{"id":231,"date":"2019-06-29T17:37:54","date_gmt":"2019-06-29T15:37:54","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=231"},"modified":"2026-04-20T09:04:17","modified_gmt":"2026-04-20T07:04:17","slug":"haben-tiere-wuerde","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/haben-tiere-wuerde\/","title":{"rendered":"Haben Tiere W\u00fcrde?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Haben Tiere W\u00fcrde?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Dazu siehe unbedingt auch Tierethik:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/tier-ethik\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/tier-ethik\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Dazu siehe auch:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/theologie-weg-lern-prozess\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/kirche\/theologie-weg-lern-prozess\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Begriff \u201eW\u00fcrde\u201c setzt den Menschen voraus. Der Mensch hat W\u00fcrde. Er hat \u201eW\u00fcrde\u201c, weil er sich vom Tier unterscheidet: Er ist ein handelndes Wesen, das bewusst handelt, das sein Handeln moralisch einordnen kann, das sich in Zeit (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) und im Raum bewusst verorten kann, Verstand und Vernunft hat. Das kann ein Tier nur bedingt oder gar nicht. Ohne Menschen als bewusst verantwortlich handelndes Wesen g\u00e4be es im Tierreich den Begriff und die Vorstellung von W\u00fcrde nicht. Selbstbewusstsein usw. haben nach unserem heutigen Kenntnisstand auch Ungeborene, und S\u00e4uglinge nur bedingt. Aber sie haben W\u00fcrde, weil sie der Gattung Mensch zugeh\u00f6ren. Aus christlicher Sicht: Der Mensch ist Ebenbild Gottes als Mensch \u2013 Gott wurde in Jesus Christus Mensch. Damit hat jeder Mensch W\u00fcrde. Aber selbst das hat sich bis heute noch nicht weltweit und allgemein durchgesetzt. Die Sicht von der Bedeutung der Tiere hat im 20. Jahrhundert im Wesentlichen Albert Schweitzer, der Theologe und Arzt, in weiten Kreisen der Bev\u00f6lkerung bekannt gemacht unter dem Motto: Ehrfurcht vor dem Leben!<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Tier sind weder die s\u00e4kularen noch die religi\u00f6sen Begr\u00fcndungen f\u00fcr \u201eW\u00fcrde\u201c gegeben. Von daher ist der Umgang mit Tieren nicht davon gepr\u00e4gt, dass das Tier W\u00fcrde hat \u2013 W\u00fcrde, wie sie der Mensch hat \u2013, sondern die Sicht des Menschen ist auch hier dominant: Ein Mensch, der mit dem Tier nicht als Mitgesch\u00f6pf umgeht, es also qu\u00e4lt, handelt selbst unw\u00fcrdig (Kant und andere). An ihm wird deutlich, dass er die W\u00fcrde, die ihm gegeben ist, nicht verantwortlich umsetzt, seine W\u00fcrde ist durch die S\u00fcnde verzerrt. Er verletzt seine eigene W\u00fcrde, indem er Mitgesch\u00f6pfe misshandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Sicht ist wichtig, weil wir Menschen wohl Tiere z\u00fcchten k\u00f6nnten, die keine Schmerzen versp\u00fcren \u2013 von daher k\u00f6nnten wir mit ihnen machen, was wir wollen. Aber: Dieses Argument z\u00e4hlt dann nicht mehr, wenn wie oben geschrieben, der Mensch darin seine Selbstentw\u00fcrdigung zur Schau stellt, wenn er Tiere als Mitgesch\u00f6pfe misshandelt. Und das tun wir im Augenblick als Gattung wohl mehr \u2013 zumindest von der Quantit\u00e4t her \u2013 mehr als jemals zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Tier bleibt Tier. Wir Menschen benutzen Tiere. Wenn wir Menschen kein Eigennutz an Tieren h\u00e4tten, g\u00e4be es auch kaum noch welche (zumindest von der gr\u00f6\u00dferen Art \u2013 