{"id":240,"date":"2019-06-29T17:43:23","date_gmt":"2019-06-29T15:43:23","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=240"},"modified":"2026-05-03T09:12:28","modified_gmt":"2026-05-03T07:12:28","slug":"frieden-krieg-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/frieden-krieg-1\/","title":{"rendered":"Frieden + Krieg 1"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Vorbemerkung<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Im Alten Orient war das Gegenteil von Krieg nicht Frieden, sondern Chaos. Kriege waren eine Friedensma\u00dfnahme, um das Chaos zu bek\u00e4mpfen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die R\u00f6mer verstanden unter <strong>Pax<\/strong> eine Form von Ordnung, hergestellt auch durch Vertr\u00e4ge.<\/li>\n\n\n\n<li>Die alten Griechen sahen <strong>Eirene<\/strong> (Frieden) als Tochter von Zeus (Macht) und Themis (Gesetz). Die anderen T\u00f6chter hie\u00dfen: Eunomia (gesetzliche Ordnung) und Dike (Recht und Gerechtigkeit).<\/li>\n\n\n\n<li>Das Wort \u201eFrieden\u201c kommt aus dem Althochdeutschen: <strong>fridu<\/strong>: Schonung, Freundschaft.<\/li>\n\n\n\n<li>Juden sprechen von <strong>Schalom<\/strong>: Frieden und alles, was gut tut: Unversehrtheit, Gesundheit, Sicherheit, Ruhe\u2026).<\/li>\n\n\n\n<li>Wir verstehen heute unter <strong>Frieden<\/strong>:<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>A) Innerer Frieden: (a) psychisch\/seelisch (Ruhe, Harmonie); (b) geistlicher Frieden (Einheit\/Einklang&nbsp; mit Gott).<\/p>\n\n\n\n<p>B) \u00c4u\u00dferer Frieden: (a) sozialer Frieden; (b) politischer\/zwischenstaatlicher Frieden<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Frieden und Krieg: Altes und Neues Testament<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Gewalt im Alten Testament<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Voraussetzung des Verstehens:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Israel lebte geopolitisch in einer ung\u00fcnstigen Lage (je nach Zeit zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten Assyrien\/Babylon\u2026 und \u00c4gypten). In den Schriften wird Gott mit dem Krieg eng verbunden. Damit geben sie altorientalische Tradition wieder. Kriege sind aus damaliger Sicht notwendiger als Friede, um die Chaosm\u00e4chte zu besiegen \u2013 das hei\u00dft: alles, was dem jeweiligen Herrscher, damit der Gottheit\/den G\u00f6ttern entgegensteht, sind Chaosm\u00e4chte. Diese m\u00fcssen in die Schranken verwiesen werden. Vernichtung und Dem\u00fctigung der Eroberten diente dazu, Widerstand &#8211; also Chaos &#8211; im Keim zu ersticken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Im folgenden Abschnitt werden erst Aussagen zum Thema Gewalt vorgestellt &#8211; und dann Punkt f\u00fcr Punkt Aussagen zum Thema Frieden entgegengestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#00a346\">1. Sch\u00f6pfungsgeschichten: Gott gab dem Menschen Freiheit und Verantwortung. Er missbrauchte seine Freiheit (Genesis 1-3). Genesis 4: Sogar ein Bruder t\u00f6tet den anderen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a39d00\">2. Die V\u00f6lker sind grausam und kriegsgewaltig. Gott vernichtet sie, l\u00e4sst aber Noah und seine Familie \u00fcbrig. Menschen versuchen Gott aus dem Himmel zu sto\u00dfen (Turmbau zu Babel). Folge: Gott beruft Abraham, damit es anders werde. Dessen Enkel sind listig und gewaltt\u00e4tig (Jakob\/Esau) \u2013 aber Gott ist mit Jakob, vergebend und ver\u00e4ndernd. Jakob hat gewaltt\u00e4tige S\u00f6hne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#7400a3\">3. Die Kinder Israels werden in \u00c4gypten unter Gewalttaten bedr\u00e4ngt. Gott befreit das Volk durch Moses mit Hilfe von Warnung und Wundern. Josua: massive K\u00e4mpfe. Gott als Kriegsherr. Bann als Auftrag Gottes (durch Priester?) (Josua 7f. [der Name des Dorfes AI bedeutet: Tr\u00fcmmerhaufen]; Numeri\/4.Mose 21; 31 [der Name Horma bedeutet: Bannstadt]). Historisch stehen dahinter wohl eher Infiltration und keine Expansionskriege (z.B. Gideon in: Richter 6f.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-accent-color has-text-color\">Wichtig:&nbsp;<em><strong>Die jetzige Darstellung des Josuabuches durch den Deuteronomisten ist keine L\u00fcge, sondern Menschen leben als Menschen ihrer Zeit und interpretieren ihre Welt und ihre Vergangenheit aus dieser Sicht. In babylonischer Zeit wird aus der Sicht der V\u00f6lker die eigene j\u00fcdische Vergangenheit als eine des siegenden Gottes dargestellt: Unser Gott war kriegsm\u00e4chtig und unser Gott beherrscht auch die Sieger-V\u00f6lker.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a38e00\">4. Der Kampf gegen Kanaan wird damit begr\u00fcndet, dass die Feinde die Schandtat begehen, Kinder den G\u00f6ttern zu opfern \u2013 d.h. es geht damals schon um Menschenrechte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#6a00a3\">5. Jahwe ist Krieg, hei\u00dft es 1Samuel 17,47. Gott Zebaoth = Gott der Heere\/Heerscharen (Engel) \u2013 aber feminin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#00a30c\">6. Es gibt gerechte (gute) und ungerechte (gewaltt\u00e4tige) Herrscher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#1200a3\">7. Parallel dazu: Propheten treten auf, die K\u00f6nige zurechtweisen. Eintreten f\u00fcr Moral \u2013 Ank\u00fcndigung des strafenden Gottes \u2013 Gott f\u00fchrt auch Krieg gegen Israel, wenn es asozial ist, damit ist Gott auch Herr der V\u00f6lker, der diese, ohne dass sie es wissen, f\u00fcr sich einsetzen kann. (Gott ist Sch\u00f6pfer der gesamten Welt und V\u00f6lker. Er ist nicht nur Stammesgott. Propheten treten auch ein gegen falschen Frieden: Die Menschen rufen Schalom, Schalom \u2013 es ist aber kein Schalom (Jeremia 6,14).