muslimische Sklavenm\u00e4rkte. Venedig wurde deswegen auch ermahnt, hat aber ungehindert weiter gemacht. Es war (auch durch den Sklavenhandel) zu m\u00e4chtig geworden, um von Au\u00dfen dem Treiben wirklich Einhalt gebieten zu k\u00f6nnen. Was Europa betrifft muss man sich freilich fragen, ob der Sklavenhandel theoretisch oder auch praktisch zu erliegen kam. Manche griffen im 17.\/18. Jahrhundert die Theorien auf, die Sklaverei abgelehnt haben, und meinten, es habe im Mittelalter keinen Sklavenhandel mehr gegeben. Damit haben sie sich wohl auf die theoretischen Schriften und nicht auf die Realit\u00e4t bezogen. In der muslimischen \u00c4ra war der Sklavenhandel ein sehr lukratives Gesch\u00e4ft, das viele V\u00f6lker reich gemacht hat und die Grundlage gelegt hat f\u00fcr weltweiten Handel. Hauptsklaven-Z\u00fcge kamen auch aus Europa.\u00a0<em>So\u00a0 kommt das Wort \u201eSklave\u201c von Slawe \u2013 was im englischen Wort noch deutlicher wird: Slave \u2013 und das arabische Wort f\u00fcr \u201eEunuch\u201c ist Slawe.<\/em>\u00a0Auch aus Afrika kamen viele Sklaven. Aus Afrika konnten aber kaum mehr Sklaven geholt werden, weil Muslime keine Muslime als Sklaven halten durften. Afrikanische St\u00e4mme wurden muslimisch, um nicht in Gefangenschaft zu geraten. Daf\u00fcr haben dann muslimischen St\u00e4mme Sklavenz\u00fcge nach Zentralafrika durchgef\u00fchrt, um sie in der arabischen Welt zu verkaufen. Europ\u00e4er wurden nicht Muslime \u2013 konnten also auf islamischen Sklavenm\u00e4rkten angeboten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sklavenhandel in Europa bl\u00fchte dann wieder ab Mitte des 15. Jahrhunderts auf, als Portugal Afrikaner als Sklaven nach Portugal und dann auf die Plantagen von Kolonien brachte. Eine schlimme, Menschen verachtende Zeit brach an, dieses Mal durch Europ\u00e4er, nicht nur durch Portugiesen, auch durch Spanier, dann auch durch Franzosen und Engl\u00e4nder, Holl\u00e4nder. Die P\u00e4pste&nbsp;<strong>Nikolaus V.<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Alexander VI.&nbsp;<\/strong>haben die Sklaverei im 15. Jahrhundert erlaubt. Im 16. Jahrhundert verbot&nbsp;<strong>Paul III.&nbsp;<\/strong>die Sklaverei. In katholischen Bereichen wurde sie immer weiter zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Die Kirche hatte aber immer weniger Macht \u2013 vor allem angesichts des entstehenden Fr\u00fchkapitalismus, sodass die Sklaverei vor allem auch in Amerika und anderen Kolonien ihr Unwesen trieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sklaverei in Europa und den USA wurde von zwei Seiten in Frage gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal von den frommen Menschen, die direkt damit konfrontiert wurden: 1718 wurde von dem (christlichen) Qu\u00e4ker\u00a0William\u00a0<strong>Burling<\/strong>\u00a0eine Schrift gegen die Sklaverei ver\u00f6ffentlicht, der Qu\u00e4ker-Staat Pennsylvania schaffte 1776 die Sklaverei ab (der deutsche Pietist\u00a0<strong>Franz Daniel Pistorius<\/strong>, der nach Pennsylvania ausgewandert war, setzte sich schon 1688 gegen die Sklaverei ein). (Genauere Infos s.