{"id":1994,"date":"2020-01-02T13:00:52","date_gmt":"2020-01-02T12:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/?page_id=1994"},"modified":"2026-09-15T10:43:34","modified_gmt":"2026-09-15T08:43:34","slug":"digitalisierung-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/digitalisierung-2\/","title":{"rendered":"Digitalisierung 2"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fortsetzung von: <a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/digitalisierung-1\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/digitalisierung-1\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>3. Zwischen\u00fcberlegung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>1. Digitalisierung positiv <\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digitalisierung der Welt ist grunds\u00e4tzlich positiv \u2013 sie wird entsprechend (wenn es keine Katastrophen gibt) auch nicht mehr aufzuhalten sein. Allein auch schon aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden. Man muss freilich lernen, mit ihr so umzugehen, dass der Mensch Nutzen davon hat und nicht als Fliege \u201eim Netz\u201c ausgesaugt wird. Zurzeit leben wir noch in einer \u00dcbergangszeit, \u00fcberrollt von der Digitalisierung. Von daher hinken so manche Gesetz hinterher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer ist das \u201eMan\u201c? Das jeweilige Individuum als\nPrivatperson, H\u00e4ndler, Entwickler, Unternehmer, derjenige, der im Beruf damit\nzu tun bekommt, derjenige, der die Entwicklung verantwortet und diejenigen, die\nsie finanzieren. Dazu geh\u00f6ren Politiker und Verbrauchersch\u00fctzer\u2026 Aus diesen\nunterschiedlichen Perspektiven sind Verhaltensma\u00dfst\u00e4be zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer Energie-Katastrophe haben die Volkswirtschaften Vorteile, die einen gesunden Mix haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>2. Unser kapitalistisches System<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Firmen m\u00fcssen Geld machen. Das ist unser System. Die Firmen m\u00fcssen immer schneller agieren, da die Konkurrenz gro\u00df ist; da die Modestr\u00f6mungen auf dem Markt immens schnell wechseln, m\u00fcssen sie aufpassen, dass sie nicht aufs falsche Pferd setzen. Sie m\u00fcssen auch Kapazit\u00e4ten frei haben, immer neues zu erfinden, um die Nase vorn zu haben. Es z\u00e4hlen Umsatz und Marktanteil \u2013 das ist auch mit Blick auf die Mitarbeiter bedeutsam. Aber das geht nur, wenn man bei Kunden anerkannt ist (muss leider nicht mit Werten zusammenh\u00e4ngen, sondern auch im Gegenteil: Wer billig liefert und seine Mitarbeiter ausbeutet \u2013 hat gute Chancen). Eine Monopolstellung wird angestrebt, weil das bedeutet, dass die Firmen Regeln aufstellen, Preise und Datenstr\u00f6me regulieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>3. Die Gesellschaft<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Firmen eines kapitalistischen Systems sind Mosaiksteinchen in einer Gesellschaft, im Zusammenleben der Menschen. Welche Werte pr\u00e4gen die Gesellschaft, was ist der Mehrheit wichtig, wie kann man Menschen, die sich selbst nicht sch\u00fctzen k\u00f6nnen, sch\u00fctzen (aber ohne Arroganz der modernen Eliten: Wir wissen besser als die Individuen, was ihnen gut tut \u2013 und dann Gesetze gegen die Menschen machen\u2026). Dieser Paternalismus (der Staat ist der Vater, der alles bestimmt) kann Wut zur Folge haben, damit auch populistische Aggressoren f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>4. Der Mensch als Individuum<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage ist, wie gehen wir damit um? Denn das bleibt wichtig: Die <strong>Menschenw\u00fcrde<\/strong>. Dazu geh\u00f6ren <strong>Freiheit<\/strong> \u2013 zur Freiheit geh\u00f6rt<strong> Verantwortung <\/strong>tragen. Der Mensch ist ein homo politicus, er ist Teil einer <strong>Gemeinschaft<\/strong>, in dieser will er anerkannt leben und solidarisch handeln, will er es mit Menschen zu tun haben. <strong>Freundschaft<\/strong>en und <strong>Familie<\/strong> geh\u00f6ren zu ihm genauso wie die Arbeit in einem <strong>Beruf<\/strong>. Zur Bewahrung der Menschenw\u00fcrde geh\u00f6rt auch, dass seine <strong>Gesundheit<\/strong> nicht aufs Spiel gesetzt wird, geh\u00f6rt