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Schalom (Frieden) im Alten Testament<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schalom: Frieden als Prozess. Gott versucht den Menschen immer st\u00e4rker auf seinen Weg des Friedens zu setzen, ihn daf\u00fcr zu gewinnen. Vgl.&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/theologie-weg-lern-prozess\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/theologie-weg-lern-prozess\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#00a346\">Zu 1. Das Paradies bietet ein Bild des Friedens. Grundlage der Sch\u00f6pfung: Gott sah, dass es gut war. Das zeigt auch die Sehnsucht des Menschen. Das ist die Grundlage, die die Menschheit lenkt: Sie hat in sich das Ziel, auf dieses Gute zuzugehen. (Entelechie: In sich das Ziel haben \u2013 Gott wird vollenden, Gewalt und Krieg beseitigen.) Gott erwartet von Kain, dass er seine S\u00fcnde \/ Aggression beherrscht \u2013 er traut es ihm auch zu. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a39d00\">Zu 2. Noah ist Vorbild: Er wandelt mit Gott\u2026; Noah-Bund: Gott fordert Gewalttaten durch rechtliche Sanktionen einzuschr\u00e4nken (9,6). Josef ist ein Muster an Moral und Vergebung, weil gottesf\u00fcrchtig. Diese Menschen zeigen, wie man sich als Mensch Gottes angemessen (friedvoll) verh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#7e00a3\">Zu 3. Kampf Gottes gegen Gewalt mit warnenden und sich steigernden Strafwundern. Sie waren angek\u00fcndigt worden. Wenn Menschen sich Gott widersetzen, hat das Folgen. Das Deuteronomistische Geschichtswerk legt in diese Zeit die Kriegsgesetze (Deuteronomium \/ 5. Buch Mose 20) vor. Soweit wir wissen: Ein Fortschritt \u2013 auch wenn sie zum Teil nicht unseren Vorstellungen entsprechen): Menschen m\u00fcssen nicht in den Krieg ziehen (wer ein Haus gebaut hat, geheiratet hat, Angst hat\u2026), Schonung der Obstb\u00e4ume, Unterscheidung zwischen Kriege gegen nahe St\u00e4dte und ferne St\u00e4dte, Aufruf zum \u201eFrieden\u201c \/ Kapitulation, Umgang mit Frauen (Trauerzeit einhalten, nicht als Sklavin verkaufen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#a38e00\">Zu 4. Amos 1-2: Krieg Gottes wegen Verletzung von Menschenrechten. Gott ist gerecht, setzt Gerechtigkeit durch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#6a00a3\">Zu 5. Richter 6,24 hei\u00dft es: Der Herr ist Friede.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#00a30c\">Zu 6. Herrscherspiegel (Samuel-, K\u00f6nigs-, Chronikb\u00fccher). Regeln f\u00fcr sozialen Frieden z.B. 10 Gebote, umfassender: 3. Mose\/Levitikus 19<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#1200a3\">Zu 7. Friedensvisionen\/-kriegskritische Texte \u2013 im Kontext kriegerischer Texte: Hosea 2,20, Jesaja 2,4 (Micha 4,3-5); 9,1-6; 11; 30,15-17, Ezechiel 39,9f, Jesaja 2; 42,13; 65,17-25, Sacharja 4,6; 9,9-17; Haggai 2,2; Psalm 46,10; 85,9ff.; 72,3. Frieden nach Sieg \u00fcber Gegner \u2013 weil Gott Gegner bek\u00e4mpfen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Manch andere Texte sprechen auch die Hoffnung nach Schalom, umfassenden Frieden, aus. Gott ist nicht auf der Seite der M\u00e4chtigen, er ist auf der Seite der Opfer: Jesaja 52,13-53,12.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass der Mensch den Schalom suchen soll, indem er nicht mehr B\u00f6ses tut, sondern Gutes, das hei\u00dft z.B. nicht l\u00fcgt, das spricht Psalm 34 aus. Gerechtigkeit und Frieden geh\u00f6ren f\u00fcr Psalm 85 und Jesaja 32,17 zusammen. Schalom hat also auch weitere Dimensionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Krieg und Frieden im Neuen Testament<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Jesus Christus<\/em><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Mit Jesus Christus gab es neue Impulse (Feindesliebe \u2013 als imitatio Dei \/ Nachfolge Gottes, Grenzen \u00fcberschreitend\u2026): innerer Friede \u2013 Friede mit Gott \u2013 sozialer Friede.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Gewaltwelt \u2013 die als selbstverst\u00e4ndlich hingenommen wird (Mt 24,6; Lk 14,31) \u2013 wird eine andere entgegengestellt: Die Gemeinde soll als Kinder Gottes eine Enklave des Friedens werden, die nach au\u00dfen ausstrahlt und Welt ver\u00e4ndert.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Sehnsucht nach Schalom im Reich Gottes wird zum Antrieb f\u00fcr das Handeln in der gewaltt\u00e4tigen Welt.<\/li>\n\n\n\n<li>Seligpreisungen (Mt 5,9): Selig, die Frieden stiften (pax facere &gt; Pazifisten).<\/li>\n\n\n\n<li>Grenz\u00fcberschreitend: Gleichnis vom Barmherzigen Samariter (Lukas 10,25ff.).