\u00a0<a href=\"https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/slaverei-usa-namen-daten-schriften\/\">https:\/\/mini.evangelische-religion.de\/slaverei-usa-namen-daten-schriften\/<\/a>\u00a0) Im weiteren Verlauf wurde auch unter massivem Einwirken von einzelnen Christen und Gemeinden in den USA seit dem 17. Jahrhundert die Sklaverei bek\u00e4mpft (\u201ealle Menschen sind Kinder Gottes\u201c), manche wollten jedoch nur die Arbeitsbedingungen reformieren, manche wollten an der Sklaverei gar nichts \u00e4ndern. Was zu Kirchenspaltungen f\u00fchrte und letztlich auch unter Abraham\u00a0<strong>Lincoln<\/strong>\u00a0ein Aspekt des B\u00fcrgerkrieges war und 1865 zum weitgehenden Ende der Sklaverei beigetragen hat. Lincoln wurde am Karfreitag 1865 ermordet, weil er daf\u00fcr eintrat, dass auch Schwarze w\u00e4hlen d\u00fcrfen. In England traten unter anderem die Christen Thomas\u00a0<strong>Clarkson,\u00a0<\/strong>Hannah<strong>\u00a0More<\/strong>, Olaudah\u00a0<strong>Equiano<\/strong>, Granville\u00a0<strong>Sharp<\/strong>\u00a0und William\u00a0<strong>Wilberforce\u00a0<\/strong>(1759-1833)\u00a0in einem ersten Schritt gegen den Sklavenhandel auf und dann in einem zweiten Schritt gegen Sklaverei, weil auch die Afrikaner Br\u00fcder sind. Argumentiert wurde auch damit, dass Gott das an Menschen schuldig gewordene Land strafen w\u00fcrde und auch die Schuldigen sich nach dem Sterben vor Gott, dem Richter, verantworten m\u00fcssten. Folge: Verbot des Sklavenhandels: 1807 (im Jahr, als\u00a0<strong>John Newton<\/strong>\u00a0starb: Er war erst Kapit\u00e4n eines Sklavenschiffs, wurde dann angesichts dieser Unmenschlichkeiten von Abscheu ergriffen, wurde Pfarrer und nicht nur \u00fcber Wilberforce einflussreicher K\u00e4mpfer gegen die Sklaverei \u2013 Autor des ber\u00fchmten Liedes:\u00a0<em>Amazing Grace<\/em>); Abschaffung der Sklaverei: 1833\/34.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann wurde das Thema Sklaverei von Theoretikern diskutiert. Man muss bedenken, dass reale Sklaverei in Europa noch keine gro\u00dfe Rolle spielte \u2013 au\u00dfer die Versklavungen durch Muslime (<strong>Vinzenz von Paul<\/strong>&nbsp;[1581-1660]). So diskutierte man allgemein: Wieweit entspricht Sklavenhandel dem Naturrecht (wie man seit der Antike mit Blick auf Aristoteles immer wieder dachte) \u2013 oder: Ist das Naturrecht auch durch den Filter der Vernunft anzuwenden. Und so gab es modifizierte Einschr\u00e4nkungen der Sklaverei: Menschen aus in einem gerechten Krieg besiegten L\u00e4ndern d\u00fcrfen versklavt werden, ebenso, wenn Menschen sich selbst als Sklave unterwarfen, wenn Menschen durch Zeugung zum Sklaven wurden. So die aus christlicher Tradition in Verbindung mit Aristoteles argumentierenden Hugo<strong>&nbsp;Grotius<\/strong>&nbsp;(1583-1645), Samuel von&nbsp;<strong>Pufendorf<\/strong>&nbsp;(1632-1694). Sie versuchten entsprechend die Sklaverei rational zu humanisieren. Ebenso: Thomas&nbsp;<strong>Hobbes<\/strong>&nbsp;(1588-1679): Sklaverei basiert auf einem Gesellschaftsvertrag. Der christlich argumentierende Philosoph John<strong>&nbsp;Locke<\/strong>&nbsp;(1632-1704) war f\u00fcr Versklavung nur, wenn sie an die Stelle der Todesstrafe trete und im Kontext von Kriegen nur, wenn der zu Versklavende Kriegsverbrechen begangen hat. Der Philosoph Jean-Jacques&nbsp;<strong>Rousseau<\/strong>&nbsp;(1712-1778) sah sich als J\u00fcnger Christi, der alles im Licht der Vernunft betrachtete und wandte sich gegen die zuvor genannten philosophischen Sichtweisen: Sklaverei und Recht schlie\u00dfen sich aus. Dann gab es diejenigen, die mit Blick auf Staatstheorien