Insekten und Ratten\u2026 ausgenommen) \u2013 au\u00dfer in ein paar Reservaten: Rinder, Pferde, Schweine, Katzen, Hunde\u2026 Indem wir sie z\u00fcchten und verwenden, geben wir ihnen erst Lebensm\u00f6glichkeit. Wenn wir nicht w\u00fcrdelos handeln wollen bzw. selbstentw\u00fcrdigend, dann muss den Tieren auch ein angemessener Lebensraum zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Als Mensch \u2013 als Gattung \u2013 kann man nicht akzeptieren, wenn Menschen unangemessen mit Tieren umgehen. Religi\u00f6s gesprochen: Sie sind wie der Mensch Teil der Sch\u00f6pfung \u2013 und er hat so gut er kann, gut mit der Sch\u00f6pfung Gottes umzugehen, wie wir an Genesis 1 gesehen haben. Was das allerdings konkret hei\u00dft, muss in den Gesellschaften immer wieder neu ausgehandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Tier bleibt Tier \u2013 und der Mensch kann von ihm sehr viel lernen \u2013 aber erst, wenn es auch auf seine Weise geachtet wird. Wie in allen Fragen (Frieden, Opfer, Menschenrechte\u2026) stehen wir Menschen in einem Prozess, der nicht zuletzt mit dem Apostel Paulus erkennen lernt: Alle Kreatur, alle Sch\u00f6pfung \u00e4ngstigt sich, wartet sehns\u00fcchtig auf den Tag, an dem Gott sich durchsetzen wird (R\u00f6mer 8,22). Es ist also mehr im Tier als einfach nur sein Tiersein. Es ist Gesch\u00f6pf Gottes. Es hat wie der Mensch aus Gottes Willen heraus seinen Ursprung. Entsprechend hat der Mensch auch sorgsam mit ihm umzugehen. Tiere und Mensch sind nicht nur evolution\u00e4re Vorstufen, sondern von Gott geschaffen, gewollt (Genesis 1).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderer Aspekt: Der Mensch f\u00fchlt sich entw\u00fcrdigt, wenn andere ihn entw\u00fcrdigen. Das ist vom Tier nicht bekannt. Das hei\u00dft: Wir Menschen projizieren in das Tier das, was wir unter W\u00fcrde verstehen, hinein. Statt von Tier-W\u00fcrde sollte man also eher von Tier-Wohl (oder Tier gem\u00e4\u00dfer W\u00fcrde) sprechen: Tiere haben keine W\u00fcrde \u2013 es geht um das Tier-Wohl, f\u00fcr das der Mensch verantwortlich ist, wenn er Tiere unter seiner Obhut hat.<\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p>Kritik an Verallgemeinerung des Wortes \u201eW\u00fcrde\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man das Wort \u201eW\u00fcrde\u201c auf alles ausdehnt, auf Tier, auf Pflanzen, auf die gesamte Natur, dann nimmt man gleichzeitig dem Menschen die W\u00fcrde, weil man als Mensch niemals die Natur insgesamt mit der dem Menschen angemessenen W\u00fcrde begegnen kann. Das allein schon darum, weil man essen muss. Es klingt sch\u00f6n zu sagen: Alles hat gleicherma\u00dfen W\u00fcrde, das ist aber Illusion. Wenn man dann dem Menschen die W\u00fcrde zukommen l\u00e4sst, die man seinen Nahrungsmitteln zukommen l\u00e4sst, ist man auch bereit, den Menschen zu entw\u00fcrdigen, eben: Ihn f\u00fcr sich zu benutzen, wie die Nahrungsmittel. Von daher ist die Gefahr, wenn man von abgestufter W\u00fcrde spricht (also Menschen haben W\u00fcrde, Tiere \u2013 je nach Gattung \u2013 eine etwas andere W\u00fcrde), wie Singer (1)\u00a0 es im Grunde vorf\u00fchrt, besteht Gefahr f\u00fcr Menschen, dass man auch unter den Menschen abstuft, wie es im Grunde Aristoteles mit den Sklaven getan hat (<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/sklaverei\/\">2<\/a>) bzw. Singer es mit Ungeborenen tut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">(1) <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/singers-praeferenzutilitarismus\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/verhalten-ethik\/singers-praeferenzutilitarismus\/<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">(2) <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/sklaverei\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/sklaverei\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>*<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Frage, die immer wieder begegnet: Haben Tiere eine Seele?