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Im folgenden Abschnitt werden die Sterbephasen nach Kübler-Ross vorgestellt - freilich in einer Kurzfassung und darüber hinaus mit Blick auf neuere Beobachtungen. Diesem Abschnitt folgen Trauerphasen.  

 

 

 

Zuvor ein paar Hinweise aus christlicher Perspektive:

 

Menschen können Sterben einüben.

Das lehren vor allem der Buddhismus und das Christentum.

 

 

Paulus spricht davon im 1. Korintherbrief 7,29-31:

All das, was wir erleben, ist vorübergehend. Was ich heute habe, das kann mir morgen genommen werden. Deshalb darf man sein Herz nicht an Dinge hängen, sondern allein an Gott - und diese Dinge sind aus seiner Hand zu nehmen (und weiterzugeben). An erster Stelle steht Gott – erst danach kommt im großen Abstand alles andere. Jesus lehrt, das Leben als begrenzt anzusehen, nicht zu horten, nicht sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern es sinnvoll im Sinne Gottes zu verbringen.

Jesus und Paulus, stehen hiermit in ihrer jüdischen Tradition:

 

Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden (Ps. 90,12).

 

 

Dieser Satz wird immer bei Beerdigungen den Lebenden ans Herz gelegt. „Lebensklug“ werden – das heißt: Gott suchen, Liebe üben, anderen vergeben… Jesus und Paulus lebten mit dem Sterben vor Augen. Freilich bedeutete das für beide nicht, dass sie darum das konkrete Leben übersehen, übergangen haben. Sie haben es sehr wichtig genommen. Jesus hat sich den anderen Menschen helfend, heilend, tröstend zugewendet, Paulus hat besonders eifrig die frohe Botschaft (Evangelium) weitergegeben. Wenn sich ein Christ in das Sterben einübt, dann bedeutet das auch:

Dem Leben zugewendet leben - gegen die Kultur des Todes.

 

Paulus hat für sich folgende Antwort gefunden:

 

Keiner von uns lebt für sich, und keiner stirbt für sich. Leben wir, leben wir dem Herrn, sterben wir, sterben wir dem Herrn. Darum: Ob wir leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.“ (Römerbrief 14,7f.)

 

Und der Herr weist ins Leben.

 

Christen üben sich aber nicht in das Sterben ein. Christen üben sich in das Leben ein. Sie leben als Menschen mit Jesus Christus - und Jesus Christus wird es sein, der sie nach dem Sterben empfängt zum ewigen Leben. Christlicher Glaube bedeutet: Der Tod hat verloren - die Liebe hat gesiegt.

 

In diesem Zusammenhang kann man auch die Lieder, die das Gesangbuch zum Thema bietet, berücksichtigen:

 

  • Wie werden Sterben und Tod beschrieben? Welche Worte werden verwendet, welche Bilder, Beispiele...?
  • Welchen Tipp zur Bewältigung der Trauer, der eigenen Sterblichkeit gibt der Autor?
  • Handelt es sich um allgemein verbreitete Vorstellungen oder sind sie typisch christlich? 
  • Wie würden wir aus der gegenwärtigen Perspektive die Melodien beurteilen? Getragen, fröhlich - ein Mittel zwischen beiden? 

 

Literatur:

Reiner Andreas Neuschäfer: Alles aus? Kopiervorlagen zum Thema Trauer, Trost und Hoffnung, Vandenhoeck&Ruprecht, 2007

Helmut Mödritzer: Sterben - Tod - Auferstehung. Eine Lernstraße für den Religionsunterricht im 9./10. Schuljahr, calwer, 2007 (2. Auflage) (calwer materialien)

Ursula Früchtel, Astrid Ohla, Kerstin Othmer-Haake: Tod und Auferstehung. Das Thema im Unterricht der Kirche und der Schule, vandenhoeck&ruprecht 1996

Sabine Pemsel-Maier: Der Traum vom ewigen Leben. Die christliche Hoffnung auf die Überwindung des Todes, Katholisches Bibelwerk Stuttgart 2000 (Glauben erfahren mit Hand, Kopf und Herz 7) 

 

 

 


wf@evangelische-religion.de