den Staat bzw. den Herrscher bis hin zum Absolutismus st\u00e4rkten. Hier stand dann Bejahung der Sklaverei st\u00e4rker im Blick, so der in seiner Zeit ber\u00fchmte Theologe Jacques Benigne&nbsp;<strong>Bossuet<\/strong>&nbsp;(1627-1704; er unterst\u00fctzte Ludwig XIV. obgleich dieser den Papst einschr\u00e4nkte: Gallikanismus), der sich massiv gegen den Theologen Francois&nbsp;<strong>Fenelon<\/strong>&nbsp;(1651-1715) wandte, der eine Utopie verfasste, in der alle Menschen gemeinsam friedlich zusammenleben, ohne Gewalt, Staat, Sklaverei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gro\u00dfe Aufkl\u00e4rer\u00a0<strong>Voltaire<\/strong>\u00a0(1694-1778) verteidigte in Frankreich die Sklaverei: \u201eWir kaufen ausschlie\u00dflich Neger als Haussklaven. Man wirft uns diesen Handel vor.\u201c Er argumentiert, warum er dennoch daf\u00fcr ist: Schuldig sind die Afrikaner, die ihre Landsleute verkaufen; und: Wer einen Herren akzeptiert, ist dazu geboren, einen haben zu m\u00fcssen. Gleichzeitig lobte er die Qu\u00e4ker in den USA die sich gegen Sklaverei eingesetzt haben und verteidigte die afrikanische Schriftstellerin Phillis Wheatley gegen\u00fcber einen Rassisten. Diese Ambivalenz war verbreitet \u2013 vor allem konnte man auch sagen, dass es Sklaverei in christlichen L\u00e4ndern nicht gibt, sie aber gleichzeitig in den (fernen) Kolonien unterst\u00fctzte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sklaverei wurde nach einem zweiten Anlauf 1848 auch in Frankreich durch massiven Einsatz von Christen: Abb\u00e9 Henri&nbsp;<strong>Gr\u00e9goire<\/strong>&nbsp;(1750-1831) und dem Schweizer reformierten Theologen Benjamin&nbsp;<strong>Sigismond<\/strong>&nbsp;(1754-1830), sowie dem Schweizer Theologen&nbsp;<strong>Gillaume de Felice<\/strong>&nbsp;(1803-1871) und den \u201eFreunden der Schwarzen\u201c (gegr\u00fcndet 1788, aber schon 1793 Aktivit\u00e4t verringert) abgeschafft \u2013 vor allem auch aufgrund massiver Kritik an der Beteiligung von Christen (z.B. als Seelsorger auf Sklavenschiffen und Christen als Reeder) an der Sklaverei. Sigismond stand mit den englischen Gegnern der Sklaverei in engem Kontakt. F\u00fcr die Abschaffung der Sklaverei in Frankreich trat der Aufkl\u00e4rer Marie Jean Antoine Nicolas&nbsp;<strong>Caritat, Marquis de Condorcet<\/strong>&nbsp;(1743-1794) ein \u2013 kam jedoch, wie das Sterbejahr 1794 zeigt, im Zuge der franz\u00f6sischen Revolution um, obgleich er sie mit forciert hatte. Hingewiesen sei auch auf Pater Guillaume-Thomas&nbsp;<strong>Raynal&nbsp;<\/strong>(1713-1796), der mit den englischen K\u00e4mpfern gegen Sklaverei in Verbindung stand und mit Denis&nbsp;<strong>Diderot<\/strong>&nbsp;(1713-1784, der dem Jansenismus nahe stehender Christ war, dann aber deistischer und sp\u00e4ter atheistischer Weltanschauung zuneigte) eine Schrift zum Kolonialismus \u2013 damit verbunden Sklaverei \u2013 verfasste. Karl&nbsp;<strong>Marx<\/strong>&nbsp;(1818-1883) hat zum Thema Sklaverei keine Bedeutung \u2013 das sei hier nur erw\u00e4hnt \u2013 weil ihm die ausgebeuteten Lohnarbeiter wichtiger waren. In Deutschland hatte der Rechtsprofessor&nbsp;<strong>Martin Schmeitzel<\/strong>&nbsp;(1679-1747) den Sklavenhandel und den Umgang mit nordamerikanischen Eingeborenen kritisch reflektiert (1735), evtl. aufgrund der Anregungen durch den an seiner Uni lehrenden Hochschullehrer aus Ghana:&nbsp;<strong>Anton Wilhelm Amo<\/strong>&nbsp;(1703[?]