entsprechend eine gesunde <strong>Umwelt <\/strong>und die n\u00f6tige <strong>Freizeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>5. Erreichbarkeit des Zieles<\/strong> <strong>der Digitalisierung<\/strong> <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen so gut wir k\u00f6nnen, Informationen kontrollieren\nk\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt es, nicht nur eine Quelle zu benutzen, sondern auch sich\nwidersprechende Quellen. Denn allein dann k\u00f6nnen wir aufgrund der\nArgumentationen entscheiden und entsprechend durch Feedback den\nInformationengeber ansprechen, auffordern, sein Verhalten zu kontrollieren.\nMenschen d\u00fcrfen sich nicht abh\u00e4ngig machen. Das w\u00e4re auch ein Beitrag zur\nDigitalen Freiheit. Das gilt nicht allein f\u00fcr die Informationsweitergabe. Das\ngilt z.B. auch f\u00fcr die Einf\u00fchrung digitaler Medien durch den Arbeitgeber. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst die Frage: Warum? (Informationen sammeln) \u2013 dann: \u00dcberpr\u00fcfung der Argumentation (Informationen abw\u00e4gen und \u00fcberpr\u00fcfen) \u2013 dann fragen: Wer hat Interesse daran, die Informationen weiterzugeben und so zu formulieren, wie sie formuliert wurden? \u2013 dann: Weitergabe des Herausgefundenen (Ergebnisse kommunizieren).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wachsamkeit, Misstrauen und Selbstreflektion sind angebracht \u2013 und K\u00f6nnen. Das ist wichtig, um angemessen mit den neuen Hilfsmitteln umgehen zu k\u00f6nnen. Auch hier: Wissen ist Macht. Nichtwissen macht auch nichts? Doch. Nichtwissen l\u00e4sst in Fallen laufen. Selbstreflektion: Wieweit in ich Herr \u00fcber die Medien, wieweit beherrschen sie mich. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Dauer wird es wohl so sein, dass der Mensch sich wieder seine kleinen Freir\u00e4ume nimmt, die ihm unmerklich erst geraubt wurden \u2013 wenn es hart kommt, dann durch Maschinenst\u00fcrmerei, weil der freie Mensch auch nicht Sklave von \u201eintelligenten\u201c Maschinen sein will. Vielleicht wird er dann einer unverwundbaren Roboterarmee ank\u00e4mpfen m\u00fcssen, wenn er nicht schon vorher geoutet, isoliert, eliminiert wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>6. Staatliche Eingriffe<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch Digitalisierung bekommen bislang unbekannte Firmen und Kr\u00e4fte Macht, da andere von ihnen abh\u00e4ngig sind. Der Staat muss da eingreifen, wo Menschen zu Schaden kommen, wo das Zusammenleben der Gesellschaft zerst\u00f6rt wird. Allerdings kann ein Staat auch nicht die L\u00f6sung schlechthin bieten, sondern er wird Gesetze in Form von Kompromissen beschlie\u00dfen m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutlich wird immer wieder, wie Politiker keine Ahnung von den neuen Medien haben und in Reden dies und das behaupten, was keinen Sinn macht. Das bedeutet also auch: Nicht nur den Medien misstrauen, sondern auch den Aussagen derer, die Macht haben, Gesetze zu formulieren und durchzusetzen. Der Kampf gegen Medien ist auch immer ein Kampf um Macht. Unterdr\u00fcckung anderer Meinungen liegt im Bereich des M\u00f6glichen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digitalisierung bedeutet immer auch, dass Bev\u00f6lkerungsgruppen ausgeschlossen werden (Digital Devide). Zum Beispiel wenn alles nur noch ohne Bargeld abl\u00e4uft: es gibt viele Menschen, die nicht mit Karte bezahlen k\u00f6nnen, sei es aus Gr\u00fcnden der Gesundheit, der intellektuellen Kapazit\u00e4ten, denn Karten bedeuten auch immer, Kontakte mit Banken. Was ist zum Beispiel mit Obdachlosen, die vom Flaschensammeln leben, also ein bisschen Bargeld haben? Oder: Wenn B\u00fcrgerb\u00fcros in den Rath\u00e4usern geschlossen werden, weil alles nur noch \u00fcber PC abl\u00e4uft, was viele \u00fcberfordern d\u00fcrfte? Das wird alle betreffen, denn die Fortschritte sind so immens, dass der Mensch nicht immer in allem up to date sein kann. Was Digitalisierung bedeutet, kann heute schon erkannt werden, wenn bei Problemen mit Versicherungen, Banken usw. kein Mensch mehr erreichbar und zust\u00e4ndig ist, eine stundenlange Warteschleife vor dem liegt, der Probleme hat? Es ist eine Entw\u00fcrdigung der Menschen. Oder: Wenn einer der Landessprache nicht m\u00e4chtig ist und vor digitalen Formularen sitzt? Oder: Es sei an die Grundst\u00fcckserfassung (2025) gedacht: Menschen den Eindruck haben, dass sie ohne juristische Bildung diese Formulare nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Es wird eine Art <strong>&#8222;Digitale Zwei-Klassen-B\u00fcrgerschaft&#8220;<\/strong> die Folge sein. Von daher muss der Staat um Minderheiten willen darauf achten, dass diese trotz der Verlockungen der Digitalisierung auch zu ihrem Recht kommen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>4. Christliche Ethik<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>a) Privat: Zeit f\u00fcr Gott und Mensch und Informationen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der christlichen Tradition gibt es Zeiten, die f\u00fcr Gott bestimmt sind. Die kann sich heute jeder individuell festlegen (traditionell: Morgens vor Arbeitsbeginn, Mittags in der Mittagspause, Abends, nach der Arbeit), In dieser Zeit mit Gott hat niemand anderes etwas zu sagen. Ich bin f\u00fcr niemanden erreichbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Besondere an Jesus war, wenn er es mit einem Menschen zu tun hatte, dann war er ganz f\u00fcr diesen Menschen da. Und das sollte auch heute ein Ma\u00dfstab sein: Wenn ich mit Menschen esse, rede, zusammen bin, dann haben technische Ger\u00e4te au\u00dfen vor zu bleiben. Multitasking wird zwar angestrebt, aber: Wer f\u00fcr alles gleichzeitig da ist, ist f\u00fcr den Menschen, mit dem er es gerade zu tun hat, nicht (ganz) da. Entscheidung f\u00fcr das &#8222;Ganz-Da-Sein&#8220; ist praktizierte N\u00e4chstenliebe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsprechend kann man sich auch eine Zeit einrichten, in der man sich um die Kommunikation mit anderen k\u00fcmmert \u2013 Kommunikation technischer Art.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>b) Privat: Raum schaffen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne Digitalisierung: Wenn man jemanden zu Hause besuchen m\u00f6chte, klingelt man an dessen T\u00fcrklingel. Wenn der andere nicht \u00f6ffnet \u2013 okay, dann geht man weiter. Heute steht man mit WhatsApp und co. sofort im Haus des anderen, der andere steht \u00fcberall bei mir. Darum ist es wichtig: R\u00e4ume zu schaffen, in dem man den Menschen hereinl\u00e4sst. Ich selbst bin ein Raum \u2013 ich m\u00f6chte nicht alle zu jeder Zeit in mich hereinlassen. Sie sind nicht Gott, sondern Menschen. Privates Leben und eine gewisse Distanz m\u00fcssen bleiben, damit ich selbst gesundheitlich fit bleibe. Darum einen Raum in der Wohnung aussuchen, in dem allein ich mein Smartphone usw. willkommen hei\u00dfe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>c) Privat: Freiheit, Mut, Verantwortung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn ich mich f\u00fcr einen bestimmten Umgang mit der Digitalisierung entscheide, dann bin ich frei, ich nutze meine Freiheit, die mir Gott als ein Grundwert gegeben hat. Aber zur Freiheit ben\u00f6tigt man Mut und Verantwortung. Letztlich darf man auch nicht Verantwortung abgeben \u2013 denn damit gibt man auch Freiheit ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>d) Menschlichkeit \/ W\u00fcrde<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur W\u00fcrde des Menschen:&nbsp;<a href=\"https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/menschenwuerde-1\/\">https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/mensch\/menschenwuerde-1\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>W\u00fcrde des Menschen gegen \u00d6konomisierung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Teil B wurden immer wieder Werte angesprochen: Hilft der jeweilige Aspekt der Digitalisierung dem Menschen oder schadet er ihm. Dieser Blick, der den Menschen Ma\u00dfstab sein l\u00e4sst, ist in unserer Kultur aus christlicher Perspektive relevant, er ist unverzichtbar. Der Mensch sah sich als Philosoph als Ma\u00dfstab aller Dinge \u2013 aber Menschen an sich wurden von St\u00e4rkeren ausgebeutet. Das gilt f\u00fcr alle Kulturen \u2013 die Sklavenhalterkulturen \u2013 bis auch hin zum Kolonialismus, Kapitalismus. Dem setzt Jesus von Anfang an eine andere Sichtweise entgegen: Der Mensch ist als Mensch zu