<\/p>\n\n\n\n<p>In christlicher Tradition, basierend auf dem griechischen Philosophen Aristoteles spricht man von abgestufter Seele: Pflanzen haben eine Seele, Tiere haben eine die Pflanzen-Seele aufgreifende eigene Seele und der Mensch hat eine eigene Seele, die die Tier- und Pflanzen-Seele umfasst. Dass Tiere eher der \u201eSache\u201c zugeordnet werden, ist eine Folge moderner Philosophie \u2013 seit Ren\u00e9 Descartes (17. Jahrhundert). Er hat denkende Wesen von Wesen unterschieden, die nur mechanischen Gesetzen, wir w\u00fcrden heute sagen: Instinkten, folgen. Wenn ein Tier schreit, dann nicht, weil es leidet, sondern nur, weil es, wie ein Auto, das von einem anderen gestreift wird, aufkreischt. (Descartes hat nat\u00fcrlich nicht von einem Auto gesprochen.) Philosophen vor Descartes wie Aristoteles und dann im Mittelalter Thomas von Aquin sprachen von einer &#8222;sensitiven Seele&#8220; (anima sensitiva) der Tiere, das bedeutet, dass sie Schmerzen, Triebe, Freuden haben.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist: Was ist Seele? In unserer Zeit wird aus biologischer Sicht gesagt, dass nicht nachweisbar ist, dass der Mensch eine Seele hat. Aber das, was nicht nachweisbar ist, zum Beispiel in Form von Organen, das Bewusstsein, der Geist\/Gedanken, ist dennoch vorhanden, wie andere Forschungszweige erkennen lassen. Seele w\u00e4re in dieser Hinsicht mit der Psyche des Menschen zu verbinden. In der Philosophie h\u00e4ngt es davon ab, welcher Str\u00f6mung der jeweilige Philosoph angeh\u00f6rt. Ist er dem Materialismus zuzuordnen, gibt es keine Seele. Andere halten die Seele f\u00fcr eine wie auch immer geartete Realit\u00e4t. Die Realit\u00e4t die hinter dem das subjektive Bewusstsein steht, die die Interaktion zwischen Materie und Denken erkl\u00e4ren k\u00f6nnte. Das, was Seele ist, ist also die Frage. W\u00e4hrend es der Philosophie um die Seele als eine wie auch immer geartete Gr\u00f6\u00dfe zur Weltdeutung interpretiert wird, geht Religion dar\u00fcber hinaus: Sie verbindet Weltdeutung mit dem Weiterleben nach dem Sterben. <\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der Religionen ist &#8222;Seele&#8220; also anders zu verstehen als in der modernen s\u00e4kularen Philosophie. In asiatischer Religion (Hinduismus) ist sie ein g\u00f6ttlicher Kern im Menschen. Dieser Kern kann durch ethisches &#8211; im Hinduismus: kastengem\u00e4\u00dfes &#8211; Verhalten entweder beschmutzt werden, oder er bleibt rein. Wird er beschmutzt geht die Seele wieder ein in den Kreislauf der Wiedergeburten. Bleibt sie rein, geht sie auf im Nirwana, dem Nicht-Selbst (Buddhismus). Im christlichen Glauben wird unter Seele eher das Wesen des Menschen verstanden. Der Mensch, der von Gott geschaffen wurde, aus Gottes Lebensatem auf Gott hin ausgerichtet in einer wie gearteten Beziehung auch immer zu Gott hin lebt. Das Wesen des Menschen &#8211; also der Mensch als Ganzes &#8211; kann sich eher gottlos oder gottgem\u00e4\u00df verhalten. Gott wird in der Zeit des Gerichts den Menschen &#8211; als Wesen in seiner Beziehung &#8211; beurteilen. Und es wird nicht nur die Seele \u00fcberleben, wie der Volksglaube sagt, sondern Gott wird den Menschen in seinem Wesen neu erschaffen. Und als ein solcher neu Erschaffener wird er