-1753 [?]).<\/p>\n\n\n\n<p>Aus meiner Perspektive muss folgender Aspekt ber\u00fccksichtigt werden, der von\u00a0<strong>Wilberforce<\/strong>\u00a0hervorgehoben wurde: Die Gesellschaft in Europa ist gespalten zwischen der Oberschicht und der Unterschicht. Die Oberschicht interessiert das Ergehen der Unterschicht nicht. Von daher ist auch die Sklaverei f\u00fcr sie irrelevant. Die Unterschicht hat mit dem eigenen Leben genug zu tun, ist selbst unterdr\u00fcckt und lebt in elenden, fast sklaven\u00e4hnlichen Verh\u00e4ltnissen. Wilberforce sah es als seine Aufgabe an, diese Trennung aufzuheben und beiden Gruppen f\u00fcr die Sklaverei die Augen zu \u00f6ffnen, gleichzeitig der Oberschicht die Augen f\u00fcr die Unterschicht zu \u00f6ffnen und gegen deren schlimme Situation anzugehen. Damit war er einer der wesentlichen Vorreiter der gegenw\u00e4rtigen NGOs.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute gibt es noch weltweit Sklaverei. Dagegen wenden sich (auch christliche) Organisationen wie zum Beispiel:\u00a0<strong>Anti-Slavery-International<\/strong>\u00a0(die wohl \u00e4lteste internationale Menschenrechtsorganisation die noch in die Wilberforce Zeit hineinreicht),\u00a0<strong>International Justice Mission<\/strong>,\u00a0<strong>terres des hommes<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-decoration:underline\">2. Sklaverei: Zusammenfassung<\/p>\n\n\n\n<p>Sklaverei war in der Antike normal. Sie war Teil der Gesellschaft, bestimmte die Menschen. Gegen die Sklaverei wandte sich das Volk Israel, sofern es Menschen aus dem eigenen Volk betraf. F\u00fcr die Behandlung von Menschen des eigenen Volkes, die der Schuldknechtschaft verfallen waren, gab es klare menschliche Regeln. F\u00fcr Jesus spielte das Thema keine gro\u00dfe Rolle, wohl weil es f\u00fcr ihn in den 1 bis 3 Jahren seines Wirkens in Galil\u00e4a andere Probleme gab und er selbst der unteren Mittelschicht angeh\u00f6rte. Nichtsdestotrotz wird seine Zuwendung zu den Menschen Auswirkungen auf die allgemeine Sicht vom Menschen gehabt haben. Mit dem \u00dcbergang des Christentums zu den Griechen und R\u00f6mern kam auch die Sklaverei in den Blick. Diese Ordnung\/Recht der Sklaverei wurde von Paulus nicht in Frage gestellt, allerdings wurde sie unterlaufen: In der christlichen Gemeinde sind Sklaven und Herren eine Einheit, sie sind einander gleichgestellt. Von daher ist auch der Sklave Bruder \u2013 weil Jesus Sklave geworden ist \u2013 und ist als ein solcher zu behandeln. Noch etwas erkennen wir in den Paulusbriefen: In der Antike geh\u00f6rt der Sklave als ganzer Mensch dem menschlichen Herren. Paulus unterscheidet jedoch: Der K\u00f6rper geh\u00f6rt dem Herrn \u2013 der Geist ist frei. Und diese Unterscheidung hat dann weitreichende Folgen. Es wurden viele Sklaven Christen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen diese grundlegende Ordnung der damaligen Zeit haben die Christen nur dadurch ger\u00fcttelt, dass sie die geistige Freiheit in der Gemeinde betonten. Das f\u00fchrte auch dazu, dass Sklaven Bildung bekamen. Man hielt allgemein daran fest, dass die Ordnung bestehen bleiben muss \u2013 aber gleichzeitig betonte man die innere Freiheit und kaufte auch Sklaven aus unterschiedlichsten Gr\u00fcnden frei. Erst der christliche Kaiser Justinian hat dann Gesetze