achten \u2013 Geld ist f\u00fcr den Menschen einzusetzen nicht egoistisch. Von daher sind auch digitale Unternehmen ad\u00e4quat zu besteuern, weil sie Teil der Gesellschaft sind, f\u00fcr die sie mit verantwortlich sind. Politik muss hier mit Blick auf die soziale Verantwortung Modelle schaffen. Vor allem auch, weil die digitalen Unternehmen durch ihren unermesslichen Reichtum die ahnungslosen Menschen in Richtungen zwingen, die sie nur \u201eunbewusst\u201c mitgehen. Reichtum verf\u00fchrt zur Macht. Macht muss demokratisch kontrolliert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsprechend stellt sich die Frage in \u00dcbergangszeiten zur Digitalisierung: Entl\u00e4sst man Mitarbeiter \u2013 und setzt an ihre Stelle Roboter \/ KI ein oder sucht man mit den Mitarbeitervertretungen \/ Gewerkschaften Wege, die dem Individuum auch von Nutzen sind. Vor allem auch: Ist Digitalisierung an dieser und jener Stelle wirklich wichtig, finanziell vorteilhaft\u2026 \u2013 oder einfach nur Prestigeobjekt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wieweit l\u00e4sst man es zu, dass Menschlichkeit unter der Digitalisierung leidet: Mitarbeiter werden unter permanenten Leistungsdruck gesetzt, damit unter Stress (Folgen: Burnout), sie werden dazu gezwungen, einander als Konkurrenten anzusehen, es bleibt kein Raum f\u00fcr Gemeinschaft, f\u00fcr Miteinander, f\u00fcr Solidarit\u00e4t. Wenn Digitalisierung gegen den Menschen eingesetzt wird, ist das die Folge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Menschlichkeit bleibt kein Raum, weil Digitalisierung erzwungene Vorgaben im Umgang mit Kunden macht: Man kann nicht einfach ein Br\u00f6tchen verschenken, wenn einer keine 50 Cent dabei hat. Es wird alles finanziell kontrolliert. Man wird zum Sklaven der digitalisierten Kontrolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Das Bild des apokalyptischen Tieres und moderne Kontrolle<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die W\u00fcrde des Menschen wird angetastet, wenn er ohne es zu wissen oder es ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen, anderen preisgegeben wird. Das gilt f\u00fcr Shit-Storm \/ \u00f6ffentliche Pranger genauso wie daf\u00fcr, dass seine Daten dem Arbeitgeber, dem Staat, bestimmten Firmen \u00fcberlassen werden. Ein Recht auf Privatheit muss dem Menschen gelassen werden. Er ist Ebenbild Gottes \u2013 er ist kein Wesen von der Stange \u2013 auch wenn Interessen geleitete Soziologie, Biologie, Psychologie anderes behaupten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Apokalypse des Johannes wird geschildert:&nbsp;<em>\u201eUnd es wurde ihm (den GegenGott) gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen k\u00f6nne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, get\u00f6tet w\u00fcrden. 16 Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Gro\u00dfen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn 17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, n\u00e4mlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. 18 Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der \u00fcberlege die Zahl des Tieres; denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.\u201c<\/em>&nbsp;(Apk 13)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hei\u00dft aus moderner Perspektive gesagt: Menschen machen sich ein Zeichen \u2013 das hei\u00dft eine Art Barcode bzw. RFID, vgl. Gesichtserkennung: China (mit Bonuspunkten \/ Scoring-System \/ Social-Credit-Programme; ob das so stimmt, was \u00fcber China gesagt wird, mag dahingestellt bleiben) \u2013 freiwillig, weil sie dann alles billiger bekommen. Menschen werden kontrollierbar, sie werden disziplinierbar. Die Freiheit wird angetastet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Verantwortung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mensch als Ebenbild Gottes darf sich nicht von seinen eigenen Gesch\u00f6pfen (Robotern\u2026) beherrschen lassen, er darf auch nicht zulassen, dass Tests Menschenleben kosten k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arbeitgeber achten die W\u00fcrde des Menschen, wenn sie den Mitarbeitern Zeit (Fortbildungen) und Raum geben, sich in die neue Materie (wenn n\u00f6tig auch langsam!) einzuarbeiten, damit keine Versagens\u00e4ngste