wieder in Gottes Herrlichkeit sein. Im &#8222;Volksglauben&#8220; ist eher der Gedanke vorhanden, dass die Seele so eine Art Hauch ist, der am Ende ausgehaucht wird und zu Gott oder zur Gottesferne hingeht, je nachdem, wie ein Mensch sein Leben gelebt hat. Es wird auch so gedacht, dass die Seele den K\u00f6rper beim Sterben verl\u00e4sst, Gott am Ende der Zeit den K\u00f6rper wieder neu auferstehen l\u00e4sst &#8211; und Seele und K\u00f6rper vereint. Das Letztgenannte ist wichtig, weil der K\u00f6rper dadurch auch Bedeutung erlangt. Der K\u00f6rper ist im christlichen Glauben nicht abzuwerten. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den christlichen Philosophen Spaemann ist die Seele ein Prinzip, das K\u00f6rper und Geist organisiert, zu einem lebendigen Wesen, zu einer Person macht. Sie l\u00e4sst auch in dem anderen Menschen ein Du erkennen, ein einmaliges Wesen, zu dem er als einmaliges Wesen eine Beziehung aufbaut. Nicht: Ich habe eine Seele (in dem Sinn: sie ist mein Besitz, dessen Kern irgendwo im K\u00f6rper ist) &#8211; oder: Ich bin Seele (in dem Sinn: nur die Seele z\u00e4hlt, der K\u00f6rper ist Materie, nichts wert); sondern K\u00f6rper, Geist, Seele sind eine Einheit. Und was sagt Spaemann zu dem Thema: Tiere und Seele? Tiere sind keine Person, also von Menschen zu trennen. Sie haben zwar Seele, aber sie sind gebunden an ihren Instinkten, sie denken nicht nach \u00fcber Moral und Unmoral, sie sind nicht verantwortlich zu machen f\u00fcr ihre Taten. Sie sagen \/ denken nicht &#8222;Ich&#8220; &#8211; und k\u00f6nnen auch ihr Recht nicht einklagen. Sie ben\u00f6tigen immer &#8222;Anw\u00e4lte der Tiere&#8220; &#8211; also Menschen, die sich f\u00fcr sie einsetzen. Das Tier hat eine eigene W\u00fcrde als Gesch\u00f6pf Gottes. Weitergehend: Wenn wir Tieren die W\u00fcrde zusprechen, die wir Menschen haben, dann st\u00fclpen wir ihnen etwas \u00fcber, was ihnen nicht gerecht wird. Von daher sind sie in ihrer &#8222;eigenen W\u00fcrde&#8220; zu achten.  <\/p>\n\n\n\n<p>Gott \u00fcbergeht auch nicht den Sperling, den Raben, die Sch\u00f6nheit der Pflanzen (Lukas 12,6.24ff.), Gesch\u00f6pfe k\u00f6nnen metaphorisch verwendet werden, wie die Geschichte vom verlorenen Schaf (Lk 15,4) es zeigt: Das Schaf bekommt eine \u00fcber sich hinausweisende Bedeutung f\u00fcr die Liebe Gottes (wie das Wort \u201eMeta-pher\u201c sagt \u2013 aus dem Griechischen: <em>\u00fcber-tragen<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p>Gott hat alles zu sich hin erschaffen, erfahren wir im Kolosser-Brief 1,16 \u2013 und Jesaja 11,6 hat im Blick, dass in die Welt, in der es nach Gottes Willen zugeht, auch Tiere zugegen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-ed9ecc42e660b0ceadbad0259f15979b\" style=\"color:#f20707\">Aufgaben: Hast Du ein Tier? Wie w\u00fcrdest Du die Fragen beantworten: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-463f1d184c58c5202916b54d4c5e8b12\" style=\"color:#f20707\">(a) Hat das Tier eine Seele? Hat das Tier W\u00fcrde?  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-2af90186111c7de15ad5ae6f52b089ce\" style=\"color:#f20707\">(b) Gilt das f\u00fcr jedes Tier? Auch f\u00fcr die Stechm\u00fccke? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-697aee676d3ce441cf7d6bf58983d4c0\" style=\"color:#f20707\">(c) Und grunds\u00e4tzlich: Welche philosophische Sicht entspricht eher Deinem Denken &#8211; und warum?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haben Tiere W\u00fcrde? Der Begriff \u201eW\u00fcrde\u201c setzt den Menschen voraus. Der Mensch hat W\u00fcrde. 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