<\/li>\n\n\n\n<li>Wunder am Sklaven des heidnischen Soldaten (Mt 8,5ff.).<\/li>\n\n\n\n<li>Friedensstifter (J\u00fcnger \u2013 Mt 10,13\/Lk 10,5f.) werden allerdings verfolgt (Mt 10,34), werden aber von Gott gerechtfertigt.<\/li>\n\n\n\n<li>Exorzistische T\u00e4tigkeit: Menschen werden aus Gewaltstrukturen befreit.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Woher wissen Christen, dass es aus Gottes Perspektive auf Frieden ankommt und nicht auf Krieg und Gewalt? Jesus lebte und lehrte Frieden. Gott hat ihn dann auferweckt, das hei\u00dft, er hat sich zur Lehre und zum Handeln Jesu bekannt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Siehe auch: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/jesus-und-gewaltlosigkeit\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/jesus-und-gewaltlosigkeit\/<\/a> und: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/friedensweg\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/friedensweg\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Fr\u00fche Gemeinde<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jesus Christus wird als \u201eGegenmodell\u201c zu Augustus (dem Vertreter des gewaltt\u00e4tigen r\u00f6mischen Reiches) gesehen:<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsgeschichte des Lukas: Frieden auf Erden durch Gottes Menschwerdung in einem Kind \u2013 Akklamation Gottes durch das Engelheer \u2013 statt Akklamation des Caesar Augustus durch Soldaten (Lukas 2,13f.). Jesus Christus als Licht, das allen Menschen leuchtet und sie auf den Weg des Friedens f\u00fchren wird (Lukas 1,79) &#8211; nicht Augustus. Pax Augusta \/ <em>Pax Romana<\/em> wird ersetzt durch den <em>Schalom Gottes<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#6a00a3\">Die Zugeh\u00f6rigkeit zu Jesus Christus bringt Frieden (Johannes 14,27; 16,33). Der vereinzelten alttestamentlichen Aussage: Jahwe ist Krieg wird die Aussage entgegengesetzt: Jahwe\/Gott ist Liebe (1. Johannes 4,8; vgl. Richter 6,24: Gott ist Friede).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema Frieden in verschiedenem Sinn ist wichtig f\u00fcr den Apostel Paulus:<\/p>\n\n\n\n<p>Frieden mit Gott als Voraussetzung f\u00fcr:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Frieden mit sich selbst,<\/li>\n\n\n\n<li>Frieden mit den Mitmenschen,<\/li>\n\n\n\n<li>Frieden innerhalb der Gemeinde.<\/li>\n\n\n\n<li>Gott wird als Gott des Friedens bezeichnet, der Heilige Geist wirkt Frieden.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Es wird deutlich: Es geht den fr\u00fchen Christen nicht um Frieden zwischen Staaten. Dazu waren die kleinen verstreuten Gemeinden auch zu unbedeutend \u2013 sie bestanden zum Teil aus Sklaven und sozial \u00fcbersehenen Menschen. Zudem gab es noch keine Staaten im gegenw\u00e4rtigen Verst\u00e4ndnis. Der Versuch bestand darin, die Menschen im Sinne Gottes zum Frieden zu bewegen (\u201eEvangelium des Friedens\u201c, Epheser 6,15), sich als Gemeinden zu vernetzen, damit die Gesellschaft befriedet wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Zusammenfassung:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gott begleitet den freien Menschen (der sich gegen Gott und gegen den Mitmenschen stellt, somit seiner Verantwortung nicht gerecht wird), indem er verschiedene Wege geht, um Menschen zu sozialen Wesen zu machen: <\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Appell an seine St\u00e4rke gegen\u00fcber kriminelle Anwandlungen (Kain), <\/li>\n\n\n\n<li>Bestrafung und Rettung (Noah), <\/li>\n\n\n\n<li>Gebote (Mose\/Deuteronomium), <\/li>\n\n\n\n<li>einfordern der g\u00f6ttlichen Gebote (Propheten), <\/li>\n\n\n\n<li>vor Augen malen einer Welt des Schalom (Sch\u00f6pfungsgeschichte\/Paradies, prophetische Friedenstexte). <\/li>\n\n\n\n<li>Im Neuen Testament dadurch, dass die Gewaltwelt durch eine Parallelwelt des Schalom durchdrungen werden soll.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Geschichte, die die Bibel zeigt, ist eine Beziehungsgeschichte: Gott fordert vom Menschen \u2013 aber immer nur soweit der Mensch es \u00fcberhaupt verstehen kann. Wenn der Mensch es verstanden hat, geht Gott weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Siehe:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/frieden-krieg-2\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/frieden-krieg-2\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Krieg und Frieden: Antike bis zum 18. Jahrhundert (kurzer \u00dcberblick)<\/p>\n\n\n\n<p>1.&nbsp;<strong>Platon<\/strong>&nbsp;(428-348) unterscheidet zwischen \u00e4u\u00dferem und innerem Krieg. Der innere Krieg = Aufruhr in einer Stadt (kann schlimmer sein als gegen \u00e4u\u00dfere Feinde). Dieser innere Friede ist durch gute Gesetzgebung, durch freundschaftliche und friedliche Gesinnung zu erreichen. Der \u00e4u\u00dfere Krieg betrifft die St\u00e4mme der Griechen und der ist anders zu behandeln als der Umgang mit den Barbaren. Barbaren sind Feinde, Griechen untereinander w\u00fcrden nur als Freunde Krieg f\u00fchren. Ziel ist es aber, die Barbaren wie Hellenen anzusehen. (Vgl. Altes Testament: Trennung zwischen: Volk \u2013 n\u00e4here V\u00f6lker \u2013 ferne V\u00f6lker; das hat aber eine andere Intention.)