geschaffen, dass Sklaven leichter freigelassen werden konnten. Die Kl\u00f6ster haben viel dazu beigetragen die Sklaverei abzuschaffen, weil jeder mit seinen eigenen H\u00e4nden arbeiten solle. Und in diesem Stadium wurde auch die Christianisierung Europas weitergetrieben und entsprechend nahm die Sklaverei ab. Sie ist dann wieder aufgebl\u00fcht, als Amerika erobert wurde, wurde dann von der katholischen Kirche verboten. Das Verbot konnte aber aufgrund der Emanzipation des Fr\u00fchkapitalismus und dem massiven Erstarken der Nationalstaaten von der katholischen Kirche nicht mehr durchgesetzt werden. Der christlichen Gruppe der Qu\u00e4ker entstammte im fr\u00fchen 18. Jahrhundert eine Schrift gegen die Sklaverei, ein von Sklaven freier Staat wurde dann mit Pennsylvania umgesetzt. Im 17.\/18. Jahrhundert haben Jesuiten eine entsprechende Schutzzone in Paraguay errichtet. Weltweit herrscht noch immer Sklaverei, die dann nach und nach auch auf Druck bzw. Wirken durch Christen beendet wurde (z.B. Wilberforce).<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings gibt es sie heute noch \u2013 was man nicht \u00fcbersehen darf. Es gibt heute mehr Sklaven als jemals zuvor \u2013 auch darum, weil es mehr Menschen gibt als jemals zuvor. Aber: weil es mehr Menschen gibt, die man versklaven kann, als jemals zuvor, sind auch Sklaven so billig, wie selten in der Antike. H\u00f6chstens nach Eroberungsz\u00fcgen brach manchmal der Sklavenmarkt zusammen, weil Sklaven so billig waren. Aber das war nicht die Regel, w\u00e4hrend heute auf den M\u00e4rkten die Sklaven allgemein sehr billig zu haben sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-decoration:underline\">3. Sklaverei: \u00dcberlegungen\/Anmerkungen<\/p>\n\n\n\n<p>(a) Die Frage stellt sich nun mit Blick auf die Bibel. Sie ist Gottes Wort \u2013 und k\u00e4mpft nicht gegen die \u00e4u\u00dfere Sklaverei? Die Bibel hat wichtige Impulse durch innere Befreiung gegeben. Der Mensch ist nicht nur Sklave durch andere Menschen, sondern wird auch durch vieles andere abh\u00e4ngig: Krankheiten, Behinderungen, \u00c4ngste, soziale Verh\u00e4ltnisse\u2026. Wie k\u00f6nnen abh\u00e4ngige Menschen \u2013 welcher Art auch immer \u2013 wirklich frei werden? Durch den Glauben an Jesus Christus, dadurch, dass man sich in den widrigsten Lebensumst\u00e4nden von Gott geliebt und frei wissen darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber h\u00e4tten die Christen nicht intensiver auf die \u00e4u\u00dfere Freiheit hinwirken k\u00f6nnen? Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil die Menschen in all ihren Zeiten Teil ihrer Zeiten sind. Es sind Barrieren in den K\u00f6pfen abzubauen, es ist erst einmal zu erkennen, dass ein Problem besteht. So denken wir zum Beispiel an uns heute: Warum gibt es noch immer Sklaverei? Warum schaffen wir sie nicht ab? Vor diesem Problem stand auch die kleine christliche Gemeinde, die ihrerseits ja kein Ansehen hatte, weil sie vielfach aus verachteten Sklaven bestand. Wir k\u00f6nnen einfach nur ersch\u00fcttert sehen, wie schwer es ist, menschliche \/ humane Verh\u00e4ltnisse durchzusetzen \u2013 bis heute. Vielleicht ein Verstehensversuch: Schaffen wir einmal alle hilfreichen elektrischen Haushaltsger\u00e4te ab \u2013 wie w\u00fcrden wir klar kommen? Das hei\u00dft, platt gesagt: Die Eliten \/ die Staaten damals ben\u00f6tigten Sklaven, wie wir