entstehen \u2013 damit eben grundlegende \u00c4ngste, den Job zu verlieren, wenn ich die Neuerungen nicht verstehe. Zudem m\u00fcssen sie gen\u00fcgend Experten einstellen, die helfen, die Digitalisierung in den Griff zu bekommen. Das Zerschlagen von Arbeitsgruppen ist zu vermeiden. Bekanntlich erh\u00f6ht eine solche Gruppenzerschlagung nicht unbedingt die Produktivit\u00e4t, wie man inzwischen wei\u00df. Freilich besteht auch die Angst der Arbeitgeber im \u201eDisruptiven Wandel\u201c \u2013 das hei\u00dft: Von Jetzt auf Gleich muss alles umgestellt werden, wenn wir nicht vom Markt verdr\u00e4ngt werden wollen (Uber: Taxi; Amazon: Buchhandlungen; Airbnb: Hotels\/Pensionen). Gleichzeitig muss der Arbeitgeber Verantwortung abgeben k\u00f6nnen, da er selbst nicht alles \u00fcberblicken kann. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christlicher Tradition entspricht es, Verantwortung zu tragen, die Arbeit wert zu sch\u00e4tzen, sich f\u00fcr andere einzusetzen. Gott durch sein Tun zu ehren (1Thess 4). Aber gleichzeitig m\u00fcssen gerade Christen aufpassen, dass sie sich selbst auch achten. Die Wirtschaft ist f\u00fcr den Menschen da, nicht der Mensch f\u00fcr die Wirtschaft, um ein ber\u00fchmtes Wort von Jesus abzuwandeln (Markusevangelium 2,27). <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>e) Individualismus \/ Utilitarismus<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Gesellschaft ist immer st\u00e4rker utilitaristisch ausgerichtet: Das Individuum nutzt nur dann, wenn es der Allgemeinheit Nutzen bringt. Das bedeutet dann auch \u2013 wenn sie nicht aus der Perspektive der Menschlichkeit organisiert wird \u2013 neue Formen der Ausbeutung: Homeoffice und anderes: Man muss st\u00e4ndig bereit sein, um der Belegschaft, der Firma, dem B\u00fcro\u2026 zu nutzen, nicht mehr nur zur Arbeitszeit. Gegen den puren Utilitarismus setzt die christliche Ethik die Bedeutung des Individuums, den Menschen als Person. Alle totalit\u00e4ren Systeme der Neuzeit (Nationalsozialismus, Kommunismus, religi\u00f6se Str\u00f6mungen) versuchen, den Menschen in den Griff zu bekommen, ihn der Allgemeinheit zu unterwerfen. Christen m\u00fcssen an dieser Stelle besonders hellh\u00f6rig sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>f) Sich nicht kaufen lassen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Digitalisierung hat nicht eine solche Gewalt, weil sie einfach da ist. Sie hat eine solche Macht, weil ich mich kaufen lasse: Es kostet nichts \u2013 also mach ich mit. Was im Hintergrund abl\u00e4uft, das interessiert mich nicht. Ich selbst bin als m\u00fcndiger Mensch nicht unschuldig, wenn ich mich einfach so kaufen lasse. Und dieses: Ich profitiere \u2013 alles andere ist mir egal \u2013 , wird freilich auch von Firmen ausgenutzt, durch psychologisch ausgekl\u00fcgelte Anreize \u2013 bis hin, so wie es von China gesagt wird, in dem Frauenmangel herrscht,: Ich verhalte mich staatskonform, damit ich eine h\u00f6here Punktzahl f\u00fcr das Wohlverhalten bekomme, um damit eine Frau zu bekommen. Ich lasse mir einen NFC-Chip implantieren, um ein paar finanzielle Vorteile zu haben. Wie oben im Text der Apokalyptik: Ich selbst bin f\u00fcr das verantwortlich, was ich mache bzw. mit mir machen lasse. Als Ebenbild Gottes, das den Geist Gottes hat, muss man sich immer wieder fragen: Werde ich meiner Verantwortung mir und der Gesellschaft gegen\u00fcber gerecht? (Es sei erw\u00e4hnt, dass in den USA Eltern gegen eine Plattform geklagt haben, weil sie ihre Kinder s\u00fcchtig gemacht haben, so der Vorwurf. Und die Eltern haben recht bekommen. Das ist freilich unverst\u00e4ndlich, denn die Eltern geben einfach ihre Schuld ab &#8211; und geben damit ihre M\u00fcndigkeit als verantwortungsbewusste Eltern ab. Sie sind verantwortlich daf\u00fcr, wenn ihre Kids womit auch immer s\u00fcchtig geworden sind. Freilich nur in der begrenzten M\u00f6glichkeit, weil Eltern ihre Kinder nicht besitzen und Kinder eigene Wege gehen k\u00f6nnen und m\u00fcssen. Aber andere daf\u00fcr verantwortlich machen, ist schon kurios. Das ist der eine Aspekt. Der andere ist freilich genauso hervorzuheben: Dort, wo Konzerne die Erziehung der Eltern bewusst unterlaufen, ist verantwortungslos. An dieser Stelle m\u00fcssen diese dann auch zur Verantwortung gezogen werden.)