<\/p>\n\n\n\n<p>2.&nbsp;<strong>Aristoteles<\/strong>&nbsp;(384-322) \u2013 er war Lehrer des Kriegsherrn Alexander dem Gro\u00dfen: Die Gesetze der meisten Staaten sind daraufhin ausgerichtet, Krieg f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Dagegen soll der wahre Staatsmann so handeln, dass er das Beste \u2013 mit Blick auf Frieden\/Ordnung \u2013 f\u00fcr die Menschen will, aber er muss realistisch sein, das hei\u00dft, manche Menschen ben\u00f6tigen den Despoten, manche Staaten ben\u00f6tigen eine kriegerisch wachsame Gegnerschaft. Aristoteles vertritt elit\u00e4res Denken: Es gibt Herrscher und Beherrschte (Menschen, von Natur aus Sklaven).<\/p>\n\n\n\n<p>3.&nbsp;<strong>Stoiker: Zenon von Kition<\/strong>&nbsp;(333-362): Krieg kommt nicht von Gott, sondern vom Menschen, der die g\u00f6ttliche Ordnung zerst\u00f6rt.&nbsp;<strong>Chrysipp<\/strong>&nbsp;(um 300-208) sieht das \u00e4hnlich. Kosmopolis \u2013 Stadt des Kosmos ist Ordnung und Harmonie \u2013 Menschen machen sich Sondergesetze, die in Kriege ausarten. Man muss sich auf die Ordnung konzentrieren und den Frieden als Frieden erstreben. Diese Aussagen wurden aufgenommen von&nbsp;<strong>Seneca, Plutarch, Epiktet, Marc Aurel&nbsp;<\/strong>(alle 1.\/2. Jh. n. Chr. Politisch wurden sie kaum wirksam. Kaiser Marc Aurel fand zum Beispiel den Krieg l\u00e4cherlich und gr\u00e4sslich, war aber kriegerisch massiv t\u00e4tig \u2013 und auch in der Christenverfolgung). (Vgl. Altes Testament: Krieg ist Folge menschlicher Schuld \u2013 alle Menschen sind Ebenbild Gottes.)<\/p>\n\n\n\n<p>4.&nbsp;<strong>Cicero<\/strong>&nbsp;(106-43): R\u00f6misches Fetialrecht (Priesterrecht): Krieg ist unrecht und frevelhaft \u2013 darum muss er von Priestern begleitet werden und beginnt nach bestimmten formelhaften Einleitungen: \u2013 Kriegs Androhung, \u2013 Kriegserkl\u00e4rung, \u2013 mystische Handlung (Lanzenwurf in feindliches Land [auch wenn das Land nur symbolisch wiedergegeben wurde, weil die Priester nicht an die Grenzen des R\u00f6mischen Reichs fuhren]). Dann war Krieg rechtm\u00e4\u00dfig \u2013 gerechter Krieg. Diese Frage nach Rechtm\u00e4\u00dfigkeit wurde schon 155 v.Chr. von dem Philosophen&nbsp;<strong>Karneades<\/strong>&nbsp;in Frage gestellt. Das sei nicht Recht, was die R\u00f6mer mit ihrer Expansionspolitik betreiben. Darum wurde der Krieg der R\u00f6mer nachtr\u00e4glich ethisch begr\u00fcndet. Cicero: Die r\u00f6mische Expansionspolitik dient der Ehre\/Treue (fides) und des Heils\/Rettung\/Schutz (salus). Sie dient der Verbreitung von Gerechtigkeit und Recht in Staaten des Unrechts. (Vgl. Altes Testament: Kriegsgesetze: Bedeutung des Priesters im Kontext eines Krieges. Und: Kriege dienen der Durchsetzung des Gottes-Rechts.)<\/p>\n\n\n\n<p>5. Die Hauptstr\u00f6mung des christlichen Glaubens lehnte die Teilnahme am Milit\u00e4r ab, weil Jesus Feindesliebe und Gewaltlosigkeit lehrte. Beispielhaft sind&nbsp;<strong>Tertullian<\/strong>&nbsp;(150-220),&nbsp;<strong>Origines<\/strong>&nbsp; (185-254),&nbsp;<strong>Lactantius<\/strong>&nbsp;(250-320), ebenso die gnostisch-christlichen&nbsp;<strong>Manich\u00e4er<\/strong>&nbsp;(Mani: 216-276 \u2013 unter anderem wegen der alttestamentlichen Kriege lehnte er auch den alttestamentlichen Gott ab).<\/p>\n\n\n\n<p>6.&nbsp;<strong>Augustinus<\/strong>&nbsp;(354-430) verschmolz griechisch\/r\u00f6mische, alttestamentliche und jesuanische Sichtweisen zum Thema Krieg\/Frieden. Und diese wurden dann in Europa der n\u00e4chsten Jahrhunderte relevant. Er verfasste sein Werk nach der Eroberung Roms durch die Westgoten um 410 (De civitate Dei), was f\u00fcr viele ein Schock war und Christen vorgeworfen wurde, sie h\u00e4tten die G\u00f6tter ver\u00e4rgert, sodass Rom erobert werden konnte. Augustinus hat intensiv \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Kirche und Staat nachgedacht (Reich Gottes \u2013 Reich der Menschen [diese Unterscheidung ist schon in gewisser Weise neutestamentlich]). Dieses Verh\u00e4ltnis wurde im Laufe der Kirchengeschichte unterschiedlich beschrieben \u2013 und je nach Beschreibung entsprach der Friede der Herrschaft Gottes \u2013 im Bereich der Herrschaft des Menschen m\u00fcssen Wege gefunden werden, ihn mehr oder weniger durchzusetzen. Zudem haben Vandalen (430) das R\u00f6mische Reich angegriffen und in Nordafrika ein eigenes Reich gegr\u00fcndet &#8211; Augustinus war Bischof in Hippo Regius (im heutigen Algerien). Er sieht: absoluter Pazifismus ist Weltflucht \u2013 die Welt ist gefallen, s\u00fcndig, von daher sind Kriege notwendig \u2013 es herrscht aufgrund der S\u00fcnde nicht nur Frieden. Frieden ist harmonische Ordnung. Alles hat in dieser Ordnung seinen Platz, vom Stein bis hin zum Menschen. Im Krieg, der in der s\u00fcndigen Welt eben herrscht, m\u00fcssen Regeln gelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Augustinus denkt den Frieden umfassend:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wer sich Gott nicht unterordnet (geistlicher Friede) kommt nicht zum<\/li>\n\n\n\n<li>inneren Frieden, weil er aus Hochmut die Ordnung Gottes missachtet: Seele und Leib k\u00e4mpfen gegeneinander, das hei\u00dft in der Terminologie der Neuzeit: Triebe und \u00dcberIch \/ Ich. Das ist f\u00fcr Augustinus die H\u00f6lle: der Konflikt des Menschen mit sich selbst. Weil der Mensch sich nicht selbst beherrschen kann, will der Mensch \u00fcber andere herrschen, es kommt zum<\/li>\n\n\n\n<li>sozialen Unfrieden. Und dieser beherrscht alles: Familien, Nachbarn \u2013 bis hin zum Staat.