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Kirchengeschichte der Neuzeit

Wesentliche Themen

 

1. Pietismus: Eine Frömmigkeitsbewegung, die

(a) die persönliche Beziehung des Einzelnen zu Gott betont,

(b) gleichermaßen die Vorgaben des Neuen Testaments ernst nimmt, die

(c) das alltägliche Handeln bestimmen.

(d) Eine Laienbewegung - jeder Einzelne ist verantwortlich. 

 

2. Mission: In der Neuzeit wurde der Blick von Europa auf andere Kontinente gelenkt. Auf allen Kontinenten wurde der christliche Glaube durch Wort und Tat (Diakonie) verbreitet. Die Formen der Mission sind den jeweiligen Zeiten angepasst. In der Gegenwart dominiert der Gedanke: Hilfe zur Selbsthilfe (finanzielle, technische, medizinische Hilfe, Bildung) - damit verbunden ist die Stärkung der Gemeinden vor Ort. (Brot für die Welt: http://www.brot-fuer-die-welt.de/ und Hilfe für Brüder: http://www.gottes-liebe-weltweit.de/hilfe-fuer-brueder-international/aktuelle-hilfe-und-berichte und gegen Verfolgungen zum Beispiel http://www.opendoors-de.org/ Zur Mission im eigenen Land s. http://www.zmir.de/startseite/ (Zentrum für Mission in der Region/EKD).

Insgesamt wird auch der Kolonialismus aufgearbeitet: Kirchen sind im Zuge der Unterwerfung von Völkern durch die Kolonialstaaten (Portugal, Spanien, Großbritannien, Frankreich usw.) mit ihnen in den unterworfenen Ländern tätig geworden, haben zur Vereinheitlichung beigetragen und damit auch dazu, dass diese Menschen leichter beherrschbar waren. Die Schuld, die Kirchen auf sich geladen haben, wird erkannt und somit wird die Mission neu aufgestellt. Es geht nicht mehr darum, europäische Kultur anderen überzustülpen, sondern um Inkulturation, das heißt: Der christliche Glaube wird Teil der jeweiligen Kultur.

 

3. Diakonie: s.: http://www.evangelische-religion.de/diakonie.html 

 

4. Ökumene: s.: http://www.evangelische-religion.de/oekumene.html

 

5. Dialog mit anderen Religionen + Atheismus + Säkularismus: s. http://www.evangelische-religion.de/dialog-pluralismus.html und http://www.evangelische-religion.de/atheismus.html

 

6. Kirche und Staat - Politischer Widerstand: Die Evangelische Kirche in Deutschland lebte seit der Reformation in enger Verbindung mit den Herrschern. Nach der Abdankung des Kaisers musste sie selbständiger werden - und das erst recht während der Zeit des Nationalsozialismus. Während kirchenpolitisch traditionell orientierte Kreise sich wieder den Herrschern (Hitler) anschlossen (Deutsche Christen), mussten diejenigen, die mit der unchristlichen und antichristlichen Politik Hitlers nicht einverstanden waren, langsam lernen, gegen die Herrscher anzugehen. (S. http://www.evangelische-religion.de/bekenntnisse.html ) Das hatte dann auch weitere Auswirkungen auf die so genannte Theologie der Befreiung. Sie setzte sich für die Armen gegen ausbeutende gesellschaftspolitische Strukturen ein.

Gegenwärtig geht es auch um die Frage nach der Trennung von Kirche und Staat - was bedeutet das, wie ist diese Trennung zu definieren, es geht dann detailliert um die Frage der Kirchensteuer, um Staatskirchenverträge - und mit all dem verbunden um unser gesamtes System der Subsidiarität. http://evangelische-religion.de/d-kirche-und-staat-1.html

 

 

7. Ethik: Das Thema Werte und Ethik ist nicht nur grundsätzlich wichtig für die Diskussion der Gegenwart, sondern auch mit Blick auf bestimmte Fragestellungen: Wirtschaftsethik, Wissenschaftsethik, Medienethik, Medizinethik, Menschenrechte.

 

 

8. Pfingstgemeinden (wird nachgereicht):

 

 

 

 

 

 

 

Das Christentum wächst auf vielen Kontinenten sehr stark. In Europa findet stärker eine Entkonfessionalisierung statt, das heißt: Die traditionellen Konfessionen (römisch-katholische und protestantische Kirchen) verlieren Mitglieder (wie andere Institutionen der Gesellschaft auch: Parteien, Gewerkschaften), der Glaube wird in einer selbst gebildeten Form individualisiert weitergelebt. Das, was hauptsächlich mit der Reformation begann, zur Entwicklung zweier Kirchen führte, dann zu kirchenunabhängigen Untergruppen, wird im 21. Jahrhundert zu einer individualisierten Patchwork-Religion. Womit freilich die Grundintention des christlichen Glaubens: Gemeinschaft mit anderen Glaubenden nicht mehr gewahrt wird.

 

Christentum ist dennoch stärkste Religion und wächst auf vielen Kontinenten, mancherorts sehr stark – trotz massiver Verfolgungen (vor allem in islamischen Staaten). So gibt es in China wohl inzwischen zwischen 80-120 Millionen Christen (vergleiche: Deutschland hat ca. 80 Millionen Einwohner). Die Gefahr, die in zu starkem Wachstum liegt, besteht darin, dass die Menschen vor Ort kaum wirklich wissen, was es mit dem christlichen Glauben auf sich hat, somit allen möglichen Einflüssen (auch negativer Art) ausgesetzt sind.  

 

Von den 2,4 Milliarden Christen gibt es ca. 1,1 Milliarden Katholiken und 250 Millionen Orthodoxe. Methodisten, Anglikaner, Baptisten, Lutheraner, Reformierte jeweils zwischen 60-80 Millionen. Manche rechnen inzwischen damit, dass die Gruppen, die der Pfingstbewegung angehören, nach der römisch-katholischen Kirche die meisten Mitglieder hat.

 

Zahlen für Deutschland (2011/2012 über Suchmaschine eruiert):

amnesty hat über 2 Millionen Mitglieder, ähnlich viele hat greenpeace. Das DRK hat über 4,7 Millionen, ADAC 17 Millionen, die Gewerkschaft verdi hat 2 Millionen. Parteien: CDU 480.000; SPD 483.000, die CSU hat 150.000, die Linke hat 65.000, die Grünen 60.000 und FDP: 60.000? Mitglieder (2011). Katholische und Evangelische Kirche haben je ca. 24-25 Millionen [insgesamt also: ca. 50 Millionen] Mitglieder, die Orthodoxen ca.  657.000 und Baptisten: 84.000 dazu kommen noch die freien Gemeinden. Die Methodisten: 57.000. Die den Sondegruppen/Sekten zugerechnete Neuapostolische Kirche hat 359.833 und die Zeugen Jehovas 165.348 Mitglieder.


wf@evangelische-religion.de