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>g) Alles pr\u00fcfen \u2013 Reich Gottes \u2013 alles hat seine Zeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christen sollen sich von nichts vereinnahmen lassen, alles \u00fcberpr\u00fcfen \u2013 und das Gute behalten. Das lehrt der Apostel Paulus. Das bedeutet: Man muss sachlich bleiben, darf sich nicht durch Hypes emotionalisieren lassen, muss Gefahren absch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Als Ma\u00dfstab steht die Jesus-Vision des Reiches Gottes vor Augen: Was tut dem Menschen gut (Goldene Regel) \u2013 das muss man so gut es geht umsetzen (aber dem\u00fctig bleiben: Der Mensch kann nicht das Reich Gottes auf Erden durchsetzen \u2013 auch nicht durch Digitalisierung). Christen haben mit dem Neuen Testament gelernt, allen gegen\u00fcber skeptisch zu sein, die die heile Welt versprechen. Man ist sich bewusst, dass alles seine begrenzte Zeit hat \u2013 auch die gegenw\u00e4rtig dominanten Sichtweisen \u2013 und die dominanten Firmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Lehre Jesu \u2013 und den 10 Geboten \u2013 lernen wir: ehrlich zu sein, Wort zu halten, nicht \u00fcber andere verbal herzufallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem gibt es Bereiche im menschlichen Zusammenleben, die mindestens genau so wichtig genommen werden m\u00fcssen, wie die Digitalisierung: Diakonie \/ Caritas zum Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Christen ist es wichtig: Selbstreflexion (wer bin ich vor Gott, wie verhalte ich mich richtig\u2026) \u2013 das gilt auch mit Blick auf die Digitalisierung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>h) K\u00f6rper, Geist und Gemeinschaft<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Ethik geh\u00f6rt auch der K\u00f6rper: Achte ich ihn oder missachte ich ihn, indem ich ihn dazu zwinge, die meiste Zeit vor dem Bildschirm am Tisch zu sitzen, zusammengekauert mit dem Smartphone vor Augen, auf der Couch zum Fernseher starrend, gleichzeitig wartend, dass WhatsApp sich meldet&#8230; Zudem ist der Mensch ein Gemeinschaftswesen, dem anderen sein Gesicht zeigen, die Stimme unverfremdet durch technische Ger\u00e4te g\u00f6nnen, gemeinsam etwas erleben, miteinander lachen, weinen, Probleme w\u00e4lzen. Der Mensch als k\u00f6rperliches Wesen, das zum Wohlbefinden Gemeinschaft ben\u00f6tigt \u2013 dazu wurde er erschaffen. Das gilt es Wert zu sch\u00e4tzen, zu achten, zu ber\u00fccksichtigen. Selbst denken \u2013 das Denken nicht in Smartphone usw. outsourcen \u2013, Leben gestalten, im Angesicht Gottes soziale Wege zu suchen&#8230; \u2013 ein gro\u00dfes Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir Menschen sind begrenzt geschaffen: Haben zwei Arme und nicht zehn, zwei Augen, die nach vorne schauen und nicht \u00fcberall hin, einen Mund (darum stopfen manche Menschen Nahrung mit einer Geschwindigkeit in sich rein, die negativ ph\u00e4nomenal ist), nur die Ohren k\u00f6nnen \u00fcberall sein&#8230; Wir k\u00f6nnen sehr viel gleichzeitig tun \u2013 das ist auch gut so. Wir m\u00fcssen allerdings aufpassen, dass wir uns auch mit digitalem Multitasking nicht \u00fcberfordern \u2013 und irgendwann vollkommen schlapp machen, weil sich K\u00f6rper und Geist einfach abschalten, wegen \u00dcberf\u00fcllung schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">KI benutzt die Sinne, um den Menschen zu einem Geistwesen im Cyberspace zu machen, frei von k\u00f6rperlichen Grenzen. Will ich das mit mir machen lassen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir Menschen haben von Gott eine begrenzte Lebenszeit geschenkt bekommen \u2013 die zu f\u00fcllen wir verantwortlich sind. Wenn wir am Ende eines Tages \/ einer Woche \u00fcberlegen: Was habe ich eigentlich heute gemacht? Was blieb an Sinnvollem und Nachhaltigem in unserer Erinnerung haften? Wie viel davon ist digitalem Ursprungs, wie viel von pers\u00f6nlichen Kontakten gepr\u00e4gt? Bestand meine T\u00e4tigkeit aus Wischen und Scrollen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder sollte man auch regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcfen: Bin ich digital-s\u00fcchtig geworden? Eine Woche mindestens: Abstinenz \u2013 nicht eine