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Gott hat der s\u00fcndigen Welt Hierarchie gegeben, damit Ordnung ann\u00e4hernd hergestellt wird, was aber aufgrund der S\u00fcnde der Menschen nie vollst\u00e4ndig m\u00f6glich ist. Dennoch: Der ambivalente irdische Staat hat den Bildungsauftrag sowie legislative, exekutive und juridische Gewalt, er soll mit Weisheit und Recht regieren, ausgerichtet an der Herrschaft Gottes (civitate Dei). Die Regierung sollte im Auftrag Gottes gegen Krieg handeln \u2013 ist aber gegen Gott eingestellt (von daher f\u00fchrt sie Kriege durch). Damit entsakralisiert Augustinus die Herrscher, Herrscher sind nicht per se \u201eheilig\u201c \/ &#8222;g\u00f6ttlich\u201c \u2013 er trennt Kirche und Staat. Der Christ darf Soldat sein, muss aber, wenn es Gottes Willen widerspricht, nicht Gehorsam leisten. Als Privatperson ist er der Bergpredigt unterworfen, als Soldat aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Augustinus war in jungen Jahren Manich\u00e4er, wurde dann sp\u00e4ter Christ und verteidigte die alttestamentlichen Kriege als von Gott befohlene Kriege, die notwendig waren, aber durch das Neue Testament als \u00fcberholt gelten. Das Alte Testament muss aus der Perspektive des Neuen Testamentes \/ des Geistes Gottes gelesen werden. Die Aufforderung, friedfertig zu sein, gilt nicht nur einem Volk, sondern allen V\u00f6lkern.<\/p>\n\n\n\n<p>Kriege sollten nun nur noch m\u00f6glich sein, wie bei den R\u00f6mern, um Unrecht zu bestrafen \u2013 dann sind sie klagend zu f\u00fchren. Aber anders als bei Cicero: Imperiale Kriege sind wie Pr\u00e4ventivkriege nicht gerecht. Ziel der Kriege ist Frieden \u2013 von daher zielen sie immer auf Eintracht mit dem Feind. Auch der einzelne Soldat soll Pazifist sein \u2013 sich beherrschen, ohne Hass agieren, seine Motivation hinterfragen (Unterscheidung von Milit\u00e4r und Zivilpersonen). Er lobte Kaiser Theodosius wegen eines Krieges, den er klagend f\u00fchrte und Feindschaft danach nicht duldete (civ. V,26).<\/p>\n\n\n\n<p>7.&nbsp;<strong>Alkuin<\/strong>&nbsp;(735-804) und andere Bisch\u00f6fe kritisierten Karl den Gro\u00dfen, weil er unrechtm\u00e4\u00dfig Krieg mit Missionierung verbunden hat. Erziehung und Bildung f\u00fchren zum christlichen Glauben, nicht Gewalt. (Europa war in dieser Zeit noch lange nicht christlich.)<\/p>\n\n\n\n<p>8. 10. Jahrhundert&nbsp;<strong>Pax Dei\/Treuga Dei<\/strong>&nbsp;\u2013 Gottesfrieden: \u201eAnf\u00e4nge europ\u00e4ischer Friedensbewegung\u201c. Eind\u00e4mmung der Kriege des Adels untereinander.<\/p>\n\n\n\n<p>9.&nbsp;<strong>Anna Komnene<\/strong>&nbsp;(1083-1154) eine Geschichtsschreiberin aus Byzanz, Tochter des Kaisers Alexios I. Komnenos, sah Krieg als \u00dcbel an, dem sie wie ihr Vater List, Klugheit, Diplomatie entgegensetzt. Kriege werden als Reaktion auf Bedrohung zu recht gef\u00fchrt, sie f\u00fchren zu Chaos und Leiden. Sie st\u00f6ren die Ordnung. <\/p>\n\n\n\n<p>10.  Zu den Kreuzz\u00fcgen s.&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/kreuzzuege\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/kreuzzuege\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>11. 1181-1226:&nbsp;<strong>Franz von Assisi&nbsp;<\/strong>war pazifistisch eingestellt: Als Kreuzfahrer eine Stadt eroberten, wurde Franziskus durch die Gewalt ersch\u00fcttert \u201eBr\u00fcder, besinnt euch, nicht die Muslime versperren euren Weg, sondern euer eigener Teufel, euer Hass und eure Habsucht\u201c, soll er gesagt haben. Bestand hat eine Herrschaft nur, wenn sie Frieden mit sich bringt \u2013 den Frieden, den Jesus Christus in die Welt brachte.<\/p>\n\n\n\n<p>12. 1139 Konzil verurteilt todbringende und gottverhasste Kriegstechnik (Armbrust).<\/p>\n\n\n\n<p>13.&nbsp;<strong>Thomas von Aquin<\/strong>&nbsp;(1225-1274) greift Traditionen auf &#8211; vor allem auch Augustinus -, verkn\u00fcpft diese mit dem neu aufgekommenen Aristotelismus und der Betonung der \u201eNaturgesetze\u201c \/ Naturrecht \u2013 das hei\u00dft: Es gilt allen. Glaube, Hoffnung, Liebe sind Tugenden, die der Mensch nicht aus sich selbst hat, sondern von Gott geschenkt bekommen muss. Im Rahmen der Liebe \/ Caritas bespricht Thomas das Thema Frieden, als Wirkung der Liebe. Die St\u00f6rung ist der Krieg. Wann ist Krieg erlaubt?<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>wenn der rechtm\u00e4\u00dfige F\u00fcrst ihn einsetzt, der Vernunft entsprechend, zum Wohl der Gemeinschaft;<\/li>\n\n\n\n<li>wenn er (mit den alten R\u00f6mern) gerecht ist, d.h. Unrecht ahndet,<\/li>\n\n\n\n<li>aber \u2013 wie Augustinus \u2013 da Krieg dem Frieden dient, muss schon im Krieg friedvoll gehandelt werden. (Heute: Humanit\u00e4re Intervention.)