heute die Elektrizit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Rational war der Sklaverei nicht beizukommen. Im Gegenteil. Die Abschaffung brachte nur wirtschaftliche Nachteile. Die emotionale Argumentation, die den Menschen als Kind Gottes sieht, ihn als Ebenbild Gottes sieht, die ergriff die Menschen des 19. Jahrhunderts \u2013 was auch mit den christlichen Erweckungsbewegungen zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>(b) Die Rechts-Ordnung gibt vor, dass es Sklaven gibt. Die Natur gibt vor, dass es Sklaven gibt. Jeder denkende Mensch sieht also ein: Es muss Sklaven geben. Alle V\u00f6lker, St\u00e4mme, die etwas auf sich halten, haben Sklaven. Ohne Sklaven gibt es nur Schw\u00e4che und Niedergang. Sklavenbefreiung bringt Unordnung, Unfrieden, Krieg. (Pax = Vertrag \/ Ordnung.) Ziel ist Ordnung, also Frieden, das hei\u00dft: Es muss Sklaven geben. Jeder, der f\u00fcr die Sklavenbefreiung eintritt, ist gegen Frieden.<\/p>\n\n\n\n<p>So dachte man in der Antike. So dachte man in der Zeit der Voraufkl\u00e4rung, weil das der Vernunft entsprach. Dieses Denken musste langsam aber sicher ver\u00e4ndert werden. Das geschah durch die christliche Botschaft. Aus heutiger Perspektive gesehen, geschah das zu langsam. <\/p>\n\n\n\n<p>(c) Ich denke, man sollte etwas anderes auch beachten: Vielleicht ist uns heute die k\u00f6rperliche Freiheit wichtiger als sie den Menschen damals war. Sie haben erkannt, dass die \u00e4u\u00dfere Freiheit nicht gegen die Ordnung (von Natur aus\u2026), gegen das Recht erreichbar war \u2013 aber die innere Freiheit. Und diese innere Freiheit zu der der christliche Glaube verhalf, vereinte eben Herren und Sklaven und f\u00fchrte dazu, dass wenn man wirklich Jesus Christus geh\u00f6rte, ein humaner Umgang herrschte. Freiheit von S\u00fcnde, von Tod, sich in Widrigkeiten frei zu f\u00fchlen ist wichtiger als die \u00e4u\u00dfere Freiheit. Ich wei\u00df nicht, aber vielleicht sollten wir auch das ber\u00fccksichtigen in der Diskussion \u2013 auch wenn es aus unserem christlichen Weltbild heraus heute in seiner Ausschlie\u00dflichkeit nicht akzeptabel ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so dauerte es lange, bis Menschen die innere Freiheit und die \u00e4u\u00dfere Freiheit gleicherma\u00dfen wichtig nahmen und durchzusetzen versuchen. Die \u00e4u\u00dfere Freiheit \u2013 die war Jesus nicht unwichtig. Er hatte eine ganzheitliche Sicht im Blick.<\/p>\n\n\n\n<p>(d) Interessant ist nun, dass die Gemeinde so eine Art Parallelwelt aufbauen wollte: In der Gemeinde z\u00e4hlt allein Gottes Wille, seine Vorstellung von einem guten Zusammenleben \u2013 au\u00dferhalb ist die Welt des S\u00fcndenfalls. Aber die Welt der Gemeinde kann in die Welt des S\u00fcndenfalls durch die Menschen, die zur Gemeinde geh\u00f6ren, hineinwirken und sie ver\u00e4ndern. Wie am Beispiel Frieden zu sehen, versuchte Jesus eine Parallelwelt zu errichten, die immer st\u00e4rker auf die gesamte Gesellschaft \u00fcbergreift und sie dadurch ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>(e) Friede: (a) Innerer Friede \u2013 (b) Friede mit Gott \u2013 (c) sozialer Friede \u2013 (d) Institutioneller Friede. Die Gemeinde bot den Sklaven (a) und (b) an, dar\u00fcber hinaus (c) aber nur, soweit es das Leben in der Gemeinde betrifft. Au\u00dferhalb der Gemeinde gibt es Kampf und schweres Leben. Aber das