Stunde! Damit gewinne ich meine besondere Freizeit zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum anderen geht es auch darum, sich und andere vor Gefahren zu sch\u00fctzen \u2013 ohne Angst zu haben. Das hei\u00dft: Man muss die Gefahren gut kennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digital werden uns vor allem durch KI-Film(chen) und KI-&#8222;Fotos&#8220; Sch\u00f6nheitsideale vorgegaukelt. Das war schon vor KI so, aber hat sich verst\u00e4rkt, weil es sich nicht mehr um die Vielfalt der K\u00f6rper von Schauspielerinnen und Schauspieler handelt, sondern um digitalisierte, gefilterte K\u00f6rper, Gesichter. Hier liegt auch meine Verantwortung darin, mich nicht beeinflussen zu lassen, mich als die Person zu akzeptieren, als die ich Gottes Kind bin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso wird immer wieder deutlich auf Social Media, wie eloquent Menschen sind. Kein \u00c4hm, keine Pausen, sie reden einfach korrekt drauflos. Das kann der Mensch im normalen Alltag nicht immer. Auch hier: Sich nichts vorgaukeln lassen, sondern sich selbst akzeptieren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott hat uns den K\u00f6rper geschenkt und hat uns mit unserem K\u00f6rper zu seinem Kind gemacht. Von daher haben wir auf ihn zu achten. Er ist kostbar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-black-color has-text-color\"><strong>i) Digitalisierung als neuer Gott<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Woran du dein Herz h\u00e4ngst, ist Gott \u2013 und: Der Mensch m\u00f6chte seit alters so sein wie Gott (Genesis 3,5). Der Turmbau zu Babel gibt uns Menschen das Motto vor: Gott aus dem Himmel holen, damit wir uns selbst an dessen Stelle setzen k\u00f6nnen (Genesis 11), Die Folge der gest\u00f6rten Kommunikation mit Gott: Die massiv gest\u00f6rte Kommunikation. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die angesprochene Sprachverwirrung (Genesis 11) einerseits mit Blick auf Gott wird durch Digitalisierung nicht aufgehoben. Auch die Sprachverwirrung mit Blick auf uns Menschen wird nicht aufgehoben. Sprachlosigkeit herrscht \u2013 auch im Sinne von Inhaltslosigkeit des Gesprochenen, weil Menschen sich gen\u00f6tigt sehen, Sprachh\u00fclsen von sich zu geben, um digital pr\u00e4sent zu sein (wie Trainer nach jedem Fu\u00dfballspiel irgendwas sagen m\u00fcssen oder Politiker zu irgendwelchen Themen: bla, bla, bla&#8230;), Echokammern und Blasen verst\u00e4rken die Abgrenzung zu anderen Menschen, Menschen werden von Menschen entfremdet, verlernen die normale menschliche Kommunikation und vereinzeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digitalisierung ist nicht zu vermeiden, weil sie Ausdruck dessen ist, was der Mensch m\u00f6chte: Vereinfachung des Lebens, es geht alles schneller, preiswerter\u2026 Sie muss jedoch immer geerdet bleiben. Sonst heben wir ab und st\u00fcrzen tief. Wir Menschen wollten Gott aufgrund unserer Machtarroganz aus dem Himmel holen. Und stehen nun auch in Versuchung, Machtarroganz \u00fcber Menschen auszu\u00fcben. Digitalisierung alleine kann Menschen nicht vom Leiden erl\u00f6sen, wie es den Menschen nicht von Machtgel\u00fcsten erl\u00f6sen kann. Digitalisierung alleine kann Menschen auch nicht von sozialen Problemen befreien. Wer das glaubt, schiebt Verantwortung ab \u2013 oder ist ideologisch unterwegs und will \u00fcber Technologie Macht an sich rei\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Digitalisierung sozusagen Gott aus dem Himmel holen, um im Bild von Genesis 11 zu bleiben, hilft nicht weiter. Wie es gut ist, dass Menschen Geb\u00e4ude bauen lernten, denn Gott gab ihnen den Verstand dazu, so ist es gut, wenn Menschen die Technik, Digitalisierung, KI benutzen. Nicht mehr gut ist alles, wenn Gott und Mensch nicht mehr ernst genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">*<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color wp-block-paragraph\" style=\"color:#b81414\">Aufgabe 1: Das Vorrangige Ziel der Digitalisierung besteht darin, das Leben zu erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-1\" style=\"color:#b81414\">Wo wird das Leben heute durch Digitalisierung erleichtert?<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-2\" style=\"color:#b81414\">Wo wird es erschwert?