<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Krieg gegen Ketzer, die das Gesetz unterlaufen, ist gerecht, um das Gesetz zum Wohl des Staates durchzusetzen, nicht aber ein Pr\u00e4ventivkrieg, um Glauben unter Heiden durchzusetzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Im Krieg selbst ist die T\u00f6tung Unschuldiger zu vermeiden, auch Schuldiger dann, wenn nicht eindeutig ist, wer schuldig und wer nicht schuldig ist.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>14. Im 15. Jahrhundert&nbsp;<strong>Hussiten\/B\u00f6hmische Br\u00fcder<\/strong>. Im Mittelalter waren&nbsp;<strong>Katharer, Albigenser und Waldenser<\/strong>&nbsp;f\u00fcr Gewaltfreiheit.<\/p>\n\n\n\n<p>15. Der Kardinal <strong>Nikolaus von Kues<\/strong> ver\u00f6ffentlichte 1453, nach der Eroberung Konstantinopels durch den Islam die Schrift. <em>Vom Frieden zwischen den Religionen<\/em> (De pace fidei). Darin geht es darum, dass Gott alle Menschen geschaffen hat, darum alle Menschen eine Einheit bilden &#8211; sie im Grunde auch alle denselben Gott anbeten. Sie haben zwar unterschiedliche Riten, aber der dahinter stehende Gott ist derselbe. Die Menschen m\u00fcssen f\u00fcr den wahren Glauben geworben werden. Wenn Gott sich zeigen w\u00fcrde, w\u00fcrden sie glauben &#8211; darum bittet einer der Protagonisten: &#8222;Wenn es Dir so zu handeln gef\u00e4llt, werden Schwert und blanker Ha\u00df und jegliches Unheil aufh\u00f6ren, und alle werden erkennen, wie es nur eine einzige Religion in der Riten-Mannigfaltigkeit gibt.&#8220; Gott aber spricht darauf hin den freien Willen des Menschen an. Daraufhin reagiert Jesus: &#8222;Die Wahrheit ist jedoch eine; und es kann nicht so sein, da\u00df sie durch eine freie Vernunft nicht erfa\u00dft wird. Darum wird die ganze Verschiedenheit der Religionen zu dem einen rechten Glauben gef\u00fchrt werden.&#8220; Auch der heute so genannte Weltethos kommt zur Sprache: Paulus: \u00abDie g\u00f6ttlichen Gebote sind sehr kurz und allen wohlbekannt. Sie sind allen Nationen gemeinsam. Ja, das Licht, das uns sie zeigt, ist der Vernunft-Seele anerschaffen. Denn in uns spricht Gott, da\u00df wir Ihn, von dem wir das Sein empfingen, lieben und dem anderen nur das tun sollen, von dem wir wollten, da\u00df es uns geschehe. Die Liebe ist also die Vollendung des Gesetzes Gottes, und alle Gesetze werden auf sie zur\u00fcckgef\u00fchrt.\u00bb Alle Religionen k\u00f6nnen sich darauf einigen, dass die eine Weisheit Gottes &#8211; in Jesus Christus &#8211; zu erstreben ist. Bislang verhindert der F\u00fcrst der Finsternis diese Erkenntnis beim einfachen Volk. <a href=\"https:\/\/urts99.uni-trier.de\/cusanus\/content\/uebs.php?ueb=8\">https:\/\/urts99.uni-trier.de\/cusanus\/content\/uebs.php?ueb=8<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>16. <strong>Nikolaus von der Fl\u00fce<\/strong>, Mystiker und Einsiedler (1417-1487), lehrte Frieden: Man muss aufeinander h\u00f6ren und man muss miteinander das Weitere aushandeln. Er hat die Eidgenossen zum Friedensvertrag gef\u00fchrt. Wichtig war ihm: Frieden ist in Gott, denn Gott ist der Frieden. 1947 (!) wurde er als Friedensheiliger heilig gesprochen. Ein Gebet, das von ihm hergeleitet wird, zeigt diesen Frieden: <em>&#8222;Mein Herr und mein Gott \/ nimm alles von mir \/ was mich hindert zu dir. \/ Mein Herr und mein Gott \/ gib alles mir \/ was mich f\u00fchrt zu dir. \/ Mein Herr und mein Gott \/ nimm mich mir und gib \/ mich ganz zu eigen dir. Amen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn von ihm geredet wird, muss auch von seiner Frau <strong>Dorothea<\/strong> gesprochen werden. Sie beschreibt die Kriegssituationen: brach liegende Felder, die nicht bestellt werden konnten, Pl\u00fcnderungen, Morde, gelegte Feuer, Traurigkeit und \u00c4ngste. Sie lie\u00df ihn den Weg Gottes gehen &#8211; sagte Ja zu diesem sonderbaren Weg ihres Mannes.<\/p>\n\n\n\n<p>17.&nbsp;<strong>Erasmus von Rotterdam<\/strong>&nbsp;wurde um 1517 m\u00f6glicherweise beauftragt, zu einer evtl. geplanten Friedenskonferenz eine Friedensschrift zu verfassen:&nbsp;<em>Die Klage des Friedens<\/em>. Es gibt keinen gerechten Krieg \u2013 Krieg bedeutet, Schuld auf sich zu laden, Herrscher sollten eher auf Macht, Land, Verm\u00f6gen verzichten, als Kriege zu f\u00fchren: <em>\u201eWo denn ist das Reich des Teufels, wenn es nicht im Krieg ist? Warum schleppen wir Christus hierhin, zu dem der Krieg noch weniger passt als ein Hurenhaus?\u201c<\/em> Seine Friedensschrift sah Erasmus als eine an, die als Denkansto\u00df dienen sollte. Auf dem Friedenskongress sollte nach der Schlacht von Marignano (1515; 20.000 Tote), in der Feuerwaffen (\u201eH\u00f6llenmaschinen\u201c) verwendet wurden, die Lage in Italien geordnet werden. Friedensarbeit ist Folge christlicher Ethik, sie ist Aufgabe aller, nicht nur der Herrscher. Erasmus vertritt nicht allein neutestamentliche pazifistische Sicht (<em>\u201eWer immer Christus verk\u00fcndigt, verk\u00fcndigt den Frieden\u201c<\/em>), sondern argumentiert zivilrechtlich: Folge des Friedens ist eine christliche Gestaltung der Gesellschaft. Er griff die Herrscher an, weil sie Kriege f\u00fchrten, um sich selbst Macht, Ehre und Besitz anzueignen und appelliert an deren christlichen Glauben. Er wendet sich dagegen, dass moderne Waffen den Namen von Aposteln bekommen. Krieg wird als Krankheit angesehen \u2013 nicht als Folge der Vernunft. Und wenn man schon widersinnigen Krieg f\u00fchren wolle, dann solle man ihn nicht innerhalb der Christenheit aus\u00fcben, sondern gegen die expansiven Osmanen (Islam).