betraf nicht nur die Sklaven, das betraf alle, die zur Gemeinde geh\u00f6rten. Ausgrenzung, Verfolgung, k\u00f6rperliche Angriffe, Auseinandersetzungen, \u00dcberlebensk\u00e4mpfe\u2026 (d) war niemandem im Blick, da der normale Mensch nichts zum Zusammenleben der Staaten tun konnte und kurzfristig keinen Einfluss auf die Institutionen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>(f) Mit Blick auf die Bibel als Gottes Wort im vielfach beschriebenen Sinn und mit Blick auf das Wirken des Heiligen Geistes: Glaube ist Prozess. In der Heiligen Schrift gibt es innovative Ans\u00e4tze, die sich langsam aber sicher mit den Menschen, die diese erkennen, durchsetzen. Es gibt in ihr auch zeitbegrenzte Verdunkelungen (AT: Sklaven d\u00fcrfen nur Menschen aus den V\u00f6lkern sein) \u2013 aber gleichzeitig Fortschritte: humane Behandlung von Menschen. Es gibt zeitbegrenzte Einschr\u00e4nkungen, die sich aber \u00fcber einen langen Zeitraum hinweg als wichtig erwiesen haben (Parallelwelt durchdringt die negative Welt). Heute setzen sich Gruppen f\u00fcr die Sklavenbefreiung ein. Das ist heute auch wichtig, weil in der Nachfolge Jesu (das, was man sich f\u00fcr das Reich Gottes erhofft, jetzt schon durchsetzen) diese Vorgehensweise m\u00f6glich \u2013 ja: notwendig \u2013\u00a0 ist. Allerdings auch nur sehr beschr\u00e4nkt. Denn die Probleme: Wenn man Sklaven freikauft, werden neue gefangen genommen, wenn man sie befreit, muss man sie ern\u00e4hren, medizinisch betreuen, beschulen, ausbilden \u2013 was aber vielfach kaum mehr m\u00f6glich ist. Die gleich noch einmal zu nennenden  Organisationen ben\u00f6tigen viel Geld, um ihrer wichtigen Arbeit nachkommen zu k\u00f6nnen. Und das heute in unserer reichen Zeit. Wie h\u00e4tte das alles damals gehen sollen? Das ist keine Apologie. Das ist eine Aufforderung, sich mehr um diese Arbeit der Organisationen, die sich f\u00fcr die Befreiung von Sklaven einsetzen, zu k\u00fcmmern:\u00a0<strong>Anti-Slavery-International<\/strong>,\u00a0<strong>International Justice Mission<\/strong>,\u00a0<strong>terres des hommes<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>(g) Besonders sei noch auf\u00a0<strong>Frederick Douglass<\/strong>\u00a0(1818-1895) hingewiesen. Dieser gro\u00dfe Christ aus den USA war Sklave, floh und engagierte sich massiv gegen die Sklaverei. Vor allem griff er als Christ auch Christen an, die die Sklaverei verteidigten und vollzogen, weil sie nicht lebten, wie Jesus es verlangte. Dazu s.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.christianitytoday.com\/ct\/2018\/january-february\/frederick-douglass-at-200-remembering-his-radical-christian.html\">https:\/\/www.christianitytoday.com\/ct\/2018\/january-february\/frederick-douglass-at-200-remembering-his-radical-christian.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Hingewiesen sei auch auf die bewundernswerte&nbsp;<strong>Harriet Tubman<\/strong>&nbsp;(1820[?] \u2013 1913):&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Ul09jwM9F98?feature=oembed\">https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Ul09jwM9F98?feature=oembed<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber sie gibt es auch einen sehenswerten Film:&nbsp;<em>Harriet. Der Weg in die Freiheit<\/em>&nbsp;\u2013 mit Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch einer anderen Harriet \u2013 das von\u00a0<strong>Harriet