<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-3\" style=\"color:#b81414\">Bist Du der Meinung: Digitalisierung erleichtert und erschwert gleichzeitig, wenn sie nicht richtig angewendet wird? <\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-4\" style=\"color:#b81414\">Wie muss Digitalisierung \/ KI gestaltet werden, um das Leben der Menschen zu erleichtern? <\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-5\" style=\"color:#b81414\">Wie gehst Du pers\u00f6nlich damit um, wenn Dich die Digitalisierung (psychisch \/ k\u00f6rperlich \/ sozial) beschwert?<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-6\" style=\"color:#b81414\">Muss man sich in jedem Fall anpassen? Wann sollte man sich anpassen? Wann darf man sich nicht anpassen?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind Schnellaufgaben. Bei diesen musst Du vielleicht intensiver nachdenken \u2013 und auch mit anderen kommunizieren:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-7 wp-block-paragraph\" style=\"color:#b81414\">Aufgabe 2:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-8\" style=\"color:#b81414\">Es ist bequem uns \u00fcber das Internet Entscheidungen abnehmen zu lassen. Merkst Du bei Dir selbst, dass Du durch Digitalisierung denkfaul geworden bist? Was machst Du dagegen? Was machen Deine Freunde dagegen? Tauscht Erfahrungen aus.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-9\" style=\"color:#b81414\">Ver\u00e4ndert sich ein Gespr\u00e4ch unter Freunden, wenn ein Smartphone auf dem Tisch liegt, selbst dann, wenn es stumm ist? Schauen wir beim Gespr\u00e4ch andere wirklich an? (Warum ist das &#8222;Anschauen&#8220; auch in dieser Hinsicht relevant?)<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-10\" style=\"color:#b81414\">Unsere Gesellschaft sieht den Menschen immer st\u00e4rker als Maschine. Sp\u00fcrst Du selbst wie Du als Maschine betrachtest wirst, die immer funktionieren muss? Hast Du diese Perspektive schon verinnerlicht?<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-11\" style=\"color:#b81414\">Du wirst durch eine App gedr\u00e4ngt, st\u00e4ndig zu reagieren. Du merkst, dass Dir das nicht gut tut. Wer hat hier die Macht: Du oder die App? Kannst Du lernen &#8222;Nein&#8220; zu sagen? Tausche mit Freunden Erfahrungen aus.<\/li>\n\n\n\n<li class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-12\" style=\"color:#b81414\">Worauf m\u00f6chtest Du in der analogen Welt nicht verzichten?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center has-black-color has-text-color\"><strong>Weiterf\u00fchrende Literatur<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der Literatur ist zu sehen, welche Werke ich ber\u00fccksichtigt habe \u2013 aber auch, wann der Beitrag entstanden ist: 2019. Wenn Du das liest, sind sicher neuere, weiterf\u00fchrende B\u00fccher und Aufs\u00e4tze auf den Markt gebracht worden. Erkundige Dich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Reinhard Haupt und Stephan Schmitz (Hgs.): Digitalisierung: Datenhype mit Werteverlust?. Ethische Perspektiven f\u00fcr eine Schl\u00fcsseltechnologie, SCM H\u00e4nssler Holzgerlingen 2019<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armin Nassehi: Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft, C.H.Beck, M\u00fcnchen 2019<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Philipp Otto und Eike Gr\u00e4f (Hgs): 3TH1CS. Die Ethik der digitalen Zeit, bpb Bonn 2018<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sarah Spiekermann: Digitale Ethik. Ein Wertesystem f\u00fcr das 21. Jahrhundert, Droemer Verlag M\u00fcnchen 2019<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manfred Spitzer: Cyberkrank! Wie das digitalisierte Leben unsere Gesundheit ruiniert, Droemer Knaur, M\u00fcnchen 2015 (Tb 2017)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fortsetzung von: https:\/\/evangelische-religion.de\/ReligionNeu\/digitalisierung-1\/ 3. Zwischen\u00fcberlegung 1. Digitalisierung positiv Digitalisierung der Welt ist grunds\u00e4tzlich positiv \u2013 sie wird entsprechend (wenn es keine Katastrophen gibt) auch nicht mehr aufzuhalten sein. Allein auch schon aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden. 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