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Anmerkung: Zur gleichen Zeit verfasste&nbsp;<strong>Thomas Morus<\/strong>&nbsp;seine Utopie, der Jesaja 2,2-4 zugrunde lag.<\/p>\n\n\n\n<p>18.&nbsp;<strong>Francisco de Vitoria<\/strong>&nbsp;(1483-1546) gilt als \u201eVater des internationalen Rechts\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>19.&nbsp;<strong>Bartholome de Las Casas&nbsp;<\/strong>(1485-1566) (Begr\u00fcnder der Menschenrechte): Die leidenden Indianer sind der gekreuzigte Christus. Aufgrund seiner Einw\u00e4nde gegen das Verhalten der Spanier in S\u00fcdamerika wird mit dem Krieg nicht nur die T\u00f6tung verbunden, sondern auch der Besitz kommt in den Blick, zudem das Thema der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>20.&nbsp;<strong>Radikales T\u00e4ufertum&nbsp;<\/strong>(Zwingli-Sch\u00fcler): Christen d\u00fcrfen nicht Obrigkeit sein, weil Jesus auch abgelehnt hat, K\u00f6nig zu werden. Obrigkeit darf Schwert gebrauchen \u2013 liegt aber in der Ordnung Gottes au\u00dferhalb der Vollkommenheit Christi.<\/p>\n\n\n\n<p>21. 17. Jahrhundert&nbsp;<strong>Qu\u00e4ker<\/strong>&nbsp;(Society of Friends)&nbsp;<strong>George Fox<\/strong>&nbsp;verweigerte Kriegsdienst unter Cromwell, unter&nbsp;<strong>William Penn<\/strong> wanderte die Gruppe aus, gr\u00fcndete Pennsylvania\u2026 \u2013 sie bildeten einen Verbindungsausschuss der historischen Friedens Kirchen (1935).&nbsp; Mennoniten (haben nach Verfolgung nur noch zum Teil den radikalen Pazifismus vertreten) (einschlie\u00dflich Amish und Hutterer und Kirche der Br\u00fcder\/Church oft he Brethren).  Das <strong>Historisches Friedenszeugnis<\/strong> (&#8222;Peace Testimony&#8220;; 1661) verfasst von der Qu\u00e4kerin <strong>Margaret Fell <\/strong>wurde K\u00f6nig Charles II. \u00fcbergeben. 1693 verfasste der Qu\u00e4ker <strong>William Penn<\/strong> die Schrift: &#8222;Entwurf zum gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Frieden in Europa&#8220;, in dem er aktive Friedensarbeit anmahnte &#8211; und einen europ\u00e4ischen Staatenbund pr\u00e4zise andachte.<\/p>\n\n\n\n<p>22.\u00a0<strong>Matthias Bernegger<\/strong>\u00a0(1620): Tuba Pacis \u2013 gegen Kriegshetze; der M\u00f6nch und Mathematik-Lehrer\u00a0<strong>\u00c8meric Cruc\u00e9<\/strong>\u00a0(Der neue Kineas; 1623): Eine Art Vorl\u00e4ufer von Kant: Friedensplan f\u00fcr Europa und die Welt. Die Menschheit ist eine Einheit, weil sie von Gott geschaffen wurde (vgl. Nikolaus von Kues). Entsprechend soll sie mit Hilfe des Verstandes einen Weg suchen, Frieden zu halten. Das mit Hilfe eines allgemeinen Bundes, mit Venedig als Sitz, an dem Diplomaten aus aller Herren L\u00e4nder als Schiedsrichter auftreten. Es gibt keinen gerechten Krieg, jegliche Kriege sind Gottesl\u00e4sterung. Selbst wenn ein F\u00fcrst angegriffen und sein Land verlieren wird, dann ist das Gottes Wille, weil der F\u00fcrst nur aus Gottes Ganden regiert;\u00a0<strong>Maximilien de B\u00e9thune<\/strong>\u00a0(1638): Friedensgeheimplan \u2013 Fiktion, aber weitreichende Auswirkung.\u00a0<strong>Abb\u00e9 Saint Pierre<\/strong>\u00a0(1658-1743): Traktat vom ewigen Frieden. <\/p>\n\n\n\n<p>23.&nbsp;<strong>Westf\u00e4lischer Friede<\/strong>&nbsp;(24.10.1648 \u2013 nach 5 Jahren Verhandlung) \u2013 europ\u00e4ische Friedensordnung (bildete das Ende&nbsp; des 30-j\u00e4hrigen Krieges) gleichberechtigter Staaten und Miteinander der Konfessionen. Realismus ist Ma\u00dfstab f\u00fcr politische Einigung. \u00dcber dem Vertrag steht: \u201e<em>im Nahmen der Hochheyligen untheilbaren Dreyfaltigkeit, Amen<\/em>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>24 <strong>Johann Amos Comenius<\/strong> weist in seiner Friedensschrift: Angelus Pacis \/ Friedensengel, 1667 verfasst wegen des englisch-niederl\u00e4ndischen Seekrieges, unter Punkt 8 auf Casaubon, der von 1559-1614 gelebt hatte. Der beklagte, dass die christlichen V\u00f6lker durch ihre inneren Zerw\u00fcrfnisse dem Feind die Tore \u00f6ffnet und so in Unheil ger\u00e4t. Sie zerst\u00f6ren sich selbst. Im Grunde treiben sie das, worauf die Feinde lauern: den eigenen Untergang. (14). Unter 22 verweist er auf den Satz: Wer sein Recht durchsetzt, tut niemand Unrecht \u2013 und indem man diesen Satz f\u00fcr vern\u00fcnftig h\u00e4lt, verfolgt man nur scheinbar das Recht, denn man ist Sklaven der Leidenschaft; Unrecht und Streit sind die Folge. Zusammengefasst: Wenn V\u00f6lker nicht dem Frieden dienen, laden sie den Fluch des Krieges auf sich. (Nachtrag: Laut Einleitung hat \u201eGedankengut\u201c von Comenius in den Friedensvertrag zwischen England und Niederlande nach dem zweiten englisch-niederl\u00e4ndischen Seekrieg Eingang gefunden. Die Schrift Angelus Pacis wurde den Delegationen im Mai 1667 zugestellt und im Juli 1667 wurde der Friedensvertrag unterschrieben.)<\/p>\n\n\n\n<p>25.