Beecher Stowe<\/strong>\u00a0(1811-1896) muss unbedingt erw\u00e4hnt werden. Onkel Toms H\u00fctte (1851 als Fortsetzungsroman in einer Zeitschrift; 1852 ganz ver\u00f6ffentlicht) hat ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, Menschen gegen die Sklaverei emotional zu mobilisieren, hat vielleicht auch zum Krieg gegen die Sklavenhalter der S\u00fcdstaaten beigetragen. Verarbeitet wurden in dem Buch Erinnerungen des ehemaligen Sklaven und Pfarrers\u00a0<strong>Josiah Henson<\/strong>. Begr\u00fcndet wurde die Haltung gegen die Sklaverei mit der Bibel, genauer mit dem Gleichnis von Matth\u00e4us 25,31ff.: Es gilt Hungrigen Nahrung zu geben, Nackte zu kleiden usw.<\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkungen zu dem Buch: Manchen ist das Buch zu gef\u00fchlsduselig. Es wird beschrieben, dass Sklaven Gef\u00fchle haben. Sie begr\u00fcndet die Hervorhebung des Gef\u00fchls in einer Diskussion: Manche Menschen der damaligen Zeit glaubten, dass Sklaven keine richtigen Menschen sind, somit auch keine Gef\u00fchle h\u00e4tten. Darum durfte man Ehen trennen, Kinder von den Eltern wegnehmen usw. Von daher muss man auch das Buch aus seiner Zeit heraus lesen und nicht die Gegenwart eintragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Biographisch ist auch das Leben von&nbsp;<strong>David Livingstone<\/strong>&nbsp;(1813-1873) mit Blick auf das Thema Sklaverei spannend. Livingston war Missionar und bereiste Afrika. Auf diesen Entdeckungsreisen wurde er immer wieder mit arabischen und portugiesischen Sklavenh\u00e4ndlern konfrontiert, mit Stammesh\u00e4uptlingen, die ihre Nachbard\u00f6rfer \u00fcberfielen und die Menschen den Arabern verkauften bzw. auch ihre eigenen Untertanen. Ein ganz schlimmes Erlebnis hatte er 1871. Seine Schilderungen der Brutalit\u00e4ten hatten auch Auswirkung auf die Einsch\u00e4tzung des Sklavenhandels in Europa und die Schlie\u00dfung des Sklavenmarktes auf Sansibar durch die Engl\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu siehe auch:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/theologie-weg-lern-prozess\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/theologie-weg-lern-prozess\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>An Literatur sei der Beitrag genannt, der mir nachtr\u00e4glich bekannt geworden ist und viel mehr Fakten enth\u00e4lt, als oben verarbeitet wurden:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.philso.uni-augsburg.de\/institute\/philosophie\/Personen\/Lehrbeauftragte\/neidhart\/Downloads\/KircheMenschenrechte.pdf\">https:\/\/www.philso.uni-augsburg.de\/institute\/philosophie\/Personen\/Lehrbeauftragte\/neidhart\/Downloads\/KircheMenschenrechte.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Siehe auch:<\/p>\n\n\n\n<p>Zu dem Thema s. auch:&nbsp;<a href=\"https:\/\/gedichte.wolfgangfenske.de\/spiritual-gospel\/\">https:\/\/gedichte.wolfgangfenske.de\/spiritual-gospel\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sklaverei 1 1. \u00dcberblick \u00fcber die Sklaverei durch die Jahrhunderte Sklave ist ein Mensch, der nicht sich selbst geh\u00f6rt, der einem anderen geh\u00f6rt \u2013 und zwar ganz: mit Leib, Geist, Seele \u2013 so zumindest die Forderungen. Sklaven waren in der griechisch-r\u00f6mischen Antike ein Bestandteil des gesellschaftlichen Systems. 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