&nbsp;<strong>Voltaire&nbsp;<\/strong>(1694-1778) wandte sich gegen den Krieg, der L\u00e4nder verarmen l\u00e4sst \u2013 aber: Menschen sei der Krieg so schwer abzugew\u00f6hnen wie den W\u00f6lfen das Fressen von L\u00e4mmern. Man denke auch an seinen Briefwechsel mit Friedrich II. (Kritik am Christentum, weil in seiner Zeit Europa von Kriegen beherrscht war.)<\/p>\n\n\n\n<p>26.&nbsp;<strong>Jean-Jacques Rousseau<\/strong>&nbsp;(1712-1778) war auch friedensbewegt. Aber er sah, dass angesichts des Absolutismus, der herrschte, der Friede keine Chance hat. (Anders als der als utopisch angesehene Versuch von&nbsp;<strong>Abb\u00e9 Saint Pierre<\/strong>&nbsp;[1658-1743] [<em>Traktat vom ewigen Frieden<\/em>]).<\/p>\n\n\n\n<p>27.&nbsp;<strong>Immanuel Kant&nbsp;<\/strong>(1724-1804): Der Mensch hat einen Hang zum B\u00f6sen, gibt sich aber dennoch eine Ordnung, seine Vernunft-Natur treibt ihn dazu,&nbsp;damit er trotz Boshaftigkeit mit anderen leben kann (der Mensch\/B\u00fcrger \u2013 nicht die K\u00f6nige). Wenn Menschen durch Vernunft Recht herstellen k\u00f6nnen, m\u00fcsste es auch zwischen den V\u00f6lkern m\u00f6glich sein. Zustand der Konkurrenz zwischen den V\u00f6lkern soll letztlich zum V\u00f6lkerbund f\u00fchren. B\u00fcrger wollen keinen Krieg, weil sie die Kosten zahlen m\u00fcssen. Seine Schrift (<em>Zum ewigen Frieden<\/em>; 1795) gilt als H\u00f6hepunkt europ\u00e4ischer Friedensliteratur. (Dazu s. <em>Frieden+Krieg 2<\/em>: \u00c8meric Cruc\u00e9.) Allerdings lehnt Kant jeglichen Widerstand ab, hat somit mit der Realit\u00e4t, also dem revolution\u00e4ren Kampf f\u00fcr den Frieden nicht viel zu tun, allerdings ist Frieden durch Recht und Institutionen durchzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>28.&nbsp;<strong>Graf Leo Tolstoi&nbsp;<\/strong>(1828-1910) war ein russischer Schriftsteller, der die Bergpredigt als Regierungsprogramm Jesu gelesen hat. Man m\u00fcsse sich daran halten \u2013 und das B\u00f6se wird aufgrund seines schlechten Gewissens auf l\u00e4ngere Sicht scheitern. Tolstoi versuchte diese Sicht auf seinem Landgut umzusetzen, kritisierte Staat und Kirche massiv. Die Gruppen, die ihm folgten, wurden vom kommunistischen System verboten. Gandhi und dann weiter Martin Luther King wurden durch Tolstoi beeinflusst. Der Mensch muss der Wahrheit in Worten und Handlungen folgen &#8211; das schlie\u00dft aktiven Widerstand gegen Unwahrheit ein.<\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde herrscht seit alttestamentlicher Zeit eine Auseinandersetzung zwischen Realpolitik und dem Versuch, diese durch neue Bilder\/Ans\u00e4tze zu \u00e4ndern. Wie ist Frieden zu erreichen? Durch kontinuierliche Friedensarbeit \u2013 aber die, so Jesus Christus \u2013 kostet viel, sogar das Leben. Da sie jedoch dem Willen Gottes entspricht, wird sie letztlich zum Ziel f\u00fchren. Vollendet wird sie jedoch nur durch Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab dann in den pazifistisch orientierten Kirchen drei Gruppen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>die pietistische Gruppe, die die Vollkommenheit Christi lebte \u2013 ohne Welt-Verantwortung;<\/li>\n\n\n\n<li>die Gruppe, die wehrlos Angriffe als Nachfolge Christi erduldete;<\/li>\n\n\n\n<li>die liberal protestantische Gruppe, die Wehrlosigkeit zur aktiven Gewaltlosigkeit weiter f\u00fchrte (&#8222;intelligente Feindesliebe&#8220;).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Obwohl sich genannte europ\u00e4ische Aufkl\u00e4rer f\u00fcr Frieden aussprachen: Kriege beherrschten die Politik Europas des 17.-20. Jahrhunderts \u2013 auch in der Losl\u00f6sung vom Christentum (Aufkl\u00e4rung, Napoleon, nationalsozialistische und kommunistische Expansionen).<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter s.:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/frieden-krieg-2\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/frieden-krieg-2\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#5f440e\">Grundlegende Literatur: Arnold Angenendt: Toleranz und Gewalt: Das Christentum zwischen Bibel und Schwert, Achendorff-Verlag M\u00fcnster, 2014, Nachdruck der f\u00fcnften aktualisierten Auflage 2009 und:  Ines-Jacqueline Werkner und Klaus Ebeling: Handbuch Friedensethik, Springer VS, Wiesbaden 2017<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung A) Innerer Frieden: (a) psychisch\/seelisch (Ruhe, Harmonie); (b) geistlicher Frieden (Einheit\/Einklang&nbsp; mit Gott). B) \u00c4u\u00dferer Frieden: (a) sozialer Frieden; (b) politischer\/zwischenstaatlicher Frieden * Frieden und Krieg: Altes und Neues Testament Gewalt im Alten Testament Voraussetzung des Verstehens: Israel lebte geopolitisch in einer ung\u00fcnstigen Lage (je nach Zeit zwischen den [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":41,"menu_order":10,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-240","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=240"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3152,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/240\/revisions\/3152"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/41"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}